Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Entscheidender Monat

Jetzt oder nie: Warum Rosen im März die meiste Aufmerksamkeit brauchen

Person schneidet Rosen
+
Der Rosenrückschnitt ist nur eine der vielen Pflegemaßnahmen, die im Frühjahr bei den Blumen anstehen.

Wer im Sommer vor einem Meer aus Rosenblüten stehen will, entscheidet das nicht im Juni – sondern im März. Wir erklären, was Experten wissen – und was Sie daraus machen sollten.

Draußen wirkt alles noch kahl. Die Beete liegen unter dem letzten Winterschutz, die Äste der Rosen sehen trocken und leblos aus. Doch der Schein trügt: Tief im Inneren der Pflanze laufen bereits biologische Prozesse ab, die über Wohl und Wehe der gesamten Blütensaison entscheiden.
Ab Anfang März beginnen Rosen, aus ihrer Winterruhe zu erwachen. Die Wurzeln nehmen wieder Wasser und Nährstoffe auf, die ersten Knospen schwellen an, die Zellaktivität steigt. Was die Pflanze in diesen Wochen vorfindet – ob Nährstoffe, Licht, Schnitt und Pflege stimmen – prägt sie für Monate.

Rosen sind sogenannte Langtagspflanzen: Mit zunehmender Tageslänge und steigenden Temperaturen schalten sie in den Wachstumsmodus. Sobald die Bodentemperatur dauerhaft über 5 °C liegt, beginnt das Wurzelwerk aktiv Nährstoffe aufzunehmen. Gleichzeitig werden in den Trieben Reservestoffe mobilisiert, die die Pflanze über den Winter eingelagert hat.
Genau in diesem Moment ist die Rose besonders empfänglich – für Pflege ebenso wie für Fehler. Wer jetzt zu früh schneidet, riskiert Frostschäden an frischen Schnittstellen. Wer zu spät düngt, lässt die Pflanze in der entscheidenden Wachstumsphase ohne Energie. Und wer den Winterschutz zu lange lässt, riskiert Pilzkrankheiten durch Staunässe und fehlende Luftzirkulation.

Das Entfernen von Reisig und Zweigen sowie das Abhäufeln, also das Entfernen des aufgehäuften Erdwalls um den Rosenfuß, ist eine der sensibelsten Aufgaben im März. Zu früh entfernt, sind die Wurzeln schutzlos bei Spätfrösten. Zu spät, und die Feuchtigkeit unter dem Schutz fördert Pilzkrankheiten wie Sternrußtau oder Grauschimmel.
Die Faustregel: Wenn keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind und die Forsythien blühen, kann der Winterschutz schrittweise entfernt werden – idealerweise an einem bewölkten Tag, damit die empfindlichen Triebe nicht sofort praller Sonne ausgesetzt sind. In milden Lagen kann das bereits Mitte März sein, in rauen Lagen oder Hochlagen eher Anfang April.

Nach dem Abhäufeln erfolgt ein Rückschnitt der Rosen. Gärtner nutzen auch hier die Forsythien, um den perfekten Moment für den Rosenschnitt zu bestimmen: Wenn sie in voller Blüte stehen, ist es Zeit. Dieser Zeitpunkt fällt je nach Region und Witterung auf Ende März bis Anfang April – und markiert den Moment, in dem Nachtfröste weitgehend ausbleiben und die Rose sicher in den Schnitt gehen kann. Wie tief der Schnitt geht, entscheidet sich ja nach der Rosengruppe. Abgestorbene Zweige und schwache wilde Triebe werden in jedem Fall entfernt.

Wichtig dabei: Der Schnitt sollte immer knapp über einer Knospe angesetzt werden, leicht schräg, damit Wasser ablaufen kann. Zu stumpfe Scheren quetschen das Gewebe und öffnen Einfalltore für Pilze.

