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Nach Angriff auf Hamas-Gruppe
Drohende Reaktion auf Israel-Angriff? So gut ist Katar militärisch aufgestellt
Israel hat einen Luftangriff auf Katar geflogen, um die dort lebenden Hamas-Führer zu töten. Mit welchem Waffenarsenal könnte das Land reagieren?
Doha – Israel hat die Hamas in Katar angegriffen. Augenzeugen sprechen von mehreren Explosionen in Doha, auf Aufnahmen ist Rauch über der Hauptstadt von Katar zu sehen. Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sprach von einem „eklatanten Verstoß gegen alle internationalen Rechte und Normen“ und einer „ernsthaften Gefahr für die Sicherheit“ der Bevölkerung in Katar. Emmanuel Macron hat den Angriff als „inakzeptabel“ verurteilt. Noch ist unklar, wie Katar reagieren wird. Das Land ist militärisch gut ausgerüstet.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
Israel selbst hat inzwischen angegeben, dass der Angriff dem Hamas-Verhandlungsteam und ihrer Führer galt. Viele der Hamas-Funktionäre leben außerhalb Palästinas, unter anderem in Katar und der Türkei. Nach jüngsten Berichten der Nachrichtenagentur Reuters haben einige Hamas-Mitglieder den Angriff jedoch überlebt; die Organisation selbst spricht von einer „gescheiterten“ Attacke. US-Präsident Donald Trump soll vor dem Angriff in Kentnis gesetzt worden sein.
Katar ist unter den Top 5 der größten Waffenimporteure weltweit
Das britische Internationale Institut für strategische Studien (IISS) schreibt seit den 50er-Jahren jedes Jahr einen Bericht über die militärischen Kräfteverhältnisse in der Welt. Laut dem Bericht für 2025 ist Katar aktuell dabei, seine militärische Stärke auszubauen. Das bestätigen auch Berechnungen des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Demnach belegte Katar im letzten Jahr Platz 5 der Weltrangliste mit den meisten Waffenimporten. Das SIPRI berücksichtigt bei seiner Rechnung nicht nur den Wert der Waffen, sondern auch Größe, Gewicht, Geschwindigkeit, Reichweite und andere Faktoren. 2024 gab Katar 9,66 Milliarden US-Dollar für seine Verteidigung aus – 4,37 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts.
Israels Angriff auf Hamas in Doha: Diese Waffen hat Katar
Katar hat 16.500 aktive Militärangehörige, das Militär ist unterteilt in Armee (Landstreitkräfte), Marine und Luftwaffe. Außerdem betreibt das Militär noch einige Satelliten. Laut IISS besitzt Katar folgende Waffen und Militärequipment:
Armee
Marine
Luftwaffe
665+ gepanzerte Einsatzfahrzeuge, darunter 62 Leopard 2A7+ Kampfpanzer
4 Fregatten
98 Kampfflugzeuge, darunter 22 Eurofighter des Typs Typhoon
24+ Waffensysteme gegen Panzer und Infrastruktur
24 Kriegsschiffe für Küste und Patrouillen
77 Helikopter
89+ Artilleriegeschütze und Waffen, darunter 24 Panzerhaubizen und Raketenwerfsysteme
2 Logistik- und Unterstützungsschiffe mit Helikopterlandeplatz
40+ Luftabwehrraketen und -systeme, darunter 34 Patriot-Abwehrsysteme
15+ Luftabwehrsysteme, darunter der Flugabwehrkanonenpanzer Gepard
nicht inkludiert sind die Kapazitäten der Küstenwache und des Küstenschutz'
12+ Luftgestütze Raketen
9 Werkzeugfahrzeuge
Bomben des Typs AGM-154C JSOW
Katar: Streng muslimisch und stabiler Partner in der Region
Für Katar ist es laut der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ein wichtiges außenpolitisches Ziel, Frieden in der Region zu bewahren. Immer wieder fungiert das Land als Verhandlungsort für seine Nachbarn, jüngst für Israel und Palästina. Die Spannungen zwischen Katar und seinen Nachbarstaaten haben sich seit der Golfkrise 2017 weitgehend entspannt.
International gilt das Land als stabiler Partner in der Region. 2022 hat die USA Katar als wichtigen Verbündeten außerhalb der NATO bezeichnet. Das Land hat Sicherheitsabkommen mit den USA und Frankreich. Mit der Türkei und Großbritannien hat Katar je eine gemeinsame Luftwaffenstaffel. Auch Deutschland liefert Waffen nach Katar.
Das Land ist islamisch geprägt und pflegt Verbindungen zu islamistischen Gruppierungen wie der Hamas oder den Muslimbrüdern. Es wird von der Al Thani-Familie beherrscht. Sie stellen den Emir, der in allen Politikbereichen über die finale Entscheidungsgewalt verfügt. Die Pressefreiheit ist sehr eingeschränkt, es gibt kaum eine nennenswerte Öffentlichkeit. International hat sich das Land als wichtiger Handelspartner etabliert, dazu hat auch die Fußballweltmeisterschaft der Männer in Katar beigetragen. (cdz)
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