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Regierung gibt neue Anreize

Arbeit im Rentenalter – darum bleiben immer mehr Senioren im Job

Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Es mangelt an qualifizierten Arbeitskräften. Dies führt dazu, dass immer mehr Deutsche auch im fortgeschrittenen Alter tätig sind.

Berlin – Die Regierung unter Neukanzler Friedrich Merz (CDU) steht, und sie steht vor gewaltigem Reformbedarf. Dabei gilt die Rente als eines der drängenden Themen, denn mit dem zunehmenden Ruhestand der Babyboomer verliert Deutschland Beitragszahler, während immer mehr Menschen Rente beziehen. Diese Diskrepanz führt aktuell dazu, dass Deutsche auch in höherem Alter immer weiter arbeiten.

Zahl der Arbeitnehmer über 60 steigt – um die Rente aufzustocken

Arbeitnehmer bleiben auch in höherem Alter zunehmend weiter in ihrem Job. Mindestens bis zum Herbst 2024 habe sich der vor Jahren begonnene Trend fortgesetzt – das berichtete das Portal ihre-vorsorge und berief sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Konkret sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr im dritten Quartal 2024 gegenüber dem dritten Quartal 2023 um etwa 170.000 Personen auf 3,4 Millionen gestiegen. Die Bundesagentur gab an, dass etwa 52,9 Prozent der Deutschen in dieser Altersgruppe nun einer Arbeit nachgehen.

Ein älterer Mann mit einem Telefon (Symbolfoto). Deutschlands Bevölkerung altert. Es fehlen immer mehr Fachkräfte. Das sorgt jetzt dafür, dass immer mehr Deutsche auch in hohem Alter arbeiten.

Weiter gingen im Spätsommer 2024 noch fast 650.000 Deutsche einer versicherungspflichtigen Arbeit nach, obwohl sie den 65. Geburtstag überschritten hatten. Mehr als 257.000 arbeiteten auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter. Die Rentnerarbeit ist schwer im Kommen. Bundesweit sollen mehr als vier Millionen Beschäftigte ihre Rentenansprüche über dem 60. Lebensjahr weiter aufgestockt haben.

Warum arbeiten Deutsche in der Rente weiter? – Regierung unterstützt mit Aktivrente

Dabei stellt sich die wichtige Frage nach dem Warum. Reichen die Rentenansprüche nicht? Inflation und Energiekrise haben einen Teil der Rente zuletzt aufgefressen; die neue Koalition unter Neukanzler Friedrich Merz (CDU) hat bereits die nächsten Maßnahmen für die Rente parat. Business Insider hat dabei den schnellen demografischen Wandel als einen der wichtigsten Gründe für Rentnerarbeit aufgezeigt.

Durch die Alterung der Bevölkerung nimmt der schon viel beschriebene Fachkräftemangel völlig neue Dimensionen an. Es fehlen schlichtweg die ausgebildeten Fachkräfte. Für viele ältere Menschen ist das ein Anreiz, länger in ihren Betrieben zu bleiben oder neue Arbeit zu finden. Vonseiten der Politik gibt es ebenfalls neue Anreize, länger zu arbeiten. Das Stichwort hierbei ist die Aktivrente. Im Koalitionsvertrag steht dazu: „Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht und freiwillig weiterarbeitet, bekommt sein Gehalt bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei.“

Darüber hinaus gibt es viele individuelle Gründe für die Arbeit im Rentenalter. Eine Minderheit tue es aus finanziellen Gründen, aber selbst dann nicht aus Geldnot. Oftmals solle diese Arbeit einen hohen Lebensstandard ermöglichen. Und dann gibt es auch Rentner, die einfach aus Freude an der Arbeit weiter einem Beruf nachgehen.

Rentenalter steigt – viele Deutsche arbeiten nur bis Regelaltersgrenze

Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass ein Großteil dieser vorher beschriebenen Gruppe trotzdem weiter unterhalb des Rentenalters arbeitet. Ende Januar 2025 teilte Destatis mit, dass lediglich 13 Prozent der deutschen Rentner in den ersten sechs Monaten nach dem erstmaligen Bezug einer Altersrente weiter ihrer Arbeit nachgingen. Fast die Hälfte dieser 13 Prozent nahm dabei Modifikationen an ihrem Job vor – sie arbeiteten also nicht regulär weiter.

Unter anderem kann es dabei um eine Verminderung von Arbeitszeit, einen Jobwechsel oder andere Aufgabengebiete gehen. Der Großteil der tatsächlichen Rentner (rund 55 Prozent) würde gleich mit dem Renteneintritt die Arbeit niederlegen.

Das Renteneintrittsalter steigt seit 2012 schrittweise. Bis 2031 soll es auf das 67. Lebensjahr steigen. Aktuell erreicht der Jahrgang 1960 seine reguläre Altersgrenze nach Angaben der Bundesregierung mit 66 Jahren und vier Monaten. Für alle später geborenen Deutschen erhöht sich das Renteneintrittsalter in Schritten von zwei Monaten. Ab Jahrgang 1964 gilt das 67. Lebensjahr als Altersgrenze.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Zoonar

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