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Stiftung Warentest prüft Grillkäse

Halloumi & Co. im Check: Discounter schlägt teure Marken - zwei Produkte fallen durch

Logo der Stiftung Warentest und Verpackung Halloumi
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Qualität muss nicht teuer sein: Das Siegerprodukt 2025 gehört zu den preiswertesten im Test.

Grillkäse ist der Star auf dem vegetarischen Rost. Doch nicht jeder Käse hält dabei, was er verspricht. Die Stiftung Warentest hat 14 Produkte unter die Lupe genommen – mit überraschenden Ergebnissen.

Ob quietschend wie Halloumi oder cremig wie Camembert – Grillkäse ist längst mehr als nur eine Alternative für Vegetarier. In einem aktuellen Test (6/2025) der Stiftung Warentest wurden 14 Grill- und Pfannenkäse geprüft, darunter fünf Halloumi, fünf Kräuterkäse und vier Naturvarianten. 

Stiftung Warentest: So wurde getestet

Die Auswahl der getesteten Käse umfasste Bioprodukte, bekannte Marken sowie Eigenmarken von Discountern. Bewertet wurden Geschmack, Konsistenz, Schadstoffbelastung, mikrobiologische Qualität und Deklaration. Die Preise der Testprodukte lagen zwischen 1,20 und 2,59 Euro pro 100 Gramm.

Die Tester prüften die Käse sowohl auf dem Gasgrill als auch in der Pfanne. Fünf geschulte Prüfpersonen bewerteten Geschmack, Aussehen, Geruch und Mundgefühl. Zusätzlich wurden im Labor Schadstoffe, Keime und die Zusammensetzung der Produkte analysiert.

Die wichtigsten Kriterien für guten Grillkäse laut Stiftung Warentest sind:

  • Geschmack: Es ist das wichtigste Prüfmerkmal. Ein guter Grillkäse soll eine ausgewogene, aromatische Note haben, die oft durch Kräuter oder eine typische Minznote (bei Halloumi) ergänzt wird.
  • Konsistenz und Grillverhalten: Der Käse muss sich gut bräunen lassen, beim Grillen seine Form behalten und darf nicht schmelzen oder an der Grillplatte festkleben. Typisch für guten Halloumi und manche andere Grillkäse ist das „Quietschen“ beim Kauen.
  • Sensorik: Neben dem Geschmack werden auch Aussehen, Geruch, Mundgefühl und Nachgeschmack bewertet.
  • Schadstofffreiheit: Der Käse sollte frei von Schadstoffen sein. Auch eine geringe Belastung mit Verderbniskeimen ist wichtig.
  • Deklaration und Inhaltsstoffe: Die Angaben auf der Verpackung müssen stimmen, insbesondere bei geschützten Bezeichnungen wie „Halloumi“. Die verwendete Milch (Kuh, Schaf, Ziege) und der Salzgehalt werden ebenfalls überprüft.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Auch der Preis spielt eine Rolle. Viele günstige Produkte können nämlich qualitativ locker mit teureren mithalten.

Die Hälfte der getesteten Produkte schnitt mit der Note „gut“ ab, darunter auch günstige Varianten. Der Testsieger kommt sogar vom Discounter. Vier Produkte wurden als „befriedigend“ eingestuft, einer war „ausreichend“ und zwei fielen mit „mangelhaft“ durch.

Stiftung Warentest: die Testsieger

Folgende Produkte wurden von den Experten als Gewinner ausgezeichnet:

  • Der Testsieger unter den Halloumi-Käsen ist der von Milbona, der Eigenmarke von Lidl. Dieser Grillkäse erhielt die Bestnote 1,9 und überzeugte sowohl geschmacklich - Geschmacksnote 1,0 -, als auch beim Grillverhalten. Er ist zudem einer der preiswertesten Grillkäse im Test.
  • Bei den Kräuter-Grillkäsen liegt der Alnatura Grill- und Pfannenkäse Kräuter vorne. Auch dieses Produkt wurde mit „gut” (Note 2,1) bewertet.

Beide Produkte überzeugten durch Geschmack, Konsistenz und Grillverhalten und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis

Günstige Grillkäse schneiden im Vergleich zu teureren Marken im aktuellen Stiftung Warentest Grillkäse-Test überraschend gut ab. So gehört der Testsieger von Lidl nicht nur zu den besten, sondern auch zu den preiswertesten Produkten im Test.

Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass viele günstige Eigenmarken qualitativ kaum oder gar nicht hinter teureren Markenprodukten zurückbleiben. In einigen Fällen sind die günstigen und teuren Produkte sogar identisch, da sie vom selben Hersteller stammen und gleiche Zutaten sowie Nährwerte aufweisen, wie etwa der Vergleich zwischen dem Rougette-Grillkäse und der Rewe-Eigenmarke ja! zeigt.

Der Preisunterschied kann dabei bis zu etwa 30 bis 40 Prozent betragen, ohne dass dies die Qualität oder den Geschmack merklich beeinflusst.

Stiftung Warentest: die Verlierer

Folgende Marken schnitten im aktuellen Grillkäse-Test am schlechtesten ab:

  • K-Favourites Halloumi (Kaufland): Dieser Grillkäse erhielt die schlechteste Bewertung im Test („mangelhaft“). Er war zu weich, zu salzig, enthielt zu viel Feuchtigkeit und schmolz beim Grillen, sodass er an der Grillplatte festklebte. Zudem entsprach er nicht den Anforderungen für die Bezeichnung „Halloumi“.
  • Halloumi Lyttos (Aldi): Auch dieser Grillkäse fiel mit „mangelhaft“ durch. Hauptkritikpunkte waren ein zu hoher Wassergehalt sowie das Schmelzverhalten beim Grillen – der Käse zerfloss und ließ sich kaum wenden. Auch hier wurde die geschützte Ursprungsbezeichnung nicht erfüllt.

Halloumi – geschützte Herkunft nicht immer garantiert

Ein besonderes Augenmerk legten die Tester auf Halloumi. Dieser Name ist in der EU geschützt und darf nur für Käse verwendet werden, der aus Zypern stammt und überwiegend aus Schaf- oder Ziegenmilch hergestellt wird.

Allerdings zeigt der Test: Viele Halloumi-Produkte bestehen hauptsächlich aus Kuhmilch – was derzeit durch einen zypriotischen Erlass noch erlaubt ist. Konkret entsprachen jedoch zwei getestete Halloumi-Produkte nicht den EU-Kriterien für die geschützte Bezeichnung, da Herkunft und Zusammensetzung nicht den Vorgaben entsprachen.

Weitere negative Auffälligkeiten gab es bei:

  • Rewe Bio Brat- und Grilltaler: Hier wurde Chloroform nachgewiesen, vermutlich durch unzureichend ausgespülte Reinigungsmittel.
  • Rücker Grill- und Pfannenkäse Kräuter: Dieser Käse war mit Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) belastet.
  • Gazi Grillkäse: Er enthielt erhöhte Mengen an Verderbniserregern wie Hefen, was zwar nicht direkt gesundheitsschädlich ist, aber vermeidbar gewesen wäre.

Fazit

Ein guter Grillkäse überzeugt durch aromatischen Geschmack, stabile Konsistenz beim Grillen, einwandfreie Sensorik und Schadstofffreiheit.

Den vollständigen Testbericht mit allen Details findet Ihr in der Ausgabe 6/2025 der Stiftung Warentest und unter www.test.de. (as/Stiftung Warentest)

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