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Präsident und Land feiern Geburtstag

UFC Freedom 250: Veteranen kritisieren Trump – und angeblich strenge „Körper-Checks“ für Freikarten

Donald Trump feiert seinen 80. Geburtstag mit einem UFC-Spektakel vor dem Weißen Haus. Der Auftakt ist militärisch angehaucht. Der Newsticker.

Update, 12:45 Uhr: Der Einsatz von US-Militärgarden bei einer UFC-Pressekonferenz ruft in den USA heftige Kritik hervor, wie Raw Story berichtet. Im Vorfeld von „UFC Freedom 250“ flankierten laut dem Bericht uniformierte Soldaten die Stufen des Lincoln Memorials. Diese speziellen Ehrengarden kommen üblicherweise nur bei gefallenen Soldaten oder für Staatsoberhäupter zum Einsatz.

UFC Freedom 250: Trumps Kampfsportspektakel am Weißen Haus in Bildern

Trump lässt Kampf-Arena bauen – Startschuss vor dem Weißen Haus
Seit Wochen gleicht das Areal um das Weiße Haus in Washington DC einer Großbaustelle. Riesige Kräne errichten auf dem südlich gelegenen Rasen vor dem Amtssitz des US-Präsidenten ein gigantisches Gestell mit einer Höhe von etwa 25 Metern. Darunter werden Bodenplatten verlegt, Tribünen errichtet, Scheinwerfer festgeschraubt und jede Menge Technik verkabelt. © © IMAGO / ZUMA Press
Szene aus dem Oval Office: US-Präsident Trump bei einem Pressetermin mit Mixed-Martial-Arts-Kämpfern (6. Mai 2026)
Der Grund für den Trubel im Herzen der US-Politik ist das Spektakel mit dem Namen „UFC Freedom 250“: Am 14. Juni 2026 lädt Donald Trump die Kampfsportorganisation „Ultimate Fighting Championship“ (UFC) nach Washington, DC, ein. Vor dem Weißen Haus sollen sieben Kämpfe im Mixed Martial Arts (MMA) stattfinden – darunter zwei Titelkämpfe. Die Kontrahenten der beiden Hauptkämpfe besuchten zur offiziellen Bekanntgabe Trump im Weißen Haus. © Kent Nishimura/AFP
Der Weltmeisterschaftsgürtel der UFC für UFC Freedom 250
Die UFC erwartet laut eigener Promo von dem „historisch einmaligen“ Event nicht weniger als „das größte Sportereignis in der Geschichte der USA“, das sogar den Super Bowl im American Football in den Schatten stellen soll. Dafür wurde sogar ein eigener Weltmeisterschaftsgürtel gestaltet, der am Abend den jeweils siegreichen Athleten der Titelkämpfe umgelegt werden soll. © afp
Das Logo für das Kampfsportspektakel UFC Freedom 250 ist bereits entworfen und wird hier vor dem Weißen Haus installiert.
Das Logo für das Kampfsportspektakel UFC Freedom 250 ist bereits entworfen und wird hier vor dem Weißen Haus installiert. Bei der Farbgebung orientierten sich die Macher an den Nationalfarben der USA: rot, weiß und blau. © afp
Eine Visualisierung soll zeigen, wie sich Trump „UFC Freedom 250“ vorstellt.
Die MMA-Kämpfe der UFC werden in einem rund 70 Quadratmeter großen Oktagon ausgetragen. Wegen des etwa 1,80 Meter hohen Zauns wird der achteckige Ring auch als „Käfig“ bezeichnet. Eine Visualisierung, die Trump beim Treffen mit den UFC-Athleten präsentierte, zeigt, wie sich der Präsident und die UFC die Sache vorstellen: Tribünen für das Publikum und im Hintergrund ein freier Blick aufs Weiße Haus. © afp
Ein Gestell namens „The Claw“ (die Klaue), das die UFC-Organisatoren in Belgien entdeckten
Möglich machen soll das ein Gestell namens „The Claw“ (die Klaue), das die UFC-Organisatoren in Belgien entdeckten. Die Höhe von fast 26 Metern und die Breite von etwa 88 Metern sollen den TV-Kameras und dem Publikum von UFC Freedom 250 einen uneingeschränkten Blick aufs Weiße Haus ermöglichen. An den Bögen sollen Kameras und über 800 Lichtmodule befestigt werden. © afp
Wenige Tage vor dem Beginn von UFC Freedom 250 strahlt „The Claw“ in den Nachthimmer von Washington DC.
