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Lage im Nahost-Konflikt

Irans Raketen-Arsenal schrumpft dramatisch: Regime vor militärischem Kollaps

Der Iran feuert hunderte Raketen ab, doch Experten warnen: Die Vorräte schwinden dramatisch. Das Regime verliert an Schlagkraft im Krieg gegen Israel.

Update, 20.21 Uhr: Trotz des schwindenden Raketenarsenals des Irans, soll das Mullah-Regime erstmals einen neuen Raketentyp eingesetzt haben. Die Elitestreitmacht habe sogenannte „Sedschil“-Raketen mit einer Reichweite von mindestens 2000 Kilometern abgefeuert, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die iranische Medien verbreiteten.

Der Raketentyp gehört zur modernsten Generation des iranischen Raketenarsenals. Wegen ihres Feststoffantriebs sind die Raketen deutlich schneller einsatzbereit und schwerer zu orten als flüssig betriebene Systeme. Sie können Gefechtsköpfe mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne tragen.

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

Irans Oberster Führer Chamenei wegen Israel unter Zugzwang – Raketen-Vorrat schwindet

Erstmeldung: Teheran – Inmitten der aktuellen Spekulationen über einen möglichen Kriegseintritt der USA in den Konflikt zwischen Israel und dem Iran spitzt sich die Nahost-Eskalation weiter zu: Beide Nationen attackieren sich mit Raketen, die israelische Luftwaffe hat erneut Ziele in Teheran zerstört. Berichten zufolge ziehen die USA militärische Kräfte in der Region zusammen, eine diplomatische Lösung der Lage scheint aktuell unwahrscheinlich. Für das iranische Regime scheinen die ideologischen, politischen und materiellen Verluste gegenwärtig gewaltig – und es droht im Krieg in Nahost ein weiteres Problem.

Seit vergangenem Freitag (13. Juni) greift Israel im Krieg Ziele im Iran an – darunter Atomanlagen, führende Militärs, Atomwissenschaftler, Verteidigungsstellungen, Öl- und Erdgasfelder sowie Ziele in Städten. Nach israelischer Darstellung ist das wichtigste Ansinnen dabei, die Islamische Republik an der Entwicklung von Atomwaffen zu hindern – ein Ziel, das die iranische Führung seit Jahren von sich weist. Der Iran antwortet mit schweren Raketenangriffen auf Ziele in Israel. Erst in der Nacht zum Mittwoch haben die Revolutionsgarden zwei Raketensalven auf den jüdischen Staat abgefeuert.

Ein schlagkräftiges Militär war in der Vergangenheit immer der Stolz des Iran und Teil der politischen Propaganda des Regimes. Wichtige Funktionäre der Streitkräfte fungierten gleichermaßen als Abschreckung gegenüber des Westens und als Machtdemonstration in der Region. Neben Persönlichkeiten setzte die iranische Führung auch auf das eigene Raketenarsenal, das Feinde im Westen abschrecken sollte. Darüber hinaus rüstete der Iran Milizen in der gesamten Region hoch – häufig mit dem Ziel, den erklärten Erzfeind Israel zu bekämpfen.

Eskalation in Nahost: Iran verschießt Hunderte Raketen gegen Israel – Vorrat beschränkt

Neue Meldungen, die sich auf Geheimdienstberichte der USA berufen, legen nahe, dass der Iran am sechsten Tag nach Operation „Rising Lion“ Raketen und andere militärische Ausrüstung für Angriffe auf US-Stützpunkte im Nahen Osten vorbereitet hat. Das berichtet unter anderem die New York Times. Mit Blick auf die Raketenangriffe gegen Israel durch die Revolutionsgarden drängt sich wenige Tage nach Ausbruch der jüngsten Eskalation zwischen Israel und dem Iran allerdings die Frage auf, inwieweit die Islamische Republik ihre einstige Schlagkraft überhaupt noch innehat.

Inmitten der Nahost-Eskalation soll der Raketen-Vorrat des Iran zur Neige gehen. Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei steht unter Druck. (Archivbild)

Nach Schätzungen der US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies soll der Iran vor Kriegsbeginn maximal 3000 Raketen besessen haben. Dabei sind auch Fluggeschosse berücksichtigt, die nicht über ausreichend Reichweite verfügen, um Ziele in Israel zu treffen. Effektiv soll das Regime bis zu 1000 Raketen, darunter auch ballistische Raketen und Hyperschallraketen, für Einsätze im Zusammenhang mit der jüngsten Eskalation im Konflikt zur Verfügung gehabt haben. Andere Thinktanks, wie etwa das Institute for the Study of War, stufen die Zahl sogar noch geringer ein.

Israel-Iran-Konflikt: Teheran verschießt wohl 400 Raketen im Krieg

In den ersten Tagen des Kriegs mit Israel setzte das iranische Regime auf großflächige Raketenangriffe. Am Dienstag, dem 17. Juni, gaben israelische Militärangehörige bekannt, dass der Iran seit Freitag etwa 400 Raketen abgefeuert habe. Insgesamt war es zu Dutzenden Einschlägen in Israel gekommen. Doch inzwischen sinkt die Zahl der Geschosse von Tag zu Tag. Nach Einschätzung der Süddeutschen Zeitung deutet dies darauf hin, dass das Regime sich nicht verausgaben will. Derweil berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Insider, dass auch Israels Raketenbestand zur Neige gehen soll. Betroffen sind demnach Abfangraketen für das Abwehrsystem „Arrow“.

Dass die Schlagkraft des Irans schwindet angesichts der jüngsten Nahost-Eskalation, sieht auch Newsweek. In einem Beitrag umschreibt das Medium den iranischen Verlust der Luftabwehr, der die Schwäche des Regimes offenlegen soll. Denn nicht nur die Vorräte an geeigneten Raketen scheinen zu schwinden. Dem israelischen Militär war es in den vergangenen Tagen gelungen, zahlreiche Abschussvorrichtungen auszuschalten. Laut Süddeutscher Zeitung ist der Iran inzwischen in die fortlaufende Spirale eines Abnutzungskrieges hereingerutscht, die das Regime vor folgenschwere Aufgaben stellt.

Chamenei vor Herausforderungen wegen Krieg mit Israel: Iran verliert wichtige Berater

Abseits der Raketenproblematik droht Iran Oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei wegen der gezielten Angriffe Israels eine wachsende Isolation. Israel ist es im Krieg gelungen, die wichtigsten militärischen und sicherheitspolitischen Berater des iranischen Staatsoberhaupts auszuschalten. Wie das Handelsblatt schreibt, haben diese Verluste inmitten der Nahost-Eskalation erhebliche Lücken in Chameneis inneren Kreis gerissen und das Risiko für Fehlentscheidungen erhöht. Ein Insider, der regelmäßig an Treffen mit Chamenei teilnimmt, beschrieb die aktuelle Situation als „äußerst gefährlich“. (fbu)

Rubriklistenbild: © Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader/dpa

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