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Stiftung Warentest

Für einen sicheren Sommerurlaub: Diese Durchfallmittel gehören in jede Reiseapotheke

Logo der Stiftung Warentest und ein Durchfallmittel
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Stiftung Warentest hat rezeptfreie Durchfall-Medikamente geprüft - Elotrans ist einer der Testsieger.

Für viele Menschen heißt es: keine Reise ohne Durchfall-Medikament im Gepäck. Doch nur wenige wirken wirklich, um einen rebellierenden Darm zu beruhigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest. Und einige enttäuschen komplett. Wir zeigen Euch, was wirklich in die Reiseapotheke gehört.

Ob Fernreise, Strandurlaub oder Städtetrip – wenn Durchfall auftritt, ist schnelle Hilfe gefragt. Gerade im Sommer ist das Risiko für Reisedurchfall durch fremde Keime oder veränderte Essgewohnheiten erhöht. Stiftung Warentest hat daher 19 rezeptfreie Medikamente gegen akuten Durchfall unter die Lupe genommen – mit teils überraschenden Ergebnissen.

Was der große Durchfallmittel-Test 2025 zeigt

Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest bewertet die Wirksamkeit 19 rezeptfreier Durchfallmedikamente. Welche eignen sich bei akutem Durchfall, welche weniger? 

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Die Stiftung Warentest stützte sich bei ihrer Bewertung auf medizinische Studien, Fachliteratur und Stellungnahmen von Expertengremien. Getestet wurden Tabletten, Kapseln, Pulver und Säfte – darunter bekannte Markenprodukte wie Imodium, Elotrans oder Tannacomp.

Lediglich neun Präparate kann die Stiftung Warentest als Reisebegleitung empfehlen, viele andere bieten kaum belegte Wirkung. 

Stiftung Warentest: Testkriterien und Vorgehen

Entscheidend für ein gutes Durchfallmittel sind laut Testern eine nachgewiesene Wirksamkeit (verkürzt die Krankheitsdauer, lindert Symptome), ein günstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis und eine gute Verträglichkeit.

Auswahl der Testprodukte: Es wurden die am häufigsten gekauften rezeptfreien Medikamente aus Apotheken und Versandhandel getestet, maximal vier Produkte pro Wirkstoff, verschiedene Darreichungsformen (Tabletten, Kapseln, Pulver).

Bewertung der Testprodukte: Grundlage war eine umfassende Auswertung aktueller wissenschaftlicher Literatur und Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit. Eine Fachgutachterin prüfte Nutzen und Risiken, ein Gastroenterologe beurteilte die Mittel klinisch.

Preis der Testprodukte: Die Preise wurden nach der Lauer-Taxe (Stand 1. Juni 2025) ermittelt.

Das gehört wirklich in die Reiseapotheke: Elektrolyte und Loperamid helfen

Neun Präparate kann die Stiftung Warentest uneingeschränkt empfehlen. Dabei handelt es sich um vier Elektrolytmischungen, die den wichtigen Wasser- und Salzhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen, sowie fünf Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid, der die Darmtätigkeit beruhigt.

Elektrolytlösungen wie Elotrans oder Oralpädon, stabilisieren den Flüssigkeits- und Salzhaushalt. „Bei akutem Durchfall ist der Ausgleich von Flüssigkeit und Elektrolyten die wichtigste Maßnahme, vor allem bei Kindern und älteren Menschen“, betont Dr. Bettina Sauer, Gesundheitsexpertin der Stiftung Warentest. 

Medikamente mit Loperamid, wie Imodium Akut, hingegen verlangsamen die Darmbewegung und können so die Dauer der Beschwerden verkürzen. Aber Achtung: Bei infektiösem Reisedurchfall ist Zurückhaltung geboten, da das Medikament die Ausscheidung von Keimen verzögern kann. Und: Ohne ärztlichen Rat sollte Loperamid nicht länger als 48 Stunden angewendet werden – und nicht bei Kindern unter 12 Jahren, bei Fieber oder Blut im Stuhl.

Besonders auf Reisen lohnt sich eine Kombination: Eine Elektrolytlösung zur Stabilisierung und ein Loperamid-Präparat für den Notfall, z. B. bei langen Bus- oder Flugreisen. Diese Kombination deckt die wichtigsten Einsatzszenarien ab – vom Flüssigkeitsverlust bis zur kurzfristigen Symptombekämpfung.

