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News-Ticker zum Nahost-Konflikt

Iran-News: Trump verlängert Waffenruhe – Teheran attackiert drei Schiffe in Hormus-Straße

Aktuelle News im Krieg der USA mit dem Iran: Trump verlängert die Waffenruhe mit dem Iran und stellt Forderungen an Teheran – der Ticker.

Update, 18:05 Uhr: Dieser Newsticker ist beendet. Sie finden alle weiteren Entwicklungen in unserem aktuellen Newsticker zum Iran-Krieg.

Update, 16:38 Uhr: Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter hat Trumps jüngste Begründung für die erneute Verlängerung seines Ultimatums im Iran-Krieg scharf zurückgewiesen. Trump hatte seine Entscheidung damit begründet, dass Irans Führung „ernsthaft gespalten“ sei – was der iranische Offizielle laut Drop Site News als „verzweifelten Versuch Trumps, das Gesicht zu wahren nach seinen jüngsten falschen Behauptungen“ bezeichnete.

Demnach soll Teheran einer neuen Gesprächsrunde am Donnerstag nur zustimmen, wenn Washington die Seeblockade der Straße von Hormus aufhebt und den Waffenstillstand verlängert. „Die pakistanische Seite hat signalisiert, dass sie erwartet, dass Trump die Seeblockade des Iran aufhebt“, sagte der iranische Offizielle gegenüber Drop Site News.

Iran-News: Waffenruhe verlängert – US-Bürger sollen Iran „jetzt sofort“ verlassen

Update, 15:55 Uhr: Die US-Regierung hat ihre noch im Iran befindlichen Staatsbürger aufgefordert, das Land „jetzt sofort“ zu verlassen, nachdem der iranische Luftraum teilweise wieder geöffnet wurde. Washington warnte zugleich, Teheran könnte US-Bürgern die Ausreise verweigern oder eine „Ausreisegebühr“ erheben. Auch amerikanisch-iranische Doppelstaatler wurden zur Ausreise aufgerufen – sie sollen das Land demnach mit ihrem iranischen Reisepass verlassen. Die Reisewarnung unterstreicht die angespannte Lage im Iran-Konflikt, in dem die USA zuletzt mit einer Seeblockade den Druck auf Teheran erhöht hatten.

Trump verlängert die Waffenruhe im Iran-Krieg.

Update, 14:24 Uhr: Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, der Iran verfolge die politischen Entwicklungen „aufmerksam“ – als Reaktion auf Pakistans Forderungen nach einem Waffenstillstand. In einem Telegram-Beitrag zitiert IRNA Baghaei mit den Worten, der Iran werde „notwendige und angemessene Maßnahmen ergreifen, um die nationalen Interessen und die Sicherheit des Iran zu wahren“.

US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend angekündigt, die Waffenruhe auf Bitte Pakistans zu verlängern, und dabei auf die seiner Ansicht nach „ernsthaft zersplitterte“ iranische Regierung verwiesen. Zur Frage weiterer Verhandlungen mit Washington äußerte sich Baghaei zurückhaltend: „Diplomatie ist ein Instrument zur Sicherung nationaler Interessen und der nationalen Sicherheit, und wann immer wir zu dem Schluss kommen, dass die notwendigen und angemessenen Bedingungen für den Einsatz dieses Instruments gegeben sind, werden wir handeln.“

Iran-News: Teheran attackiert drei Schiffe in der Straße von Hormus

Update, 13:01 Uhr: Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei Frachtschiffe vor ihrer Küste angegriffen und manövrierunfähig gemacht. Die Revolutionsgarden hätten deren „regelwidrige“ Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestoppt, meldete die Nachrichtenagentur Fars. Demnach handelt es sich um das liberianische Containerschiff „Epaminondas“, das von den Vereinigten Arabischen Emiraten in Richtung Indien unterwegs war, den unter panamaischer Flagge fahrenden Frachter „MSC Francesca“, der zuletzt vor der Küste Saudi-Arabiens lag, sowie das Containerschiff „Euphoria“, das sich iranischen Angaben zufolge in griechischem Besitz befinden soll.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Update, 12:03 Uhr: Die arabischen Länder fordern vom Iran Reparationen für die im Krieg entstandenen Schäden und Verluste. In einer Erklärung nach einem virtuellen Treffen der Arabischen Liga hieß es, Teheran sei nach Völkerrecht zu solchen Zahlungen verpflichtet. „Der Iran trägt international die volle Verantwortung für seine unrechtmäßigen und nicht gerechtfertigten Angriffe gegen arabische Staaten“, erklärten die Außenminister.

