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Angriff auf Caracas
Regierungswechsel, Öl oder Kampf gegen Drogen: Was Trump in Venezuela vorhat
Nicolás Maduro gerät immer stärker unter Druck durch US-Sanktionen und Militärschläge. Was steckt hinter Trumps Venezuela-Strategie?
Hinweis: Dieser Artikel erschien ursprünglich am 11. Dezember 2025. Nach den aktuellen Angriffen der USA haben wir ihn erneut publiziert, um die möglichen Hintergründe der Militäraktion zu beleuchten.
Ursprüngliche Meldung vom 11.12.2025: Washington, D.C./Caracas – Die jüngsten Aktionen der USA unter Präsident Donald Trump vor der Küste Venezuelas haben die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen. Am Mittwoch brachten US-Streitkräfte einen Öltanker unter ihre Kontrolle, was die Spannungen in der Region weiter anheizt.
Donald Trump geht gegen Venezuela und dessen Präsidenten Nicolás Maduro vor. Am Mittwoch (10. Dezember) beschlagnahmte das US-Militär einen Öltanker in der Karibik.
Doch was sind Trumps eigentliche Ziele in Venezuela? Geht es um einen Regierungswechsel, wertvolles Öl oder tatsächlich um einen Kampf gegen Drogenschmuggel?
Trump über Venezuela-Einsätze: Maduros Tage „sind gezählt“
Ein Hauptziel Trumps scheint tatsächlich ein Regierungswechsel in Venezuela zu sein. Der US-Präsident hat wiederholt erklärt, dass die Tage des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro „gezählt“ seien. Trump beschuldigt Maduro, seine Wiederwahl im Juli 2024 gefälscht zu haben, und unterstützt offen die venezolanische Opposition. Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado widmete Donald Trump gar ihren Friedensnobelpreis.
Die massive militärische Präsenz der USA in der Region, einschließlich des größten US-Flugzeugträgers „USS Gerald R. Ford“ mit über 4000 Matrosen, wird von Experten als Druckmittel interpretiert. Will Freeman vom „Council on Foreign Relations“ vermutet, dass Trump mit diesem Säbelrasseln bei der venezolanischen Führung „Angst und Schrecken erzeugen“ wolle. Einige republikanische Politiker spekulieren laut der Nachrichtenagentur AFP, dass diese Taktik Maduro zum Rücktritt bewegen könnte.
Von Maduro bis Milei: Die lange Liste der Populisten Lateinamerikas
Die Kontrolle über Venezuelas Ölreserven – die größten der Welt – spielt zweifellos eine wichtige Rolle in Trumps Strategie. Schon in Trumps erster Amtszeit (2017 bis 2021) haben die USA Sanktionen gegen den venezolanischen Ölsektor verhängt. Die jüngste Beschlagnahmung eines Öltankers, der laut US-Justizministerin Pam Bondi „zum Transport sanktionierten Öls aus Venezuela und Iran genutzt“ wurde, unterstreicht die Bedeutung des Öls in diesem Konflikt.
Die US-Sanktionen haben dazu geführt, dass ein Großteil der venezolanischen Ölexporte nun nach China fließt. Durch die Kontrolle des venezolanischen Ölsektors könnten die USA nicht nur wirtschaftlichen Druck auf Maduro ausüben, sondern auch ihren Einfluss auf den globalen Ölmarkt stärken.
Trumps Kampf gegen Drogen: Ein vorgeschobener Grund?
Donald Trump beschuldigt Maduro, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Allerdings produziert Venezuela, anders als das Nachbarland Kolumbien, keine Drogen im großen Stil, gilt aber als Transitland. Kritikerinnen und Kritiker sehen den „Kampf gegen Drogen“ daher eher als Vorwand für weitergehende geopolitische Ziele.
Venezuela: Trump will Maduro stürzen – notfalls mithilfe militärischer Gewalt
Trumps Vorgehen in Venezuela scheint eine Kombination aus allen drei Aspekten zu sein: Er strebt einen Regierungswechsel an, hat ein Auge auf die Ölreserven des Landes und nutzt den Kampf gegen Drogen als zusätzliche Rechtfertigung für militärische Aktionen. Die massive militärische Präsenz in der Region dient dabei als Druckmittel, um diese Ziele zu erreichen.
Während Trump selbst einen Militäreinsatz am Boden nicht ausschließt, glauben viele Experten nicht an eine geplante Invasion. Stattdessen setzt die US-Regierung auf eine Strategie der Einschüchterung und des wirtschaftlichen Drucks, um einen Machtwechsel in Caracas herbeizuführen.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge. Völkerrechtler und UN-Vertreter bezeichnen das US-Vorgehen als unrechtmäßig. In Washington stößt die Kritik allerdings auf taube Ohren. Nun werden die nächsten Wochen zeigen, ob Trump mit seinem Vorgehen Erfolg hat oder ob das alles nur zu einer weiteren Eskalation führt. (Quellen: CNN, AFP) (nak)