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Aktuelle News im Ticker

US-Außenminister pocht auf Ende von Gaza-Krieg – „Ist jetzt an der Zeit“

Aktuelle News zur Lage im Nahen Osten: Israels Militär will ein hochrangiges Hisbollah-Mitglied getötet haben. Der US-Außenminister ist zu Besuch in der Region.

Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Krieg im Nahen Osten.

Update vom 23. Oktober, 20.00 Uhr: Eine Delegation der radikalislamischen Hamas ist nach Angaben eines Vertreters der radikalislamischen Palästinenserorganisation zu Gesprächen über eine mögliche Beendigung des Kriegs im Gazastreifen nach Moskau gereist. Unter der Leitung des in Katar ansässigen Verhandlungsführers Mussa Abu Marsuk solle mit russischen Regierungsvertretern über Wege zur „Beendigung der Aggression und des Kriegs im Gazastreifen und in der Region“ gesprochen werden, verlautete am Mittwoch aus Hamas-Kreisen.

Marsuk ist ein ranghohes Mitglied des Politbüros der Hamas und gilt als Pragmatiker bei den derzeit festgefahrenen Verhandlungen um eine langfristige Waffenruhe mit Israel und ein Ende des Kriegs im Gazastreifen. Beim derzeit stattfindenden Gipfeltreffen der sogenannten Brics-Staaten im russischen Kasan, an dem auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas teilnimmt, hatten zuletzt mehrere Staats- und Regierungschefs zu einem Stopp der Kämpfe im Nahen Osten aufgerufen, die derzeit zu eskalieren drohen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update vom 23. Oktober, 17.02 Uhr: US-Außenminister Antony Blinken hat auf ein baldiges Ende des Kriegs zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen gedrungen. Es sei „jetzt an der Zeit“, den Gaza-Krieg zu beenden, sagte Blinken am Mittwoch vor seiner Abreise aus Tel Aviv. „Israel hat die meisten seiner strategischen Ziele mit Blick auf Gaza erreicht“, argumentierte Blinken. „Jetzt ist es an der Zeit, diese Erfolge in einen langen, strategischen Erfolg zu wandeln.“

Blinken sprach von „Fortschritten“ mit Blick auf die Versorgung der Bevölkerung im Gazastreifen mit Hilfsgütern. „Es müssen aber weitere Fortschritte gemacht werden, und zwar dauerhaft“, fügte er hinzu. Mit Blick auf die jüngsten Angriffe des Iran forderte Blinken Israel auf, „so zu reagieren, dass eine größere Eskalation vermieden wird“.

Baerbock verteidigt Waffenlieferungen an Israel: „Humanitäres Völkerrecht“

Update vom 23. Oktober, 14.35 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat deutsche Waffenlieferungen an Israel verteidigt. Deutschland habe deutlich gemacht, Israel bei seinem Recht auf Selbstverteidigung zu unterstützen – „auch mit Waffen“, sagte die Grünen-Politikerin bei einem Besuch in der libanesischen Hauptstadt Beirut. 

Jede Waffenlieferung sei an das humanitäre Völkerrecht gebunden. Es sei ebenso die deutsche Verantwortung, für das humanitäre Völkerrecht und für humanitäre Hilfe einzustehen. „Dafür trägt die israelische Regierung eine Verantwortung, dass sie dieses humanitäre Völkerrecht befolgt“, so Baerbock.

Militäreinsatz im Gazastreifen: Die israelische Armee macht seit rund einem Jahr Jagd auf die Hamas.

Update vom 23. Oktober, 12.55 Uhr: US-Außenminister Antony Blinken hat Berichten widersprochen, nach denen Israel den Gazastreifen dauerhaft besetzen will. Solche Pläne würden von der israelischen Regierung nicht verfolgt, sagte er gegenüber Journalisten in Tel Aviv. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu habe ihm diese Information bestätigt.

Lage in Nahost: Israel soll Angriff auf Küstenstadt im Libanon gestartet haben

Update vom 23. Oktober, 11.47 Uhr: Israel soll Angriffe auf die Küstenstadt Tyrus im Libanon gestartet haben. Das berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA am Mittwoch (23. Oktober). Im Fernsehen waren zudem live-Bilder von Rauchwolken zu sehen, die aus Gebäuden in der Innenstadt aufstiegen. Das israelische Militär ordnete zuvor Evakuierungen für die Bewohner der Stadt an. Auf einer Karte markierten die Streitkräfte große Teile der östlichen Innenstadt, in denen es später zu Angriffen kommen sollte.

Update vom 23. Oktober, 10.50 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ist vor dem Hintergrund einer weiteren Eskalation im Nahost-Krieg in den Libanon gereist. Dort warnte sie vor einer „Destabilisierung“ des Landes, wie das Auswärtige Amt mitteilte. In Beirut plädierte Baerbock am Mittwoch (23. Oktober) dafür, „gemeinsam mit unseren Partnern in den USA, Europa und der arabischen Welt eine tragfähige diplomatische Lösung zu erarbeiten, die die berechtigten Sicherheitsinteressen Israels und ebenso des Libanon wahrt“.

