Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nötige Pflegemaßnahme

Der Forsythien-Test: So wissen Sie genau, wann Ihre Rosen den Rückschnitt brauchen

Rosen schneiden Rosen schneiden im Frühjahr mit scharfer Rosenschere, Hochstämmchen, Edelrose
+
Rosen-Hochstämmchen werden anders zurückgeschnitten als Strauch- oder Beetrosen.

Ein Forsythienstrauch ist der zuverlässigste Kalender für den Rosenrückschnitt im Garten. Wir zeigen, wie Sie je nach Sorte die Schere ansetzen – Schritt für Schritt.

Kein App, kein Kalender, kein Wetterbericht ist so zuverlässig wie ein blühender Forsythienstrauch. Sobald seine gelben Blüten aufgehen – meist Ende März bis Anfang April – ist der ideale Moment für den Rosenschnitt gekommen. Dann sind die schlimmsten Nachtfröste vorbei, die Rose treibt gerade aus, und frische Schnittstellen können ohne Frostgefahr abheilen.
Wer zu früh schneidet, riskiert, dass Frost in die offenen Schnittstellen eindringt und Triebe absterben. Wer zu lange wartet, nimmt der Rose wertvolle Energie, die sie bereits in unerwünschte Triebe gesteckt hat. Der Forsythien-Test ist die einfachste und sicherste Methode, den richtigen Moment zu treffen.

Die Grundregeln des Rosenschnitts

Wild wuchernde Rosen haben sicher auch ihren Charme – die meisten Hobbygärtner bevorzugen allerdings eine akkurate Form. Mit Gründen: Nur ein Rosenstrauch, der gepflegt und zugeschnitten wird, trägt mit großer Wahrscheinlichkeit herrliche Blüten. Schneiden Sie allerdings falsch, schaden Sie den zarten Gewächsen unter Umständen und riskieren Krankheiten und im schlimmsten Fall den Pflanzentod.

Das sind die goldenen Regeln des Rosenschnitts:

  • Regel Nummer Eins: Schneiden Sie Rosen am besten immer im Frühjahr, niemals im Herbst. Dringt Frost in die frischen Schnittstellen ein, könnte der Zweig sonst absterben. Sie können aber auch noch bis in den Sommer hinein mit dem Rückschnitt warten.
  • Greifen Sie zu einer sauberen, scharfen Gartenschere (werblicher Link).
  • Setzen Sie immer knapp über einer Knospe an und schneiden Sie leicht schräg. So kann Regen- und Gießwasser gut abfließen und dringt nicht in die Schnittstelle ein.
  • Schneiden Sie alte, braune Triebe bis zum jungen, grünen Holz weg. Unter Umständen müssen Sie dabei radikal bis zum Boden kürzen. Mit Glück schlummern noch Triebe unter der Erde, die wieder austreiben.
  • Entfernen Sie auch kranke Triebe: Rotbraune bis lilafarbene Flecken sind ein Zeichen für die gefährliche Rindenfleckenkrankheit. Schneiden Sie Triebe mit Pilzbefall großzügig weg.
  • Wildtriebe hingegen schneiden Sie nicht – diese reißen Sie ab, sobald sie auftauchen. Sie erkennen sie daran, dass die Blätter eine andere Farbe besitzen.

Schwach oder üppig? So passen Sie den Schnitt an

Ein wichtiger Grundsatz, den viele Hobbygärtner vergessen: Der Schnitt richtet sich auch nach der Wuchsstärke der Pflanze:

  • Schneiden Sie schwach wachsende Exemplare radikal zurück. So fördern Sie starke Triebe.
  • Wächst die Rose bereits üppig, schneiden Sie nur zaghaft.

Denken Sie unbedingt daran, Laub und Schnittreste zum Schluss zu entfernen. Hier können sich sonst Krankheitserreger bilden.

Checkliste für den Rosenrückschnitt

Bevor Sie loslegen, kurz abhaken:

☐ Forsythien blühen bereits (oder blühen gerade auf)?
☐ Keine starken Nachtfröste mehr in der Wettervorhersage?
☐ Gartenschere ist scharf und desinfiziert?
☐ Handschuhe und Schutzkleidung bereit (Dornen)?
☐ Eimer oder Tüte für Schnittreste griffbereit?
☐ Winterschutz bereits entfernt oder gerade dabei?

Wenn Sie alle Punkte abhaken können: Los geht’s!

Kletterrose oder Beetrose: der richtige Schnitt für jede Sorte

  • Stammrosen: Schneiden Sie die Kronen stark zurück. Verzweigungen sind hier unerwünscht. Daher bleiben nur einige Triebe etwa 20 Zentimeter weit stehen. 
  • Kletterrosen: Diese Sorte schneiden Sie wenig bis gar nicht. Üblicherweise müssen Sie nur Zweige horizontal biegen und festbinden. Von den Haupttrieben entfernen Sie allerhöchstens zwei. Sie kürzen nur kräftige Seitentriebe auf drei bis fünf Augen zurück. Außerdem entfernen Sie Triebe, die älter als fünf Jahre sind. Ist Ihre Kletterrose einmalblühend, schneiden Sie im Sommer die Seitentriebe radikal auf etwa 20 Zentimeter zurück, die Blüten getragen haben.
  • Strauchrosen: Öfter blühende Varianten schneiden Sie nach der ersten Blüte auf ein bis zwei Knospen runter. Auch die ältesten Triebe sollten Sie jährlich entfernen. Einmalblühende Exemplare müssen Sie abseits der Grundregeln gar nicht schneiden.
  • Edel- und Beetrosen: Diese Sorten benötigen Sonne – daher schneiden Sie sie im Frühjahr kräftig zurück. Edel- und Beetrosen sollten nur noch 20 bis 40 Zentimeter über dem Boden stehen bleiben. Dabei sind noch drei bis fünf Augen am Trieb. Bei Zwergrosen reichen sogar zehn bis 15 Zentimeter.

