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Neuerungen für alle Rentner in Deutschland – erste Details veröffentlicht

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei einer Pressekonferenz in Berlin am 28.05.2025
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Die Koalition um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Änderungen bei der Rente angkündigt.

Ist die Rente wirklich sicher? Weil es daran aktuell Zweifel gibt, steuert die Bundesregierung jetzt gegen. Dazu sind mehrere Neuerungen geplant.

Dortmund – Die neue Bundesregierung aus Union (CDU/CSU) und SPD haben in einem Sofortprogramm weitreichende Änderungen des Rentensystems angekündigt. Damit soll „bis zur Mitte des Jahres für jeden sichtbar werden, dass es mit Deutschland vorangeht“, schrieben die Politiker am Mittwoch (28. Mai) in ihrem Sofortprogramm. RUHR24 fasst die Neuerungen zusammen.

Neuerungen für alle Rentner in Deutschland – erste Details veröffentlicht

Im Zuge der Renten-Reformen soll eine „Frühstart-Rente“ für junge Menschen eingeführt werden, die „Mütterrente“ angepasst und eine „Aktivrente“ auf den Weg gebracht werden. Außerdem will die schwarz-rote Koalition die Betriebsrenten verbessern und – wie bereits im Wahlkampf erwähnt – das Rentenniveau bis 2031 stabilisieren.

  • Renten-Neuerungen im Überblick:
  • „Frühstart-Rente“ (für junge Menschen)
  • „Aktivrente“ (für Rentner, die noch arbeiten wollen)
  • „Mütterrente“ (Anerkennung für Mütter)
  • Betriebsrenten stärken (für Arbeitnehmer)
  • Rentenniveau sichern (für alle Rentner)

Frühstart-Rente: Kinder und Jugendliche sollen früh einzahlen

Ab 2026 soll jedes Kind in Deutschland zwischen dem sechsten und 18. Lebensjahr, das eine Bildungseinrichtung besucht, monatlich 10 Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot erhalten. Allein dieser Betrag kann sich durch den Zinseszinseffekt über Jahrzehnte zu einer beachtlichen Summe entwickeln.

Bei der Frühstart-Rente kann ein kleines Vermögen herausspringen: Beispielsweise könnten aus den vom Staat eingezahlten 1.440 Euro bei einer jährlichen Rendite von 6 Prozent bis zum 67. Lebensjahr zu rund 36.500 Euro werden. Wenn junge Erwachsene ab 18 Jahren selbst monatlich 100 Euro einzahlen, könnte das Endkapital sogar bei rund 375.000 Euro liegen. Die Erträge bleiben bis dahin steuerfrei.

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Mütterrente wird angepasst: Gleichstellung für alle Mütter

Eine weitere wichtige Änderung ist die geplante „Mütterrente 3“, mit der alle Mütter in der Rentenversicherung gleichgestellt werden. Künftig sollen alle Mütter für ihre Kindererziehungszeiten drei Rentenpunkte pro Kind erhalten – unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder. Bisher wurden Frauen, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen, nur bis zu 2,5 Kindererziehungsjahre angerechnet, während für Kinder, die nach 1992 das Licht der Welt erblickten, bereits drei Jahre anerkannt wurden.

Mit der Angleichung würden Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern einen halben Rentenpunkt mehr erhalten, was ab Juli 2025 etwa 20,39 Euro pro Monat zusätzlich bedeuten würde. Rund 10 Millionen Rentner könnten von dieser Änderung profitieren.

Aktivrente für Rentner soll kommen: Länger arbeiten wird belohnt

Die neu eingeführte „Aktivrente“ richtet sich gezielt an Menschen im Rentenalter. Damit sollen Rentner belohnt werden, die freiwillig weiter arbeiten, obwohl sie das Rentenalter längst erreicht haben. Sie sollen künftig monatlich bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen können.

Der bereits bestehende Rentenzuschlag von 0,5 Prozent für jeden Monat des späteren Rentenbeginns bleibt erhalten. Wer ein Jahr länger arbeitet, erhöht seine monatliche Rente also um 6 Prozent. Hinzu kommen die in diesem Zeitraum neu eingezahlten Beiträge zur Rentenversicherung.

Weg möchte, kann auch nach Erreichen des Rentenalters weiter arbeiten – teilweise sogar steuerfrei.

Betriebsrente soll auch für Geringverdiener attraktiver werden

Zudem plant die Bundesregierung laut dem Sofortprogramm, den Auf- und Ausbau der Betriebsrenten zu erleichtern und attraktiver zu gestalten. Die freiwillige betriebliche Altersversorgung soll einfacher zu beantragen, flexibler und auch für Beschäftigte mit geringem Einkommen lukrativ werden.

Generell soll das aktuelle Rentenniveau bis 2031 stabil gehalten werden. Mit der Rentenerhöhung im Juni 2025 liegt es weiterhin bei rund 48 Prozent. Das bedeutet: Ein Arbeitnehmer, der 45 Jahre lang mit einem Durchschnittslohn in die Rentenkasse eingezahlt hat, bekommt anschließend eine Rente in Höhe von 48 Prozent des aktuellen Durchschnittsgehalts.

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