Update vom 23. Oktober, 10.05 Uhr: Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge mehrere Waffenfabriken der Hisbollah-Miliz angegriffen. Die Anlagen seien in zivilen Gebäuden in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut untergebracht gewesen, wie die Times of Israel berichtete. Vor den Angriffen habe die Armee die Zivilbevölkerung zur Evakuierung aufgerufen.

Luftalarm bei Blinken-Besuch in Tel Aviv – US-Delegation in Schutzräume gebracht

Update vom 23. Oktober, 9.30 Uhr: Beim Besuch des US-Außenministers Antony Blinken in Tel Aviv ist es zu einem Luftalarm gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Informationen der israelischen Armee berichtete, wurde eine aus dem Libanon abgeschossene Raketen abgefangen. Die US-Delegation sowie mitreisende Journalisten seien in Schutzräume gebracht worden.

Update vom 23. Oktober, 6.12 Uhr: Der für den Nordabschnitt Israels zuständige Kommandeur, Ori Gordin, hat gesagt, man habe der Kommandostruktur der Hisbollah „schweren Schaden“ zugefügt. „Überall, wo wir in Kämpfe verwickelt waren, haben wir uns durchgesetzt. Wir sind entschlossen, jeden Tunnelschacht, jeden unterirdischen Bereich und jedes Waffenlager zu erreichen – um sie zu zerstören oder zu beschlagnahmen“, wurde Gordin in einer Mitteilung der Armee zitiert. 

Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern 

Vor 60. Gründungstag von Israel
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen entschied 1947 über die Teilung Palästinas in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen. Im Teilungsplan wurde auch festgelegt, dass die Briten ihr Mandat für Palästina bis August 1948 niederlegen. Großbritannien hatte nach dem Ersten Weltkrieg das Gebiet besetzt und war 1922 offiziell mit dem Mandat über Palästina beauftragt worden. Am 14. Mai 1948 wurde auf Grundlage des UN-Beschlusses der jüdische Staat gegründet. © dpa
Proklamation des Staates Israel
Nach der Unterzeichnung der Proklamationsurkunde am 14. Mai 1948 im Stadtmuseum von Tel Aviv hält eine nicht identifizierte Person das Schriftstück mit den Unterschriften in die Höhe. Links ist David Ben Gurion zu sehen, der erste Ministerpräsident Israels. © dpa
Israelischer Unabhängigkeitskrieg
Ein historisches Datum für den Staat Israel. Doch die arabischen Staaten Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten und Irak erkannten die Gründung nicht an und überschritten nur einen Tag später mit ihren Armeen die Grenzen. So begann der Palästina-Krieg, der im Januar 1949 mit dem Sieg Israels endete. Das Foto zeigt israelische Mitglieder der paramilitärischen Organisation Haganah im August 1948.  © AFP
Operation Yoav
Die israelische Armee konnte während des Krieges 40 Prozent des Gebiets erobern, das eigentlich laut dem ursprünglichen UN-Plan zur Teilung für die arabische Bevölkerung vorgesehen war. So wurde auch der westliche Teil von Jerusalem von Israel besetzt.  © Imago
Waffenstillstand Israel Palästina 1949
Die Vereinten Nationen vermittelten zwischen Israel und Ägypten, und so kam es zwischen den beiden Ländern am 24. Februar 1949 zu einem Waffenstillstandsvertrag. Andere arabische Kriegsgegner folgten mit Waffenstillständen bis Juli 1949. Laut Schätzungen starben bei dem Krieg, den die arabischen Länder gestartet hatten, mehr als 6000 Israelis und 6000 Araber.  © ACME Newspictures/afp
Arafat. Geschichte des Krieges in Israel
Jassir Arafat gründete 1959 die Fatah, eine Partei in den palästinensischen Autonomiegebieten. Laut ihrer Verfassung war ihr Ziel, auch mit terroristischen Mitteln die Israelis aus Palästina zu vertreiben und Jerusalem als Hauptstadt zu installieren. Ebenfalls als Ziel rief die Fatah die „Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“ aus.  © PPO/afp
Arafat
1993 erkannte die Fatah mit ihrem Vorsitzenden Jassir Arafat das Existenzrecht Israels im Osloer-Friedensprozess an, und wollte den Terror als Waffe nicht mehr nutzen. Allerdings gab es immer wieder Bombenattentate in Israel. 2011 suchte Arafat den Schulterschluss mit der Hamas. Gemeinsam planten sie, eine Übergangsregierung zu bilden, was bis heute nicht umgesetzt wurde. Innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ist die Fatah die stärkste Fraktion. © Aleksander Nordahl/Imago
1974 Arafat vor UN
Im Oktober 1974 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die PLO als Befreiungsbewegung an. Daraufhin wurde Arafat als Vertreter eingeladen. Am 13. November 1974 eröffnete Arafat die Debatte in der Vollversammlung. Er beendete die Rede mit dem Satz: „Ich bin mit einem Olivenzweig in der einen und dem Gewehr des Revolutionärs in der anderen Hand hierhergekommen. Lasst nicht zu, dass der grüne Zweig aus meiner Hand fällt!“ © dpa
Kampfflugzeug im Sechs-Tage Krieg
Vom 5. Juni bis 10. Juni 1967 fand der Sechstagekrieg zwischen Israel auf der einen und Ägypten, Jordanien und Syrien auf der anderen Seite statt. Auslöser war die ägyptische Blockade der Seestraße von Tiran für die Israelis, die so abgeschnitten waren. Außerdem hatte der ägyptische Präsident den Abzug der Blauhelme erzwungen, die die nördliche Grenze Israels sicherten. Als Drohung schickte Ägypten dann 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an die Grenzen zu Israel. Als Reaktion auf die Bedrohung flogen die Israelis einen Präventiv-Schlag. Auf dem Foto sieht man ein ägyptisches Kampfflugzeug. Während des Krieges konnte Israel die Kontrolle über den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem erlangen. Weil Israel seine Angreifer besiegen konnte, machte der Staat am 19. Juni 1967, neun Tage nach seinem Sieg, Ägypten und Syrien ein Friedensangebot. Darin enthalten die Aufforderung, Israel als Staat anzuerkennen. © AP/dpa
Arabisch-israelischer Krieg
Am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, startete eine arabische Militärkoalition unter Führung Ägyptens und Syriens einen Überraschungsangriff, gleichzeitig auf die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen. Nach anfänglichem Erfolg der arabischen Kriegsparteien gelang es Israel, sich zu behaupten. Erst mit dem Friedensvertrag sechs Jahre später am 26. März 1979, normalisierten sich die Beziehungen zwischen Ägypten und Israel. Ägypten war der erste arabische Staat, der das Existenzrecht Israels anerkannte. © afp
Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten, Jimmy Carter schüttelt dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat die Hand.
Das Friedensabkommen vom 26. März. 1979 war ein wichtiger Meilenstein. US-Präsident Jimmy Carter gratulierte damals dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und dem israelischen Premierminister Menachem Begin vor dem Weißen Haus. Nach den Camp-David-Verhandlungen unterzeichneten sie den Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern dort. © Consolidated News Pictures/afp
Beschuss im Libanonkrieg
1982 begann mit dem Libanonkrieg der erste große israelisch-arabische Konflikt, der von Israel gestartet wurde. Die Kriegsparteien waren die israelische Armee und verbündete Milizen auf der einen, die PLO und Syrien auf der anderen Seite. Israel besetzte im Rahmen des Krieges zwischen 1982 und 1985 den Süden Libanons. Später richtete Israel daraufhin dort eine „Sicherheitszone“ ein, die aber Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon auf nordisraelische Städte nicht verhindern konnte. Am 25. Mai 2000 zog die israelische Armee aus dem Südlibanon ab.  © Dominique Faget/afp
Soldaten und Kinder bei der Intifada 1987
Am 8. Dezember 1987 brach im Westjordanland und im Gazastreifen ein gewaltsamer Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung aus. Diesen Aufstand nennt man Intifada. Auf dem Foto ist zu sehen, wie israelische Soldaten Kinder anweisen, das Gebiet zu verlassen, als Hunderte von Demonstranten Steine und Flaschen schleudern.  © Esaias Baitel/afp
Hamas-Kundgebung im Gaza-Streifen
Die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation), die ihre Zentrale in Tunis hatte, wollte einen eigenen palästinensischen Staat ausrufen, hatte aber keine Kontrolle über die entsprechenden Gebiete. Im Zuge dessen kam es zu einem Gewaltausbruch, der erst 1991 abnahm. 1993 wurde schließlich mit dem Osloer Abkommen die erste Intifada beendet. © Ali Ali/dpa
Der PLO-Führer Yasser Arafat und der israelischen Premierminister Yitzahk Rabin schütteln sich 1993 die Hände.
Nach Jahrzehnten von Gewalt und Konflikten unterschrieben am 13. September 1993 Israels Außenminister Shimon Peres und Mahmoud Abbas, Verhandlungsführer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), unter Aufsicht der russischen und amerikanischen Außenminister die „Osloer Verträge“. Das Foto des Händedrucks zwischen Palästinenservertreter Jassir Arafat und dem israelischen Ministerpräsident Yitzhak Rabin und US-Präsident Bill Clinton wurde weltberühmt. © J. David Ake/afp
Yasir Arafat, Shimon Peres und Yitzhak Rabin erhalten den Friedensnobelpreis
Nach der Unterzeichnung der Osloer Verträge bekamen Jassir Arafat, Schimon Peres und Yitzhak Rabin den Friedensnobelpreis für 1994. Hier die Preisträger zusammen mit ihrer Medaille und ihrem Diplom im Osloer Rathaus. Die Friedensverträge wurden damals als wichtiger Startpunkt für Frieden in der Region gesehen. © Aleksander Nordahl/Imago
Bill Clinton, König Hussein und Rabin bei der Friedenssitzung
1994 folgten Friedensverhandlungen zwischen Jordanien und Israel 1994 im Weißen Haus. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der jordanische König Hussein und der israelische Premierminister Yitzahk Rabin bei der Friedenssitzung sich die Hände schütteln. © Imago/ ZUMA Press
Sarg von Yitzhak Rabin, Geschichte des Kriegs in Israel
Mit der Hoffnung auf Frieden in der Region wurde der Hass von israelischen Extremisten größer. Diese wollten Abkommen mit den arabischen Staaten und der PLO nicht akzeptieren. So wurde Yitzhak Rabin zur Zielscheibe und wurde 1995 im Anschluss an eine große Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem rechtsextremen Juden ermordet. Das Foto zeigt den Sarg des Premierministers in Jerusalem bei seiner Beerdigung.  © Jim Hollander/dpa
Junge schießt mit Katapult bei der zweiten Intifada, Geschichte des Krieges in Israel
Obwohl es in den 1990er Jahren mit den Osloer Verträgen große Hoffnung auf Frieden gab, hatte sich die Situation nach der Ermordung von Yitzhak Rabin massiv aufgeheizt. 2000 kam es zur zweiten Intifada, dem gewaltvollen Aufstand der Palästinenser mit Straßenschlachten. Die zweite Intifada dauerte bis 2005. © Imago/UPI Photo
Israelische Soldaten 2006, Geschichte des Krieges in Israel
2006 kam es wieder zwischen Israel und dem Libanon zum Krieg. Die Auseinandersetzung wird auch 33-Tage-Krieg oder zweiter Libanon-Krieg genannt, weil sie nach gut einem Monat am 14. August 2006 mit einem Waffenstillstand endete. Das Foto zeigt einen israelischen Soldaten im Libanon-Krieg im Jahr 2006. Eine israelische Artillerieeinheit hatte soeben an der libanesisch-israelischen Grenze in den Libanon gefeuert. Fast 10.000 israelische Soldaten kämpften in der Nähe von etwa einem Dutzend Dörfern im Südlibanon gegen Hisbollah-Kämpfer.  © Menahem Kahana/afp
Israelisches Militär feuert auf Ziele im Libanon
Auslöser des Libanon-Kriegs waren anhaltende Konflikte zwischen der Terrororganisation Hisbollah und der israelischen Armee. Um die Angriffe zu stoppen, bombardierte die israelische Luftwaffe die Miliz aus der Luft und verhängte eine Seeblockade. Die Hisbollah antwortete mit Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Später schickte Israel auch Bodentruppen in den Süden von Libanon.  © Atef Safadi/dpa
Angriff im Süden von Beirut
Die libanesische Regierung verurteilte die Angriffe der Hisbollah und forderte internationale Friedenstruppen, um den Konflikt zu beenden. Am 14. August 2006 stimmten schließlich nach einer UN-Resolution die Konfliktparteien einem Waffenstillstand zu. Sowohl die Hisbollah als auch Israel sahen sich als Sieger.  © Wael Hamzeh/dpa
Krieg in Israel
2014 startete die israelische Armee (IDF) mit der Operation Protective Edge am 8. Juli eine Militäroperation, weil die Hamas aus dem Gazastreifen immer wieder Israel beschoss. Ab dem 26. Juli 2014 folgte eine unbefristete Waffenruhe, die kanpp neun jahre währte.  © Abir Sultan/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen Überraschungsangriff auf Israel mit Raketenbeschuss und Bodeninfiltrationen aus dem Gazastreifen, was zu schweren Verlusten und der Entführung zahlreicher Geiseln führte. Hier ist eine Gesamtansicht der zerstörten Polizeistation in Sderot nach den Angriffen der Hamas-Terroristen zu sehen.  © Ilia Yefimovich/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Bei dem Überfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen auf Israel wurden rund 1200 Menschen getötet und mehr als 250 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen Zehntausende Menschen getötet, darunter auch viele Frauen und Minderjährige. © Ilia Yefimovich/dpa