Zehn historische Rosen, die einen Platz in Ihrem Garten verdient haben

Zierrose Rosa Celsiana
Die Sorte ‚Celsiana‘ wurde vor 1732 gezüchtet und zählt zu den Damaszener-Rosen. Trotzdem ist die fast zwei Meter hohe Strauchrose für Anfänger geeignet. © blickwinkel/Imago
Rosa Centifolia
Die dicht gefüllte Rosa Centifolia ‚Rose des Peintres‘ sieht nicht nur gut aus – sie duftet auch intensiv und blüht ab Juni etwa fünf Wochen lang. © agefotostock/Imago
Rose Buff Beauty
Eine der wenigen apricot-gelben historischen Rosen: Die öfterblühende Moschusrose ‚Buff Beauty‘ verträgt sogar einen halbschattigen Standort. © blickwinkel/Imago
Rose Ferdinand Pichard
Die Bauernrose ‚Ferdinand Pichard‘ ist mit ihren Streifen und Marmorierungen geradezu malerisch. Sie bildet mittelgroße Sträucher. © agefotostock/Imago
Moschusrose Rosa Ballerina
Wie eine Wildrose: Die Moschusrose ‚Ballerina‘ blüht bis in den Herbst mit zartem Duft und zeigt dann zahlreiche kleine Hagebutten.  © McPHOTO/Imago
Gallica-Rose ‚Tuscany Superb‘
So geht Extravaganz: Die Gallica-Rose ‚Tuscany Superb‘ von 1837 blüht zwar nur einmalig im Sommer, dafür führt kein Blick an ihren violetten, halbgefüllten Blüten vorbei. © blickwinkel/Imago
Weiße Damaszener-Rose ‚Leda‘
Die Damaszener-Rose ‚Leda‘ sieht so zart aus, dabei ist sie sehr robust, wetterfest und gut für Anfänger geeignet. Typisch sind die rötlichen äußeren Blütenrandspitzen. © imagebroker/Imago
Gallica-Rose "Complicata"
Die um 1800 gezüchtete, fast stachellose Gallica-Rose ‚Complicata‘ hat einen Wildrosencharakter. Sie eignet sich sowohl als Solitärstrauch, als auch als Hecke. © agefotostock/Imago
Portlandrose Rose de Resht
Sogar regennass noch schön: Kleine kompakte Portlandrosen wie die ‚Rose de Resht‘ haben die Eigenschaft, bis zum Frost zu blühen. © Rose de Resht
Edelrose ‚Dainty Bess‘
Wetten, dass an der Edelrose ‚Dainty Bess‘ kein Gartenbesucher vorbeigehen wird, ohne sie zu bestaunen? Zu Recht, denn sie ist nicht nur schön, sondern verströmt auch einen zarten Duft.  © agefotostock/Imago
Lavendelblaue Novalis-Rose
Nein, die mehrmals blühende Beetrose Novalis ist keine alte Sorte – aber sie sieht so aus und verschönert den Garten mit ihren Lavendeltönen. © Zoonar/Imago

Lesen Sie auch

Jetzt oder nie: Warum Rosen im März die meiste Aufmerksamkeit brauchen

Bodendeckerrosen schneiden: Ab März ist der richtige Zeitpunkt – doch nicht in jedem Jahr

Der beste Boden für Rosen: Die falsche Erde kann alles kaputt machen

FAQ – Häufige Fragen zum Rosenschnitt im Frühjahr

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Rosenschnitt? Der ideale Zeitpunkt ist die Forsythienblüte – in der Regel Ende März bis Anfang April. Dann sind die schlimmsten Nachtfröste vorbei und die Rose treibt gerade aus. Je nach Region und Witterung kann sich der Zeitpunkt um einige Wochen verschieben. Niemals bei Frost schneiden.

Darf ich Rosen auch im Herbst schneiden? Nein – Experten raten klar davon ab. Dringt Frost in frische Schnittstellen ein, sterben die Triebe ab. Der Herbstschnitt schwächt die Pflanze zusätzlich vor dem Winter. Einzige Ausnahme: Verwelkte Blüten und kranke Triebe können ganzjährig entfernt werden. Der große Rückschnitt gehört in den Frühling.

Welche Schere eignet sich am besten für den Rosenschnitt? Eine scharfe, saubere Bypass-Schere ist ideal – sie schneidet sauber, ohne das Gewebe zu quetschen. Stumpfe Scheren reißen das Gewebe auf und begünstigen Pilzkrankheiten. Vor dem Einsatz kurz mit Alkohol desinfizieren, besonders beim Wechsel zwischen verschiedenen Pflanzen. Für starke Triebe empfiehlt sich eine Astschere.

Kommentare