Interview zum Spiel der Woche
„Es ist absolut nervig“: TuS Raubling-Kapitän Gruber über den Bezirksliga-Abstiegskampf
Der TuS Raubling und der TSV Ampfing haben sich in der Fußball-Bezirksliga mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Die OVB-Sportredaktion hat beim Raublinger Kapitän Michael Gruber nachgefragt, ob es ein Punktgewinn oder zwei Zähler zu wenig im Abstiegskampf sind.
Raubling – In der Fußball-Bezirksliga Ost haben sich der TuS Raubling und der TSV Ampfing mit einem 1:1 unentschieden getrennt. Ob es denn ein Punktgewinn war, oder eher zwei Zähler zu wenig, das hat Kapitän Michael Gruber vom TuS Raubling der OVB-Sportredaktion nach Spielschluss beantwortet. Zudem spricht der 26-Jährige über einige brisante Szenen im Spiel.
Wie sehen Sie das 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen einen Gegner aus der oberen Tabellenregion?
Michael Gruber: Aufgrund dessen, dass wir im Moment hinten drinstecken, ist ein Punkt fast zu wenig. Schön langsam sollten wir anfangen, einen Dreier zu holen. Ich denke, der war diesmal auch drin, deshalb ist es etwas ärgerlich. Nichtsdestotrotz stimmt die Einstellung, man merkt, dass wir den Abstiegskampf annehmen.
Können Sie die ausgelassene Tormöglichkeit in den Anfangsminuten etwas näher schildern?
Gruber: Es war schon eine hundertprozentige Möglichkeit von Niko Hable. Er macht es erst gut im Mittelfeld, zwei Gegner laufen sich selbst über den Haufen, Hable luchst denen den Ball ab, läuft dann alleine auf den Keeper zu und hat ihn leider angeschossen.
„Ein klares Foul an Franz Mangstl“
Ein ungeschriebenes Fußballgesetz besagt: Wenn man vorne nicht trifft, dann bekommt man es hinten. Das war dann beim ersten Gegentor so, oder?
Gruber: Das war die erste Torchance vom Gegner, was bei uns in der Saison schon zu oft passiert ist. Und dann laufen wir wieder hinterher. Meines Erachtens ging dem aber ein klares Foul an Franz Mangstl voraus.
Zur strittigsten Szene des ganzen Spiels: Wie haben sie das mögliche Handspiel im Ampfinger Strafraum gesehen?
Gruber: Der Ball ist lange in der Luft unterwegs, der Verteidiger läuft in den Sechzehner, geht in Richtung des Balles und bekommt ihn an die Hand, die er nicht am Körper hatte. Es war ein ganz klarer Elfmeter. Ich möchte es nicht dem Schiri ankreiden, aber der Assistent stand auf gleicher Höhe und hatte den besten Blick.
Der Ausgleichstreffer fiel im Anschluss eines Eckballs von Ihnen. Es hatte erst den Anschein, der Ball geht direkt ins Tor!
Gruber: Ich dachte mir, ich ziehe den Ball auf den kurzen Pfosten, direkt wäre er wohl nicht rein gegangen. Irgendwie wurde er noch ein wenig abgefälscht, der Torwart greift daneben – umso besser für uns.“
„Irgendwie ist es wie verhext“
Der TuS Raubling ist noch ohne Heimsieg. Wie bewerten Sie das?
Gruber: Es ist absolut nervig, man möchte ja vor den heimischen Fans, Zuschauern und Familien möglichst Siege holen. Es ist schwer zu erklären, und ich habe selber keine Antwort darauf. Irgendwie ist es wie verhext.
Welche Möglichkeit sehen Sie als Kapitän, auf die Mannschaft im Abstiegskampf einzuwirken?
Gruber: Ich versuche immer wieder, den Glauben aufrecht zu erhalten, dass wir den direkten Klassenerhalt noch schaffen können, und dass die Qualität im Kader vorhanden ist, um aus dem Abstiegsstrudel rauszukommen. Im Training Vollgas vorleben und auf das nächste Spiel positiv einzuschwören. Interview: Ruprecht