Nach der Bestätigung des Tods von Safi al-Din sagte Generalstabschef Herzi Halevi, Israel werde alle seine Feinde erreichen. „Wir haben Nasrallah, seinen Nachfolger und den größten Teil der Hisbollah-Führung erreicht. Wir werden wissen, wie wir jeden erreichen können, der die Sicherheit der israelischen Bürger bedroht“, zitierte ihn die Times of Israel. Nach Angaben der Armee hatten sich zum Zeitpunkt des Angriffs auf das Hauptquartier der Miliz vor rund drei Wochen mehr als 25 Mitglieder des Hisbollah-Geheimdienstes dort befunden.

Safi al-Din – in umgeschriebener Fassung auch als Safieddine bekannt – gehörte als Chef des Exekutivrats schon lange zu einer der wichtigsten Figuren innerhalb der Führung der Miliz. Er war etwa 60 Jahre alt, sein genaues Alter ist unbekannt. In den 1980er Jahren soll er im Iran ausgebildet worden sein. Er war mütterlicherseits Nasrallahs Cousin und laut der Zeitung „Asharq al-Awsat“ der Vater des Schwiegersohns des mächtigen iranischen Generals Ghassem Soleimani, der 2020 im Irak durch einen US-Drohnenangriff getötet wurde. 

