Präsident und Land feiern Geburtstag
UFC Freedom 250: Veteranen kritisieren Trump – und angeblich strenge „Körper-Checks“ für Freikarten
Donald Trump feiert seinen 80. Geburtstag mit einem UFC-Spektakel vor dem Weißen Haus. Der Auftakt ist militärisch angehaucht. Der Newsticker.
Update, 12:45 Uhr: Der Einsatz von US-Militärgarden bei einer UFC-Pressekonferenz ruft in den USA heftige Kritik hervor, wie Raw Story berichtet. Im Vorfeld von „UFC Freedom 250“ flankierten laut dem Bericht uniformierte Soldaten die Stufen des Lincoln Memorials. Diese speziellen Ehrengarden kommen üblicherweise nur bei gefallenen Soldaten oder für Staatsoberhäupter zum Einsatz.
UFC Freedom 250: Trumps Kampfsportspektakel am Weißen Haus in Bildern




Veteranen, politische Beobachter und Organisationen wie das „Lincoln Project“ verurteilten die Inszenierung scharf. Sie kritisierten die Zweckentfremdung des Militärs als reine Werbekulisse für ein kommerzielles Kampfsport-Event als „Schande“ und warfen der Regierung mangelnden Respekt vor den Streitkräften vor.
Zusätzlich sorgten laut Raw Story Berichte für Empörung, wonach Soldaten zwar Freikarten für die UFC-Kämpfe auf dem Gelände des Weißen Hauses angeboten wurden, diese jedoch an strenge körperliche Anforderungen geknüpft gewesen sein sollen. Angeblich wurde von offizieller Seite verlangt, dass die anwesenden Truppen vor den Fernsehkameras zwingend „gut aussehen“ müssten.
Käfigkämpfe am Weißen Haus: Secret Service führt UFC-Champion ab – wegen Trump-Kritik?
Update, 10.45 Uhr: Ein weiterer Eklat bei der Gala zu Trumps 80. Geburtstag: UFC-Mittelgewichtschampion Sean Strickland ist laut einem Bericht vom Gelände des Weißen Hauses verwiesen worden. Der 35-Jährige sei trotz angeblichen Hausverbots heimlich nahe ans offizielle Festgelände geschmuggelt worden, wo er von Fans gefeiert worden sei – bevor ihn der Secret Service abführte.
Strickland hatte zuvor berichtet, er sei vom Weißen Haus nicht für das UFC-Spektakel zugelassen worden – als Konsequenz seiner scharfen Kritik am US-Präsidenten. In einem Video aus dem Sicherheitsfahrzeug sagte er laut Daily Beast: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich kein Gesetz gebrochen habe, wirklich ziemlich sicher.“
Update, 9:32 Uhr: Ein MMA-Kämpfer hat bei Trumps Geburtstagsgala die UFC-Bühne genutzt, um eine Verschwörungstheorie über die frühere First Lady Michelle Obama aufzugreifen: „Michelle Obama ist ein Mann. Habe ich recht, Amerika?“, rief Josh Hokit.
Kampfsportler Bo Nickal wiederum bedankte sich bei dem US-Präsidenten und UFC-Boss Dana White für das „UFC Freedom 250“-Event: „Es braucht schon eine ganz besondere Person, um den Mut zu haben, so etwas zu tun, und ich habe großen Respekt vor ihm“ – Trump grinste daraufhin in die Kamera.
Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Freiheit 250“, eine Anspielung auf den 250. Jahrestag der US-Gründung. Bei dem Spektakel sollten nach UFC-Angaben insgesamt 14 MMA-Kämpfer gegeneinander antreten. Zuschauer skandierten „USA, USA“. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner nahmen das Event vor dem Weißen Haus aber eher als Geschenk für Trump höchstpersönlich wahr – denn der 250. Unabhängigkeitstag der USA fällt auf den 4., nicht den 14. Juli.
UFC Freedom 259 zum Trump-Geburtstag – Gericht hatte Klage abgewiesen
Update, 8:32 Uhr: „UFC Freedom 250“ am Weißen Haus: Das Event zu seinem Geburtstag hatte alles, was es braucht, um Donald Trump zu gefallen. Der US-Präsident gilt als Fan der Mixed Martial Arts – einem oft blutigen Kampfsport, der Techniken unter anderem aus dem Boxen, Ringen, Kickboxen, Karate und Jiu Jitsu vereint.
