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US-Präsident droht Regime
Iran-Demonstranten benennen Straße nach Trump – und fordern Hilfe
Seit Ende Dezember demonstrieren Iraner täglich gegen das Regime in Teheran. Donald Trump scheint eine große Hoffnung für sie darzustellen.
Teheran – Es gibt Hotels und Casinos, die nach Donald Trump benannt sind. Golfplätze tragen den Namen des US-Präsidenten. Und nun offenbar auch mindestens eine Straße im Iran. Zumindest vorübergehend. Wie auf einem X-Post von Holly Dagres, Senior Fellow am Washington Institute, zu sehen ist, überklebt ein Mann im Schutze der Dunkelheit ein Straßenschild an einer Fassade.
„Seit Trumps Kommentaren zu den iranischen Protesten habe ich mehrere Videos von iranischen Demonstranten gesehen, die ihm entweder danken oder wie in diesem Fall Straßen nach dem US-Präsidenten benennen“, schreibt sie dazu. Der in London beheimatete Sender Iran International zeigte zudem Aufnahmen, auf denen eine Frau einen Zettel mit der Botschaft „Trump, ein Symbol des Frieden. Lass‘ sie uns nicht töten“ in die Kamera hält. Auf einer Mauer ist der fast wortgleiche Slogan zu lesen, nur dass in diesem Fall „Wahrheit“ statt „Frieden“ geschrieben steht.
Trump warnt Iran wegen Gewalt gegen Protestler: Graham verbreitet Slogan „Make Iran Great Again“
Das wiederum brachte seinen Parteifreund und Senator Lindsey Graham dazu, auf X festzustellen: „Was Frieden und den Kampf gegen das Böse angeht, ist Präsident Trump auf dem besten Weg, den großen Ronald Reagan zu übertreffen. Ein geschwächter Iran – ein von religiösen Nazis regiertes Land – ist das Ergebnis von Präsident Trumps Bemühungen, den Iran wirtschaftlich zu isolieren und militärische Gewalt mit Bedacht einzusetzen.“ Zudem gab er die Marschroute aus: „Make Iran Great Again.“
Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran
Am 7. Januar postete Graham dann auch ein gemeinsames Foto mit Trump, auf dem der Präsident eine Cap mit dem Slogan, der eine Abwandlung seines MAGA-Mantras darstellt, in die Kamera hält. Dazu kommentierte er: „Präsident Trump hat den Ajatollah und seine Gefolgsleute wegen ihrer brutalen Unterdrückung des iranischen Volkes gewarnt. Eines ist klar: Das iranische Regime setzt diese Brutalität auf eigenes Risiko fort.“
Proteste im Iran: Laut Organisation schon 38 Todesopfer zu beklagen
Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP), die auf offiziellen Mitteilungen iranischer Medien basiert, wurden bereits 25 von 31 Provinzen von den Protesten erfasst. Diese begannen am 28. Dezember und hatten sich an den hohen Lebenshaltungskosten und der schlechten Wirtschaftslage entzündet.
Es handelt sich um die größte Protestwelle im Iran, seit den landesweiten Unruhen, die 2022 auf den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam folgten. Dabei sollen mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen sein; Iran Human Rights sprach von 551 bestätigten toten Demonstranten, darunter 68 Kindern und 49 Frauen.
Donald Trump ist ihre Hoffnung: Eine Frau auf einem Zettel und andere Protestler auf einer Mauer bitten den US-Präsidenten, er solle sie vor dem Tod bewahren.
Nach elf Tagen der aktuellen Protestwelle berichtet die Nicht-Regierungsorganisation Human Rights Activists News Agency (HRANA) von 38 Todesopfern. Darunter sind 29 protestierende Zivilisten, fünf Demonstranten unter 18 Jahren und vier Sicherheitskräfte.
Trump und der Iran: Sohn von einstigem Schah glaubt an Zusammenbruch von Teherans Regime
Trump hatte laut CNN über das Regime in Teheran auch gesagt: „Wir sollten nicht vergessen, immer wenn es einen Aufstand gibt oder sich Menschen zu einer kleinen oder großen Gruppe formieren, schießen sie auf die Leute.“ Er beobachte schon seit Jahren, wie durch die „enorme Unzufriedenheit“ im Iran „Gruppen von 100.000, 200.000 Menschen“ zusammenfinden würden und diese sich auflösen, wenn auf sie geschossen werde. „Das sind bösartige, wirklich bösartige Menschen“, urteilte der 79-Jährige.
In einem Interview mit Fox-Reporter Sean Hannity äußerte sich auch Reza Pahlavi zu den Entwicklungen. „In all den Jahren habe ich noch nie eine solche Chance wie heute im Iran gesehen“, sagte der älteste Sohn des einstigen Schahs des Iran, der im Exil in den USA lebt: „Das iranische Volk ist entschlossener denn je, dieses Regime zu stürzen. Wie die Welt in den vergangenen Tagen gesehen hat, ist das Ausmaß der Demonstrationen im Iran beispiellos.“ Er prophezeit der Führung in Teheran den baldigen Zusammenbruch.
Auch der deutsche Außenminister Johan Wadephul gab via X ein Statement ab. „Seit Tagen gehen Menschen in Iran auf die Straße. Ihre Meinung friedlich zu vertreten, ist ihr Recht!“, betont der CDU-Politiker: „Ich verurteile daher exzessive Gewaltanwendung gegen friedliche Demonstranten und fordere die iranischen Machthaber auf, sich an die internationalen Verpflichtungen zu halten.“ (Quellen: X, Iran International, Truth Social, AFP, Iran Human Rights, HRANA, CNN, Fox) (mg)