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Über 15 Millionen Menschen

Rentenkrise in Sicht: Babyboomer belasten massiv das deutsche Sozialsystem

Millionen von Babyboomern werden bis 2036 pensioniert. Experten schlagen Alarm vor einem möglichen Systemkollaps. Neue Strategien sind dringend notwendig.

München – In den nächsten Jahren wird eine große Anzahl von „Babyboomer“ in den Ruhestand treten. Diese Generation umfasst Personen, die zwischen 1950 und 1964 geboren wurden. Experten aus der Finanzbranche warnen eindringlich vor einem möglichen Kollaps des Rentensystems.

Mehr als 15 Millionen Babyboomer können bis 2036 in Rente gehen

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat auf potenzielle Herausforderungen im Rentensystem hingewiesen. Ein zentrales Problem sei, dass nicht genügend junge Arbeitskräfte nachrücken, wenn die „Babyboomer“ bis 2036 das Rentenalter erreichen. Bereits 2022 hatten drei Millionen Menschen dieser Generation das Rentenalter erreicht, und bis 2036 werden es laut IW-Analysen weitere 16,5 Millionen sein.

Über 15 Millionen sogenannte Babyboomer gehen in den kommenden Jahren in Rente. Das System könnte dadurch zusammenbrechen, warnen Fachleute. (Symbolbild)

Im Gegensatz dazu treten nur 12,5 Millionen Erwerbstätige in den Arbeitsmarkt ein. Die geburtenstarken Jahrgänge von 1964 bis 1969 sind der Ursprung des Begriffs „Babyboomer“. Bisher war das Rentensystem tragfähig, da auf etwa 100 Erwerbstätige nur rund 30 Personen über 67 Jahre kamen. Laut Berechnungen des IW wird diese Zahl jedoch auf etwa 41 ansteigen. „Deutschland drohen damit verschärfte Konflikte, etwa hinsichtlich der Verteilung von sozialen Leistungen.“

Sozialabgaben könnten bis 2050 auf 50 Prozent steigen

Das Institut der Deutschen Wirtschaft fordert die Politik auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um das Wirtschaftswachstum in Deutschland nicht zu gefährden. Eine vorgeschlagene Lösung ist die verstärkte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland. Zudem sollte die Arbeit über das Rentenalter hinaus attraktiver gestaltet werden. „Die Politik muss neue Gesetze hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das Arbeitskräfteangebot prüfen“, betont IW-Ökonom Holger Schäfer.

Eine ZDF-Dokumentation zeigt außerdem, dass die Sozialabgaben in den kommenden Jahren erheblich erhöht werden. „Die Summe der Beitragssätze von Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung wird bis 2035 mindestens auf rund 45 Prozent steigen. Danach wird es noch teurer“, warnt der Wirtschaftsweise und Rentenexperte Martin Werding. Bis 2050 könnte der Anstieg der Sozialabgaben sogar 50 Prozent erreichen. (rd)

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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