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Iran aktuell: Neue Gefechte – Trump nennt US-Angriffe „kleinen Denkzettel“
Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker: Vergeltungsschläge der USA gegen iranische Ziele. Waffenruhe laut US-Präsident weiterhin in Kraft.
Update, 7:00 Uhr: Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eigenen Angaben zufolge erneut vom Iran angegriffen worden. Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Zu den Zielen der iranischen Angriffe gab es zunächst keine Informationen.
Update, 5:50 Uhr: Nach neuen militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran hat US-Präsident Donald Trump Befürchtungen über ein Ende der Waffenruhe zerstreut. Die Feuerpause sei weiterhin in Kraft, sagte Trump dem Sender ABC News. Die Vergeltungsschläge der USA gegen iranische Ziele bezeichnete er als einen „kleinen Denkzettel“.
Update, 8. Mai, 5:05 Uhr: Neue Eskalation zwischen dem Iran und den USA in der Straße von Hormus: Die US-Streitkräfte haben Ziele in der Islamischen Republik angegriffen, wie das für die Golfregion zuständige Zentralkommando (Centcom) mitteilte. Es handele sich um „Selbstverteidigungsschläge“, nachdem der Iran mit Raketen, Drohnen und Booten drei US-Kriegsschiffe attackiert habe, die die Straße von Hormus durchfahren hätten, erklärte die US-Armee.
Die US-Kräfte hätten die „nicht provozierten iranischen Angriffe abgefangen“, es habe keine Schäden gegeben, erklärte Centcom weiter. Die iranische Armee warf den USA ihrerseits einen Verstoß gegen die Feuerpause vor. Die USA hätten als erste „einen iranischen Öltanker ins Visier genommen“, der sich in Richtung der Straße von Hormus bewegt hätte, sowie ein weiteres Schiff, das in die Meerenge eingelaufen sei, hieß es im iranischen Staatsfernsehen unter Berufung auf das Militärkommando. Zur „Vergeltung“ hätten die iranischen Kräfte die US‑Kriegsschiffe angegriffen.
Update, 22:29 Uhr: Mitten im Iran-Krieg haben iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas sowie auf der Insel Gheschm sollen Detonationen zu hören gewesen sein – die genaue Ursache blieb zunächst unklar.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete zudem von einem Schusswechsel zwischen iranischen Streitkräften und dem „Feind“, bei dem ein Hafenbereich auf Gheschm getroffen worden sei. Iranische Medien spekulierten über einen möglichen Luftangriff der Vereinigten Arabischen Emirate. Die revolutionsgardennahe Nachrichtenagentur Tasnim warnte: „Sollte sich die Angelegenheit bestätigen, werden die Emirate den Preis für ihre feindselige Handlung bezahlen.“
Update, 20:07 Uhr: In den letzten 24 Stunden gab es im Persischen Golf keine neuen Zwischenfälle, obwohl die Lage im Iran-Krieg angespannt bleibt. Seit Mittwoch, 18 Uhr UTC (Coordinated Universal Time), wurden laut CNN weder im Persischen Golf noch im Golf von Oman Vorfälle gemeldet, wie die „United Kingdom Maritime Trade Operations“ (UKMTO) am Donnerstag mitteilte. Die Situation in der Region bleibt jedoch „volatil“, da die Bedrohung für die kommerzielle Schifffahrt weiterhin besteht, so die UKMTO.
Update, 18:51 Uhr: Gegen den irakischen Vize-Ölminister Ali Maarij Al-Bahadly haben die USA Sanktionen verhängt. Ihm wird vom US-Finanzministerium vorgeworfen, seine Stellung ausgenutzt zu haben, um Öllieferungen zugunsten des iranischen Regimes und seiner Milizen im Irak umzuleiten. Diese Informationen stammen von der Nachrichtenagentur Reuters.
Im März sollen iranische Öltanker gefälschte irakische Dokumente verwendet haben, so der irakische Ölminister Hayan Abdel-Ghani. Teheran bestritt dies jedoch. Die Sanktionen erfolgen in einer Phase, in der es vorsichtige Annäherungen im Iran-Krieg gibt. Washington und Teheran bewegen sich auf eine mögliche Einigung zu. Der Iran prüft derzeit einen Vorschlag der USA, der die Kämpfe beenden, jedoch die zentralen Streitfragen zunächst ungelöst lassen würde.
