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„Einer der geeigneteren“ Orte

Trump-Putin-Gipfel: VAE als Austragungsort im Gespräch?

Trump plant ein Treffen mit Putin. Die Vereinigten Arabischen Emirate gelten als Favorit. Weitere Nahost-Staaten werden ebenfalls in Betracht gezogen.

Washington, D.C. – Der US-Präsident Donald Trump will sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen, womöglich bereits nächste Woche. Einige Details sind zu dem Trump-Putin-Gipfel bereits bekannt. Ein Ort für das Treffen wurde wohl auch schon gefunden, nur öffentlich bekannt geben wollte der ehemalige Russland-Botschafter in den USA, Juri Uschakow, ihn nicht. Es gibt gleich mehrere Optionen, die infrage kommen könnten. Ein Land ist zumindest Putins Favorit.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff besuchte für die letzten Verhandlungstreffen Moskau, zuletzt am Mittwoch (6. August). Dass auch das Treffen mit Trump in Russland stattfinden könnte, gilt momentan als eher unwahrscheinlich. In den USA fanden seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs bisher keine Treffen statt, auch nicht mit Vertretern von Putins Regierung. Dabei könnte Putin die USA besuchen, ohne etwas befürchten zu müssen. Mit dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) arbeiten die USA nicht zusammen. Wenn nicht in Russland, fanden die Treffen zwischen den USA und Russland vor allem im Staaten im und rund um den Nahen Osten statt.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Mehrere mögliche Treffpunkte für Trump-Putin-Gipfel: Die potenziellen Staaten im Überblick

Auch zu diesem besonderen Verhandlungstreffen könnten dort mehrere Orte in der näheren Auswahl stehen. Zuletzt trafen sich Staatsoberhäupter der beiden Staaten im Jahr 2021, als der ehemalige Präsident Joe Biden Putin in Genf traf. Eine Übersicht über potenzielle Gastgeber-Staaten:

  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Saudi-Arabien
  • Katar
  • Türkei
Diesmal wirklich: Im August könnte es zu einem Gipfel zwischen Trump und Putin kommen (Archivbild).

Ort für Ukraine-Verhandlungen zwischen Trump und Putin: VAE ganz vorne, andere Nahost-Staaten folgen

Ganz oben auf der Liste möglicher Orte für den Trump-Putin-Gipfel stehen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Am Donnerstag (7. August) sagte Putin laut der russischen Nachrichtenagentur TASS, dass die VAE „einer der geeigneteren“ Orte für das Trump-Treffen sein könnten, nachdem er den Präsidenten des Landes, Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, in Moskau empfangen hatte. „Wir haben viele Freunde, die bereit sind, uns bei der Organisation eines solchen Ereignisses zu helfen. Einer dieser Freunde ist der Präsident der VAE“, sagte Putin weiter.

Im Ring sind auch andere Nahost-Staaten als mögliche Gastgeber, darunter Saudi-Arabien und Katar. Im März 2025 gab es Verhandlungen in Saudi-Arabien. US-Unterhändler trafen sich in Riad mit einer vom ukrainischen Verteidigungsminister Rustem Umerow geführten Delegation in Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien. Einen Monat zuvor, im Februar 2021, trafen sich dort auch russische Delegierte mit US-Vertretern.

Katar galt bisher eher als Vermittler im Gaza-Konflikt. Zusammen mit den USA organisierte das Land Verhandlungen zwischen Israel und den Hamas. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass Katar mit dem Trump-Putin-Gipfel auch eine neue Rolle in den Verhandlungen zum Ukraine-Krieg zukommen könnte.

Türkei könnte ebenfalls Option für Trump-Putin-Gipfel sein: Durch Istanbul-Patzer vorbelastet

Auch in der Türkei fanden bereits Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland statt. Anfang Juni trafen sich Vertreter der beiden Staaten in Istanbul. Der Verhandlungsort ist allerdings vorbelastet. Eigentlich hätten sich die Staatsoberhäupter persönlich in Istanbul treffen sollen, doch wegen fehlenden Absprachen und Zusagen kam das Treffen nicht zustande.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war bereits für einen anderen Termin in der Türkei und reiste weiter, nachdem klar wurde, dass weder Putin noch Trump kommen würden. Stattdessen verhandelten der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow mit dem russischen Putin-Berater Wladimir Medinski. Dennoch ist die Türkei als Ort für mögliche Gespräche zwischen Putin und Trump nicht ganz aus dem Spiel.

Trumps Russland-Ultimatum sorgt für Zeitdruck: Gipfel mit Putin muss zeitig stattfinden

Wo genau der Gipfel zwischen Trump und Putin stattfinden soll, wird sich mit der Bekanntgabe des Ortes final klären. Bei diplomatischen Treffen ist es nicht unüblich, den Treffpunkt erst kurzfristig öffentlich bekannt zu geben oder sogar gar nicht zu teilen. Vor dem Gipfel drängt Trumps Russland-Ultimatum für einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg, das am Freitag ausläuft. Trump drohte mit heftigen Sanktionen, dessen Umsetzung nur bedingt aufgeschoben werden kann, bis Trump an diplomatischer Glaubwürdigkeit verliert. (lismah)

Rubriklistenbild: © IMAGO/ITAR-TASS/Valery Sharifulin

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