In den Zeiten, in denen Nasrallah nicht im Libanon gewesen sei, habe Safi al-Din die Funktion des Generalsekretärs übernommen, teilte Israels Militär mit. Er habe Terroranschläge gegen Israel angeleitet. Die USA erklärten ihn 2017 zusammen mit Saudi-Arabien zum Terroristen. Sie machen ihn unter anderem für ein Selbstmordattentat auf das Hauptquartier der US-Marineinfanterie in Beirut verantwortlich, bei dem 1983 insgesamt 241 US-Soldaten getötet wurden. 

Update vom 22. Oktober, 23.20 Uhr: Das israelische Militär teilte im Zusammenhang mit dem Krieg in Nahost am Dienstag mit, dass es das hochrangige Hisbollah-Mitglied Haschem Safieddin getötet habe. Safieddin wurde als der mutmaßliche Nachfolger des kürzlich getöteten Hisbollah Führers, Hassan Nasrallah, gehandelt. Nach Angaben der Militärführung aus Israel wurde Safieddin bereits Anfang Oktober bei einem Luftangriff in der Nähe von Beirut im Libanon getötet.

„Es kann nun bestätigt werden, dass bei einem Angriff vor etwa drei Wochen Haschem Safieddin, der Chef des Exekutivrats der Hisbollah, und Hussein Ali al-Seima, der Chef des Nachrichtendienstes der Hisbollah, zusammen mit anderen Hisbollah-Kommandeuren getötet wurden“, heißt es in einer Mitteilung auf X.

Lage in Nahost: Israel meldet Tötung von mutmaßlichem Nachfolger von Hisbollah-Führer Nasrallah

Ziel des Luftangriffs vor rund drei Wochen war ein Treffen hochrangiger Hisbollah-Führer. Bei dem Treffen soll auch Nasrallahs Nachfolger anwesend und getötet worden sein. Es war einer der schwersten Luftangriffe auf das als Dahiya bekannte Gebiet, seit ein israelischer Angriff am 27. September den langjährigen Hisbollah-Führer getötet hatte.

Bei der Lage in Nahost und der vom Iran unterstützen Hisbollah-Miliz wurde vermutet, dass Safieddine, den westliche und israelische Beamte als wahrscheinlichen Nachfolger Nasrallahs bezeichneten, an dem Treffen teilnahm. Sein Tod war zu der Zeit jedoch nicht bestätigt worden, und seit einigen Wochen kursierten Gerüchte, dass er überlebt haben könnte. Am Dienstag gab es keine unmittelbare Bestätigung der Hisbollah selbst, dass Safieddine getötet worden war.

Lage in Nahost: Meldung des Todes von Nasrallahs Nachfolgers kam während des Besuchs vom US-Außenministers

Die israelische Bestätigung seines Todes kam zu einem Zeitpunkt, als Außenminister Antony J. Blinken seine elfte Reise in den Nahen Osten seit Beginn des Gaza-Krieges antrat, um die wachsenden regionalen Spannungen und die explosive Lage in Nahost abzubauen.

Blinken drängte den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu am Dienstag, aus der Tötung des Hamas-Führers Yahya Sinwar in der vergangenen Woche „Kapital zu schlagen“ und den Krieg im Gazastreifen zu beenden, so ein Sprecher des Außenministeriums.

Krieg in Nahost: Zwei Reservisten der Armee Israels bei Kampfhandlungen gegen Hisbollah getötet

Update vom 22. Oktober, 20.50 Uhr: Zwei Reservisten der israelischen Armee sollen bei Kampfhandlungen gegen die Hisbollah-Miliz am Dienstag gestorben sein. Einer der Männer sei im Süden des Libanon bei Kämpfen getötet worden. Ein weitere starb laut der Times of Israel durch einen Raketenangriff der Miliz auf den Norden Israels.

Update vom 22. Oktober, 19.40 Uhr: Bei einem Drohnenangriff aus dem Libanon auf Israel am vergangenen Samstag (19. Oktober) soll das Haus von Premierminister Benjamin Netanjahu getroffen worden sein. Wie die Times of Israel unter Berufung auf das Militär berichtete, habe die Drohne ein Fenster beschädigt. Sie sei jedoch nicht ins Haus eingedrungen. Wie die Hisbollah-Miliz selbst mitgeteilt habe, sei der Angriff gezielt „gegen Netanjahu gerichtet“ gewesen, zitiert die Nachrichtenseite aus einer entsprechenden Erklärung.

Update vom 22. Oktober, 18.40 Uhr: US-Außenminister Antony Blinken glaubt, dass der Tod von Hamas-Führer Yahya Sinwar eine günstige Gelegenheit für eine Waffenruhe und die Freilassung der übrigen israelischen Geiseln bietet. Bei einem Treffen mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu habe Blinken betont, die „Chance“ im Gaza-Krieg zu nutzen.

Gesundheitsbehörde meldet 63 Tote nach israelischen Angriffen auf Beirut

Update vom 22. Oktober, 17.47 Uhr: Bei israelischen Angriffen auf Beirut sollen am Montag insgesamt 63 Menschen gestorben sein. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Abend mit. 234 weitere Personen seien bei Angriffen auf verschiedene Gebiete verletzt worden.

Update vom 22. Oktober, 16.30 Uhr: Die Hisbollah hat bei einer Pressekonferenz Aussagen der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) scharf kritisiert. Baerbock rechtfertige die Tötung von Zivilisten durch das israelische Militär, lautete der Vorwurf.

