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Washington Post

Soldatenaufmarsch in Washington: Trump plant Einsatz mit Waffen

Nationalgardisten sichern auf Befehl Trumps Bundesgebäude und Monumente. Ihre Rolle in der Hauptstadt wird zunehmend umstritten.

Washington, D.C. – An diesem Wochenende kam es in ganz Washington, D.C., zu vereinzelten Protesten, nachdem von der Republikanischen Partei regierte Bundesstaaten angekündigt hatten, eigene Nationalgardisten zu entsenden. Diese sollen die von Präsident Donald Trump angeordnete Verstärkung der Sicherheitskräfte in der Hauptstadt unterstützen.

Trumps Soldatenaufmarsch in Washington

Letzte Woche hatte Trump die Mobilisierung der Nationalgarde in Washington angekündigt. Er bezeichnete die US-Hauptstadt als kriminell, obwohl hier die Zahl der Gewaltverbrechen seit 2023 rückläufig ist. Trump wurde von konservativen Verbündeten gelobt und erhielt Unterstützung von republikanischen Gouverneuren, während die Einwohner seine Darstellung von Washington zurückwiesen.

Am Sonntagnachmittag teilte die örtliche Polizei mit, dass sie keine Proteste aktiv überwache. In den kommenden Tagen werden Hunderte weitere Soldaten erwartet. Diese könnten allerdings bald bewaffnet werden.

Hier ist, was wir über die Bestrebungender Bundesregierung wissen, die Strafverfolgung in der Stadt zu übernehmen:

