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Nach Andeutung von Trump

Schah-Erbe Pahlavi hat Pläne für „Regime-Change“ im Iran – doch Beobachter zweifeln

Der Schah-Sohn Pahlavi äußerte sich im Livestream zur Lage im Iran: Er habe einen Plan für eine 100-tägige Übergangsphase zur Demokratie.

Update, 24. Juni, 10.46 Uhr: Die Pressekonferenz des Schah-Erben Reza Pahlavi, in der er Pläne für einen Regimewechsel im Iran präsentierte, ist einen Tag später Thema mehrerer Zeitungskommentare. So schreibt die französische Liberation, dass ein Regierungswechsel in Teheran noch lange nicht ausgemacht sei. Pahlavi sieht das Blatt als einen von vielen, der sich „an die Türen drängt“. Andere im Iran träten „für mehr Pragmatismus“ ein, und stellten sich ebenfalls als Alternative dar.

Die marxistische deutsche Tageszeitung Junge Welt zweifelt in einem Meinungsstück Pahlavi als Option für einen „Regime Change“ an, denn, so die Argumention: „Kaum jemand in Iran hat die Herrschaft seines Clans in guter Erinnerung; im Land wirklich verankert ist er nach mehr als 45 Jahren im Exil ohnehin nicht.“

Schah-Erbe Palavi live zum Thema „Regime Change“ in Iran: Chamenei soll zurücktreten

Update, 16.51 Uhr: Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, hat am heutigen Montag (23. Juni) eine Pressekonferenz gehalten. Bei dieser rief der 64-Jährige die Menschen im Iran nicht nur zum Umsturz auf. Er forderte den obersten Führer der Islamischen Republik, Ali Chamenei, überdies zum Rücktritt auf.

Schah-Erbe Pahlavi legt Plan für Umsturz des Mullah-Regimes im Iran vor

Update, 13.26 Uhr: Es gebe Hoffnung für den Iran, „falls ihr euch jetzt dem Widerstand anschließt”, richtet sich Pahlavi an das Publikum im Saal und im Livestream. Es benötige aber eine bessere Koordination der demokratischen Bestrebungen. Er wolle deshalb eine „sichere Plattform” für Kommunikation schaffen, kündigt er an, und zwar zwischen Militär und zivilen Bewegungen. 

Dann wendet der Schah-Erbe Pahlavi sich an die internationale Gemeinschaft. Er verstehe die Sorge vor einer Eskalation in Nahost. Aber nur ein Übergang zur Demokratie im Iran könne Stabilität in der Region gewährleisten. Denn das Regime in Teheran könne auch Atomwaffen etwa von gleichgesinnten Regierungen wie Nordkorea erhalten.

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

„Arbeitet mit uns für einen friedlichen Übergang“, appelliert Pahlavi. Er plane einen Gipfel für Teilnehmende „quer durch alle ideologischen Gruppierungen“, nicht nur für Menschen aus dem Politbetrieb, sondern etwa auch für Investoren. Zudem wolle er selbst auch einen ökonomischen Plan zum Wiederaufbau Irans vorlegen. In den nächsten Tagen solle ein konkretisierter Plan für „die ersten 100 Tage“ veröffentlicht werden. „Lasst uns diesen neuen Iran gemeinsam aufbauen“, schließt Pahlavi seine gut 25-minütige Ansprache.

Schah-Erbe Pahlavi jetzt live: Zeit für Regimewechsel im Iran „ist gekommen“

Update, 13.16 Uhr: Die Pressekonferenz von Pahlavi läuft seit wenigen Minuten. Sein Sprecher kündigt ihn als „Prinz Reza Pahlavi“ an. Es wird nach seiner Ansprache Raum für Fragen geben. Pahlavi hält seine Rede auf Englisch. Seinen Landsmänninen will er in diesem historischen Moment einen Gruß schicken, hebt Pahlavi an und fährt für den Gruß in ihrer Landessprache fort. Das Atomprogramm des Mullah-Regimes habe den Iran in einen zerstörerischen Konflikt hineingezogen, sagt er, und jetzt stehe das Land deshalb auch ökonomisch vor dem Kollaps. Das Regime müsse enden: „Die Zeit ist gekommen.“

Er habe mit Iranern aus allen Schichten gesprochen und könne bezeugen: Die Nation frage nicht nur, sondern kämpfe für Frieden. Und Tausende haben dafür auch bereits ihr Leben gegeben. Pahlavi betont, dass er selbst keine politische Macht anstrebe. 

Schah-Sohn Reza Pahlavi bei der Pressekonferenz zum Umsturz im Iran

Schah-Erbe Pahlavi spricht heute live: Regimewechsel im Iran?

Erstmeldung: Washington – Steht die Islamische Republik Iran vor einem Umsturz? Irans bekanntester Exil-Politiker will sich an diesem Montag (23. Juni) zu Wort melden: Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, will eine Pressekonferenz abhalten. Diese werde um 13 Uhr (MESZ) im Livestream übertragen, schrieb Pahlavi auf der Plattform X. Der führende iranische Oppositionelle lebt im Exil in den USA, nahe der US-Hauptstadt Washington.

