Aktuelle Lage im Ticker
Iran-News: Trump drängt auf Abkommen mit Teheran – Seeblockade bleibt Hindernis
Vance reist zu Gesprächen nach Pakistan. Trump droht Teheran. Waffenruhe endet am Mittwoch. Alle News zum Iran-Krieg im Ticker.
Update, 6:55 Uhr: Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist eine Fortsetzung der Verhandlungen weiter ungewiss. Sollten die USA und der Iran vor Mittwochabend Washingtoner Zeit keine neue Vereinbarung treffen, könnte der Krieg erneut losbrechen. Pakistan appellierte deshalb am Montag erneut an den Iran, den Dialog fortzusetzen – die Außenminister der beiden Länder telefonierten den zweiten Tag hintereinander. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erhob dabei neue Vorwürfe gegen die USA, schloss neue Gespräche aber nicht explizit aus.
Update, 5:50 Uhr: Vor möglichen neuen Verhandlungen geben sich die USA und der Iran unnachgiebig. Medienberichten zufolge steht die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance zwar vor einer Abreise Richtung Pakistan. Doch zentraler Streitpunkt bleibt weiter die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. Donald Trump teilte auf Truth Social mit, dass er an der Blockade festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe. Teheran knüpft die Teilnahme an Gesprächen nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen jedoch an die Aufhebung der Seeblockade. Sollten die USA und der Iran vor Mittwochabend Washingtoner Zeit keine neue Vereinbarung treffen, könnte der Krieg erneut losbrechen. Trump hatte für den Fall erneut mit zerstörerischen Angriffen gedroht.
Iran-News: Teheran reagiert – Trump will Verhandlungstisch in „Kapitulationstisch“ verwandeln
Update, 21. April, 4:50 Uhr: Der iranische Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat auf der Plattform X betont, dass Teheran keine Verhandlungen mit den USA unter Drohungen akzeptiere. US-Präsident Donald Trump versuche, den Verhandlungstisch in einen „Kapitulationstisch“ zu verwandeln, fügte er hinzu.
Update, 20:16 Uhr: Auf Truth Social erklärte US-Präsident Donald Trump, der „Deal“ den er mit dem Iran aushandle, sei besser als die Vereinbarung der USA mit dem Iran unter Präsident Barack Obama. „Das ABKOMMEN, das wir mit dem Iran schließen, wird VIEL BESSER sein als das JCPOA (z. dt. Wiener Atomabkommen, Anm. d. Red.), das gemeinhin als ‚Iran-Atomabkommen‘ bezeichnet wird und von Barack Hussein Obama und ‚Sleepy Joe Biden‘ ausgehandelt wurde – eines der schlechtesten Abkommen, die jemals im Zusammenhang mit der Sicherheit unseres Landes geschlossen wurden.“
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Iran News: Israel greift Hisbollah-Standorte im Libanon an
Update, 19:15 Uhr: Trotz einer zehntägigen Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hat Israel laut libanesischen Staatsmedien einen Drohnenangriff auf den Süden des Libanon ausgeführt. Eine „feindliche Drohne“ habe ein Gebiet nahe dem Fluss Litani angegriffen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur am Montag. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.
Die Waffenruhe war am Freitag in Kraft getreten – eine Bedingung des Iran für die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA im Atomstreit. Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte jedoch am Sonntag, er habe die Armee angewiesen, weiterhin mit „voller Kraft“ gegen alle Bedrohungen im Libanon vorzugehen.
Update, 18:24 Uhr: Eine US-Delegation bricht nach Angaben aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen „bald“ nach Pakistan zu neuen Friedensverhandlungen mit dem Iran auf. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag. US-Präsident Donald Trump hatte der New York Post kurz zuvor gesagt, die US-Unterhändler unter der Leitung von Vizepräsident JD Vance seien bereits auf dem Weg. Aus Teheran hieß es, der Iran habe noch nicht über eine Teilnahme an den Gesprächen entschieden.
Trump: „Höchst unwahrscheinlich“, dass die Waffenruhe im Iran-Krieg verlängert wird
Update, 17:42 Uhr: US-Präsident Donald Trump hält eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran für „höchst unwahrscheinlich“. Bei ausbleibender Einigung bleibe die Straße von Hormus unter US-Blockade, sagte er gegenüber Bloomberg. Vizepräsident JD Vance soll die Verhandlungen mit Teheran am Dienstag fortsetzen.