Der Hisbollah-Sprecher bezog sich auf Aussagen Baerbocks von Anfang Oktober. Diese hatten in den vergangenen Tagen in arabischen Medien und auf sozialen Plattformen für viel Empörung gesorgt. 

Bei einer Rede im Bundestag hatte Baerbock auf das Selbstverteidigungsrecht Israels verwiesen und betont, wenn Hamas-Terroristen sich hinter Menschen und hinter Schulen verschanzten, „dann können auch zivile Orte ihren Schutzstatus verlieren“. Das habe sie bei den Vereinten Nationen deutlich gemacht.

„Letzte Chance“ für Waffenruhe in Gaza? US-Außenminister trifft Netanjahu

Update vom 22. Oktober, 14.50 Uhr: Wegen der drohenden Eskalation des Nahost-Konflikts ist US-Außenminister Antony Blinken zu einem Besuch in der Region eingetroffen. Blinken traf am Dienstag den israelischen Premier Benjamin Netanjahu zu Gesprächen.

Der US-Außenminister will auf ein Abkommen über eine Waffenruhe im Gazastreifen dringen. Dabei ist unklar, wer nach dem Tod von Hamas-Chef Yahya Sinwar für die radikalislamische Terror-Organisation sprechen wird. Bei seinem letzten Besuch in Israel im August hatte Blinken gewarnt, dass dies womöglich die „letzte Chance“ für einen unter der Führung der USA ausgehandelten Waffenstillstand sei.

Blinken will in Israel auch über einen israelischen Vergeltungsangriff gegen den Iran sprechen. Der US-Außenminister werde von jedem Schritt abraten, der den Konflikt weiter verschärfen könnte, hatte ein Mitglied von Blinkens Delegation im Vorfeld des Treffens gesagt.

Update vom 22. Oktober, 13.04 Uhr: Offenbar kündigt sich ein Ende der Bodenoffensive im Libanon an. Wie es in Medienberichten heißt, könnte Israels Armee den Einsatz gegen die Hisbollah innerhalb von einigen Wochen abschließen. Ein Abzug der Truppen müsse jedoch aus Sicht der Armee von einer politischen Vereinbarung flankiert werden, berichteten israelische Medien übereinstimmend. Dann sei auch eine baldige Rückkehr der Einwohner des israelischen Nordens in ihre Wohnorte möglich. 

Wie es weiter heißt, sind bei Israels Bodenoffensive im Libanon gegen die Hisbollah mindestens vier Divisionen der Armee im Einsatz. Sie sind demnach vor allem in Grenznähe aktiv. Israel nennt keine Truppenstärken, eine Division umfasst jedoch für gewöhnlich mehrere Tausend Soldaten. 

Mehrere Tote nach Israels Einsatz im Gazastreifen: Sanitäter berichten von „schrecklichen Szenen“

Update vom 22. Oktober, 10.41 Uhr: Bei Israels jüngsten Angriffen im Norden des Gazastreifens sind nach Angaben von Sanitätern mindestens fünf Menschen getötet worden. Der palästinensische Rote Halbmond berichtete von „schrecklichen Szenen“. 27 weitere Menschen hätten bei Artilleriebeschuss in der Gegend von Dschabalija Verletzungen erlitten. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. 

Zuvor soll es wieder Evakuierungsaufrufe durch Israels Armee gegeben haben. Einwohner des benachbarten Ortes Beit Lahia berichteten, sie sollten sich in Richtung des Indonesischen Krankenhauses bewegen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Es gab auch zunächst keine Informationen der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde. 

Israel beschießt Hisbollah-Marinestützpunkt bei Beirut: Weitere Gebäude im Libanon angegriffen

Update vom 22. Oktober, 10.12 Uhr: In der Nacht zu Dienstag haben Israels Streitkräfte bei Angriffen auf die Hisbollah im Libanon unter anderem auch einen Marinestützpunkt in Beirut beschossen. Das berichtet die Times of Israel. Nach Angaben des Militärs wurde die Basis von der Hisbollah zur Lagerung von Schnellbooten, zur Durchführung von Tests und zur Ausbildung ihrer Seestreitkräfte genutzt.

Bei ihrem Einsatz im Libanon gegen Hisbollah-Ziele in Beirut haben Israels Streitkräfte auch Waffendepots, Kommandozentralen und andere Infrastruktur angegriffen. Manche Einrichtungen sollen sich unter der Erde befunden haben. An anderen Orten im Libanon erklärte das Militär, es habe drei Kommandozentralen der Luftstreitkräfte der Hisbollah angegriffen, die als Einheit 127 bekannt sind und für die Drohnenangriffe auf Israel verantwortlich sind.

Schwere Angriffe auf Hisbollah im Libanon: Israel beschießt Zeile in Beirut

Update vom 22. Oktober, 9.35 Uhr: Nach den schweren Angriffen Israels auf Hisbollah-Ziele in Beirut hat die Terrormiliz die Raketenangriffe aus dem Libanon weiter intensiviert. In der Folge hat es im Zentrum der israelischen Küstenstadt Tel Aviv erneut Luftalarm gegeben. Es seien mehrere dumpfe Explosionen zu hören gewesen, schilderte eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur vor Ort. Nach dem Ertönen der Sirenen seien im Zentrum des Landes fünf Geschosse identifiziert worden, die aus dem Libanon abgefeuert worden seien, teilte die israelische Armee am Morgen mit.