Gut kombiniert: Zehn Pflanzen, die besonders gut zu Rosen passen

Es sind Clematis neben Rosen zu sehen.
Kletterpflanzen wie die Clematis unterstützen durch ihren Wuchs und Form Rosen optisch. Aber auch wegen ihrer Blatt- und Blütenfarbe sowie der ähnlichen Blütezeit eignet sich die Clematis optimal als Begleitstaude für Rosen. Die Blütezeit reicht je nach Sortenwahl von Mai bis September. Kletterrosen und Clematis brauchen zudem ein Rankgerüst, an welchem sie entlangwachsen können.  © stock&people/Imago
Es ist eine Strauchrose mit Rittersporn im Garten zu sehen.
Als Rosenbegleiter eignet sich der Rittersporn besonders gut. Die hochwachsenden Blüten bilden einen schönen Kontrast zur Rosenblüte. Die ausgedehnte Blüte des Rittersporns verlängert die Pracht rund um die Rosen im Beet. Dazu sollten Gartenfreunde den Rittersporn gleich nach der Blüte abschneiden und anschließend unbedingt düngen. Die Stauden haben dann die Möglichkeit, im Spätsommer ebenfalls nochmals zu blühen.  © Erich Geduldig/Imago
Lampenputzergras in einem Beet.
Ziergräser wie das Lampenputzergras lassen die Rosen dichter wirken und werten so das Gartenbild auf. Durch sie wirken die Blumen nicht nur voluminöser, sondern bereichern auch die blütenarmen Monate im Winter. Die stimmungsvollen rotbraunen Blüten des Liebesgrases sorgen zudem für einen schönen Kontrast.  © emer/Imago
Es ist ein Eisenhut im Garten zu sehen.
Um die Blütenpracht im Beet zu verlängern, sollte man auf die Blühdauer der Rosenbegleiter achten. Stauden wie der Eisenhut beginnen in der Regel erst nach der Hauptblüte der Rosen, dafür aber bis in den Herbst hinein zu blühen. Der Eisenhut bevorzugt lockere Böden, welche feucht und nährstoffreich sind. Geeignet sind zudem helle oder halbschattige Standorte.  © Peter Widmann/Imago
Es sind Weinreben und Rosen zu sehen.
Echter Wein ist besonders bei Kletterrosen eine beliebte Kombination. Die strahlend grünen Blätter heben die Blütenpracht der Rosen hervor, ohne ihnen die Show zu stehlen. Das Pflanzen von Rosenstöcken neben Weinreben hat zudem eine lange Tradition. Der Grund: Da die Rosen anfälliger sind für Krankheiten wie Mehltau, können Weinbauern so ihre Reben besser schützen.  © LianeM/Imago
Es ist echter Thymian im Beet zu sehen.
Thymian kann Rosen helfen, gesund zu bleiben. Denn die ätherischen Öle des Krauts halten nicht nur Schnecken, sondern auch andere Fraßschädlinge von den Beeten fern. Das robuste Kraut duftet zudem aromatisch und ergänzt mit seinen feinen Blüten die Schönheit der Rosen.  © F. Hecker/Imago
Es ist ein Storchschnabel zu sehen.
Ebenfalls ein Klassiker unter den Rosenbegleitern ist der Storchschnabel. Die blauvioletten Blüten lassen sich mit fast allen Rosenfarben kombinieren. Niedrige, bodendeckende Storchschnäbel lassen sich ideal mit hochwachsenden Rosen kombinieren. Diese legen einen kleinen Blumenteppich um die Rose und blühen über Wochen hinweg.  © Bildagentur Geduldig/Imago
Es ist Oregano zu sehen.
Kräuter wie Oregano sind eine zauberhafte Kombination mit Rosen. Die weißen Blüten des Oreganos wirken neben den Rosen besonders schön. Die grünen Blätter sind darüber nicht nur nützlich, sondern setzen auch einen feinen Kontrast zu den großen Blättern der Rosen.  © Hans Eder/Imago
Strauchrosen mit Lavendel.
Lavendel gehört zu den Klassikern neben Rosen. Nicht nur umspielt die farbenfrohe Pracht des Lavendels die Rosen über die Sommermonate hinweg. Auch der Duft bereichert den Garten und soll zudem Läuse von den Rosen fernhalten. Allerdings kann Lavendel den Schädlingsbefall nur eindämmen. Sind die Läuse einmal auf der Rose, kann der Lavendel sie nicht vertreiben.  © BA-Geduldig/Imago
Es ist ein Buchsbaum zu sehen.
Ein weiterer klassischer Rosenbegleiter ist der Buchsbaum. Mit seinen kleinen grünen Blättern kann er entweder als Strauch zwischen den Rosenstöcken gepflanzt werden oder dient als Umfassung der Beete. Da der Buchsbaum sehr einfach zu pflegen ist, können Gartenfreunde sich so ganz auf die Rosen konzentrieren.  © Imago