Wenige Tage vor dem Beginn von UFC Freedom 250 strahlt „The Claw“ in den Nachthimmer von Washington DC. © afp
Bereits vor UFC Freedom 250 steigt in Washington DC die große Party.
Bereits vor UFC Freedom 250 steigt in Washington DC die große Party. © afp
Ein so genanntes „Ring Girl“ der UFC nimmt an den Vorfeierlichkeiten für UFC Freedom 250 anlässlich Donald Trumps Geburtstags in Washington DC teil.
Ein so genanntes „Ring Girl“ der UFC nimmt an den Vorfeierlichkeiten für UFC Freedom 250 anlässlich Donald Trumps Geburtstags in Washington DC teil. © afp
In einem Park nahe dem Weißen Haus hat die UFC ein Public Viewing für UFC Freedom 250 organisiert.
In einem Park nahe dem Weißen Haus hat die UFC ein Public Viewing für UFC Freedom 250 organisiert. Bis zu 100.000 Menschen sollen dort die Kämpfe verfolgen können. Wie viele erscheinen, dürfte auch vom Wetter abhängen. Die Vorhersage sieht schlecht aus: für Washington sind niedrige Temperaturen, Regen und möglicherweise ein schweres Gewitter angesagt. © afp
Donald Trump als Gast der UFC und im Gespräch mit Dana White. (Archivbild)
Eigentlich sollte UFC Freedom 250, dessen Name an den 250. Geburtstag der USA im Jahr 2026 erinnern soll, am 4. Juli stattfinden, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag. Offiziell aus logistischen Gründen entschied man sich für den 14. Juni 2026. An diesem Tag feiern die USA den „Flaggentag“ zu Ehren des Sternenbanners – und Donald Trump, hier als Ehrengast bei UFC-Kämpfen, begeht seinen 80. Geburtstag. © imago
UFC-Präsident Dana White allerdings dämpfte die Erwartungen. Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen, die auf dem Gelände des Weißen Hauses gelten
Als Donald Trump erstmals im Sommer 2025 von seinem Plan eines UFC-Events am Weißen Haus erzählte, sprach er von bis zu 30.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. UFC-Präsident Dana White allerdings dämpfte die Erwartungen. Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen, die auf dem Gelände des Weißen Hauses gelten und logistischen Problemen werde die Zahl deutlich unter den Träumen Trumps liegen. Aktuell ist von etwa 4300 Plätzen vor Ort die Rede. © afp
Der heute 56 Jahre alte White (hier im Jahr 2006), stieg Anfang der 2000er in die UFC ein.
Für Dana White ist UFC Freedom 250 der Höhepunkt einer steilen Karriere als Kampfsport-Promoter. Der heute 56 Jahre alte White (hier im Jahr 2006) stieg Anfang der 2000er in die UFC ein. Deren Veranstaltung galten damals noch als blutrünstige Gewaltorgien ohne jeglichen sportlichen Wert. White machte die UFC zu einer ernstzunehmenden Organisation, die mittlerweile Milliarden umsetzt, mit ihrem Erfolg MMA zum Breitensport macht und den alteingessenenen US-Sportarten wie American Football, Basketball und Baseball in Sachen Einschaltquote auf die Pelle rückt.  © imago
Dana White mit der Hilfe seines alten Freundes Donald Trump.
Das gelang Dana White mit der Hilfe seines alten Freundes Donald Trump. Lange vor dessen politischer Karriere öffnete Trump der UFC die Tore seiner Casinos in Atlantic City. Zu dieser Zeit hatte White große Probleme, Veranstaltungsorte für die UFC zu finden. Deren MMA-Kämpfe hatten einen schlechten Ruf. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner, John McCain, bezeichnete sie als „menschliche Hahnenkämpfe“. In vielen Bundesstaaten waren UFC-Events gänzlich verboten. © imago
Acht Jahre später stellte sich White vor der US-WAhl 2024 erneut öffentlichkeitswirksam hinter Trump.
White blieb Trump in der Folge treu. Als Trump 2016 zur US-Wahl antrat, hielt der UFC-Präsident eine flammende Rede auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner, in der er Trump in den höchsten Tönen lobte und als einen seiner engsten Freunde bezeichnete. Acht Jahre später stellte sich White vor der US-WAhl 2024 erneut öffentlichkeitswirksam hinter Trump. © afp