Auch auf den Norden Israels und die nördlichen Golanhöhen seien etwa 15 Geschosse aus dem Libanon abgefeuert worden, hieß es. Einige von ihnen seien abgefangen worden, die übrigen in offene Gebiete gefallen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Auch nach diesem Angriff gab es zunächst keine Berichte über Verletzte.

Update vom 22. Oktober, 5.24 Uhr: Die proiranische Hisbollah-Miliz hat nach Angaben der israelischen Armee in einem Bunker unter einem Krankenhaus der libanesischen Hauptstadt Beirut Bargeld und Gold im Wert von Hunderten Millionen Dollar versteckt. Armeesprecher Daniel Hagari forderte die libanesische Regierung und internationale Organisationen gestern Abend auf, nicht zuzulassen, dass die Hisbollah dieses Vermögen für Terror und Angriffe gegen Israel nutzt. Die israelische Luftwaffe beobachte das Gelände der al-Sahel-Klinik im Süden Beiruts genau, warnte der Sprecher. Man werde das Krankenhaus selbst aber nicht angreifen.

Update vom 21. Oktober, 20.43 Uhr: Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge einen Bunker der Hisbollah-Miliz mit Bargeld und Gold im Wert von dutzenden Millionen Dollar getroffen. „Eines unserer Hauptziele der vergangenen Nacht war ein unterirdischer Tresor mit Millionen von Dollar in Bargeld und Gold“, so der israelische Armeesprecher Daniel Hagari, nach einem Angriff auf die Finanzstruktur der Hisbollah im Libanon. Mit dem Geld seien Angriffe der Miliz auf Israel finanziert worden.

Update vom 21. Oktober, 19.30 Uhr: Bei einem mutmaßlichen israelischen Angriff auf Damaskus sind Medienberichten zufolge zwei Menschen getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, sei ein Auto von einer Rakete getroffen worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Israel habe sich zu dem Vorfall bislang nicht geäußert. Das syrische Militär gehe davon aus, dass Israel für den Angriff verantwortlich sei.

Palästinenserhilfswerk beklagt humanitäre Lage im Gazastreifen

Update vom 21. Oktober, 18.50 Uhr: Die humanitäre Lage im Gazastreifen spitzt sich laut dem Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) weiter zu. „Im Moment gelangt fast nichts in den Gazastreifen“, sagte der Vize-Direktor der UNRWA, Sam Rose, dem Sender CNN

Update vom 21. Oktober, 16.35 Uhr: Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben über dem Mittelmeer fünf Drohnen abgefangen. Sie seien gestoppt worden, bevor sie in israelisches Gebiet vorgedrungen seien, teilte die Armee mit. Die Sicherheit des internationalen Flughafens Ben Gurion sei nicht bedroht. 

Die Flughafenbehörde hatte zuvor nach Medienberichten mitgeteilt, die Abflüge seien in Absprache mit Sicherheitsvertretern gestoppt worden. Anschließend wurde ohne Angaben von Gründen eine Rückkehr zur Routine erklärt. 

Update vom 21. Oktober, 16 Uhr: Die israelischen Sicherheitsbehörden haben nach Polizeiangaben ein Spionagenetzwerk jüdischer Israelis für den Iran aufgedeckt. Es handele sich um sieben Personen aus Haifa und Umgebung, die zwei Jahre lang sensible Informationen gesammelt hätten, etwa über Militärbasen und die Energie-Infrastruktur des Landes, teilte die Polizei gemeinsam mit dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit. 

Dafür hätten sie Hunderttausende Dollar bekommen, häufig in Kryptowährung, hieß es weiter. Sie hätten auch Informationen über israelische Persönlichkeiten gesammelt. Zuletzt hatte es mehrere Fälle von Spionage in Israel für den Iran gegeben. Diese Affäre wurde von Medien jedoch als besonders schwerwiegend eingestuft. 

Die Tatverdächtigen seien von iranischen Agenten für „unterschiedliche sicherheitsrelevante Aufgaben“ angeworben worden, hieß es in der Mitteilung. Unter ihnen seien auch zwei Minderjährige. Die Mitglieder des Netzwerks seien sich bewusst gewesen, dass die von ihnen gelieferten Informationen die nationale Sicherheit gefährdeten und dem Feind bei Raketenangriffen auf Israel helfen könnten. 

Update vom 21. Oktober, 13.45 Uhr: Der geschäftsführende libanesische Ministerpräsident Nadschib Mikati hat nach eigener Aussage seit Wochen keinen Kontakt mehr zu Vertretern der Hisbollah-Miliz. „Es gab seit Mitte vergangenen Monats keine Kommunikation mit der Hisbollah“, sagte Mikati dem Nachrichtensender Al-Arabija. Er ließ offen, wie häufig und auf welchem Weg er zuvor mit Mitgliedern der schiitischen Organisation kommunizierte.