Kristi Noem: Die schrägen Outfits von Trumps „Abschiebe-Barbie“

Kristi Noem gilt spätestens seit 2018 als enge Verbündete Donald Trumps.
Kristi Noem gilt spätestens seit 2018 als enge Verbündete Donald Trumps. Der damalige US-Präsident unterstützte Noems Kandidatur für das Gouverneursamt im US-Bundesstaat South Dakota. Auch dank Trumps Hilfe gewann Noem die Wahl und wurde im Januar 2019 zur ersten Gouverneurin in der Geschichte South Dakotas ernannt. Es war der vorläufige Höhepunkt der Karriere Noems, die mit gewagten Outfits und Verkleidungen in den folgenden Jahren von sich reden machte. © Susan Walsh/dpa
Ihre politische Laufbahn begann Kristi Noem als Abgeordnete im Repräsentantenhaus South Dakotas.
Ihre politische Laufbahn begann Kristi Noem als Abgeordnete im Repräsentantenhaus South Dakotas. Mit 36 Jahren zog sie in das Parlament ein und machte sich dort direkt als Mitglied der ultrakonservativen „Tea-Party-Bewegung“ einen Namen: Noem engagierte sich für den Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. © IMAGO/Bill Clark
Kristi Noem, hier bei der Vereidigung als Abgeordnete des Repräsentantenhauses in South Dakota
Kristi Noem, hier bei der Vereidigung als Abgeordnete des Repräsentantenhauses in South Dakota, wuchs auf einer Farm in dem ländlich geprägten Bundesstaat auf. Seit 1992 ist Donald Trumps spätere Heimatschutzministerin mit ihrem Ehemann Bryon Noem verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter und einen Sohn. Die Familie lebt in einem Anwesen in Castlewood, ein winziges Dorf in South Dakota, in dem gerade einmal rund 700 Menschen wohnen. © IMAGO/Jeff Malet
Aus ihrer Nähe zur Waffenlobby machte Kristi Noem nie einen Hehl.
Aus ihrer Nähe zur Waffenlobby hat Kristi Noem nie einen Hehl gemacht. Die Republikanerin vertritt ein unbeschränktes Recht auf Waffenbesitz, was sie als Kandidatin für die einflussreiche Waffenlobby-Organisation „National Rifle Association“ (NRA) interessant machte. Die NRA unterstützte den Wahlkampf Noems im Rennen um das Gouverneursamt in South Dakota. Noem bedankte sich mit Auftritten auf Veranstaltungen der NRA, wie hier in Indianapolis. © IMAGO/Luke Johnson
Gouverneurin von South Dakota fiel Kristi Noem mit extrovertierten Outfits und kontroversen Standpunkten auf
Bereits in ihrer Zeit als Gouverneurin von South Dakota fiel Kristi Noem mit extrovertierten Outfits und kontroversen Standpunkten auf. Im Jahr 2019, in Trumps erster Amtszeit, kritisierte sie die Handelspolitik des US-Präsidenten und befürchtete, sein Umgang mit China und der Europäischen Union, könnte ihrem Bundesstaat wirtschaftlich schaden. Die Rechtsaußen-Politikerin war aber auch in ihrer Zeit als Gouverneurin eine enge Verbündete der Trump-Bewegung. © Imago
Kristi Noem als Cowgirl vom Land.
Besonders gern inszeniert sich Kristi Noem als Cowgirl vom Land. Den Look entdeckte sie bereits als Gouverneurin des ländlich geprägten Bundesstaats South Dakota für sich. Im Jahr 2020 sorgte Noem für Schlagzeilen, als sie eine Veranstaltung für Bullenreiten in Sioux Falls eröffnete – hoch zu Ross, ganz im Cowboy-Outfit und mit riesigem Sternenbanner in der Hand. © imago
Kristi Noem in ihrer Zeit als Gouverneurin von South Dakota
Doch nicht nur als Cowgirl zeigte sich Kristi Noem in ihrer Zeit als Gouverneurin von South Dakota. Im Jahr 2021 ließ sie sich gemeinsam mit Kim Reynolds, Gouverneurin des Bundesstaates Iowa, und Pete Ricketts, damals Gouverneur in Nebraska, ablichten. Alle drei sind wie Donald Trump Mitglied der Republikaner. Hier posieren sie in Trikots einer örtlichen Eishockey-Mannschaft in Sioux Falls, der größten Stadt South Dakotas. © imago
Kristi Noem ihr Image als sportlich aktive Power-Frau
Bereits als Abgeordnete des Kongresses in South Dakota pflegte Kristi Noem ihr Image als sportlich aktive Powerfrau. Hier präsentiert sich die spätere Gouverneurin als Teil eines Softball-Teams im Rahmen eines Benefizspiels in der Hauptstadt Washington, DC. © imago
Das ist das Bild, das Kristi Noem von sich selbst verbreitet.
Eine Gouverneurin mit modischem Stil, die sich trotz allem nicht zu schade ist, auch selbst anzupacken. Das ist das Bild, das Kristi Noem von sich selbst verbreitet. Hier ist die Republikanerin beim Spatenstich für den Bau eines Möbelmarkts in Sioux Falls zu sehen. © imago
2020 stimmte auch Kristi Noem in die Verschwörungstheorie ein, die Demokraten hätten die Wahl manipuliert.
Nach Donald Trumps Niederlage gegen Joe Biden bei der US-Wahl 2020 stimmte auch Kristi Noem in die Verschwörungstheorie ein, die Demokraten hätten die Wahl manipuliert. „Ich weiß nicht, wie weit verbreitet [der Wahlbetrug] ist. Ich weiß nicht, ob es das Ergebnis der Wahl verändern wird. Aber warum haben alle so viel Angst davor, eine faire Wahl abzuhalten und es herauszufinden“, sagte Noem damals in einem Interview mit dem Nachrichtensender ABC. © imago
Kristi Noem als eine aussichtsreiche Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentschaft
Als Donald Trump verkündete, 2024 erneut zur US-Wahl anzutreten, galt Kristi Noem als eine aussichtsreiche Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentschaft. Die damalige Gouverneurin South Dakotas, hier mit Trumps Konkurrenten in den Vorwahlen der Republikaner, Vivek Ramaswamy, bekundete lautstark ihr Interesse an der Nominierung. © imago
Kristi Noem im Wahlkampf zur US-Wahl 2024
Obwohl Donald Trump die damalige Gouverneurin im Wahlkampf zur US-Wahl 2024 mit Lob überschüttete, ging Noem bei der Besetzung der Vizepräsidentschaft leer aus. Trump entschied sich dagegen für JD Vance. Dafür gab es vor allem einen entscheidenden Grund. © imago
Proteste gegen Kristi Noem in Florida