UFC-Boss Dana White ist sein Freund und unterstützte ihn auch im Wahlkampf. Kritiker hatten versucht, das Event mit einer Klage zu verhindern. Sie werfen Trump vor, White und dessen Unternehmen Zugang zum Weißen Haus zu gewähren, „um ein privates, gewinnorientiertes Sportevent zu veranstalten – mit all den Werbe- und Branding-Möglichkeiten, die ein solcher Zugang mit sich bringt“. Ein US-Gericht wies die Klage jedoch ab. Die Einwände seien zu spät eingebracht worden, argumentierte es unter anderem.
Update, 6:48 Uhr: Ein irres Event, das aktuell im Weißen Haus stattfindet: Zuschauer skandierten „USA, USA“ – wie bei Trumps Wahlkampfveranstaltungen und politischen Kundgebungen. Der Präsident hatte für die Käfigkämpfe eigens eine Bühne namens „The Claw“ (Die Klaue) errichten lassen. Ihre Überdachung in den Farben der US-Flagge überragte den Präsidentensitz, Scheinwerfer strahlten den Himmel an.
Das Weiße Haus flutete derweil das Internet mit Bildern und Videos des Präsidenten und sprach von einer „legendären Nacht“. Trump saß mit UFC-Chef White direkt am Rand des Metallkäfigs und verfolgte bei schwülwarmen Sommertemperaturen und Gewittergrollen die Schläge und Tritte der halbnackten, nur mit knappen Hosen bekleideten Kämpfer. Er beglückwünschte die Sieger persönlich mit Händedruck. Die Sportler seien „die härtesten Leute, denen ihr je begegnen werdet“, hatte der Präsident in einem Interview gesagt.
UFC Freedom 250: Trumps Käfigkämpfe haben begonnen – Kunstflugstaffel zum Eventstart
Update, 15. Juni, 5:19 Uhr: Die Käfigkampf-Veranstaltung zum 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump hat begonnen. Trump und der befreundete Präsident des Kampfsportverbands Ultimate Fighting Championship (UFC), Dana White, trafen am Abend (Ortszeit) an der eigens errichteten Freiluftarena am Weißen Haus ein.
Kurz zuvor hatte Trump die Einigung auf ein Rahmenabkommen mit dem Iran verkündet. Das Weiße Haus verbreitete im Onlinedienst X Videoaufnahmen einer Kunstflugstaffel des US-Militärs, die den Präsidentensitz überflog. Sänger stimmten derweil die US-Hymne an, wie UFC-Aufnahmen zeigten. Der Auftakt der Kämpfe hatte sich wegen einer Gewitterwarnung verzögert. Unmittelbar nach seinem Geburtstag reist der US-Präsident ins französische Evian. Dort trifft er beim G7-Gipfel die anderen Staats- und Regierungschefs, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
„UFC Freedom 250“ an Trumps Geburtstag: Weißes Haus reagiert auf Wetterprognose
Update, 23:56 Uhr: Für den UFC-Kampf auf dem Südrasen des Weißen Hauses an Trumps Geburtstag hat offenbar nur eine kleine Gruppe ausgewählter Journalistinnen und Journalisten Akkreditierungen erhalten. Das berichtet die Washington Post. Die Auswahl soll die UFC getroffen haben. MSNBC-Moderator Jonathan Capehart zeigte sich alarmiert: „Das ist höchst ungewöhnlich. Das ist noch nie passiert.“
Update, 23:25 Uhr: UFC-Präsident Dana White zeigte sich von den schlechten Wettervorhersagen für Washington, D.C., und den möglichen Problemen für die Veranstaltung am Weißen Haus unbeeindruckt. „Mir ist es egal, ob es schneit, regnet oder sonst was; wir machen das“, sagte Whitem, der als enger Vertrauter von Geburtstagskind Trump gilt, laut eines Berichts der New York Post.
Update, 22:30 Uhr: Der Streit um die Wettervorhersage für Washington, D.C., geht weiter. Das Weiße Haus attackierte auf seiner Website den Weather Channel, der vor „chaotischen Bedingungen“ während UFC Freedom 250 gewarnt hatte. Die Trump-Regierung bezeichnete den Kanal daraufhin als „freundlosen Verlierer“.
Update, 21:41 Uhr: Noch bevor das Spektakel beginnt, erntet Trump die ersten spöttischen Reaktionen auf die aktuellen Entwicklungen rund um UFC Freedom 250. Grund dafür sind die schlechten Wetterprognosen und ein drohendes Unwetter über Washington, D. C. am Abend. Gavin Newsom, Gouverneur Kaliforniens und Mitglied der Demokraten, kommentierte auf X mit offensichtlicher Ironie: „Happy Birthday, Mr. President.“ Gleichzeitig attackierten offenbar Trump-freundliche Stimmen in den sozialen Medien den Weather Channel, der die Unwetterwarnung für Washington, D.C., als erstes verbreitet hatte. Der Sender verfolge mit der Meldung eine „liberale Agenda“ und oute sich als „Trump-Hasser“, heißt es in den Kommentaren auf X.
