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Unterstützerin von Donald Trump
Machado taucht überraschend in Oslo auf – Nobelpreisträgerin kündigt Rede an
Die feierliche Zeremonie hat die neue Trägerin des Friedensnobelpreises verpasst, erst Stunden später erreicht Machado die norwegische Hauptstadt.
Update, 9.03 Uhr: Emotionale Momente vor dem Hotel von Maria Machado: Die Friedensnobelpreisträgerin wurde von jubelnden Fans in Oslo begrüßt. Das berichtet die britische BBC. Machado soll daraufhin über die Sicherheitsbarrikaden geklettert sein. Ihre Anhängerinnen und Anhänger reagierte mit „Maria, Maria“-Rufen.
Update, 11. Dezember, 5:30 Uhr: Die neue Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist Stunden nach der offiziellen Preisverleihung in Oslo eingetroffen. Die venezolanische Oppositionsführerin zeigte sich in der Nacht auf einem Balkon des Grand Hotel in der norwegischen Hauptstadt. Danach begrüßte die Gegnerin des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro unten auf der Straße ihre Anhänger. Medienberichten zufolge war sie von Venezuela zunächst per Boot auf die Karibikinsel Curaçao gebracht worden und dann mit einem Privatflugzeug über die USA nach Norwegen geflogen.
Machado war monatelang nicht in der Öffentlichkeit gesehen worden. Ihr letzter öffentlicher Auftritt fand am 9. Januar statt. Die Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, Machado als flüchtig zu betrachten, sollte sie das Land verlassen. Bei einer Rückkehr nach Venezuela könnte sie demnach festgenommen werden. Denkbar wäre aber auch, dass ihr die Einreise in ihr Heimatland verweigert wird.
Friedensnobelpreisträgerin Machado gibt am Donnerstag Pressekonferenz in Oslo
Update, 22:23 Uhr: Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado wird nach Angaben der norwegischen Regierung am Donnerstag bei einer Pressekonferenz sprechen. Die venezolanische Oppositionspolitikerin werde am Donnerstag um 10.15 Uhr in Oslo öffentlich auftreten, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Ein Auftritt in Oslo wäre für die im Untergrund lebende Machado der erste öffentliche Auftritt seit Januar.
Update, 18:35 Uhr: Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado ist in Abwesenheit mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Ihre Tochter Ana Corina Sosa Machado nahm die prestigeträchtige Nobelmedaille und ein dazugehöriges Diplom auf einer feierlichen Preiszeremonie im Rathaus von Oslo in ihrem Namen entgegen. Im Anschluss verlas sie auch die Nobelrede, die ihre Mutter für den Anlass geschrieben hatte.
Von Maduro bis Milei: Die lange Liste der Populisten Lateinamerikas
„Dieser Preis hat eine tiefgreifende Bedeutung: Er erinnert die Welt daran, dass Demokratie für Frieden unerlässlich ist“, betonte Machado in der Rede. Die Lektion der langen und schwierigen Reise Venezuelas sei, dass man bereit sein müsse, für die Freiheit zu kämpfen, wenn man Demokratie haben wolle.
Update, 11:58 Uhr: Die diesjährige Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado aus Venezuela wird trotz Drohungen der autoritären Führung ihres Landes in Norwegen erwartet. Sie werde es zwar nicht zur eigentlichen Preisverleihung schaffen, komme aber nach Oslo, teilte das norwegische Nobelinstitut mit, ohne einen genauen Zeitpunkt ihrer Ankunft zu nennen.
Update vom 10. Dezember um 7:50 Uhr: Nach Drohungen der autoritären Führung ihres Landes wird die diesjährige Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado aus Venezuela nicht an der Preisverleihung in Oslo teilnehmen. Sie sei nicht in Norwegen und werde auch nicht bei der Preiszeremonie auf der Bühne stehen, sagte der Direktor des norwegischen Nobelinstituts, Kristian Berg Harpviken, dem Rundfunksender NRK.
Erstmeldung: Caracas/Oslo – In Skandinavien werden am Mittwoch (10. Dezember) die prestigeträchtigen Nobelpreise überreicht. Diesmal steht aber vor allem eine der 14 auserwählten Nobelmedaillen-Träger im Fokus der Weltöffentlichkeit: Die bekannte Unterstützerin von US-Präsident Donald Trump und Oppositionsführerin María Corina Machado aus Venezuela. Denn hinter ihrem Auftritt steht bis zuletzt ein großes Fragezeichen.
Der Grund: Die an einem geheimen Ort lebende Machado erhält von der autoritären Führung ihres Landes unter Nicolás Maduro Drohungen. Deswegen blieb bis zuletzt unsicher, ob sie nach Norwegen reisen und den Preis am Mittwoch persönlich entgegennehmen kann. Eigentlich soll sie in den Mittagsstunden (ab 13 Uhr) bei einer feierlichen Zeremonie im Rathaus von Oslo geehrt werden. Fast noch spannender als die ohnehin schon riskante Hinreise aus ihrem Versteck in Venezuela bis nach Oslo dürfte aber die Rückreise werden.