FBI-Agenten lernen Kampftechniken von MMA-Stars
Seit seinem Sieg bei der US-Wahl 2024 ist Donald Trump regelmäßig Ehrengast bei UFC-Veranstaltungen. Während der US-Präsident bei Basketball-, Baseball- oder Football-Spielen immer wieder ausgebuht wird, ist ihm der Applaus des UFC-Publikums in der Regel sicher. Und die Organisation rollt Trump und seinem Anhang bereitwillig den roten Teppich aus.  © Frank Franklin II/AP/dpa
Ivanka Trump bei der UFC
Doch nicht nur der Präsident, sondern auch seine Familie und sein Umfeld tauchen immer wieder im Rampenlicht der UFC-Events auf. Das gilt für Tochter Ivanka Trump. © afp
ebenso wie für seinen ältesten Sohn Donald Trump Jr. Hier begleitet den 48-Jährigen seine damalige Freundin und heutige Ehefrau Bettina Anderson.
Und es gilt für seinen ältesten Sohn Donald Trump Jr. Hier begleitet den 48-Jährigen seine damalige Freundin und heutige Ehefrau Bettina Anderson. © afp
Donald Trump Juniors älteste Tochter, Kai Trump, ist offenbar auch schon UFC-Fan.
Donald Trump Juniors älteste Tochter, Kai Trump, ist offenbar auch schon UFC-Fan. Die 19-jährige und damit älteste Enkelin des US-Präsidenten arbeitet bereits an ihrer Karriere in den sozialen Medien. Da kommt das Rampenlicht der UFC gerade recht. © afp
Bereits einen Tag vor UFC Freedom 250 ist auf dem Gelände vor dem Weißen Haus in Washington DC die Hölle los.
Bereits einen Tag vor UFC Freedom 250 ist auf dem Gelände vor dem Weißen Haus in Washington DC die Hölle los. Motorräder fliegen durch die Luft, Konfetti und Rauch steigen auf. Soldaten in Paradeuniform stehen Spalier und Militärfahrzeuge runden den martialischen Look, den Donald Trump der Hauptstadt zu seinem Geburtstag verpasst hat, ab. © afp
Donald Trumps Enkeltochter Kai Trump und UFC-Präsident Dana White genießen die offensichtlich die Show vor dem Weißen Haus.
Donald Trumps Enkeltochter Kai Trump und UFC-Präsident Dana White genießen die offensichtlich die Show vor dem Weißen Haus. White trägt das Logo von UFC Freedom 250 auf der Brust und hält einen Becher mit dem Schriftzug seiner anderen Kampfsportorganisation in der Hand: „Power Slap“ - ein Ohrfeigenwettbewerb. © afp
UFC-Chef Dana White
UFC-Chef Dana White beobachtet in Washington einen Übungsüberflug von US-Militärjets vor dem „UFC Freedom 250“-Event am Weißen Haus. © Brendan Smialowski/AFP
Außenminister Marco Rubio, der statt dem Spektakel zu folgen Trump lieber etwas auf seinem Handy zeigt.
In letzter Zeit wurden Trumps UFC-Besuche auch für sein Kabinett zu Pflichveranstaltungen – egal, ob sich die Betroffenen bis dato für Kampfsport interessierten oder nicht. Hier zu sehen ist Außenminister Marco Rubio, der statt dem Spektakel zu folgen Trump lieber etwas auf seinem Handy zeigt. © afp
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy begleitete Trump ebenso zu UFC-Veranstaltungen wie CIA-Direktorin Tulsi Gabbard.
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy begleitete Trump ebenso zu UFC-Veranstaltungen wie die noch bis zum 30. Juni 2026 amtierende Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard. © afp
Rockstar und MAGA-Ikone Kid Rock und einst auch Tesla-Chef Elon Musk
Bei der UFC trifft Trump darüber hinaus jede Menge weiterer Freunde und Verbündete. Darunter befinden sich unter anderem Rockstar und MAGA-Ikone Kid Rock und einst auch Tesla-Chef Elon Musk. Der reichste Mann der Welt nahm sogar seinen jüngsten Sohn X Æ A-XII mit. Seit Musk mit dem US-Präsidenten brach, sind seine Aufritte in Trumps Nähe aber deutlich seltener geworden. © KENA BETANCUR