Seit Kriegsbeginn Ende Februar hatte der Iran als Vergeltung für die Militärschläge der USA und Israels Tausende Raketen, Drohnen und Marschflugkörper auf die Golfstaaten abgefeuert. Dabei gerieten neben US-Einrichtungen wie Botschaften und Militärstützpunkten auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngebiete unter Beschuss. Die meisten Angriffe wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait gemeldet. „Die arabischen Länder waren und werden keine Geiseln in den Händen des Irans sein, um Rechnungen zu begleichen“, sagte Ahmed Abul Gheit, Generalsekretär der Arabischen Liga, der 22 Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens umfasst.

Iran-News aktuell: Dritter Frachter in Straße von Hormus angegriffen

Update, 11:42 Uhr: Ein drittes Frachtschiff ist beim Versuch, die Straße von Hormuz zu passieren, angegriffen worden. Das meldet das maritime Geheimdienstunternehmen Vanguard gegenüber BBC Verify. Das unter panamaischer Flagge fahrende Schiff MSC Francesca wurde demnach etwa sechs Seemeilen vor der iranischen Küste attackiert, als es aus der Straße von Malakka kommend südwärts in den Golf von Oman fuhr. Laut Vanguard wurde die MSC Francesca von Einheiten der Islamischen Revolutionsgarden gestoppt und angewiesen, vor Anker zu gehen. Das Schiff meldete Schäden an Rumpf und Unterkünften; weitere Details lagen zunächst nicht vor.

Update, 11:38 Uhr: Angesichts steigender Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs hat die EU zu einer schnelleren Abkehr von importierten Brennstoffen aufgerufen. „Wir müssen den Übergang zu heimischen, sauberen Energien beschleunigen“, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch bei der Präsentation eines Strategiepapiers zur Bewältigung der Energiekrise. Als kurzfristige Maßnahmen gegen die Preissteigerungen schlägt die Kommission unter anderem Energiegutscheine, die Senkung von Stromsteuern sowie gezielte Subventionsprogramme vor. Die Abkehr von Öl- und Gasimporten werde den EU-Ländern „Energieunabhängigkeit und -sicherheit verschaffen“, so von der Leyen, und es Europa ermöglichen, „geopolitische Stürme besser zu überstehen“.

Iran-News: Frachter in der Straße von Hormus beschossen

Update, 10:06 Uhr: Offenbar ist es zu einem weiteren Vorfall in der Straße von Hormus gekommen. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) informierte über einen Beschuss etwa acht Seemeilen westlich des Iran. Den Informationen nach meldete der Kapitän eines auslaufenden Frachtschiffs, beschossen worden zu sein. Die Besatzung ist wohlauf. Es wurden keine Schäden am Schiff gemeldet.

Update, 9:43 Uhr: US-Präsident Donald Trump zufolge steht der Iran wegen der anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus kurz vor dem finanziellen Kollaps. „Der Iran bricht finanziell zusammen!“, schrieb Trump am Mittwoch auf Truth Social. Die Islamische Republik „hungere nach Geld“, fügte er hinzu.

Trump erklärte, Teheran wolle die strategisch wichtige Meerenge eigentlich „sofort geöffnet“ sehen, blockiere sie aber weiterhin, um „ihr Gesicht wahren“ zu können. Der Iran hatte die Straße von Hormus – durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen fließt – zu Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe Ende Februar de facto gesperrt. Nach einer kurzzeitigen Öffnung für einen Tag schloss Teheran die Meerenge am Wochenende erneut. Die US-Marine blockiert ihrerseits iranische Häfen. Die Sperrung hat zu einem deutlichen Anstieg der Energiepreise geführt.