Testsieger & Verlierer: Wer überzeugt – und wer enttäuscht

Ganz vorn im Test stehen zwei Mittel, die in keiner Reiseapotheke fehlen sollten: Imodium Akut lingual von Johnson & Johnson sowie das Elektrolytpulver Elotrans von Stada. Imodium hilft zuverlässig bei akutem Durchfall und ist dank Schmelztablettenform besonders reisetauglich. Elotrans liefert lebenswichtige Elektrolyte – unentbehrlich bei starkem Flüssigkeitsverlust, etwa bei Hitze oder Magen-Darm-Infekten im Ausland.

Am unteren Ende der Bewertungsskala landen hingegen Produkte wie Tannacomp, Diarrhoesan Saft sowie diverse Mittel mit medizinischer Kohle. Sie erhielten das Urteil „wenig geeignet“. Der Grund: Ihre Wirkung sei nicht ausreichend durch klinische Studien belegt. „Wenig geeignet“ sind nach Fazit der Stiftung Warentest insgesamt sechs Mittel, darunter die vier Medizinkohle-Präparate in der Auswahl. 

Ihre therapeutische Wirksamkeit bei akutem Durchfall (Diarrhoe) sei nicht ausreichend nachgewiesen. Medizinkohle hat die Eigenschaft, chemische Substanzen - darunter auch Giftstoffe - zu binden. „Bei Durchfall ist das jedoch eher von untergeordneter Bedeutung“, schreiben die Tester. 

Mittel mit Saccharomyces boulardii – einer medizinischen Hefe – oder dem Wirkstoff Racecadotril wurden von der Stiftung mit „mit Einschränkung geeignet“ bewertet. Sie können in bestimmten Fällen, etwa bei Reisedurchfall oder Antibiotika bedingten Beschwerden, hilfreich sein. Jedoch ist ihre Wirksamkeit nicht so klar belegt wie bei den Testsiegern. Menschen mit einer Immunschwäche sollten von diesen Mitteln lieber ganz die Finger lassen, so der Warentester-Rat: Die Hefen können sich unkontrolliert vermehren. 

Durchfall vermeiden und behandeln: Tipps & Hausmittel

Beste Vorbeugung: Wer in sehr warmen Ländern unterwegs ist, verzehrt Fleisch und Fisch lieber nur gut durchgegart - und verkneift sich die Eiswürfel im Getränk. Was ebenfalls das Infektionsrisiko senkt: regelmäßig und gründlich Hände waschen.

Hausmittel

Medikamente müssen bei Durchfall nicht unbedingt sein. Man sollte aber darauf achten, viel zu trinken. Optimal sind Wasser, Brühe oder gezuckerter Tee, kombiniert mit Salzgebäck. 

Leichte Kost wie Bananen, Reis oder Zwieback sind bewährte Hausmittel, ersetzen aber natürlich keine Elektrolytlösungen bei starkem Durchfall.

Cola und Salzstangen sind dagegen als Hausmittel nicht optimal: Cola enthält zu viel Zucker, was den Wasserverlust verstärken kann, und liefert kaum Kalium. Salzstangen enthalten fast nur Natrium, nicht aber das ebenfalls wichtige Kalium.

Wann Ihr einen Arzt aufsuchen solltet

Tritt Durchfall länger als drei Tage auf, enthält er Blut oder geht mit Fieber und starkem Schwächegefühl oder Schwindel einher, ist ärztlicher Rat unerlässlich. Besonders Kinder, Schwangere und Ältere sind anfällig für Dehydrierung. Auch bei Fernreisen in Risikogebiete (z. B. Südostasien, Afrika) ist ärztlicher Rat vor Reiseantritt zur Vorsorge empfehlenswert.

Fazit

Die wichtigsten Mittel für die Reiseapotheke gegen Durchfall sind klar benannt: Elektrolytlösungen wie Elotrans und Loperamid-Produkte wie Imodium haben sich im Stiftung-Warentest-Vergleich 2025 als wirksam und sicher herausgestellt. Wer diese beiden Mittel griffbereit hat, kann bei Reisedurchfall schnell reagieren – und den Urlaub ungestört fortsetzen. Auf altbewährte Mittel ohne belegte Wirkung sollten Reisende hingegen besser verzichten.

Alle Details zu den Testsiegern, konkrete Produktempfehlungen und wichtige Anwendungshinweise finden Interessierte in der Juli-Ausgabe der Stiftung Warentest oder online im kostenpflichtigen Bereich unter www.test.de. (as/Stiftung Warentest)

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