Im ersten Hauptkampf verteidigt Ilia Topuira den Weltmeistertitel im Leichtgewicht.
Damit sich der ganze Aufwand lohnt, bringt Dana White so gut wie jeden UFC-Star mit, den er zur Verfügung hat. Im ersten Hauptkampf verteidigt Ilia Topuira den Weltmeistertitel im Leichtgewicht. Der Spanier war bereits Weltmeister im Bantamgewicht der UFC, wechselte die Gewichtsklasse und holte den Titel im Leichtgewicht. Hier lässt sich Topuira als Ehrengast bei seinem Lieblingsverein Real Madrid in der spanischen Hauptstadt feiern. © afp
Topuira wird bei UFC Freedom 250 auf Justin Gaethje treffen, hier bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Events.
Topuira wird bei UFC Freedom 250 auf Justin Gaethje treffen, hier bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Events. Der US-Amerikaner war bereits zweimal Interimsweltmeister im Leichtgewicht der UFC. Gaethje, Spitzname „The Highlight“ gilt als spektakulärer Kämpfer und Publikumsliebling. Bei seinem dritten Versuch, UFC-Weltmeister zu werden, gilt er im Duell mit Topuira aber als Außenseiter. © afp
Cyril Gane bei der UFC
Im zweiten Titelkampf des Abends bei UFC Freedom 250 treffen die Schwergewichte aufeinander. Auf der einen Seite steht dann Cyril Gane. Der Franzose war Interimsweltmeister seiner Gewichtsklasse. Den anschließenden Titelkampf verlor Ganze aber gegen Jon Jones. Gane bekommt nun die zweite Chance auf Gold. © imago
Ganes Gegner bei UFC Freedom 250 heißt Alex Pereira.
Ganes Gegner bei UFC Freedom 250 heißt Alex Pereira. Es ist der erste Kampf des Brasilianers im Schwergewicht der UFC. Dabei geht es aber direkt um den Interimstitel. Sollte er gewinnen, wäre es ein historischer Erfolg. Pereira wäre nach Titeln im Mittel- und Halbschwergewicht dann der Erste in der Geschichte der UFC, der Weltmeistertitel in drei verschiedenen Gewichtsklassen gewinnen konnte. © afp
Derrik LEwis bei der UFC
Neben den Titelkämpfen freut sich Donald Trump bei UFC Freedom 250 wohl vor allem auf Derrick Lewis. Der US-Amerikaner aus Texas hält den Rekord für die meisten KOs im UFC-Schwergewicht. Eigentlich war Lewis laut UFC-Chef Dana White nicht im Programm vorgesehen. Nachdem sich Trump persönlich einen Auftritt seines Lieblingskämpfers wünschte, war White kurzerhand die Planung um. „Man sagt in so einem Fall nicht Nein zum Präsidenten“, so White im Anschluss. © afp
Ein Gegner für Lewis war in Josh Hokit schnell gefunden.
Ein Gegner für Lewis war in Josh Hokit schnell gefunden. Der in Kalifornien geborene Ex-Footballer hat seine bisherigen drei Kämpfe in der UFC gewonnen und gilt als Shootingstar der Organisation. Das liegt weniger an seinen Fähigkeiten und mehr an seiner Art. Hokit inszeniert sich vor und während den Kämpfen als patriotischer „Redneck“ mit Hang zum Chaos. © afp
Die UFC macht auch aus dem Wiegen für UFC Freedom 250 in Washington DC ein Spektakel.
Die UFC macht auch aus dem Wiegen für UFC Freedom 250 in Washington DC ein Spektakel. Hier zu sehen ist Diego Lopes, UFC-Kämpfer aus Brasilien. Im Hintergrund stehen Kommentator Joe Rogan, ein Ring-Girl der UFC und US-Soldaten in Paradeuniform. © imago
Sean Strickland dagegen wird nicht bei UFC Freedom 250 dabei sein.
Sean Strickland dagegen wird nicht bei UFC Freedom 250 dabei sein. Der frisch gekürte Weltmeister im Mittelgewicht wollte die Veranstaltung in Washington, DC, eigentlich als Gast besuchen. Doch eine Einladung Stricklands wurde von der UFC wieder zurückgezogen. Nach eigenen Ausagen hatte Strickland vor dem Event per Telefon erfahren, dass seine Anwesenheit nicht erwünscht sei. Laut Strickland lag das an seinen kritischen Äußerungen über den Iran-Krieg und den US-Verbündeten Israel. © af

