Großes Bangen um Torjäger Kronbichler
Kein Weltmeister, aber ein Schweinsteiger: Kirchanschöring holt Rohrdorfer Talent
Ein neuer Name sorgt in Kirchanschöring für Aufsehen: Ein junger Schweinsteiger verstärkt die Defensive – und weckt Hoffnungen für die Zukunft. Gleichzeitig wächst die Unruhe, denn hinter der Zukunft von Torjäger Jonas Kronbichler steht weiter ein großes Fragezeichen.
Kirchanschöring – Manchmal reicht ein Name, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Und manchmal steckt hinter dem Namen mehr als bloßer Klang. Der SV Kirchanschöring hat kurz vor dem Start in die Frühjahrsrunde der Fußball-Bayernliga Süd einen Transfer vermeldet, der genau diese Mischung liefert: Andreas Schweinsteiger, 18 Jahre jung, Innenverteidiger, aus Rohrdorf – und ab sofort Spieler der Gelb-Schwarzen. Ein Wechsel, der sportlich Sinn ergibt und emotional Neugier weckt.
Dabei hatte es lange danach ausgesehen, als würde sich im Winter personell nichts mehr tun. Der Kader sollte unverändert bleiben, Stabilität war das Schlagwort. Doch dann kam Bewegung hinein – im positiven Sinne, wie es aus Vereinskreisen heißt. Schweinsteiger wechselt von der SpVgg Unterhaching nach Kirchanschöring, wo er künftig in der Bayernliga auflaufen wird. „Der Kader bleibt im Vergleich zum Herbst unverändert“, hieß es zunächst. Nun steht fest: Diese Aussage hat ein kleines, aber feines Update bekommen, wie in der Montagsausgabe (12. Januar) der „OVB Heimatzeitungen“ zu lesen war.
Schweinsteiger kommt: SV Kirchanschöring holt Rohrdorfer Talent
Der Defensivspieler war zuletzt für Unterhachings „Zweite“ in der Landesliga Südost im Einsatz, zuvor hatte er den Nachwuchsbereich der Spielvereinigung durchlaufen. Seine fußballerischen Wurzeln liegen allerdings in Rosenheim: Beim TSV 1860 Rosenheim wurde Schweinsteiger in jungen Jahren ausgebildet, sammelte dort wichtige Grundlagen, bevor der Weg Richtung München führte. Jetzt folgt der nächste Schritt – zurück in den Herrenfußball auf ambitioniertem Niveau, aber fernab der großen Nachwuchsleistungszentren.
„Wir freuen uns, dass so ein junger, talentierter Spieler den Weg zu uns gefunden hat“, erklärte Kirchanschörings Sportlicher Leiter Sven Vetter. Schweinsteiger ist „ab sofort spielberechtigt“ und soll nicht nur Perspektive, sondern auch Tiefe in die Defensive bringen. Dass der Verein langfristig mit ihm plant, unterstreicht die Vertragslaufzeit: Schweinsteiger hat bis 2027 unterschrieben. Ein klares Signal in Richtung Kontinuität – und ein Hinweis darauf, dass man in Kirchanschöring nicht nur kurzfristig denkt.
Der Name Schweinsteiger weckt natürlich Assoziationen. Weltmeister, Kapitän, große Stadien. Doch in Kirchanschöring geht es nicht um große Vergleiche, sondern um Entwicklung. Andreas Schweinsteiger kommt nicht als Star, sondern als junger Innenverteidiger, der sich in einem stabilen Umfeld weiterentwickeln soll. Genau darin liegt der Reiz dieses Transfers: Talent statt Etikett, Perspektive statt Versprechen. Dagegen sorgte der SBC Traunstein am Montag (12. Januar) mit einem Transfer-Hammer für mehr als Aufsehen in der Fußball-Landesliga Südost und darüber hinaus (beinschuss.de berichtete).
Verlässt Torjäger Kronbichler den SV Kirchanschöring noch im Winter?
Parallel dazu laufen die Planungen für die restliche Saison – und darüber hinaus. Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Zukunft von Jonas Kronbichler. Der 22-jährige Torjäger steht hoch im Kurs, nicht nur wegen seiner Trefferquote. „Wir werden uns natürlich mit aller Macht dafür einsetzen, dass er uns nicht verlässt“, betonte Vetter. Es ist der Satz eines Vereins, der weiß, was er an seinem Angreifer hat – und was es bedeuten würde, ihn zu verlieren.
Der Blick richtet sich nun auf die Vorbereitung. Bereits am Dienstag beginnt für den SV Kirchanschöring die Arbeit für das Frühjahr. Fünf Testspiele sollen Rhythmus, Erkenntnisse und Stabilität bringen. Los geht es am Samstag, 24. Januar, um 14 Uhr mit dem Duell beim TSV 1860 Rosenheim, gefolgt von einem weiteren Test am selben Tag um 15.30 Uhr gegen die U19 des TSV 1860 München. Es folgen Partien gegen den TSV Kastl (4. Februar, in Fridolfing), den FC Töging (7. Februar, in Garching) und schließlich den TSV Buchbach, der zuletzt zwei Rückschläge hinnehmen musste, am 14. Februar.
Kirchanschöring geht mit einer Mischung aus Konstanz und gezielten Impulsen in die Rückrunde. Der Transfer von Andreas Schweinsteiger passt genau in dieses Bild: jung, entwicklungsfähig, bodenständig. Kein lauter Paukenschlag – aber einer, der hängen bleibt. Und vielleicht zeigt sich genau darin die Stärke dieses Vereins: aufmerksam arbeiten, ruhig handeln, Chancen erkennen. Manchmal beginnt Zukunft mit einem Namen. Und manchmal mit einem 18-jährigen Innenverteidiger aus Rohrdorf. Für reichlich Gesprächsstoff sorgte zuletzt auch ein Transfer innerhalb der Fußball-Bezirksliga Ost. (mck)