Mikatis Aussage ist ein Hinweis darauf, dass die Hisbollah-Führung sich seit Ausweitung der israelischen Angriffe vor mehreren Wochen nur noch verdeckt bewegt und Kontakte nach außen einschränkt. Nach der Tötung ihres Anführers Hassan Nasrallah sowie ranghoher Kommandeure dürften die noch verbleibenden Führungsmitglieder ihre Aufenthaltsorte häufig wechseln. Sichere Kommunikation scheint für sie inzwischen – wenn überhaupt – bei persönlichen Treffen möglich.

Krieg im Nahen Osten: Hisbollah feuert erneut Raketen auf Israel ab

Update vom 21. Oktober, 12.25 Uhr: Die libanesische Hisbollah-Miliz hat erneut eine Salve von Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Nach Angaben der israelischen Armee flogen rund 25 Geschosse aus dem Libanon auf israelisches Gebiet. Einige davon habe die Raketenabwehr abgefangen, andere seien einschlagen. Es gab zunächst keine Berichte über Schäden oder Verletzte.

Erstmeldung: Tel Aviv – Israel setzt seinen Kampf im Nahen Osten gegen die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gazastreifen weiter fort. Nach den Worten des israelischen Außenministers hat die Luftwaffe des Landes mit den jüngsten Angriffen im Libanon die Hauptstadt „Beirut in Flammen“ gesetzt. Ziel der großen Offensive des israelischen Militärs sei die Finanzstruktur der proiranischen Hisbollah in Beirut und anderen Landesteilen gewesen, schrieb Minister Israel Katz auf der Plattform X. In der Region seien „massive Brände“ zu sehen gewesen, hieß es weiter.

Schwere Angriffe Israels auf Beirut im Libanon: Hisbollah-Struktur im Visier

„Die Hisbollah hat einen hohen Preis für ihre Angriffe auf den Norden Israels und ihre Raketenangriffe gezahlt und wird dies weiter tun“, schrieb Katz. „Wir werden den iranischen Helfershelfer angreifen, bis er zusammenbricht.“ Die Terrormiliz gilt als Mitglieder der sogenannten Achse des Widerstands, die enge Kontakte zur iranischen Regierung pflegt. Teheran benutzt diese Gruppierung, um ihre Interessen in der Region zu vertreten.

Bei dem jüngsten Angriff Israels im Libanon griff die Armee nach eigenen Angaben die Vereinigung Al-Kard Al-Hassan an, eine Art Bank der Hisbollah. Diese verwalte Gelder, mit denen die Aktivitäten der Hisbollah finanziert würden, einschließlich des Kaufs von Waffen und der Zahlungen an Mitglieder des militärischen Flügels der Hisbollah.

Israel geht im Libanon gegen Hisbollah vor: Verbindung zum Iran als Ziel

„In den kommenden Tagen werden wir aufdecken, wie der Iran die terroristischen Aktivitäten der Hisbollah finanziert, indem er zivile Einrichtungen, Verbände und Nichtregierungsorganisationen nutzt“, sagte der israelische Armeesprecher Daniel Hagari am Abend vor den Angriffen in Beirut. Er forderte alle Menschen in der Nähe von Standorten des Hisbollah-Finanzinstituts in Beirut sowie anderen Landesteilen auf, sich umgehend von dort zu entfernen. Kurz darauf schlug die Luftwaffe los.

Das Hauptziel der Angriffe auf die Al-Kard Al-Hassan bestehe darin, „das Vertrauen zwischen der Hisbollah und einem großen Teil der schiitischen Gemeinschaft zu erschüttern, die diese Vereinigung als Bankensystem nutzt“, zitierte das Wall Street Journal einen israelischen Geheimdienstmitarbeiter. Einem Bericht des US-Finanzministeriums aus dem Jahr 2021 zufolge fungiert die Vereinigung unter dem Deckmantel einer Nichtregierungsorganisation (NGO) wie eine Bank der Hisbollah, die ohne Zulassung und behördliche Aufsicht Bankautomaten betreibt und Kredite vergibt.

US-Außenminister Blinken reist in den Nahen Osten

Derweil wurde bekannt, dass US-Außenminister Antony Blinken nach Angaben von Vizepräsidentin Kamala Harris in den kommenden Tagen in den Nahen Osten reist. „Wir brauchen ein Ende des Krieges. Wir werden nächste Woche Tony Blinken, den Außenminister, zu einem Treffen mit den Parteien entsenden“, sagte Harris in einem TV-Interview am Sonntag. Medien zufolge wird Blinken am Dienstag in Israel erwartet. 

„Die Zahl der unschuldigen Palästinenser, die im Gazastreifen getötet wurden, ist wirklich unerhört, und wir müssen da ehrlich sein“, fügte die demokratische Präsidentschaftskandidatin für die US-Wahl hinzu. Gleichzeitig werde sie immer für Israels Recht auf Selbstverteidigung eintreten, so Harris weiter.

Unsere interaktiven Karten zum Israel-Gaza-Krieg zeigen Orte des Konflikts und dessen Verlauf. (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO / CTK Photo

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