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Neuer Trainer, alte Sorgen: Nach zwölf Spieltagen steht der ASV Piding erneut mit dem Rücken zur Wand. Im exklusiven Interview sprechen Coach Wegscheider und Kapitän Möstl über Ursachen, Hoffnungsträger und die Suche nach Stabilität.
von Rudi Mayer
Piding – Nach zwölf Spieltagen in der Fußball-Kreisklasse 4 steckt der ASV Piding erneut tief im Tabellenkeller. Mit neun Punkten rangieren die Lila-Weißen auf dem 13. Platz – einem direkten Abstiegsrang. Nur Schlusslicht SC Vachendorf steht noch schlechter da, holte ausgerechnet gegen Piding am vergangenen Spieltag seinen ersten Punkt der Saison. Fünf Zähler fehlen derzeit auf das rettende Ufer, wo sich die SG Schönau am Königssee befindet. Schon in der vergangenen Spielzeit ging es turbulent zu:
Michael Wegscheider (Cheftrainer ASV Piding): „Dass wir jetzt da hinten drinstehen, das ist nichts, was vom Himmel gefallen ist! Bei meiner Amtsübernahme zur neuen Saison ist mir das schon von unserer Vereinsführung mitgeteilt worden, dass es mit einem schmalen Kader, wie wir es nun mal sind, schwer wird, die Balance zu halten. Unser Ziel ist dementsprechend bescheiden, wir möchten über dem roten Strich stehen, also ab den Relegationsplätzen aufwärts, denn man muss ja auch erst einmal zwei Mannschaften finden, die hinter einem stehen. Es hat eigentlich ganz gut begonnen, haben zwar erst einen Sieg gutschreiben können plus insgesamt sechs Unentschieden, aber es war uns allen klar, dass wir von Anfang an von unten kommen müssen. Wir sind ein ganz kleiner Kader von 15 Leutchen, wenn dann der eine und andere noch ausfällt, das können wir nicht ganz kompensieren. Wir werden für die Rückrunde noch den einen und anderen Jugendspieler mit in das Team einbauen und schauen, dass die Rückrunde besser wird!“
Erster Punktgewinn der Saison: Vachendorf trotzt Piding ein Remis ab
Mannschaft und Trainer bilden eine Einheit, wenn es darum geht, für den Verein Erfolge einzufahren! Welche Erfolge möchtest du mit deinem Team in der laufenden Saison 2025/26 einfahren?
Michael Wegscheider (Cheftrainer ASV Piding): „Was Kraft und Kondition betrifft, haben wir das eigentlich schon ganz gut hinbekommen! Was nun noch fehlt, sind die Punkte, auch gerne einmal wieder einen Dreier, von mir aus auch gerne in der 90. Minute, damit innerhalb der Mannschaft die Euphorie zurückkehren kann, denn das sind bekanntlich Erfolge, die ein Team aufbauen kann!“
Markus, als Mannschaftskapitän, ist man immer das Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer. Wie bewertest du die Arbeit deines Trainers Michael Wegscheider, ist er der richtige Mann für euch nach der Amtsübernahme von seinem Vorgänger Daniel Miethsam?
Markus Möstl (Mannschaftskapitän ASV Piding): „Ja, wir haben ein sehr turbulentes Jahr hinter uns, konnten den Abstieg in letzter Minute über die Relegation gegen die SG Übersee/Grassau noch abwenden und folglich daraus einen Neuanfang beginnen. Ich kenne ja den Michael schon aus meiner Jugendzeit, er steht für Kompaktheit, Kraft und Kondition, das war bei uns nicht immer so. Ich finde, unser Coach hat dazu die richtigen Ansätze im Training und ich bin auch fest davon überzeugt, dass wir mit ihm das alles zurechtbiegen und am Ende auch erfolgreicher dastehen können, als das zurzeit der Fall ist!“ (rm)