Schah-Sohn Pahlavi zu möglichem Umsturz im Iran heute live im Stream

Der Schah-Sohn Pahlavi strebt nach eigenen Angaben nicht unbedingt die Wiederherstellung der Monarchie im Iran an – vielmehr wolle er seinen Namen nutzen, um die Demokratiebewegung in seiner Heimat zu unterstützen und dem Mullah-Regime in seinem Heimatland ein Ende zu setzen. Ob Pahlavi vor der Ankündigung des heutigen Livestreams zum Krieg in Israel und dem Iran mit US-Präsident Donald Trump Kontakt hatte, ist nicht bekannt.

Reza Pahlavi im Livestream: Alle Infos in der Übersicht

Was?Pressestatement von Reza Pahlavi
Wann?13 Uhr (MEZ)
Wo?Livestream auf X und Youtube

Nach den US-Angriffen auf iranische Atomanlagen hatten führende Oppositionelle des Iran das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, zum Rücktritt aufgefordert und ein Ende des Blutvergießens verlangt. Auch Pahlavi rief Chamenei nach über einer Woche Krieg mit Israel in einer eigenen Erklärung zum Rückzug auf. 

Umsturz im Iran: US-Präsident Donald Trump deutet Unterstützung an

Donald Trump hatte vor der Bekanntgabe des Livestreams von Pahlavi auf seiner Plattform Truth Social US-Unterstützung für einen Wechsel der Führung des Irans angedeutet. „Es ist nicht politisch korrekt, den Begriff ‚Regimewechsel‘ zu verwenden“, schrieb der Republikaner. „Aber wenn die derzeitige iranische Führung nicht in der Lage ist, den Iran wieder großartig zu machen, warum sollte es dann nicht einen Regimewechsel geben??? MIGA!!!“ Den Schah-Sohn Pahlavi erwähnte Trump in seinem Post aber nicht.

Mit dem Kürzel aus vier Buchstaben spielte Trump auf seinen Slogan „Make America Great Again“ („MAGA“) an – hier bezogen auf den Iran.

Reza Pahlavi live im Stream zur Lage im Iran: Wer ist der Schah-Sohn?

Pahlavi ist wegen der einstigen Herrschaft seines den Iran autokratisch regierenden Vaters umstritten. Er gilt aber als einer der wenigen Oppositionspolitiker, die über einen ausreichend hohen Bekanntheitsgrad verfügen, um die Hoffnung vieler Iraner auf einen Sturz der Mullah-Regimes zu erfüllen. Pahlavi hatte vor seinem heutigen Livestream in einer Ansprache zum Aufstand gegen die Regierung in Teheran aufgerufen und mitgeteilt, er habe einen Plan für eine 100-tägige Übergangsphase zur Demokratie ausgearbeitet. Die Islamische Republik im Iran sei am Ende, sagte Pahlavi.

Live-Stream von Pahlavi: Hoffnungen auf Umsturz im Iran unrealistisch?

Trotz großer Unzufriedenheit im Iran mit der aktuellen Regierung halten Beobachter Hoffnungen auf einen baldigen Umsturz im Iran aber für verfehlt. „Fakt ist, dass das Volk sich derzeit mehr vor den israelischen Raketen fürchtet, als an Aufstand zu denken“, sagte ein iranischer Journalist in Teheran im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Zudem dürfte die Internetsperre in dem Land dafür sorgen, dass Pahlavi mit seinem heutigen Livestream nur wenige Menschen im Iran erreicht, so die Einschätzung.

Reza Pahlavi im Livestream: Infos zur Person in der Übersicht

NameReza Pahlavi
Geburtsdatum31. Oktober 1960 (in Teheran)
TitelKronprinz der gestürzten Pahlavi-Dynasti im Iran
Familienstandverheiratet (seit 1986)
AufenthaltsortUSA (seit 1978)

Die USA hatten sich in der Nacht zum Sonntag (22. Juni) in den Krieg zwischen Israel und dem Iran eingeschaltet und die drei iranischen Atomanlagen Fordo, Natans und Isfahan mit B-2-Kampfjets und GBU-57-Bomben angegriffen, die auch unterirdische Ziele zerstören können.

Nach US-Angriff im Nahost-Konflikt: Iran erwägt Sperrung der Straße von Hormus

Nach dem Angriff der USA auf den Iran könnte eine Schließung der Schifffahrtsstraße von Hormus zu möglichen Gegenreaktionen des Irans zählen. US-Außenminister Marco Rubio hat China deshalb dazu aufgerufen, den Iran von einer angedrohten Schließung der Route abzuhalten. Das sagte er am Sonntag dem Sender Fox News.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean (siehe Karte oben). Rund ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert.(frs mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Screenshot: Youtube

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