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Krieg im Nahen Osten

Straße von Hormus gesperrt: Ölpreis explodiert – Trump nennt es „geringen Preis“

Der Iran-Krieg treibt den Ölpreis in die Höhe. Trump beschwichtigt, doch Börsen, Raffinerien und Verbraucher spüren den Schock bereits.

Die faktische Sperrung der Straße von Hormus hat den Ölmarkt in einen neuen Krisenzustand versetzt. Zum Wochenstart sprang der Preis für Brent-Rohöl zeitweise auf 111 US-Dollar je Barrel, auch die US-Sorte WTI überschritt wieder die Marke von 100 Dollar (zirka 86,50 EUR). Damit erreicht der Markt das höchste Niveau seit Jahren, während in Anbetracht des Iran-Konflikts die Angst vor einer längeren Unterbrechung der wichtigsten Energieroute der Welt weiter wächst.

US-Präsident Donald Trump verteidigt die Militärschläge gegen Iran – während Tanker und Handelsschiffe nahe der Straße von Hormus vor Anker liegen. Die Meerenge gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre des globalen Energiemarkts, durch das rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert wird.

Der Preissprung fällt besonders drastisch aus, weil die Rally binnen weniger Tage enorme Wucht entwickelt hat. Ende Februar lagen die Preise noch bei rund 70 Dollar pro Barrel, am Freitagnachmittag waren es bei Brent noch etwas mehr als 90 Dollar, nun summiert sich der Anstieg seit Beginn der neuen Kriegsphase auf rund 50 Prozent. Auch an den Tankstellen und in den Erwartungen der Finanzmärkte ist die Entwicklung inzwischen deutlich angekommen.

Iran-Krieg: Ölpreis steigt wegen Straße von Hormus über 100 Dollar, Trump wiegelt ab

Die zentrale Ursache ist die Lage an der Straße von Hormus. Durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird in normalen Zeiten etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Hinzu kommen erhebliche Mengen Flüssiggas, primär aus Katar. Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran und den iranischen Gegenangriffen passieren dort nach Angaben von dpa kaum noch Schiffe. Die New York Times beschreibt die Passage seit mehr als einer Woche als faktisch weitgehend geschlossen.

Für den Energiemarkt ist das ein Schock mit globaler Hebelwirkung. Schon die Erwartung ausbleibender Lieferungen genügt, um Preise nach oben zu treiben, Versicherungen zu verteuern und Reedereien abzuschrecken. Genau dieser Mix aus militärischer Gefahr, unsicherer Schifffahrt und blockierten Transportwegen sorgt dafür, dass nicht nur der Terminmarkt nervös reagiert, sondern auch reale Lieferketten unter Druck geraten.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Straße von Hormus gesperrt, Börsencrash in Asien: Nikkei und KOSPI brechen ein

Besonders heftig fiel die Reaktion am Montag (9. März) an den asiatischen Börsen aus. In Tokio rutschte der Nikkei-Index im frühen Handel zeitweise um rund sieben Prozent ab, in Seoul verlor der KOSPI zwischenzeitlich rund acht Prozent. Die importabhängigen Volkswirtschaften in Ostasien gelten als besonders verwundbar, weil sie in hohem Maß auf Energieimporte aus dem Nahen Osten angewiesen sind.

Auch jenseits Asiens nahm die Nervosität sofort zu. Die New York Times berichtet von deutlich schwächeren US-Futures auf S&P 500, Nasdaq und Dow Jones, was den Ölpreisschock längst als breiteres Konjunkturrisiko erscheinen lässt. Steigende Energiekosten treffen Industrie, Logistik und Konsum zugleich – und nähren die Sorge vor einer neuen Inflationswelle in einer Phase, in der viele Notenbanken eigentlich auf Entlastung gehofft hatten.

Raffinerien und Tanker wegen Hormus-Sperre unter Druck: Weltmarkt sucht Ersatzöl

Hinzu kommt, dass die Krise nicht nur die großen Referenzsorten Brent und WTI erfasst. Reuters berichtet, dass sich Raffinerien weltweit nach Ersatz für schwere Rohölsorten aus dem Nahen Osten umsehen, weil vergleichbare Lieferungen aus der Region ausfallen oder nur mit erheblichen Risiken beschafft werden können. Dadurch verteuern sich auch Schwerölsorten aus Nord- und Südamerika, aus Europa und Afrika spürbar.

