Tipps aus der Praxis
Rosen einpflanzen richtig gemacht: Gärtnerin verrät die wichtigsten Pflanztipps
Ob Rosen üppig blühen oder kränkeln, entscheidet sich häufig schon beim Einpflanzen. Eine Gärtnerin erklärt, worauf es wirklich ankommt und verrät die beste Pflanzzeit.
Rosen sind die Lieblingsblumen vieler Gartenfreunde – und das nicht ohne Grund. Ihre Blütenpracht und ihr Duft machen sie zum Highlight in jedem Beet. Damit Rosen gesund wachsen und viele Jahre Freude bereiten, sollten Sie schon beim Einpflanzen alles richtig machen. Eine Gärtnerin verrät ihre wichtigsten Tipps.
Wann ist die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen und Containerrosen?
Sogenannte Containerrosen, also Rosen im Topf, können das ganze Jahr über eingepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist: „Die Pflanzzeit für Rosen ist dann, wenn der Boden offen ist, also von März/April bis November“, erklärt die Gärtnermeisterin von Garten Sauer in Murnau im Gespräch mit 24garten.de. Selbst im Sommer könnten Rosen noch problemlos gepflanzt werden.
Früher wurden Rosen typischerweise im Herbst und im Frühjahr angepflanzt, als noch überwiegend wurzelnackte Rosen – ohne Erde und Topf – erhältlich waren. Diese Praxis hat sich jedoch stark gewandelt: „Im Handel werden fast nur noch Containerrosen angeboten“, so die Expertin, „wurzelnackte sind mittlerweile out“. Neben der längeren Pflanzzeit haben Containerrosen eben auch den Vorteil, dass man schon beim Kauf die Blüten sieht und riechen kann, wie die Rose duftet. Wurzelnackte Ware wird dagegen völlig kahl, ohne Laub angeboten.
Anleitung zum Rosen pflanzen
Damit Rosen optimal anwachsen und prächtig blühen, empfiehlt die Gärtnerin auf folgende Punkte bei der Pflanzung der Gehölze zu achten:
- Standort: „Die Rose braucht einen vollsonnigen Standort, damit sie gesund bleibt und genügend Lust hat, Blüten anzusetzen“, so die Expertin. Halbschatten genügt laut ihrer Erfahrung nicht, auch wenn manche Rosen so angepriesen werden.
- Boden und Pflanzloch: Rosen sind Tiefwurzler und benötigen ein großzügiges Pflanzloch. Der Boden sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein. Mischen Sie die ausgehobene Erde am besten mit Kompost oder spezieller Rosenerde.
- Pflanztiefe: Die Veredelungsstelle (die Verdickung am unteren Stamm) muss laut der Expertin „mindestens eine Handbreit unter die Erde“, um vor Frost geschützt zu sein. Das ist besonders in höheren Lagen wichtig. Ansonsten kann die Rose Schaden nehmen oder sogar ganz absterben.
- Düngung und Mineralien: Setzen Sie auf hochwertigen Rosendünger und geben Sie zusätzlich Steinmehl mit ins Pflanzloch, so der Tipp der Gärtnermeisterin. Die Mineralien stärken die Pflanze und halten sie gesund.
- Wässern: Nach dem Pflanzen die Rosen kräftig angießen, damit sich die Erde gut an die Wurzeln legt und keine Hohlräume entstehen. Wurzelnackte Rosen müssen noch vor dem Einpflanzen für mehrere Stunden gewässert werden.
- Anhäufeln im Herbst: Zum Schutz vor Frost wird Erde rund um die Veredelungsstelle und die unteren Triebe der Rose angehäuft. Verwenden Sie auch dafür gerne Kompost oder Rosenerde – keinen Rindenmulch.
- Abstand: Rosen und Begleitpflanzen sollten mindestens 40 bis 50 cm Abstand haben, damit sie sich nicht gegenseitig bedrängen und gut wachsen können.
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Rückschnitt nach dem Anpflanzen nicht notwendig
Ein Rückschnitt direkt nach dem Pflanzen ist bei Containerrosen nicht nötig. Bei wurzelnackten Rosen hingegen gehört ein kräftiger Pflanzschnitt dazu: Die Wurzeln werden dabei etwa um ein Drittel gekürzt, die Triebe auf drei bis fünf Augen (also Knospen) zurückgeschnitten, damit die Pflanze Kraft fürs Anwachsen hat. Den eigentlichen Rosen-Rückschnitt empfiehlt die Gärtnermeisterin erst im Frühjahr, wenn die Pflanzen wieder austreiben und zum Wachstum ansetzen. So bleiben die Rosen vital und blühfreudig.
