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Mythos Sonnenbrand

Rasen wässern bei Sonnenschein? Die Basic-Gießregeln für den Sommer

Rasenpflege kann im Sommer zur Herausforderung werden. Das Gras wird im Sommer schnell gelb und unansehnlich? Wie wichtig die richtige Bewässerung ist.

Während langer Hitzephasen im Sommer kann der Rasen schnell gelb und unattraktiv werden. Oftmals wird behauptet, dass das Gras einen „Sonnenbrand“ hat und dass dies auf die Bewässerung bei Sonnenschein zurückzuführen ist. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass die Wassertropfen auf den Grashalmen wie eine Lupe wirken. Trotzdem stellen heiße Sommer eine Herausforderung für den Rasen dar und eine kluge Bewässerungsstrategie kann sein Überleben in Trockenzeiten sichern. Hier sind die wichtigsten Bewässerungsregeln für gesunde Grashalme.

Ein weit verbreiteter Rasen-Irrglaube: Sonne und Wasser verursachen Sonnenbrand

Es ist ein Mythos, dass Gießen bei Sonnenschein den Rasen verbrennt.

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Pflanzen bei starkem Sonnenschein nicht bewässert werden dürfen. Es wird angenommen, dass die an den Blättern haftenden Wassertropfen das intensive Sonnenlicht wie eine Lupe bündeln und so Blattverbrennungen verursachen. Tatsächlich ist dies bei horizontal liegenden, wasserabweisenden Blättern mit winzigen Härchen, wie zum Beispiel beim Schwimmfarn, der Fall. Wieso, erklärt eine ungarische Studie im Wissenschaftsmagazin New Phytologist: Die Wassertropfen bleiben wie eine runde Glaskugel auf dem Blatt liegen und verstärken die Sonnenstrahlen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Beschaffenheit der Blattoberflächen und der Winkel, in dem die Sonne einfällt, eine Rolle spielen. Bei glatten, unbehaarten Blättern wie Grashalmen wäre die Gefahr eines Sonnenbrands demnach am frühen Morgen oder späten Nachmittag am höchsten. Allerdings ist die Lichtintensität bei einem solchen schrägen Sonnenstand zu gering, um große Folgen zu haben.

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Wenn es zu einer „Verbrennung“ der Grashalme kommt, liegen die Ursachen dafür wahrscheinlich woanders, so die Wissenschaftler. Konzentrierte Nährstoffe, Düngemittel oder ein Mangel an Chlorophyll könnten sonnenbrandähnliche braune Flecken im Rasen verursachen. Aber es gibt noch viele weitere Gründe. Auch das Besprühen von Pflanzen mit kaltem Wasser bei heißem, sonnigem Wetter kann bei den Pflanzen Stress auslösen und zu welken, braunen Blättern führen.

11 typische Rasenunkräuter, die Sie nicht dulden sollten

Gundermann Glechoma hederacea
Der Gundermann blüht recht hübsch, aber wenn er einmal wuchert, hat die Wiese schnell nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Rasen. © Dreamstime/Imago
Spitzwegerich in Rasen
Ebenso wie sein Verwandter, der Breitwegerich, verdrängt der Spitzwegerich den Rasen. Durch regelmäßiges Mähen auf etwa vier Zentimeter kann man die Ausbreitung im Zaum halten. © Pond5 Images/Imago
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Wer eine Blümchenwiese haben möchte, kann den Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) wuchern lassen. Ansonsten sollte man ihn ausstechen. © Dreamstime/Imago
Getreidefeld, Süßgras Taube Trespe (Bromus sterilis)
Irgendwie sieht sie doch schön aus, die Taube Trespe (Bromus sterilis). Doch Ungräser wie Trespen blühen schnell und bilden rascher Samen, als einem lieb ist. Entfernen kann man sie nur durch manuelles Ausstechen.  © imagebroker/Imago
Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli)
Augen auf: Hirsearten wie die hartnäckige Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) haben im Rasen nichts zu suchen, denn sie verdrängen das schöne Gras. Am besten beugen Sie mit guter Rasenpflege vor. © imagebroker/Imago
Kriech-Quecke (Elymus repens), blühend
Die Kriech-Quecke (Elymus repens) zählt zu den Süßgräsern. Sie bildet Ausläufer und durchwuchert schnell den Rasen. © Pond5 Images/Imago
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) in Rasen
Der oft als störend empfundene Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) ist eine Zeigerpflanze, die auf einen stickstoffreichen Untergrund hinweist. Er lockert den Boden, hat aber ein weitreichendes Wurzelsystem und ist schwer zu entfernen.  © Pond5 Images/Imago
Acker Schachtelhalm Equisetum arvense
Wehe, wenn Sie Ackerschachtelhalm oder dessen Sporen tragende Sprosse im Rasen entdecken. Das Kalken der Fläche ist oft eine hilfreiche Option. © CHROMORANGE / Imago
Blühender Weißklee im Rasen
Klee, zum Beispiel Weißklee, bildet im Rasen ebenfalls kriechende Ausläufer. Ob man die bienenfreundliche Pflanze mag, ist Ansichtssache – er wächst auf jeden Fall schnell. © Dreamstime/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) wirkt mit seinen filigranen Blüten und Blättern harmlos. Aber das widerstandsfähige Gewächs breitet sich im Handumdrehen aus. © imago stock&people
Löwenzahn Pusteblume mit Samen
Löwenzahn bildet zwei Meter lange Pfahlwurzeln, deren Rodung körperliche Schwerstarbeit ist. Eine Pusteblume bildet etwa 300 Samen, daher sollte man nicht lang überlegen, sondern handeln. © Panthermedia/Imago

Wie Sie den Rasen im Sommer richtig bewässern

Trotzdem ist es besser, den Rasen nicht in der prallen Mittagssonne gießen. Denn dann könnte ein Großteil des Wassers ungenutzt verdunsten. Einen wichtigeren Faktor für die Verdunstung als die Sonne macht aber wohl der Wind aus, erfährt IPPEN.MEDIA von Dr. Bernd Leinauer von der New Mexico State University. Der Rasenspezialist geht davon aus, dass die Windstärke einen viel größeren Einfluss haben dürfte als die Temperatur. An einem windstillen Tag erreiche fast das gesamte ausgebrachte Wasser den Boden, unabhängig von der Lufttemperatur.

Die Windstärke im Garten wird man nicht ändern können. Stattdessen sind folgende Bewässerungsregeln im Sommer sinnvoll:

  • Bewässern Sie den Rasen frühmorgens, am besten vor sechs Uhr, notfalls abends. Dann ist jedoch die Gefahr einer Pilzerkrankung größer, wenn das Wasser nicht abtrocknet. Ein automatisches Bewässerungssystem mit Zeitschaltuhr ist hilfreich.
  • Gießen Sie lieber seltener und dafür eine größere Menge als jeden Tag ein bisschen. So kann das Wasser besser zu den Wurzeln in die Tiefe gelangen. Etwa 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter und Bewässerungseinheit sind für viele Rasen im Sommer passend.
  • Sandige Böden gießt man am besten bis zu dreimal in der Woche, rät Rasendoktor.de. Bei lehmigen Böden ist es weniger oft nötig.
  • Werden die Spitzen der Grashalme blaugrau und richten sich nach dem Betreten nicht mehr schnell auf, ist es Zeit für die Bewässerung.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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