Update, 16:44 Uhr: US-Präsident Donald Trump dementierte am Montag die Kritik, Israel hätte Druck auf die USA ausgeübt, den Iran-Krieg zu starten. Auf Truth Social schrieb der US-Präsident: „Israel hat mich nie zu einem Krieg gegen den Iran überredet, aber die Ereignisse vom 7. Oktober haben meine seit jeher vertretene Ansicht bestätigt, dass der Iran NIEMALS ATOMWAFFEN BESITZEN DARF. Ich verfolge die FAKE NEWS, die Kommentare der Experten und die Umfragen mit völliger Ungläubigkeit.“
Update, 16:10 Uhr: Am Montagmorgen (Ortszeit) äußerte sich US-Präsident Donald Trump über die aktuelle Lage im Iran-Krieg. Während eines Telefonats mit PBS-Korrespondentin Liz Landers, drohte Trump dem Iran mit erneuten Angriffen, sollten die Verhandlungen platzen. „Dann werden jede Menge Bomben explodieren“, so der US-Präsident.
Noch sei unklar, ob die Verhandlungen in Islamabad stattfinden würden. „Wir hatten vereinbart, dort zu sein, auch wenn sie (Iran, Anm. d. Red.) behaupten, das hätten wir nicht. Aber nein, es war so geplant. Und wir werden sehen, ob es klappt oder nicht. Wenn sie nicht da sind, ist das auch in Ordnung“, sagte Donald Trump weiter.
News zum Iran-Krieg: Pakistan trifft diplomatische Vertreter aus den USA und Iran
Update, 15:32 Uhr: Pakistans Innenminister hat bei zwei verschiedenen Treffen diplomatische Vertreter aus dem Iran und den USA empfangen. Dabei sei unter anderem über die Sicherheit in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde gesprochen worden, hieß es in einer Mitteilung.
„Wir beten für den Erfolg der zweiten Verhandlungsrunde in Islamabad“, sagte Minister Mohsin Naqvi demnach bei einem Treffen mit der Geschäftsträgerin der US-Botschaft, Natalie A. Baker. Bei einem Gespräch mit dem iranischen Botschafter Resa Amiri Moghadam betonte der Minister die „Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung auf diplomatischem und verhandlungstechnischem Wege“, wie es in der Mitteilung weiter hieß.
Rutte in der Türkei: Auch Iran-Krieg Thema – Iran signalisiert Gesprächsbereitschaft
Update, 14:53 Uhr: NATO-Generalsekretär Mark Rutte reist am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch in die Türkei. Rutte werde in Ankara den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sowie Außenminister Hakan Fidan und Verteidigungsminister Yasar Güler treffen, teilte die NATO am Montag mit. In Ankara findet im Juli der jährliche NATO‑Gipfel statt.
Thema des Besuchs dürfte neben den Gipfelvorbereitungen auch der Iran-Krieg sein. Das NATO-Mitglied Türkei war seit Beginn des Krieges Ende Februar wiederholt Ziel von aus dem Iran abgefeuerten Raketen, die jedoch abgefangen wurden. Die NATO verstärkte ihre Abwehrbereitschaft in dem Land.
Update, 14:19 Uhr: Der Iran hat seine Bereitschaft signalisiert, eine Delegation für eine zweite Gesprächsrunde nach Islamabad zu entsenden. Laut der Associated Press könnte es damit zu einem erneuten Treffen im Iran-Krieg kommen – auch eine US-amerikanische Delegation soll demnach die Reise nach Pakistan erwägen. Pakistanische Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, zeigten sich demnach vorsichtig optimistisch. Details zu den Reiseplänen beider Seiten werde Pakistan aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgeben, hieß es.
Update, 13:42 Uhr: Trotz der Blockade der Straße von Hormus gibt die EU-Kommission Entwarnung: „Derzeit“ gebe es keine Treibstoffengpässe. Die Mitgliedstaaten tauschten sich regelmäßig über die Versorgungslage aus, dabei sei „die Verfügbarkeit von Flugkraftstoffen selbstverständlich eine Priorität“, sagte eine Sprecherin am Montag in Brüssel. Der internationale Airline-Verband Iata hatte am Freitag vor Kerosinengpässen gewarnt.
Die Kommissionssprecherin erklärte, die EU-Staaten hätten „erhebliche Kapazitäten, Rohöl zu raffinieren und Flugkraftstoff zu produzieren“ und seien deshalb nicht ausschließlich auf Importe und Reserven angewiesen. Die Kommission bereite sich auf „mögliche Maßnahmen“ vor, die aber von der weiteren Entwicklung der Preise und des Iran-Kriegs abhingen.