Iran-News: Teheran vollstreckt Todesurteil wegen Spionageverwürfen

Update, 9:09 Uhr: Inmitten einer Serie von Hinrichtungen hat Irans Justiz erneut ein Todesurteil wegen Spionagevorwürfen vollstreckt. Ein Mann wurde am Morgen durch Erhängen hingerichtet, berichtete die justiznahe Nachrichtenagentur Misan. Ihm war vorgeworfen worden, mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zusammengearbeitet zu haben.

Bereits am Montag waren zwei Männer nach Spionagevorwürfen exekutiert worden. Menschenrechtler bezeichneten sie hingegen als politische Gefangene, die der oppositionellen Exilgruppe Volksmudschahedin angehört haben sollen – einer im Iran verbotenen Organisation, die den Sturz des iranischen Herrschaftssystems anstrebt. Die Organisation Iran Human Rights verurteilte die Hinrichtungen scharf. Am Dienstag vollstreckte die Justiz zudem ein Todesurteil im Kontext der Massenproteste Anfang Januar. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Im vergangenen Jahr wurden laut Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1639 Menschen hingerichtet – so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr.

Update, 8:44 Uhr: Irans Revolutionsgarden haben nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe erhöhte Wachsamkeit gefordert. Die iranischen Streitkräfte befänden sich auf dem „Höhepunkt der Bereitschaft“ zur Fortsetzung der Kampfhandlungen, hieß es in einer Erklärung der Eliteeinheit. In einer neuen Eskalationsphase könnten die Streitkräfte „vernichtende und für den Feind unvorstellbare Schläge gegen die verbleibenden Vermögenswerte“ in der Region ausführen.

Trump hatte die Waffenruhe am Dienstagabend überraschend für verlängert erklärt. Auf Bitten Pakistans werde er von weiteren Angriffen absehen, bis die iranische Führung einen „geeinten Vorschlag“ zur Beilegung des Konflikts vorlege, teilte er auf Truth Social mit. Die US-Seeblockade iranischer Häfen werde jedoch aufrechterhalten. Die politische Führung in Teheran hat sich bislang nicht zu Trumps Ankündigung geäußert – in der iranischen Hauptstadt herrscht großes Misstrauen gegenüber Washington.

Iran-News: Trump droht Teheran nach Verlängerung der Waffenruhe

Update, 7:49 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nach der Verlängerung der Waffenruhe erneut gedroht. Auf Truth Social schrieb er am Dienstagabend, der Iran wolle die Straße von Hormus offenhalten, um Rohöl verkaufen zu können. Lasse er dies zu, könne es „niemals ein Abkommen mit dem Iran geben, es sei denn, wir sprengen den Rest ihres Landes in die Luft – einschließlich ihrer Führung“. Wann die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt fortgesetzt werden, ist offen. Die Reise von US-Vizepräsident JD Vance wurde abgesagt, wie Axios berichtete. Auch der Iran will wohl keine Delegation senden, da man keine Verhandlungen unter Drohungen akzeptierte, hieß es von iranischen Beamten.

Update, 6:52 Uhr: Der Iran hat laut der Nachrichtenagentur Tasnim keine Verlängerung der Waffenruhe beantragt. Eine offizielle Stellungnahme Teherans soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Mehrere politische und militärische Beamte aus dem Iran zeigen sich skeptisch gegenüber den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Der behauptet indes, Iran „kollabiere“ finanziell und verlange daher die Öffnung der Straße. Geht es nach Trump, so verliert der Iran täglich 500 Millionen Dollar durch die US-Blockade.

Update vom 22. April, 5:22 Uhr: Das Hauptquartier der iranischen Armee hat Israel und den USA mit kräftigen Schlägen gedroht, sollten die USA Angriffe gegen den Iran fortsetzen. „Unsere Bereitschaft ist vollständig und unser Finger ist angesichts der amerikanischen Drohungen am Abzug“, so der Sprecher des Hauptquartiers laut iranischen Medien. „Als Reaktion auf jede Aggression werden wir die USA und die zionistische Entität kräftig angreifen“, hieß es weiter.