Mitten im Wahlkampf zur US-Wahl 2024 veröffentlichte Kristi Noem ihre Biografie. Dort beschrieb die Gouverneurin von South Dakota, wie sie einst ihre Hündin Cricket eigenhändig erschossen hatte. „Ich hasste diese Hündin“, die „weniger als wertlos“ gewesen sei, so Noem in ihrem Buch. Die Geschichte kam weniger gut an, als sie wohl erwartet hatte, und löste Proteste gegen die „Hundemörderin“ Noem aus. Kurz darauf verkündete Trump, dass Noem als Vizepräsidentin nicht mehr infrage komme. © imago
Kristi Noem ist Heimatschutzministerin unter Donald Trump
Donald Trump gewann die US-Wahl 2024 und zog im Januar 2025 erneut ins Weiße Haus ein. Kristi Noem folgte ihm. Zwar nicht als Vizepräsidentin, dafür als Leiterin des Ministeriums für innere Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika – auch bekannt als Heimatschutzministerium. Noem leitet damit das nach Anzahl der Mitarbeiter drittgrößte Ministerium der USA. © imago
Als Heimatschutzministerin untersteht Kristi Noem auch die Behörde namens „Immigration and Customs Enforcement“
Als Heimatschutzministerin untersteht Kristi Noem auch die Behörde namens „Immigration and Customs Enforcement“, besser bekannt unter ihrem Akronym: ICE. Gegründet wurde die mittlerweile größte Polizeieinheit innerhalb des Ministeriums nach den Terroranschlägen 2001. In ihr Aufgabengebiet fällt unter anderem die Verfolgung illegaler Grenzüberschreitungen und die Abschiebung illegal ins Land gereister Migranten. Kaum im Amt zeigte sich Kristi Noem als furchtlose Polizistin in schusssicherer Weste. Es sollte nicht das letzte Outfit Noems sein, das in den USA für Aufsehen sorgte. © imago
Auch als Heimatschutzministerin präsentierte sich Kristi Noem als Frau der Tat mit Cowboy-Hut
Auch als Heimatschutzministerin präsentierte sich Kristi Noem als Frau der Tat – mit Cowboy-Hut und fest im Sattel. Ihre PR-Aktivitäten und Verkleidungen brachten der Vertrauten Donald Trumps schnell ihren ganz eigenen Spitznamen ein: Aus Noem wurde die „ICE Barbie“ – eine mehrdeutige Anspielung an besagte Behörde, Noems auffällige Outfits und die Eiseskälte, mit der sie die von Trump angekündigten Massenabschiebungen verteidigte. © imago
Als „ICE Barbie“ schreckte Kristi Noem vor kaum einer Inszenierung zurück.
Als „ICE Barbie“ schreckte Kristi Noem vor kaum einer Inszenierung zurück. Auf einer Reise nach El Salvador besuchte sie eines der berüchtigten Mega-Gefängnisse des Landes in Tecoluca. Bis zu 40.000 Insassen sitzen dort hinter Gittern. Ihnen wird vor allem die Mitgliedschaft in kriminellen Gangs vorgeworfen. Noem nutzte den Besuch und posierte bereitwillig vor einer der überfüllten Zellen des Gefängnisses. © ALEX BRANDON/AFP
Foto Kristi Noems, das sie auf einem Quad zeigt
Zurück in den USA verbreitete das Heimatschutzministerium ein Foto Kristi Noems, das sie auf einem Quad zeigt, mit dem sie entlang der südlichen Grenze des Landes zu Mexiko patroulliert. Am linken Bildrand zu sehen ist der Zaun, den Donald Trump an Teilen der Grenze hat errichten lassen, und den der US-Präsident in der Regel als „Mauer“ bezeichnet. © ALEX BRANDON/AFP
Foto Kristi Noems, das sie auf einem Quad zeigt
Wenn nicht auf dem Quad, dann sichert Kristi Noem die USA dem Anschein nach auch aus der Luft. Nach einem Absturz eines Flugzeugs in der US-Hauptstadt Washington DC ließ die Heimatschutzministerin Fotos verbreiten, die sie als Pilotin eines Hubschraubers zeigt. © imago
Kristi Noem, hier an der Grenze zu Mexiko
Zwar ist Kristi Noem, hier an der Grenze zu Mexiko, ehemalige Offizierin der Reserve der US-Luftwaffe. Einen Hubschrauber oder Flugzeug kann die Heimatschutzministerin aber nach allem, was bekannt ist, nicht fliegen. Das hinderte Trumps Ministerin nicht daran, in den sozialen Medien diesen Eindruck zu verbreiten. Nach einer Reise nach Alaska berichtete Noem, sie habe dort ein Transportflugzeug des Typs Lockheed C-130 Hercules gesteuert. © imago
Zu Land, in der Luft und auf dem Wasser ergreift Kristi Noem für Fotos gerne das Steuer.
Zu Land, in der Luft und auf dem Wasser ergreift Kristi Noem für Fotos gerne das Steuer. Einen Besuch in Manama, der Hauptstadt von Bahrain, nutzte die Heimatschutzministerin für die nächste PR-Aktion: diesmal an Bord eines kleinen Patrouillen-Boots der US-Marine. © ALEX BRANDON/AFP
Besonders gern zeigt sich Kristi Noem in militärisch anmutenden Outfits
Besonders gern zeigt sich Kristi Noem in militärisch anmutenden Outfits, wie hier ganz in Oliv-Grün bei einem Besuch im US-Bundesstaat Vermont. Die „ICE Barbie“ erarbeitete sich im Kabinett von Donald Trump als Heimatschutzministerin schnell den Ruf der knallharten Hardlinerin in Sachen Abschiebung und Strafverfolgung. © imago
Obligatorisch für Kristi Noem scheint auf ihren Reisen das Reiten.
Obligatorisch für Kristi Noem scheint auf ihren Reisen das Reiten. In Bahrain posierte die Heimatschutzministerin der USA auf einem Dromedar – inklusive Kopfbedeckung, die an landestypische Mode erinnert. © Alex Brandon/dpa
Der Auftritt der „ICE Barbie“ als Kameltreiberin in Bahrain brachte Kristi Noem in den USA eine Welle des Spotts ein.
Der Auftritt der „ICE Barbie“ als Kameltreiberin in Bahrain brachte Kristi Noem in den USA eine Welle des Spotts ein. © ALEX BRANDON/AFP
Hier verlässt Noem eine Regierungsmaschine bei einem Besuch in Polen.
Wenn Kristi Noem sich mal nicht als Cowgirl, Polizistin oder Kampfpilotin verkleidet, zeigt sich Donald Trumps Heimatschutzministerin als modisch bewusste Politikerin mit Baseball-Mütze und goldener Rolex. Hier verlässt Noem eine Regierungsmaschine bei einem Besuch in Polen. © ALEX BRANDON/AFP
n dunkler Kleidung besuchte Kristi Noem in der Haupstadt Israels die Klagemauer
Einen Besuch in Jerusalem nutzte die „ICE Barbie“ für eine weitere Inszenierung. In dunkler Kleidung besuchte Kristi Noem in der Haupstadt Israels die Klagemauer, offenbar um dort zu beten. Anschließend nahm sich die Heimatschutzministerin Zeit, um für Fotos zu posieren. © Alex Brandon/dpa