Update, 17:50 Uhr: Mehrere Öltanker sind von den Vereinigten Arabischen Emiraten trotz des Iran-Krieges durch die Straße von Hormus geleitet worden. Dabei wurden die Ortungssender abgeschaltet, um möglichen Angriffen aus dem Iran zu entgehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf Brancheninsider und Schifffahrtsdaten beruft. Die transportierten Ölmengen entsprechen jedoch nur einem kleinen Teil der Exporte der Emirate vor Ausbruch des Krieges. Währenddessen haben Irak, Kuwait und Katar entweder ihre Ölverkäufe eingestellt oder die Preise erheblich gesenkt, um Käufer zu gewinnen. Saudi-Arabien hingegen liefert derzeit ausschließlich über das Rote Meer.
Update, 16:05 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat im Vatikan nach Angaben eines Ministeriumsvertreters „freundliche und konstruktive Gespräche“ mit Papst Leo XIV. geführt. Das Treffen habe die „starken Beziehungen“ zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vatikan deutlich gemacht, sagte ein Sprecher Rubios am Donnerstag. Beide setzten sich dafür ein, „Frieden und Menschenwürde“ voranzubringen, fügte er hinzu. Der Besuch fand vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen zwischen dem US-stämmigen Papst und US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs statt. Trump hatte wütend auf Friedensaufrufe des katholischen Kirchenoberhauptes reagiert und ihm vorgeworfen, sich mit einem Land gemein zu machen, „das eine Atomwaffe will“.
Iran aktuell: Trumps Außenminister führt „freundliche und konstruktive Gespräche“ mit Papst
Update, 14:04 Uhr: Laut einem Dokument, das CNN vorliegt, hat der Iran eine Reihe neuer Vorschriften für Schiffe erlassen, die die Straße von Hormus passieren wollen. Dabei handelt es sich laut dem US‑Sender um ein Antragsformular der iranischen Behörde, das von allen durchfahrenden Schiffen ausgefüllt werden muss, um deren sichere Durchfahrt zu gewährleisten. Das Formular umfasst demnach mehr als 40 Fragen, in denen jedes Schiff unter anderem seinen Namen, seine Identifikationsnummer, seinen früheren Namen, sein Herkunftsland und sein Zielland angeben muss. Außerdem werden die Nationalitäten des eingetragenen Eigentümers, des Betreibers und der Besatzungsmitglieder abgefragt.
Update, 12:52 Uhr: Der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat sich in seinem neuen Amt noch nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Jetzt hat sich der iranische Präsident Massud Peseschkian nach eigenen Angaben kürzlich mit Chamenei getroffen. Das berichten laut Reuters staatliche Medien. Die Begegnung sei von einer „bescheidenen und zutiefst herzlichen“ Atmosphäre geprägt gewesen. Nähere Details zu Ort, Zeitpunkt oder Inhalt der Unterredung wurden bislang nicht bekannt.
Frankreich setzt Iran Ultimatum: „Keine einzige Sanktion“ solange Hormus blockiert ist
Update, 12:32 Uhr: Frankreich hat vor einer vorzeitigen Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran gewarnt. „Es ist völlig ausgeschlossen, dass auch nur die geringste Sanktion aufgehoben werden kann, solange die Straße von Hormus blockiert ist“, sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Donnerstag dem Sender RTL. Er bekräftigte, dass die freie Durchfahrt durch die für den Welthandel immens wichtige Meerenge „Gemeingut der Menschheit“ sei. „Sie darf unter keinen Umständen blockiert werden, es darf keine Maut erhoben werden, und die freie Durchfahrt darf nicht als Druckmittel eingesetzt werden“, betonte er.
„Gefoltert und missbraucht“: Iran-Oppositionelle schildert schreckliche Szenen und fordert Trump-Angriff
Update, 11:31 Uhr: Die Iran-Oppositionelle und Analystin Sanaz Behzadi hat die westliche Völkerrechtsdebatte zum Iran-Krieg scharf kritisiert und als politisch motiviert bezeichnet. „Das Völkerrecht sollte nicht dazu missbraucht werden, ein Regime zu schützen, das sein eigenes Volk tötet und unterdrückt“, sagte sie. Der ganze Bericht hier: Iran-Oppositionelle schildert schreckliche Szenen und fordert neue Trump-Schläge.