Update, 22:26 Uhr: US-Präsident Donald Trump will die Waffenruhe im Krieg mit dem Iran verlängern. Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

JD Vances Reise nach Pakistan vorerst pausiert: Washington erwartet Antwort aus Teheran

Update, 19:28 Uhr: Die USA haben die geplante Reise von Vizepräsident JD Vance nach Pakistan vorerst auf Eis gelegt. Das berichtet die New York Times. Abgesagt sei die Reise jedoch nicht. Hintergrund ist offenbar der stockende Diplomatieversuch im Iran-Krieg: Der Iran habe die Teilnahme an den Gesprächen nicht bestätigt und stattdessen Vorbedingungen gestellt, so die New York Times. Washington wartet nun auf eine klare Rückmeldung aus Teheran.

Update, 19:00 Uhr: Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei hat die Zurückhaltung Teherans gegenüber Verhandlungen in Pakistan mit widersprüchlichem Verhalten Washingtons begründet. „Der Grund ist keine Unentschlossenheit; es sind die widersprüchlichen Botschaften, das widersprüchliche Verhalten und die inakzeptablen Aktionen der amerikanischen Seite“, sagte Baghaei laut iranischen Staatsmedien.

Iran werde an Gesprächen teilnehmen, „wann immer sie ergebnisorientiert werden“, so Baghaei weiter. Zudem verurteilte er US-Angriffe auf iranische Schiffe als „grobe Verletzung des Völkerrechts“ sowie als „Seeräuberei und Staatsterrorismus“, wie CNN Baghaei zitiert. Pakistan wartet derweil noch auf eine offizielle Bestätigung Teherans zur Teilnahme an den Gesprächen, wie Pakistans Informationsminister Attaullah Tarar erklärte.

Iran-Krieg aktuell: Waffenruhe dauert länger als gedacht

Update, 10:41 Uhr: Mehr Zeit für den Frieden: Die zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg läuft laut einem pakistanischen Insider erst am Mittwoch (22. April) um 20:00 Uhr US-Ostküstenzeit ab – das entspricht Donnerstag 02:00 Uhr MESZ. Damit bliebe mehr Zeit für die Friedensgespräche in Islamabad als bislang angenommen. „Sie werden verhandeln, und hoffentlich werden sie ein faires Abkommen schließen und ihr Land wieder aufbauen“, sagte US-Präsident Donald Trump in einem Radiointerview. „Aber sie werden keine Atomwaffen bekommen.“

Zuvor war stets von einem Auslaufen bereits in der Nacht zum Mittwoch die Rede gewesen – die Verschiebung könnte den Verhandlungen entscheidende Stunden verschaffen. Aktuell ist noch unklar, ob es zu einer zweiten Verhandlungsrunde kommt. Unbestätigten Angaben zufolge hält sich US-Vizepräsident JD Vance für Gespräche bereit. Allerdings scheint das Mullah-Regime noch unentschlossen zu sein.

USA und Iran im Krieg: JD Vance für Gespräche bereit

Erstmeldung: Die Uhr im Iran-Krieg tickt: Die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Mullah-Regime läuft ab – und aktuell ist immer noch unklar, ob es einen neuen Deal geben wird. Eine Delegation unter US-Vizepräsident JD Vance soll bereitstehen, um sich auf den Weg nach Islamabad zu machen und eine zweite Verhandlungsrunde zu ermöglichen. Ob der Iran am Tisch erscheint, ist offen. Teheran hat eine Teilnahme bislang nicht öffentlich bestätigt – und signalisiert gleichzeitig, im Falle eines Scheiterns mit neuen militärischen Mitteln bereit zu stehen. Die Frage, die die Welt bewegt: Gespräche oder neuer Krieg?

Nun verdichten sich die Signale: Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen hat der Iran Vermittlern signalisiert, doch ein Verhandlungsteam nach Pakistan zu entsenden. Eine öffentliche Bestätigung Teherans steht jedoch aus – am Montag hatte der Iran eine Teilnahme noch abgelehnt. Der lange Flug der von US-Präsident Donald Trump entsendeten Delegation gäbe den Iranern genügend Zeit, ihrerseits eine Delegation nach Islamabad zu schicken.

Rubriklistenbild: © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP

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