Experten empfehlen die erste Düngung zwischen Mitte März und Anfang April – sobald die Rosen sichtbar austreiben und der Boden frostfrei ist. Organische Dünger wie Hornspäne oder spezielle organisch-mineralische Rosendünger haben sich bewährt, weil sie die Nährstoffe langsam und bedarfsgerecht abgeben. Sie werden oberflächlich in den Boden eingearbeitet und die Rosen gegossen. Eine zweite Düngegabe empfiehlt sich Ende Juni nach der Hauptblüte, um die Pflanze für einen weiteren Blühschub zu stärken.
Wer Rosen im Topf mineralisch düngt, sollte zwischen März und Juli monatlich nachlegen.

Wichtig:

Geben Sie keinen Stickstoff nach Ende Juli – sonst treibt die Rose noch einmal aus und die jungen Triebe überstehen den Winter nicht.

Der März ist auch der ideale Zeitpunkt für vorbeugenden Pflanzenschutz. Blattläuse, Rosenrost und Sternrußtau sind die häufigsten Feinde – und sie schlagen besonders dann zu, wenn die Pflanze geschwächt ist. Wer jetzt auf einen gesunden Boden, gute Luftzirkulation durch den richtigen Schnitt und ausreichende Nährstoffversorgung achtet, beugt den meisten Problemen bereits vor. Kontrollieren Sie die Pflanzen ab jetzt regelmäßig auf Schädlinge und Pilzbefall, um rechtzeitig vorbeugen zu können.
Zusätzlich empfiehlt sich das Lockern des Bodens rund um die Rose: Das unterdrückt Unkraut, verbessert den Luftaustausch und fördert das Bodenleben.

✅ Winterschutz schrittweise entfernen (ab frostfreien Nächten)
✅ Boden rund um die Rose auflockern
✅ Rückschnitt durchführen (Forsythienblüte abwarten)
✅ Schnittreste und altes Laub entfernen (Pilzsporen!)
✅ Erste Düngung mit organischem Rosendünger
✅ Triebe und Blätter auf Schäden und erste Schädlingszeichen prüfen
✅ Bei Bedarf vorbeugend mit Pflanzenstärkungsmitteln behandeln

Wann ist der beste Zeitpunkt, Rosen im Frühjahr zu schneiden? Der ideale Zeitpunkt für den Rosenschnitt liegt zwischen Ende März und Anfang April – sobald die Forsythien blühen und keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Je nach Region und Witterung kann sich dieser Zeitpunkt verschieben. Wichtig: Nie bei Frost schneiden, da frische Schnittstellen empfindlich sind.

Wann und wie oft sollte ich Rosen im Frühjahr düngen? Die erste Düngung empfiehlt sich zwischen Mitte März und Anfang April, sobald der Boden frostfrei ist und die Rosen sichtbar austreiben. Mehrfach blühende Sorten benötigen eine zweite Düngung Ende Juni. Organische Dünger geben Nährstoffe langsam und gleichmäßig ab – ideal für gesundes Wachstum.

Wann sollte ich den Winterschutz von meinen Rosen entfernen? Den Winterschutz schrittweise entfernen, sobald keine stärkeren Nachtfröste mehr zu erwarten sind – in der Regel ab Mitte März. Zu frühes Abhäufeln gefährdet die Wurzeln, zu spätes fördert Pilzkrankheiten durch Staunässe. Am besten an einem bewölkten Tag vorgehen, um Sonnenbrand an den Trieben zu vermeiden.

Kann ich Rosen im März noch umpflanzen oder neu pflanzen? Ja – März bis Mai gilt als optimale Pflanzzeit für Rosen im Beet. Containerrosen können sogar bis in den Herbst gepflanzt werden. Beim Umpflanzen darauf achten, den Wurzelballen möglichst intakt zu lassen und die Rose direkt nach dem Einpflanzen gut zu wässern und zu düngen.

Kommentare