Maduro droht Machado bei Reise nach Oslo: „Sie werden mich töten, wenn sie mich erwischen“
Der venezolanische Generalstaatsanwalt Tarek William Saab hatte im November gedroht, er werde Machado im Falle ihrer Teilnahme an der Nobelpreisverleihung als „flüchtig“ betrachten. Er begründete dies damit, dass gegen die Oppositionellen zahlreiche strafrechtliche Ermittlungen wegen „Verschwörung, Aufstachelung zum Hass und Terrorismus“ liefen. Zudem werde gegen sie wegen ihrer Unterstützung für den Einsatz von US-Streitkräften in der Karibik ermittelt
„Das Regime ist sehr deutlich geworden. Maduro hat gesagt, dass sie mich töten werden, wenn sie mich erwischen“, sagte Machado vor ihrer Abreise in einem Radio-Interview. Die konservative venezolanische Opposition hatte Machado im vergangenen Jahr zu ihrer Präsidentschaftskandidatin gekürt. Die 58-Jährige galt als Favoritin gegen den linksnationalistischen Amtsinhaber Maduro – bis die Behörden ihr die Kandidatur untersagten. Machado unterstützt den harten Kurs von Trump gegen die Maduro-Regierung. Nach der Bekanntgabe ihrer Ehrung mit dem Friedensnobelpreis hatte sie Trump gedankt.
Nach Tod von Ex-Gouverneur in Maduro-Gefängnis: Trump-Verbündete rechnet mit Caracas ab
Kurz bevor Machado nach Oslo aufbrach, rechnete sie mit den Herrschenden in Caracas noch einmal scharf ab. „Das war ein Verbrechen des Staates“, sagte die Oppositionsführerin. Was sie meint: Zuvor war erneut ein politischer Gefangener in einem der am meisten gefürchteten Gefängnisse des Landes gestorben: Ex-Gouverneur Alfredo Díaz Figueredo. Laut offiziellen Angaben an einem Herzinfarkt. Machado ist jedoch überzeugt: „Sie haben ihn langsam zugrunde gehen lassen.“
Machado ist derzeit so etwas wie das Gewissen des südamerikanischen Landes. Das wichtigste Gesicht der bürgerlichen Opposition. Wäre es ihr 2024 erlaubt gewesen, bei den Präsidentschaftswahlen zu kandidieren, hätten sämtliche Meinungsumfragen ihr einen deutlichen Wahlsieg prophezeit. Doch Machado, die die innerparteilichen Vorwahlen mit großem Abstand gewann, durfte nicht auf den Wahlzettel. Wie alle, die dem sozialistischen Machthaber Maduro hätten gefährlich werden können.
Im Kampf gegen Maduro: Wer ist María Corina Machado?
Geburt und Herkunft
Geboren 1967 in Caracas, Tochter einer wohlhabenden Industriellenfamilie
Bildung und Familie
Wirtschaftsingenieurin, drei Kinder (leben im Ausland), geschieden
Politischer Beginn
Nationalversammlung 2011-2014, prangerte Korruption und Menschenrechtsverletzungen an
Partei und Ideologie
Gründete 2013 Vente Venezuela (liberal-konservativ), wirtschaftsliberale Positionen
Politische Verfolgung
2014 Mandatsentzug, 2024 Wahlausschluss, Haftbefehle und Morddrohungen
Aktuelle Situation
Lebt im Untergrund und führt weiter Proteste an
Machado reist durchs Land: Rosenkränze der Venezolaner sollen sie vor Attentaten schützen
Zuvor war sie durchs Land gereist. Wo immer sie auftrat, bildeten sich Menschentrauben. Viele überreichten der gläubigen Katholikin Rosenkränze. Einige davon trägt sie um ihren Hals. Als Schutz vor möglichen Attentaten und Gewalt, sagt sie. Die Reise nach Oslo ist für sie auch eine Reise ins Ungewisse. Nicht so sehr die Anreise, sondern vor allem die Rückkehr nach Venezuela ist unklar.
Das Nobelpreiskomitee bestätigte, dass sie nach Oslo kommen wollte, ließ aber die Details offen. Die für Dienstagmittag (9. Dezember) angekündigte Pressekonferenz im Nobel-Institut in Oslo wurde zunächst verschoben, um am Nachmittag dann abgesagt zu werden. Wo sich Machado zu diesem Zeitpunkt aufhielt, wollte das Komitee nicht kommentieren.
Der Friedensnobelpreis
Die Nobelpreise gehen auf den schwedischen Dynamit-Erfinder und Preisstifter Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Sie sollen laut Nobels Testament Entdeckungen und Errungenschaften ehren, die der Menschheit im vergangenen Jahr den größten Nutzen gebracht haben. Die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger wurden allesamt bereits im Oktober verkündet, ihre Auszeichnung findet jedoch traditionsgemäß alljährlich am 10. Dezember statt, dem Todestag von Nobel.
Von Milei bis Mulino: Machado erhält Unterstützung aus anderen südamerikanischen Ländern
Die Oppositionsführerin setzte bewusst auf politischen Beistand aus anderen südamerikanischen Ländern. Zahlreiche demokratisch gewählte Präsidenten aus dem liberal-konservativen Spektrum, in dem sie sich heimisch fühlt, haben ihre Reise nach Oslo angekündigt, um Machado öffentlichkeitswirksam den Rücken zu stärken. Argentiniens Präsident Javier Milei ist darunter; Panamas Staatschef José Raúl Mulino ebenfalls. Der sagte in Oslo: „Wir werden keinen Zentimeter zurückweichen, bis die gewählte Regierung Venezuelas die Macht übernimmt.“
Rückendeckung erhält Machado auch aus den USA. Die republikanische Abgeordnete María Elvira Salazar warnte das Maduro-Regime vor Übergriffen gegen die Politikerin. Zwischen beiden Ländern herrschen große Spannungen. Washington wirft dem Maduro-Regime vor, den internationalen Drogenhandel zu unterstützen. Maduro sei der Kopf des Drogenkartells Cartel de los Soles. (Quellen: dpa) (bg)