Veteranen, politische Beobachter und Organisationen wie das „Lincoln Project“ verurteilten die Inszenierung scharf. Sie kritisierten die Zweckentfremdung des Militärs als reine Werbekulisse für ein kommerzielles Kampfsport-Event als „Schande“ und warfen der Regierung mangelnden Respekt vor den Streitkräften vor.

Zusätzlich sorgten laut Raw Story Berichte für Empörung, wonach Soldaten zwar Freikarten für die UFC-Kämpfe auf dem Gelände des Weißen Hauses angeboten wurden, diese jedoch an strenge körperliche Anforderungen geknüpft gewesen sein sollen. Angeblich wurde von offizieller Seite verlangt, dass die anwesenden Truppen vor den Fernsehkameras zwingend „gut aussehen“ müssten.

Der Einsatz von US-Soldaten rund um „UFC Freedom 250“ (Aufnahme vom eigentlichen Event, nur zu Symbolzwecken) sorgt für Empörung.

Käfigkämpfe am Weißen Haus: Secret Service führt UFC-Champion ab – wegen Trump-Kritik?

Update, 10.45 Uhr: Ein weiterer Eklat bei der Gala zu Trumps 80. Geburtstag: UFC-Mittelgewichtschampion Sean Strickland ist laut einem Bericht vom Gelände des Weißen Hauses verwiesen worden. Der 35-Jährige sei trotz angeblichen Hausverbots heimlich nahe ans offizielle Festgelände geschmuggelt worden, wo er von Fans gefeiert worden sei – bevor ihn der Secret Service abführte.

Strickland hatte zuvor berichtet, er sei vom Weißen Haus nicht für das UFC-Spektakel zugelassen worden – als Konsequenz seiner scharfen Kritik am US-Präsidenten. In einem Video aus dem Sicherheitsfahrzeug sagte er laut Daily Beast: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich kein Gesetz gebrochen habe, wirklich ziemlich sicher.“

Update, 9:32 Uhr: Ein MMA-Kämpfer hat bei Trumps Geburtstagsgala die UFC-Bühne genutzt, um eine Verschwörungstheorie über die frühere First Lady Michelle Obama aufzugreifen: „Michelle Obama ist ein Mann. Habe ich recht, Amerika?“, rief Josh Hokit.

Kampfsportler Bo Nickal wiederum bedankte sich bei dem US-Präsidenten und UFC-Boss Dana White für das „UFC Freedom 250“-Event: „Es braucht schon eine ganz besondere Person, um den Mut zu haben, so etwas zu tun, und ich habe großen Respekt vor ihm“ – Trump grinste daraufhin in die Kamera.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Freiheit 250“, eine Anspielung auf den 250. Jahrestag der US-Gründung. Bei dem Spektakel sollten nach UFC-Angaben insgesamt 14 MMA-Kämpfer gegeneinander antreten. Zuschauer skandierten „USA, USA“. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner nahmen das Event vor dem Weißen Haus aber eher als Geschenk für Trump höchstpersönlich wahr – denn der 250. Unabhängigkeitstag der USA fällt auf den 4., nicht den 14. Juli. 

UFC Freedom 259 zum Trump-Geburtstag – Gericht hatte Klage abgewiesen

Update, 8:32 Uhr: „UFC Freedom 250“ am Weißen Haus: Das Event zu seinem Geburtstag hatte alles, was es braucht, um Donald Trump zu gefallen. Der US-Präsident gilt als Fan der Mixed Martial Arts – einem oft blutigen Kampfsport, der Techniken unter anderem aus dem Boxen, Ringen, Kickboxen, Karate und Jiu Jitsu vereint. 

UFC-Boss Dana White ist sein Freund und unterstützte ihn auch im Wahlkampf. Kritiker hatten versucht, das Event mit einer Klage zu verhindern. Sie werfen Trump vor, White und dessen Unternehmen Zugang zum Weißen Haus zu gewähren, „um ein privates, gewinnorientiertes Sportevent zu veranstalten – mit all den Werbe- und Branding-Möglichkeiten, die ein solcher Zugang mit sich bringt“. Ein US-Gericht wies die Klage jedoch ab. Die Einwände seien zu spät eingebracht worden, argumentierte es unter anderem. 

Update, 6:48 Uhr: Ein irres Event, das aktuell im Weißen Haus stattfindet: Zuschauer skandierten „USA, USA“ – wie bei Trumps Wahlkampfveranstaltungen und politischen Kundgebungen. Der Präsident hatte für die Käfigkämpfe eigens eine Bühne namens „The Claw“ (Die Klaue) errichten lassen. Ihre Überdachung in den Farben der US-Flagge überragte den Präsidentensitz, Scheinwerfer strahlten den Himmel an.

