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„Tag der Befreiung“
Trump schickt Soldaten gegen „Kriminalitätsepidemie“ – Bürgermeisterin widerspricht vehement
Trump entsendet 800 Nationalgardisten gegen die Kriminalität in der Hauptstadt Washington. Bürgermeisterin Bowser nennt dies „beunruhigend und beispiellos“.
Washington – US-Präsident Donald Trump hat am Montag (11. August) angekündigt, rund 800 Nationalgardisten nach Washington, D.C. zu entsenden, um die öffentliche Sicherheit in der Hauptstadt wiederherzustellen. Wie das Washingtoner Medium The Hill berichtet, erklärte Trump die Maßnahme zum „Tag der Befreiung“ und bezeichnete sie als Teil seiner Bemühungen, die US-Hauptstadt von einer vermeintlichen „Kriminalitätsepidemie“ zu befreien.
Trumps Einsatz der Nationalgarde: Wie ist der Einsatz rechtlich möglich?
Trump begründete die Anordnung in einem offiziellen Schreiben an Verteidigungsminister Pete Hegseth mit einem Anstieg schwerer Straftaten in Washington, D. C., und forderte die Mobilisierung der Nationalgarde in einem „notwendigen Umfang“. Er erlaubte zudem die mögliche Entsendung weiterer Einheiten aus anderen Bundesstaaten.
Laut Deutschlandfunk haben üblicherweise die Bundesstaaten die Kontrolle über die Nationalgarde, eine militärische Reserveeinheit. In besonderen Lagen – etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder inneren Notfällen – kann der Präsident die Nationalgarde jedoch unter Bundeskommando stellen. Im Sonderfall der US-Hauptstadt Washington, D.C., die kein eigener Bundesstaat ist, untersteht die Nationalgarde ohnehin direkt dem Präsidenten.
Wie viele Soldaten der Nationalgarde sind unter Trump im Einsatz in Washington?
Wie The Hill berichtet, sollen etwa 800 Soldaten neben administrativen und logistischen Aufgaben auch mit einer sichtbaren Präsenz zur Unterstützung der Polizei beitragen. Allerdings werde die Zahl der Nationalgardisten, die jeweils aktiv mit der Polizei zusammenarbeiten, zwischen 100 und 200 liegen. Details zum genauen Einsatzort und der Befehlsstruktur sind bislang nicht bekannt. Laut Hegseth sollen die Truppen im Laufe der kommenden Woche in der Stadt sichtbar werden.
Der Schritt reiht sich ein in Trumps Muster, Militär und Nationalgarde für politische Zwecke einzusetzen. So hatte er im Juni 2025 tausende Nationalgardisten und Marines nach Los Angeles entsandt, um die Einwanderungskontrolle zu unterstützen, und im Sommer 2020 während der Proteste nach dem Mord an George Floyd mehr als 5.000 Nationalgardisten nach Washington geschickt.
Trumps Einsatz der Nationalgarde: Kritik von Washingtoner Bürgermeisterin Muriel Bowser
Die Reaktionen aus Washington fielen deutlich kritisch aus: Bürgermeisterin Muriel Bowser von den Demokratischen Partei nannte Trumps Maßnahmen „beunruhigend und beispiellos“. Aber sie sei auch nicht komplett überrascht davon, sagte sie mit Blick auf Trumps wiederholte Kritik an der Lage in der Hauptstadt, wie der Spiegel berichtet.
Bowser wies die Behauptungen Trumps über eine angebliche Zunahme der Kriminalität in der Hauptstadt der USA zurück und betonte, dass Washington keinen Anstieg verzeichne. Vielmehr habe die Zahl der Gewaltverbrechen im vergangenen Jahr den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren erreicht.