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Kritik am Iran-Krieg

Trotz Trump-Wut: Spanien sperrt US-Kampfjets aus – „Illegaler Krieg“

Provokation für Trump: Spanien hat US-Kampfflugzeugen den Überflug wegen des Iran-Krieges untersagt. Bereits zuvor gab es Ärger mit dem US-Präsidenten.

Spanien hat nach einem neuen Bericht allen Kriegflugzeugen, die mit dem US-amerikanischen und israelischen Krieg im Iran in Verbindung stehen, den Überflug über sein Territorium untersagt. Madrid hat seinen Luftraum für alle amerikanischen Flugzeuge gesperrt, die in Drittstaaten wie dem Vereinigten Königreich stationiert sind, berichtete die spanische Zeitung El País am Montag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Militärquellen.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat US-Präsident Donald Trump erzürnt. Der Spanier kritisierte den israelisch-amerikanischen Krieg gegen den Iran.

Das Land hatte Washington bereits die Nutzung von zwei wichtigen Luftwaffenstützpunkten in Südspanien untersagt. Spaniens linksgerichteter Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran seit Beginn des Krieges am 28. Februar offen verurteilt. Der Konflikt hat seitdem mehr als einen Monat lang Vergeltungsangriffe des Iran im gesamten Nahen Osten ausgelöst, während US-amerikanische und israelische Truppen weiterhin Ziele in dem Land angreifen.

Sánchez nennt Iran-Krieg „illegal“ und stoppt US-Flüge über spanische Militärbasen

Sánchez, der in seiner Kritik am Krieg schärfer auftritt als andere amerikanische Verbündete in Europa, brandmarkte den Konflikt als „illegalen Krieg“. Sánchez sagte am Mittwoch vor Abgeordneten in der spanischen Hauptstadt, die Behörden des Landes hätten alle mit Operationen im Iran verbundenen Flugpläne „abgelehnt“, ohne dies weiter auszuführen.

Anfang März erklärten spanische Regierungsvertreter, dass US-Kampfjets und Tankflugzeuge die gemeinsam betriebenen Stützpunkte Rota und Morón bei Cádiz und Sevilla nicht für Angriffe auf den Iran nutzen dürften. Dennoch zeigten Flugdaten, dass innerhalb weniger Tage nach Kriegsbeginn mehr als ein Dutzend US-Flugzeuge die beiden Einrichtungen verließen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Trump droht Spanien mit Handelsstopp – Sánchez wirft Weißem Haus „Russisches Roulette“ vor

Trump drohte daraufhin, jeglichen Handel mit Spanien einzustellen, und bezeichnete das Land als „schrecklich“. Sánchez wiederum bekräftigte die Haltung seiner Regierung und warf dem Weißen Haus vor, „Russisches Roulette mit dem Schicksal von Millionen“ zu spielen. Kurz darauf deutete die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, an, Madrid habe sich bereit erklärt, mit US-Streitkräften zusammenzuarbeiten, die im Nahen Osten operieren. Mehrere spanische Regierungsvertreter bestritten jedoch kategorisch, ihre Haltung geändert zu haben.

Spanien gehört zu den Ländern, die sich am stärksten gegen drastische Erhöhungen der europäischen Verteidigungsausgaben gewehrt haben, die von Präsident Donald Trump und seiner Regierung vorangetrieben wurden. Während die USA die NATO dafür kritisieren, sich nicht stärker an den Angriffen auf den Iran zu beteiligen, haben sich die meisten wichtigen Akteure im Bündnis mit offener, scharfer Kritik an den Angriffen zurückgehalten.

Am 20. März erklärte das Vereinigte Königreich, dass es dem US-Militär die Nutzung britischer Stützpunkte gestatten werde. Damit sollen iranische Ziele in der wichtigen Schifffahrtsroute Straße von Hormus ins Visier genommen werden, die der Iran in den vergangenen vier Wochen faktisch blockiert hat. Die britische Regierung hatte US-Truppen zuvor lediglich erlaubt, Einrichtungen im Land für defensive Operationen zu nutzen, nicht aber für Angriffe auf den Iran.

Straße von Hormus blockiert: Trump kritisiert NATO und warnt vor steigenden Ölpreisen

Trump bezeichnete die NATO-Staaten als „Feiglinge“, weil sie sich weigerten, Kriegsschiffe zu entsenden, um bei der Wiederöffnung der Straße zu helfen, durch die üblicherweise ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasaufkommens transportiert wird.

Der Iran sagt, er habe Tanker und Frachtschiffe, die mit den USA, Israel oder deren Verbündeten in Verbindung stehen, daran gehindert, die Meerenge sicher zu durchqueren. Der Schiffsverkehr ist um 90 Prozent eingebrochen, während die weltweiten Treibstoffpreise in die Höhe geschnellt sind und die Aktienmärkte schwankten – der Druck auf die USA, die Patt-Situation zu durchbrechen, wächst.

Aktualisierung vom 30.3.2026 um 5:30 Uhr ET: Dieser Artikel wurde um zusätzliche Informationen ergänzt. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © THOMAS COEX/ ANDREW CABALLERO-REYNOLDS/AFP

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