Heydt heuert beim FC Bayern an
Bad Reichenhall rüstet im Winter nach: Stürmer-Comeback und Lazio-Rom-Vergangenheit
Abgang, Rückkehr und ein Hauch von internationaler Erfahrung: Der TSV Bad Reichenhall verliert Jonas Heydt Richtung FC Bayern München, aber rüstet mit einem Stürmer-Comeback und einem Spieler mit Lazio Rom-Vergangenheit nach.
Er kickte bereits von 2018 bis 2021 beim TSV Bad Reichenhall, erzielte in 32 Kreisklassen-Spielen 22 Tore und kehrt nun zu den Kurstädtern zurück: Ioan Maris, zuletzt beim HSV Wals aktiv. Der 31-jährige, klassische Mittelstürmer freut sich auf sein Comeback, da er sich im gelb-schwarzen Trikot stets sehr wohl gefühlt habe. Nach der Corona-Zeit spielte der gebürtige Rumäne zwei Jahre Kreisliga beim FC Hammerau.
Zweiter TSV-Neuzugang ist Verteidiger Lucas Schuhmann (21): Der gebürtige Reichenhaller, der in der Jugend bei den Kurstädtern kickte, wechselt von der Anifer 1b zurück zum TSV. Er lebte fünf Jahre in Rom, befand sich im Juniorenkader von Lazio und spielte dabei unter anderem im Team mit den Söhnen von Weltmeister Miro Klose, Luan (aktuell TSV Grünwald) und Noah (TSV 1860 München).
Bad Reichenhall: Heydt zum FC Bayern – Schuhmann mit Lazio-Rom-Vergangenheit
Zurück in der Heimat wechselte Schuhmann nach Österreich: Ex-Reichenhall-Coach und -Spieler Markus Huber hatte ihn zum USK Anif geholt, dort spielte er in der Kampfmannschaft. „Der Lucas hat eine gute Fußball-Sprache, man merkt gleich, dass er trotz seines noch jungen Alters schon einiges erlebt hat“, schätzt TSV-Trainer Mario Majer den Neuzugang, den er im defensiven Mittelfeld nach 25 Gegentoren in 13 Spielen bislang gut brauchen kann.
Verlassen hat Bad Reichenhall Jonas Heydt: Der Innenverteidiger kickte seit seinem 20. Lebensjahr für die Erste und stellte vor allem in den Kreisliga-Jahren von 2022 bis 2025 mit 71 Partien in der TSV-Abwehr eine feste Größe dar. Der mittlerweile 25-Jährige bekam nun eine Festanstellung im Jugendbereich des FC Bayern München, verlegt seinen Wohnsitz an die Isar und kann nicht mehr hin und her pendeln. Sein Bruder Florian bleibt dem TSV erhalten. Der heimische Kreisklassist hat bislang vier Testspiele vereinbart:
Am 31. Januar, 14 Uhr, bei Maris‘ nun ehemaligem Verein HSV Wals, am 6. Februar, 19.30 Uhr, bei der 1b von Austria Salzburg, dem Klub von Ex-TSV-Coach Alex Vater, am 13. Februar, 19 Uhr, in Bischofswiesen (Kunstrasen) gegen das Michi Kantsperger-Team TSV Waging sowie als Generalprobe am 28. Februar, 16.15 Uhr, beim ESV Freilassing II. Von 18. bis 22. Februar geht’s für den Kurstadt-Tross ins Trainingslager nach Medulin (Kroatien): „Vermutlich sind der FC Bischofswiesen und der ASV Piding zeitgleich im selben Hotel, so dass sich dort sicher ein weiteres Vorbereitungsmatch ausgeht“, so 2. Abteilungsleiter Florian Huber.
Reichenhaller Zweite will „oben andocken“
Trainer Mario Majer gibt als Ziel für die Restsaison im Frühjahr aus, mehr Punkte als in der Hinrunde – das waren 18 – zu holen: „Denn das würde bedeuteten, dass wir nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.“ Sein Team steht auf Winterpausen-Rang 8, nur vier Zähler hinter Platz 3. Auf den ersten Relegationsrang hat der TSV fünf Zähler Vorsprung, auf den zweiten sechs, aber Petting hat noch ein Spiel weniger. Zum ersten direkten Abstiegsplatz sind‘s acht Punkte – es ist also in beiden Richtungen eng und alles möglich. Das erste Pflichtspiel wäre das Heimspiel-Derby gegen den FC Hammerau (5./Hinspiel 1:1) am 7. März – freilich bleiben die Verhältnisse zu einem so frühen Zeitpunkt abzuwarten.
Die Reichenhaller Zweite testet am 7. Februar, 18 Uhr, bei den F-Town Kickers im Freilassinger Badylon, am 7. März, 12 Uhr, in Fridolfing gegen den SV Surberg und am 14. März, 14 Uhr, auf dem Breitwiesen-Kunstrasen bei der SG Ramsau/Berchtesgaden. Coach Alex Schlage, dessen Team einige Zeit B6-Spitzenreiter war, gegen Ende der Herbstrunde jedoch ein wenig ausließ (aktuell Platz 5), möchte „schon nochmal oben andocken“. Aus der Bayerisch Gmainer Zweiten wechselt der vielseitig einsetzbare Chris Sonntag ins Nonner Stadion. Das erste 2026-Pflichtspiel in der B-Klasse 6 ist gleich das Brisanz-Derby gegen den WSC Bayerisch Gmain II (21. März, 16.15 Uhr, Nonner Stadion). (bit)
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