Das Weiße Haus flutete derweil das Internet mit Bildern und Videos des Präsidenten und sprach von einer „legendären Nacht“.  Trump saß mit UFC-Chef White direkt am Rand des Metallkäfigs und verfolgte bei schwülwarmen Sommertemperaturen und Gewittergrollen die Schläge und Tritte der halbnackten, nur mit knappen Hosen bekleideten Kämpfer. Er beglückwünschte die Sieger persönlich mit Händedruck. Die Sportler seien „die härtesten Leute, denen ihr je begegnen werdet“, hatte der Präsident in einem Interview gesagt.

UFC Freedom 250: Trumps Käfigkämpfe haben begonnen – Kunstflugstaffel zum Eventstart

Update, 15. Juni, 5:19 Uhr: Die Käfigkampf-Veranstaltung zum 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump hat begonnen. Trump und der befreundete Präsident des Kampfsportverbands Ultimate Fighting Championship (UFC), Dana White, trafen am Abend (Ortszeit) an der eigens errichteten Freiluftarena am Weißen Haus ein.

Kurz zuvor hatte Trump die Einigung auf ein Rahmenabkommen mit dem Iran verkündet. Das Weiße Haus verbreitete im Onlinedienst X Videoaufnahmen einer Kunstflugstaffel des US-Militärs, die den Präsidentensitz überflog. Sänger stimmten derweil die US-Hymne an, wie UFC-Aufnahmen zeigten. Der Auftakt der Kämpfe hatte sich wegen einer Gewitterwarnung verzögert. Unmittelbar nach seinem Geburtstag reist der US-Präsident ins französische Evian. Dort trifft er beim G7-Gipfel die anderen Staats- und Regierungschefs, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

„UFC Freedom 250“ an Trumps Geburtstag: Weißes Haus reagiert auf Wetterprognose

Update, 23:56 Uhr: Für den UFC-Kampf auf dem Südrasen des Weißen Hauses an Trumps Geburtstag hat offenbar nur eine kleine Gruppe ausgewählter Journalistinnen und Journalisten Akkreditierungen erhalten. Das berichtet die Washington Post. Die Auswahl soll die UFC getroffen haben. MSNBC-Moderator Jonathan Capehart zeigte sich alarmiert: „Das ist höchst ungewöhnlich. Das ist noch nie passiert.“

Update, 23:25 Uhr: UFC-Präsident Dana White zeigte sich von den schlechten Wettervorhersagen für Washington, D.C., und den möglichen Problemen für die Veranstaltung am Weißen Haus unbeeindruckt. „Mir ist es egal, ob es schneit, regnet oder sonst was; wir machen das“, sagte Whitem, der als enger Vertrauter von Geburtstagskind Trump gilt, laut eines Berichts der New York Post.

Update, 22:30 Uhr: Der Streit um die Wettervorhersage für Washington, D.C., geht weiter. Das Weiße Haus attackierte auf seiner Website den Weather Channel, der vor „chaotischen Bedingungen“ während UFC Freedom 250 gewarnt hatte. Die Trump-Regierung bezeichnete den Kanal daraufhin als „freundlosen Verlierer“.

Update, 21:41 Uhr: Noch bevor das Spektakel beginnt, erntet Trump die ersten spöttischen Reaktionen auf die aktuellen Entwicklungen rund um UFC Freedom 250. Grund dafür sind die schlechten Wetterprognosen und ein drohendes Unwetter über Washington, D. C. am Abend. Gavin Newsom, Gouverneur Kaliforniens und Mitglied der Demokraten, kommentierte auf X mit offensichtlicher Ironie: „Happy Birthday, Mr. President.“ Gleichzeitig attackierten offenbar Trump-freundliche Stimmen in den sozialen Medien den Weather Channel, der die Unwetterwarnung für Washington, D.C., als erstes verbreitet hatte. Der Sender verfolge mit der Meldung eine „liberale Agenda“ und oute sich als „Trump-Hasser“, heißt es in den Kommentaren auf X.