Washington, D.C.: Gesamtzahl der von Trump angeforderten Soldaten könnte sich verdoppeln

Die Zahl der Soldaten in Washington könnte sich in den kommenden Tagen fast verdoppeln, da Nationalgardisten aus anderen Bundesstaaten eintreffen – eine Eskalation, die am Wochenende begann, als drei republikanische Gouverneure der Forderung der Trump-Regierung nach zusätzlichen Truppen nachkamen.

Am Samstag sagten die Gouverneure bis zu 750 Soldaten zu, die sich den bereits in der Stadt mobilisierten 800 Angehörigen der Nationalgarde von Washington anschließen sollen. Der Gouverneur von West Virginia, Patrick Morrisey, erklärte, er habe 300 bis 400 Soldaten zum Einsatz beordert, um „die Initiative des Präsidenten zur Wiederherstellung von Sauberkeit und Sicherheit” in der Hauptstadt des Landes zu unterstützen.

Der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, versprach derweil weitere 150 Soldaten, und der Gouverneur von South Carolina, Henry McMaster, genehmigte 200 Soldaten und fügte hinzu, dass die Bitte um Hilfe vom National Guard Bureau des Pentagon, das die Einsätze der Nationalgarde koordiniert, gekommen sei. Morrisey und McMaster betonten, die US-Regierung werde den Einsatz der staatlichen Truppen finanzieren.

Mitglieder der Nationalgarde patrouillieren am 16. August 2025 in Washington, D.C., vor der Union Station (Symbolbild).

Kritik von Demokraten an Trumps Soldatenaufmarsch in Washington, D.C.