Gewitter über Washington DC an Donald Trumps Geburtstag
Update, 20:36 Uhr: Eine aktuelle Prognose des Weather Channel zeigt schlechte Aussichten für Trumps Geburtstagsparty. Die Wahrscheinlichkeit eines Gewitters liegt laut dem US-Sender bei 60 Prozent. Dazu drohen Windböen von bis zu 55 km/h. Fachleute warnen in den Live-Berichterstattungen der US-Medien aufgrund der Wetterlage zudem vor einem massiven Ansturm von Mücken, die die UFC-Kämpfer im Oktagon stören könnten. Sollte es zum Gewitter kommen, droht UFC Freedom 250 ein weiteres Problem: Bereits ein einziger Blitzeinschlag im Umkreis von knapp 13 Kilometern würde eine automatische 30-minütige Unterbrechung des gesamten Events auslösen.
Update, 19:45 Uhr: Das UFC-Spektakel auf dem Südrasen des Weißen Hauses zu Trumps 80. Geburtstag stößt laut einer atuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters nur bei 16 Prozent der US-Bevölkerung auf Zustimmung. Selbst in der Gruppe der Republikaner sind weniger als ein Drittel der Befragten von der Veranstaltung überzeugt. Bei der wichtigen Gruppe der Unabhängigen liegt die Zustimmung bei elf Prozent. Über die aktuelle Umfrage berichtete der US-Sender MSNOW im Vorfeld von UFC Freedom 250.
Update, 19:05 Uhr: Laut Vanity Fair und der New York Post haben zahlreiche geladene Stargäste Trump und der UFC abgesagt. Dazu gehören laut den Berichten Dwayne „The Rock“ Johnson, Adam Sandler, Jared Leto und Mario Lopez. Anwesend sein werden dafür zahlreiche Familienmitglieder Trumps, darunter die drei ältesten Kinder samt Anhang: Ivanka Trump und Ehemann Jared Kushner, die frisch vermählten Donald Trump Jr. und Bettina Trump sowie Eric Trump und Gattin Lara. First Lady Melania Trump soll ebenfalls dabei sein.
Update, 18:18 Uhr: Schwere Gewitter mit Blitzen und möglicherweise sogar ein Tornado könnten die Feierlichkeiten in Washington rund um den 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump erheblich stören. Das Weiße Haus reagierte auf die Wetterprognose gegenüber dem Nachrichtenportal The Hill. „Standardmäßige Notfallpläne für das Wetter sind in Kraft, um die Sicherheit des Präsidenten und aller Besucher zu gewährleisten“, heißt es in einer Stellungnahme. Zuvor hatte bereits UFC-Kommentator Joe Rogan in seinem Podcast gefordert, UFC Freedom 250 abzusagen oder in einen Innenbereich zu verlegen. So wie geplant dürfe man das Event „niemals durchführen“, so Rogan, der als Analyst gemeinsam mit UFC-Legende Daniel Cormier und Sportreporter Jon Anik das heutige Event live kommentieren wird.
Schlechte Aussichten für Trumps Geburtstag: Gewitter und Tornado drohen bei UFC-Event
Washington D.C.: Erstmeldung vom 14. Juni 2026: Ein Spektakel, das Amerika spaltet: In der Nacht von Sonntag auf Montag findet in Washington, D.C., das Kampfsportevent UFC Freedom 250 statt. Die Kampfsportorganisation Ultimate Fighting Championship (UFC) feiert damit den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten – und den 80. von Donald Trump.
Der US-Präsident lud die UFC, die weltweit größte Organisation für professionelle Kämpfe im Mixed Martial Arts (MMA) ins Weiße Haus ein. Auf dem südlichen Rasen entstand in den vergangenen Tagen eine Arena, die rund 4.000 Geburtstagsgästen Platz bieten soll. In ihrer Mitte befindet sich ein Oktagon, in dem sieben Kämpfe, darunter zwei Titelkämpfe, stattfinden sollen. Weitere 125.000 Besucherinnen und Besucher sollen im angrenzenden Park beim Public Viewing dabei sein. Von einem „einzigartigen“ und „historischen“ Event, schwärmten im Vorfeld sowohl Trump als auch UFC-Präsident Dana White.
Sportlich steht bei UFC Freedom 250 der Titelkampf im Leichtgewicht im Zentrum. Weltmeister Ilia Topuria trifft dort auf Justin Gaethje. Der Spanier geht als Favorit in den Kampf mit dem US-Amerikaner, der aber aufgrund seines spektakulären Kampfstils als Liebling der Fans in den „Käfig“ genannten Oktagon steigen wird. Davor treten im zweiten Hauptkampf der Brasilianer Alex Pereira und der Franzose Cyril Gane gegeneinander an. In ihrem Duell geht es um den Interimstitel im Schwergewicht.