Gewitter über Washington DC an Donald Trumps Geburtstag

Update, 20:36 Uhr: Eine aktuelle Prognose des Weather Channel zeigt schlechte Aussichten für Trumps Geburtstagsparty. Die Wahrscheinlichkeit eines Gewitters liegt laut dem US-Sender bei 60 Prozent. Dazu drohen Windböen von bis zu 55 km/h. Fachleute warnen in den Live-Berichterstattungen der US-Medien aufgrund der Wetterlage zudem vor einem massiven Ansturm von Mücken, die die UFC-Kämpfer im Oktagon stören könnten. Sollte es zum Gewitter kommen, droht UFC Freedom 250 ein weiteres Problem: Bereits ein einziger Blitzeinschlag im Umkreis von knapp 13 Kilometern würde eine automatische 30-minütige Unterbrechung des gesamten Events auslösen.

Update, 19:45 Uhr: Das UFC-Spektakel auf dem Südrasen des Weißen Hauses zu Trumps 80. Geburtstag stößt laut einer atuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters nur bei 16 Prozent der US-Bevölkerung auf Zustimmung. Selbst in der Gruppe der Republikaner sind weniger als ein Drittel der Befragten von der Veranstaltung überzeugt. Bei der wichtigen Gruppe der Unabhängigen liegt die Zustimmung bei elf Prozent. Über die aktuelle Umfrage berichtete der US-Sender MSNOW im Vorfeld von UFC Freedom 250.

Update, 19:05 Uhr: Laut Vanity Fair und der New York Post haben zahlreiche geladene Stargäste Trump und der UFC abgesagt. Dazu gehören laut den Berichten Dwayne „The Rock“ Johnson, Adam Sandler, Jared Leto und Mario Lopez. Anwesend sein werden dafür zahlreiche Familienmitglieder Trumps, darunter die drei ältesten Kinder samt Anhang: Ivanka Trump und Ehemann Jared Kushner, die frisch vermählten Donald Trump Jr. und Bettina Trump sowie Eric Trump und Gattin Lara. First Lady Melania Trump soll ebenfalls dabei sein.

Update, 18:18 Uhr: Schwere Gewitter mit Blitzen und möglicherweise sogar ein Tornado könnten die Feierlichkeiten in Washington rund um den 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump erheblich stören. Das Weiße Haus reagierte auf die Wetterprognose gegenüber dem Nachrichtenportal The Hill. „Standardmäßige Notfallpläne für das Wetter sind in Kraft, um die Sicherheit des Präsidenten und aller Besucher zu gewährleisten“, heißt es in einer Stellungnahme. Zuvor hatte bereits UFC-Kommentator Joe Rogan in seinem Podcast gefordert, UFC Freedom 250 abzusagen oder in einen Innenbereich zu verlegen. So wie geplant dürfe man das Event „niemals durchführen“, so Rogan, der als Analyst gemeinsam mit UFC-Legende Daniel Cormier und Sportreporter Jon Anik das heutige Event live kommentieren wird.

Schlechte Aussichten für Trumps Geburtstag: Gewitter und Tornado drohen bei UFC-Event

Washington D.C.: Erstmeldung vom 14. Juni 2026: Ein Spektakel, das Amerika spaltet: In der Nacht von Sonntag auf Montag findet in Washington, D.C., das Kampfsportevent UFC Freedom 250 statt. Die Kampfsportorganisation Ultimate Fighting Championship (UFC) feiert damit den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten – und den 80. von Donald Trump.

Der US-Präsident lud die UFC, die weltweit größte Organisation für professionelle Kämpfe im Mixed Martial Arts (MMA) ins Weiße Haus ein. Auf dem südlichen Rasen entstand in den vergangenen Tagen eine Arena, die rund 4.000 Geburtstagsgästen Platz bieten soll. In ihrer Mitte befindet sich ein Oktagon, in dem sieben Kämpfe, darunter zwei Titelkämpfe, stattfinden sollen. Weitere 125.000 Besucherinnen und Besucher sollen im angrenzenden Park beim Public Viewing dabei sein. Von einem „einzigartigen“ und „historischen“ Event, schwärmten im Vorfeld sowohl Trump als auch UFC-Präsident Dana White.

Sportlich steht bei UFC Freedom 250 der Titelkampf im Leichtgewicht im Zentrum. Weltmeister Ilia Topuria trifft dort auf Justin Gaethje. Der Spanier geht als Favorit in den Kampf mit dem US-Amerikaner, der aber aufgrund seines spektakulären Kampfstils als Liebling der Fans in den „Käfig“ genannten Oktagon steigen wird. Davor treten im zweiten Hauptkampf der Brasilianer Alex Pereira und der Franzose Cyril Gane gegeneinander an. In ihrem Duell geht es um den Interimstitel im Schwergewicht.

