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Gratis Unkrautvernichtung

Asche gegen Moos im Garten einsetzen – machen Sie hier keinen Fehler

Holzasche als Moosvernichter klingt verlockend und kostengünstig. Doch es ist keine einfache Lösung, denn der Einsatz bringt laut Experten auch Risiken mit sich.

Es klingt wie eine Win-win-Situation: Die Asche aus dem Kamin oder die Reste eines Lagerfeuers auf dem moosigen Rasen verstreuen und schon ist der unerwünschte Wuchs Geschichte. Im besten Fall erwischt man mit dem kostenlosen Moosvernichtungsmittel auch noch ein paar Unkräuter. Holzasche gilt als probates Hausmittel gegen Moos im Rasen, auf der Terrasse oder zwischen Pflastersteinen. Aber ist es wirklich zu empfehlen?

Holzasche liefert Nährstoffe und Schadstoffe

Um Moos im Garten zu bekämpfen, greifen manche Hobbygärtner lieber zur Asche als zum Rechen.

Asche enthält als Konzentrat aus dem Holz wertvolle Nährstoffe und einen hohen pH-Wert zwischen 11 und 13, der zu saure Böden alkalischer machen kann. Streut man Asche auf Moos, wird dieses innerhalb von einigen Tagen schwarz und lässt sich dann einfach per Hand oder mit dem Rechen entfernen.

Auch wenn der Einsatz von Holzasche gegen Moos oft erfolgreich ist, sollte Sie davon ganz Abstand nehmen. Zum einen landet in einem Feuer meist nicht nur unbehandeltes Holz. Das Verbrennen von Materialien wie Zeitungspapier, Pappe oder Kunststoffen (zum Beispiel Reste von Klebeband) setzt laut Umweltbundesamt unnötig hohe gesundheitsgefährdende Schadstoffe frei und ist in einem offenen Feuer gesetzlich verboten. Gleiches gilt für das Verbrennen von Gartenabfällen wie Grünschnitt, Laub, Blättern und Holz: Diese bilden Polyzyklische Aromatische Kohlenstoffe (PAKs) und schädigen so Umwelt und Gesundheit.

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Und selbst wenn nur unbehandeltes Holz ohne Lack oder Holzschutzmittel verbrannt wurde, ist die Asche nicht für den Garten geeignet (übrigens auch nicht für den Kompost oder den Biomüll), weil sich natürlich im Holz vorkommende Schwermetalle wie Arsen, Cadmium, Blei, Quecksilber oder Chrom und Schadstoffe aus dem Verbrennungsprozess im Boden anreichern können. Diese gelangen dann wiederum über die Erde an Obst, Gemüse und andere Pflanzen.

Moos mit anderen Methoden entfernen

Der hohe Gehalt an Nährstoffen wie Phosphor oder Kalium kann außerdem so hoch sein, dass es zu einer Überdosierung kommt, die dem Gras oder den Blumen schadet. Letztendlich weiß man nicht, was in der Asche steckt und in Boden oder Grundwasser gelangt. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) erklärt, dass man laut Bundes-Bodenschutzgesetz nichts tun darf, was zu einer schädlichen Bodenveränderung führt. Daher sollte die Asche über die Restmülltonne entsorgt werden.

Zehn wuchernde Unkräuter, die Sie unbedingt aus Ihrem Garten entfernen sollten

Gemeiner Stechapfel mit Blüte.
Der Gemeine Stechapfel trägt zwar attraktive Blüten, aber soweit sollte man es nicht kommen lassen. Die giftige Pflanze bildet hartnäckige Pfahlwurzeln. © blickwinkel/Imago
Blühende Kahle Fingerhirse.
Der Wind und Vögel verbreiten Hirsearten wie die Kahle Fingerhirse schneller, als einem lieb ist.  © blickwinkel/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata), Blüte und Kleeblatt.
Sauerklee vermehrt sich zügig über Samen und Wurzeln. Am besten entfernt man das hartnäckige Unkraut, bevor es blüht. © imagebroker/Imago
Fliegenpilz in Moos.
Wer Moos im Garten nicht zeitnah entfernt, kann dem gepflegten Rasen bald Adieu sagen. Vertikutieren hilft oft.  © Panthermedia/Imago
Ackerwinde (Convolvulus arvensis).
Die rosafarben blühende Ackerwinde oder die weiße Zaunwinde sind nützlich für Insekten. Aber mit ihren wuchernden Ranken ersticken sie gewünschte Pflanzen im Garten. Ihre Wurzeln wachsen bis zu zwei Meter tief, daher sollte man Winden regelmäßig ausreißen.  © Panthermedia/Imago
Kriech-Quecke oder Gemeine Quecke.
Die Kriech-Quecke oder Gemeine Quecke ist ein Süßgras, das sich sowohl über Samen als auch über unterirdische meterlange Triebe ausbreitet. Das Unkraut lässt sich nur sehr mühselig entfernen, daher sollte man es zumindest in Beeten konsequent frühzeitig bekämpfen. © agefotostock/Imago
Acker-Schachtelhalm, Ackerschachtelhalm, Zinnkraut (Equisetum arvense).
Der Acker-Schachtelhalm siedelt sich zwar eher in feuchten Gärten an, aber wehe, man lässt ihn dort wachsen: Die unterirdischen Ausläufer wuchern so stark, dass man meist den ganzen Boden umgraben muss. © blickwinkel/Imago
Wiese mit blühendem Löwenzahn.
Ach wie hübsch, eine blühende Löwenzahnwiese. Aber bitte nicht im eigenen Garten, denn die Pusteblumen vermehren sich rasant. Und los wird man das Unkraut nur, wenn man die lange Wurzel mitentfernt. © CHROMORANGE/Imago
Gierschblätter in Nahaufnahme.
Der wuchernde Klassiker: Statt sich über Giersch als Unkraut im Garten zu ärgern, sollte man ihn lieber als Salat genießen. © blickwinkel/Imago
Disteln.
Disteln sind im Garten nicht gerne gesehen, da sie ausladende Wurzeln haben.  © Rimmi/Imago

Als Alternative, um das Moos zu entfernen, sollte man daher zu anderen Methoden greifen. Im Rasen wird man es am besten durch das Vertikutieren und eine Nachsaat von Gras los. Am sinnvollsten ist es jedoch, zunächst die Ursache für den starken Moosbewuchs zu finden und diese zu beheben. Ist die Lage zu schattig, liegt Staunässe vor, ist die Erde zu saurer oder zu basisch? Hier hilft eine Bodenanalyse.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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