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Naher Osten

Nach dem „großen Verlust“ von Sinwar: Hamas will weiter gegen Israel vorgehen

Der Tod von Hamas-Chef Yahya Sinwar soll die Terrormiliz nicht geschwächt haben. Auch der Tod vorheriger Anführer habe das nicht getan haben.

Rafah – Erst in der vergangenen Woche bestätigte das israelische Militär den Tod von Hamas-Anführer Yahya Sinwar. Er war in Rafah im südlichen Gazastreifen getötet worden. Sinwar wird beschuldigt, hinter dem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 zu stecken. Obwohl die Hamas damit ihren Anführer verloren hat, versichert ein Sprecher der Terrormiliz gegenüber Newsweek, dass ihre Strategie ungebrochen sei.

Hamas will Kampf für Befreiung, Unabhängigkeit und Rückkehr

„Der Verlust eines großen Führers von der Größe des Führers Yahya Sinwar, Abu Ibrahim, ist natürlich ein großer Verlust für uns in der Hamas-Bewegung, für unser palästinensisches Volk und sogar für die arabische Nation und die freien Völker der Welt“, sagte Hama-Sprecher Bassem Naim gegenüber Newsweek „Aber natürlich ist die Hamas-Bewegung eine große Bewegung, eine Widerstandsbewegung für die Befreiung und die Rückkehr“, sagte Naim. „Und ihre Strategie basiert nicht auf der Anwesenheit einer Person oder ihrer Abwesenheit, sondern ist eine kollektive Strategie, die von Millionen von Söhnen des palästinensischen Volkes für die Befreiung und die Rückkehr angenommen wurde“.

Deshalb halte die Hamas trotz des großen Verlustes und des großen Schmerzes an ihrer Strategie des Kampfes für Befreiung, Unabhängigkeit und Rückkehr fest. „Wir geloben unserem großen Märtyrer und seinen gemarterten Brüdern, den Weg des Widerstands und des Dschihad fortzusetzen, bis die Ziele der Freiheit und des Sieges erreicht sind“, heißt es in der Erklärung.

Bislang soll das israelische Militär rund 17.000 Hamas-Kämpfer getötet haben. Dennoch verfüge die Gruppe sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland und außerhalb der palästinensischen Gebiete weiterhin über eine bedeutende Unterstützungsbasis und sei „voll von Führern und Kadern, die in der Lage sind, diesen Weg fortzusetzen“.

Auch Tötung anderer Führer haben Hamas nicht geschwächt

Der Hamas-Sprecher verwies darauf, dass auch die Ermordung von anderen Hamas-Führern nicht zum Ende der Miliz geführt haben. Hamas-Gründungsmitglieder wie Scheich Ahmed Yassin und Abdul Aziz-Rantisi wurden im März beziehungsweise April 2004 durch israelischen Hubschrauberbeschuss getötet. Salah Shehadeh kam im Juli 2002 durch einen israelischen F-16-Angriff ums Leben. Jedes Mal, wenn die Hamas einen Führer verloren hat, habe die Bewegung nicht aufgehört, in dieser Richtung zu arbeiten, „sondern nach jedem Märtyrertod wird die Bewegung stärker und weiter verbreitet“, so Naem gegenüber dem US-Magazin.

Nach dem Tod von Hamas-Chef Yahya Sinwar will die Organisation weiter am Kampf gegen Israel festhalten.

Israel setzt Offensive im Gazastreifen und Libanon fort

Unterdessen hat die israelische Armee bei Kämpfen im Norden des Gazastreifens nach eigenen Angaben weitere dutzende Gegner getötet. Zudem seien dort seit Anfang Oktober mehr als 200 Kämpfer der islamistischen Hamas gefangen genommen worden. Für die Zivilpersonen in dem umkämpften Flüchtlingslager Dschabalia ist die Lage verzweifelt. Wegen Hunger und aus Angst vor Kämpfen mache sich ein Teil der Menschen auf den gefährlichen Weg durch das Kriegsgebiet Richtung Süden, hatten Bewohner der Deutschen Presse-Agentur am Telefon berichtet. Die Angaben beider Seiten ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Auch im Libanon setzte die israelische Armee den Kampf gegen die Schiiten-Miliz Hisbollah fort. Im Laufe des vergangenen Tages seien 160 Ziele bombardiert und etwa 20 Gegner getötet worden. Das israelische Militär bestätigte am Dienstag die Tötung eines weiteren hochrangigen Hisbollah-Funktionärs, des Chefs des Exekutivrats, Hashem Safieddine, bei einem Luftangriff in Beirut Ende letzten Monats.

Er galt vielen als potenzieller Nachfolger des getöteten Hisbollah-Führers Hasan Nasrallah, der die Gruppe seit der Tötung seines Vorgängers durch Israel im Jahr 1992 führt. „Wir versprechen unserem großen Märtyrer und seinen gemarterten Brüdern, den Weg des Widerstands und des Dschihad fortzusetzen, bis die Ziele der Freiheit und des Sieges erreicht sind“, hieß es in einer Erklärung der vom Iran unterstützten Organisation. (erpe/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ahmad Hasaballah

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