UFC Freedom 250 darf stattfinden – freie Bahn für Donald Trump

Doch bereits im Vorfeld drohte die sportliche Komponente von UFC Freedom 250 von der politischen Ebene in den Hintergrund gedrängt zu werden. Gegner der gewaltigen Geburtstagsparty für Trump hatten versucht, die Veranstaltung gerichtlich zu stoppen. Laut dem US-Sender MSNOW bezeichneten sie das Ereignis in ihrer Klage als das „erste private, gewinnorientierte Sportevent auf dem Gelände des Weißen Hauses überhaupt“ und damit als „Vulkan der Korruption“. Ein Bundesrichter lehnte den Eilantrag aber wenige Tage vor Trumps Geburtstag ab.

Gleichzeitig formiert sich landesweit der Widerstand gegen Trumps Party. Getragen wird er von der Opposition und der Zivilbevölkerung, aber auch aus den Reihen der Republikaner und der UFC selbst. Die Protestbewegung „No Kings“ ruft am heutigen 14. Juni – dem ersten Jahrestag ihrer Gründung – zur vierten bundesweiten Aktion auf. Im ganzen Land sind Kundgebungen geplant. Die Organisation rechnet mit mehr als zehn Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch in Washington, D. C., soll protestiert und Trumps Party gestört werden.

Vor 80. Geburtstag: „No Kings“-Demonstrationen gegen Trump

In der Hauptstadt könnten sich dem Protest darüber hinaus Teile der Republikaner und der MAGA-Bewegung anschließen. Zwar genießt Trump im eigenen Lager weiterhin eine überwältigende Zustimmung. Doch sein Umgang mit den Epstein-Akten und der Iran-Krieg bringen diese stellenweise zum Bröckeln. Marjorie Taylor Greene, ehemalige Abgeordnete im US-Kongress und einst glühende Trump-Anhängerin, nannte den Präsidenten kurz vor seinem 80. Geburtstag einen „Verräter“ und rief die Republikaner zur Revolte auf.

Ähnliches war vor UFC Freedom 250 von Sean Strickland zu hören. Strickland ist UFC-Weltmeister im Mittelgewicht und inszeniert sich als geläuterter Neonazi, aber weiterhin strammrechter und homophober Waffenliebhaber. Via Social Media behauptete Strickland, ihm sei der Besuch des Events untersagt worden, weil er Israel kritisiert habe. „Übrigens: Wir gehen trotzdem hin. Ich bringe ein Megafon mit“, sagte Strickland und kündigte seine Teilnahme am Protest gegen Trump an: „Wir gehen direkt bis vor die Tore. [...] Lasst uns verdammt noch mal loslegen.“

Donald Trumps Party live im TV: Alle Infos zu UFC Freedom 250 auf einen Blick

NameUFC Freedom 250
DatumSonntag, 14. Juni 2026
UhrzeitBeginn ca. 1:00 Uhr (MEZ), Hauptkampf ca. 4:00 Uhr
OrtWashington DC
Publikum4.000 - 5.000
TV-SenderDAZN

Die UFC Freedom 250 können deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer über DAZN oder den UFC Fight Pass mitverfolgen. Die Hauptkämpfe starten ab circa 01:00 Uhr morgens, der Hauptkampf zwischen Topuria und Gaethje wird voraussichtlich gegen 04:00 Uhr stattfinden.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt Stunden vor Beginn von UFC Freedom 250 das Wetter in Washington, D.C. Laut US-amerikanischen Wetterdiensten drohen am Abend Regenwolken über die Hauptstadt zu ziehen. Man müsse mit Schauern und möglicherweise sogar Gewittern rechnen, berichtet das US-Nachrichtenmagazin Forbes. Ob MMA-Kämpfe dann überhaupt stattfinden können, bleibt abzuwarten. Tatsächlich hatte UFC-Präsident Dana White bislang große Skepsis bewiesen, wenn es darum ging, Kämpfe der UFC im Freien ohne Dach auszutragen. Doch zu Ehren Trumps ist es das Risiko wohl wert gewesen. (Verwendete Quellen: Vanity Fair, New York Post, The Hill, MSNOW, Forbes, CNN, eigene Recherchen) (dil)

Rubriklistenbild: © Saul Loeb/Pool AFP/AP/dpa

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