Senator Chris Van Hollen (Demokrat aus Maryland) bezeichnete die Forderung der Bundesregierung nach Truppen aus den Bundesstaaten derweil als „völligen Machtmissbrauch“.

„Das ist eine künstlich herbeigeführte Notlage”, so Van Hollen am Sonntag in einem Interview mit ABC News. Auf die Frage, was passieren würde, wenn Trump die Übernahme ohne Zustimmung des Kongresses über 30 Tage hinaus fortsetzen würde, antwortete Van Hollen: „Dann landen wir wieder vor Gericht.”

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Donald Trumps Nationalgarde in Washington D.C. darf bald Waffen tragen

Die Bundesregierung hat indes signalisiert, dass die in Washington D.C. mobilisierten Truppen bald Waffen tragen könnten. Eine solche Anweisung wäre eine Umkehrung der ursprünglichen Einsatzbefehle, wonach die Nationalgardisten zwar Schutzwesten tragen, ihre Waffen jedoch in der Waffenkammer lassen sollten.

Es ist unklar, wann die Truppen mit dem Tragen von Waffen beginnen würden, wenn sie einen solchen Befehl erhielten. Am Samstag warteten sie noch auf eine Entscheidung hochrangiger Vertreter des Verteidigungsministeriums, wie mehrere mit der Planung vertraute Personen angaben. Sie äußerten sich unter der Bedingung der Anonymität, um über die unklare Lage sprechen zu können.

Soldaten sind bei Bundesgebäuden stationiert, US-Justizministerin Bondi spricht von 300 Festnahmen

Bislang wurden die Nationalgardisten in Washington D.C. vor nationalen Denkmälern, der Union Station und mehreren Bundesgebäuden positioniert. An anderen Orten räumten Beamte des FBI und des Heimatschutzministeriums Obdachlosenlager und nahmen zahlreiche Personen fest.

Bis Sonntag gab es laut US-Justizministerin Pam Bondi „mehr als 300 Festnahmen in Washington, D.C. – Tendenz steigend”. Die Behörden nahmen in der Nacht zum Sonntag 68 Personen fest und beschlagnahmten 15 illegale Schusswaffen, fügte Bondi hinzu.

Allerdings „nimmt die Nationalgarde derzeit keine Festnahmen vor”, sagte ein Regierungsbeamter, der unter der von dem Weißen Haus festgelegten Bedingung der Anonymität sprach. Der Beamte erklärte, dass die Truppen der Nationalgarde „im Einklang mit ihrem Auftrag und ihrer Ausbildung bewaffnet sein können, um Bundesvermögen zu schützen, ein sicheres Umfeld für die Festnahme von Straftätern durch die Strafverfolgungsbehörden zu schaffen und durch ihre sichtbare Präsenz Gewaltverbrechen zu verhindern“.

Trump entsendet Soldaten nach Washington, D.C.: Proteste sind ausgebrochen

Am vergangenen Wochenende, als immer mehr Bundesbeamte auf den Straßen stationiert wurden, kam es in der ganzen Stadt zu kleineren und größeren Protesten. Am Freitagabend versammelten sich kleine Gruppen mit Töpfen und Pfannen und schlugen diese gegeneinander. Umstehende buhten, beschimpften und filmten die Sicherheitskräfte in einem beliebten Ausgehviertel. In den sozialen Medien kursierten Videos von Festnahmen. Demonstranten marschierten durch die Innenstadt.

Die Polizei teilte mit, dass die Polizei von Washington D.C. am Samstag keine Festnahmen im Zusammenhang mit Protesten oder Demonstrationen in der Stadt vorgenommen habe. Am Sonntag ergänzte die örtliche Polizei, dass sie keine Protestaktionen in der Stadt überwache.

Karen DeYoung und Gaya Gupta haben zu diesem Bericht beigetragen.

Zu den Autoren

Praveena Somasundaram ist Reporterin im nationalen Breaking-News-Team der Washington Post und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit reproduktiver Gesundheit und Familienplanung. Sie erreichen sie mit Hinweisen über Signal unter pravsoma.20.

Karina Elwood ist Redakteurin bei der Washington Post und berichtet über Schulen und Bildung in Virginia.

Wir testen zurzeit maschinelle Übersetzungen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen automatisiert ins Deutsche übersetzt.

Dieser Artikel war zuerst am 18. August 2025 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © Mehmet Eser/Imago

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