Die Folgen reichen bis in die Logistik hinein. Laut Reuters treiben hohe Frachtraten und Unsicherheit im Schiffsverkehr die Kosten zusätzlich nach oben, während Produzenten am Golf teils an Kapazitätsgrenzen bei Lagerung und Verladung stoßen. Sollten Tanker ihre Ladepunkte länger nicht mehr frei anlaufen können, drohen Drosselungen der Förderung – ein Szenario, das aus einer Preisrally schnell eine echte Versorgungskrise machen könnte.

US-Präsident Trump nennt den Preisschock „sehr geringen Preis“ für Frieden

US-Präsident Donald Trump bemüht sich derweil um politische Schadensbegrenzung. Auf Truth Social schrieb er, die „kurzzeitigen Ölpreise“, die nach der „Beseitigung der nuklearen Bedrohung durch den Iran“ rasch wieder sinken würden, seien „ein sehr geringer Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt“. In Großbuchstaben setzte er noch nach: „NUR IDIOTEN WÜRDEN DAS ANDERS SEHEN!“

Für Trump ist die Lage dennoch heikel. Hohe Spritpreise treffen in den USA unmittelbar den Alltag der Verbraucher und damit einen sensiblen politischen Nerv. Die New York Times verweist bereits auf einen landesweiten Durchschnittspreis von 3,45 Dollar (zirka 3 EUR) pro Gallone für reguläres Benzin, Diesel habe noch stärker zugelegt. Mit Blick auf die Zwischenwahlen im Herbst könnte aus der außenpolitischen Eskalation damit auch ein innenpolitisches Problem für den Präsidenten werden.

Analysten von Goldman Sachs warnen gemäß Reuters, dass ein Ölpreis um 100 Dollar pro Barrel die globale Inflation um bis zu 0,7 Prozentpunkte anheizen könnte und Wachstum um 0,4 Prozentpunkte bremsen würde – ein Szenario, das die Fed, das US-Zentralbanksystem, vor ein klassisches Dilemma stellt: Zinssenkungen verzögern, um Inflation zu bekämpfen, oder Wachstum stützen und Preisstabilität riskieren.

Iran-Krieg trifft auch Energieanlagen und verschärft die Krise

Parallel verschärft sich die militärische Dimension des Energieschocks. Das Institute for the Study of War berichtete am 7. März, dass israelische Streitkräfte erstmals in der aktuellen Kriegsphase gezielt iranische Ölraffinerien und Öllager angegriffen hätten. Genannt werden unter anderem Anlagen in und bei Teheran, deren Beschädigung nicht nur Irans Energieversorgung weiter belasten, sondern auch die Unsicherheit an den Weltmärkten zusätzlich anheizen dürfte.

Diese Ausweitung auf Öl-Infrastruktur ist deshalb so brisant, weil sie den Konflikt noch direkter mit dem globalen Energiesystem verknüpft. Wenn nicht mehr nur Transportwege, sondern auch Raffinerien, Lager und Exportanlagen zu Zielen werden, wächst das Risiko dauerhafterer Ausfälle. Für Händler und Importeure zählt dann nicht mehr nur, ob Hormus wieder geöffnet wird, sondern auch, wie viel physische Förder- und Verarbeitungskapazität in der Region überhaupt noch intakt ist.

Nach Sperre der Straße von Hormus: Ölpreis könnte laut Katar noch deutlich weiter steigen

Zusätzliche Warnsignale kommen aus Katar. Dessen Energieminister Saad al-Kaabi hatte bereits Ende vergangener Woche im Gespräch mit der Financial Times vor schwerwiegenden Folgen für Energielieferungen aus der Region gewarnt. Sollte es dazu kommen, dass Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion binnen weniger Wochen einstellen müssten, sei laut dpa sogar ein Ölpreis von bis zu 150 Dollar pro Barrel möglich.

Damit ist die Entwicklung an den Märkten noch längst nicht abgeschlossen. Solange die Straße von Hormus nicht verlässlich offen ist, Tanker nur eingeschränkt fahren und zugleich Energieanlagen im Iran selbst unter Beschuss geraten, bleibt der Ölpreis der direkteste Krisenindikator dieses Krieges. Für Verbraucher bedeutet das höhere Kosten, für Unternehmen wachsende Unsicherheit und für die Weltwirtschaft die Gefahr, dass aus einem regionalen Krieg ein globaler Energieschock wird. (Quellen: dpa, Reuters, New York Times, Financial Times, Institute for the Study of War) (chnnn)

Rubriklistenbild: © Foto links: IMAGO / MediaPunch | Foto rechts: IMAGO / Anadolu Agency

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