Update, 10:16 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich über die Verhandlungen mit dem Iran geäußert – zugleich aber mit neuen Angriffen gedroht. Eine Vereinbarung mit dem Iran sei „sehr gut möglich“, sagte Trump bei einem Auftritt mit Käfigkämpfern (Mixed Martial Arts) im Weißen Haus. Zur Bedingung machte er, das Land dürfe keine Atomwaffen haben, berichtet die AFP weiter.
Zugleich aber drohte Trump dem Iran in einem Interview des Senders PBS am selben Tag (6. Mai) erneut: Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran „in Grund und Boden zu bombardieren“. Der Iran wies Berichte über eine bevorstehende Einigung als überzogen zurück.
Iran aktuell: Teheran hat laut Trump Atomwaffen-Verzicht zugesagt
Update, 9:36 Uhr: Bei der US-Forderung nach einer Einschränkung des iranischen Atomprogramms gibt es nach Donald Trumps Angaben Bewegung. Der US-Präsident sagte im Weißen Haus, der Iran habe zugesichert, keine Atomwaffen anzustreben. „Iran darf keine Atomwaffe haben (…) und sie haben dem zugestimmt.“ Das wurde allerdings von iranischer Seite nicht aktuell bestätigt. Die Führung in Teheran beteuert allerdings seit vielen Jahren, dass Irans Atomprogramm rein ziviler Natur sei.
Iran aktuell: Trump prahlt mit Iran-Deal – aber nur unter einer Bedingung
Update, 8:32 Uhr: Aktuell wartet das Weiße Haus laut Medienberichten auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten. Was steht in dem Papier? Die Details in 48-Stunden-Ultimatum, Atommoratorium, eingefrorene Milliarden: Was Trumps Iran-Deal wirklich vorsieht.
Update, 7:49 Uhr: Eine Einigung über ein Ende des Iran-Kriegs ist nach Einschätzung Donald Trumps in den kommenden Tagen möglich – zugleich aber drohte der US-Präsident dem Mullah-Regime im Sender PBS erneut: Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran „in Grund und Boden zu bombardieren“.
Der Iran indes wies Berichte über eine bevorstehende Einigung als überzogen zurück. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft. Derweil griff die israelische Luftwaffe erstmals seit Beginn einer Waffenruhe mit der proiranischen Hisbollah-Miliz vor drei Wochen wieder in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut an.
Ziel war nach israelischen Angaben ein ranghoher Kommandeur der Radwan-Einheit der Hisbollah. Der israelische TV-Sender Chadschot 13 berichtete, nach israelischen Informationen seien der Radwan-Kommandeur Malek Balut, sein Stellvertreter sowie weitere Radwan-Kämpfer getötet worden. Hisbollah-Kreise bestätigten der dpa, dass bei dem Angriff ein Kommandeur getötet worden sei.
Trump aktuell auf Truth Social: Scheitert der Iran-Deal, drohen Bombardierungen „in weitaus größerem Umfang“
Update, 6:22 Uhr: Im Ringen um ein Friedensabkommen hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Bombardierungen gedroht, sollte eine womöglich bevorstehende Einigung scheitern. „Wenn sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardierungen, und zwar leider in einem weitaus größeren Umfang und mit einer weitaus höheren Intensität als vorher“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Iran erklärte indes, das Abkommen werde noch geprüft.
Iran aktuell: Trump streitet wohl mit Saudi-Arabien – Riad gegen „Project Freedom“ in Hormus-Straße
Erstmeldung: Donald Trump hat den US-Marineeinsatz „Project Freedom“ zur Öffnung der Straße von Hormus unterbrochen – angeblich, weil Saudi-Arabien dem US-Militär die Nutzung eines Stützpunkts auf saudischem Territorium verweigert hat.
Wie NBC News berichtet, war Riad von Trumps Ankündigung, Schiffe durch die umkämpfte Meerenge im Iran-Krieg eskortieren zu wollen, überrascht und verärgert – und untersagte daraufhin auch die Nutzung des eigenen Luftraums für US-Militärflugzeuge. Auch ein direktes Telefonat zwischen Trump und Kronprinz Mohammed bin Salman habe den Konflikt nicht beilegen können, so NBC News unter Berufung auf zwei nicht genannte US-Regierungsvertreter. Die Nachrichtenagentur Reuters griff den Bericht auf.
Rubriklistenbild: © Matt Rourke/AP/dpa