UFC Freedom 250 darf stattfinden – freie Bahn für Donald Trump
Doch bereits im Vorfeld drohte die sportliche Komponente von UFC Freedom 250 von der politischen Ebene in den Hintergrund gedrängt zu werden. Gegner der gewaltigen Geburtstagsparty für Trump hatten versucht, die Veranstaltung gerichtlich zu stoppen. Laut dem US-Sender MSNOW bezeichneten sie das Ereignis in ihrer Klage als das „erste private, gewinnorientierte Sportevent auf dem Gelände des Weißen Hauses überhaupt“ und damit als „Vulkan der Korruption“. Ein Bundesrichter lehnte den Eilantrag aber wenige Tage vor Trumps Geburtstag ab.
Gleichzeitig formiert sich landesweit der Widerstand gegen Trumps Party. Getragen wird er von der Opposition und der Zivilbevölkerung, aber auch aus den Reihen der Republikaner und der UFC selbst. Die Protestbewegung „No Kings“ ruft am heutigen 14. Juni – dem ersten Jahrestag ihrer Gründung – zur vierten bundesweiten Aktion auf. Im ganzen Land sind Kundgebungen geplant. Die Organisation rechnet mit mehr als zehn Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Auch in Washington, D. C., soll protestiert und Trumps Party gestört werden.
Vor 80. Geburtstag: „No Kings“-Demonstrationen gegen Trump
In der Hauptstadt könnten sich dem Protest darüber hinaus Teile der Republikaner und der MAGA-Bewegung anschließen. Zwar genießt Trump im eigenen Lager weiterhin eine überwältigende Zustimmung. Doch sein Umgang mit den Epstein-Akten und der Iran-Krieg bringen diese stellenweise zum Bröckeln. Marjorie Taylor Greene, ehemalige Abgeordnete im US-Kongress und einst glühende Trump-Anhängerin, nannte den Präsidenten kurz vor seinem 80. Geburtstag einen „Verräter“ und rief die Republikaner zur Revolte auf.
Ähnliches war vor UFC Freedom 250 von Sean Strickland zu hören. Strickland ist UFC-Weltmeister im Mittelgewicht und inszeniert sich als geläuterter Neonazi, aber weiterhin strammrechter und homophober Waffenliebhaber. Via Social Media behauptete Strickland, ihm sei der Besuch des Events untersagt worden, weil er Israel kritisiert habe. „Übrigens: Wir gehen trotzdem hin. Ich bringe ein Megafon mit“, sagte Strickland und kündigte seine Teilnahme am Protest gegen Trump an: „Wir gehen direkt bis vor die Tore. [...] Lasst uns verdammt noch mal loslegen.“
Donald Trumps Party live im TV: Alle Infos zu UFC Freedom 250 auf einen Blick
| Name | UFC Freedom 250 |
| Datum | Sonntag, 14. Juni 2026 |
| Uhrzeit | Beginn ca. 1:00 Uhr (MEZ), Hauptkampf ca. 4:00 Uhr |
| Ort | Washington DC |
| Publikum | 4.000 - 5.000 |
| TV-Sender | DAZN |
Die UFC Freedom 250 können deutsche Zuschauerinnen und Zuschauer über DAZN oder den UFC Fight Pass mitverfolgen. Die Hauptkämpfe starten ab circa 01:00 Uhr morgens, der Hauptkampf zwischen Topuria und Gaethje wird voraussichtlich gegen 04:00 Uhr stattfinden.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt Stunden vor Beginn von UFC Freedom 250 das Wetter in Washington, D.C. Laut US-amerikanischen Wetterdiensten drohen am Abend Regenwolken über die Hauptstadt zu ziehen. Man müsse mit Schauern und möglicherweise sogar Gewittern rechnen, berichtet das US-Nachrichtenmagazin Forbes. Ob MMA-Kämpfe dann überhaupt stattfinden können, bleibt abzuwarten. Tatsächlich hatte UFC-Präsident Dana White bislang große Skepsis bewiesen, wenn es darum ging, Kämpfe der UFC im Freien ohne Dach auszutragen. Doch zu Ehren Trumps ist es das Risiko wohl wert gewesen. (Verwendete Quellen: Vanity Fair, New York Post, The Hill, MSNOW, Forbes, CNN, eigene Recherchen) (dil)
Rubriklistenbild: © Saul Loeb/Pool AFP/AP/dpa