Update, 13:05 Uhr: Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus steht fast vollständig still. In den vergangenen zwölf Stunden hat es lediglich drei Durchfahrten gegeben, wie Schifffahrtsdaten zeigen. Der mit britischen Sanktionen belegte Öltanker „Nero“ habe den Golf verlassen und die Meerenge passiert. Dies geht aus Satellitenanalysen der Spezialfirma SynMax und Tracking-Daten der Plattform Kpler hervor. Zudem seien ein Chemikalientanker und ein Flüssiggastanker in den Golf eingefahren.
Iran-News: Trump prüft Pakistans Rat zu Verhandlungen
Update, 12:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump will Sicherheitskreisen zufolge Ratschläge des Vermittlers Pakistan prüfen. Der pakistanische Armeechef Asim Munir habe Trump in einem Telefonat gesagt, dass die US-Blockade der Straße von Hormus ein Hindernis für die Gespräche zwischen Iran und den USA sei, erklärte ein pakistanischer Insider laut Reuters. Trump habe zugesagt, diese Einschätzung zu berücksichtigen.
Iran-News: Vorbereitungen in Islamabad für neue Verhandlungen laufen
Update, 11:40 Uhr: Im Ringen um eine Fortsetzung der Iran-Gespräche hat Pakistan seine diplomatischen Kontakte zu Washington und Teheran deutlich ausgebaut – mit dem Ziel, die nächste Verhandlungsrunde bereits ab Dienstag in Islamabad stattfinden zu lassen, wie die Nachrichtenagentur AP aus Regierungskreisen erfuhr.
Innenminister Mohsin Naqvi empfing US-Geschäftsträgerin Natalie Baker in der Botschaft und sicherte zu: „Wir haben umfassende Sicherheitsmaßnahmen für unsere geschätzten Gäste getroffen.“ In der Hauptstadt wurden bereits Straßen gesperrt, Truppen an Kontrollpunkten postiert und Touristenattraktionen geschlossen – rund um das Luxushotel, in dem die Delegationen erwartet werden.
Update, 10:45 Uhr: Donald Trump hat mit massiven Angriffen auf den Iran gedroht, sollte Teheran einem Abkommen nicht zustimmen. Das Land werde dann „in die Luft gejagt“, sagte der US-Präsident gegenüber Fox News. Konkret nannte er Angriffe auf Brücken und Kraftwerke. Gleichzeitig kündigte Trump an, seine Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff würden zu neuen Verhandlungen nach Islamabad reisen.
Iran-News: Teheran lehnt Verhandlungen mit den USA derzeit ab
Update, 10:05 Uhr: Der Iran plant nach eigenen Angaben derzeit keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA. Ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärte bei einer Pressekonferenz in Teheran, die Vereinigten Staaten hätten gezeigt, dass sie es mit der Diplomatie nicht ernst meinten. Die USA hätten sich aggressiv verhalten und gegen die Bestimmungen der Waffenruhe verstoßen.
Ein hochrangiger Vertreter des Iran sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass nach Ansicht der Teheraner Führung die Friedensgespräche durch die anhaltende US-Blockade der Straße von Hormus untergraben werden. Eine US-Delegation mit Vizepräsident JD Vance an der Spitze soll am Abend zu einer zweiten Verhandlungsrunde in Pakistan eintreffen.
Iran-News: Verhandlungen unsicher – unruhige Lage auch im Libanon
Update, 9:20 Uhr: Die Lage im Nahen Osten bleibt fragil: Zum einen ist weiter unklar, ob es heute zu weiteren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran kommt. Zum anderen herrscht auch im Libanon gespannte Unruhe. So hat das israelische Militär heute die Menschen im Südlibanon davor gewarnt, sich südlich einer bestimmten Linie von Dörfern zu bewegen oder sich dem Fluss Litani zu nähern.
Die israelischen Streitkräfte blieben auch während der geltenden Waffenruhe in dem Gebiet stationiert, teilte das Militär laut Reuters mit. Grund seien anhaltende Aktivitäten der Hisbollah-Miliz. Militärsprecher Avichay Adraee rief die Zivilbevölkerung zudem dazu auf, wegen Sicherheitsrisiken bis auf Weiteres nicht in mehrere Grenzdörfer zurückzukehren.
Erstmeldung: Wenige Tage vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg hat Teheran einer neuen Verhandlungsrunde mit den USA vorerst eine Absage erteilt. „Es gibt derzeit keine Pläne, an der nächsten Runde der Gespräche zwischen dem Iran und den USA teilzunehmen“, berichtete der staatliche TV-Sender Irib am Sonntag unter Berufung auf iranische Quellen. Zu den Knackpunkten der Verhandlungen zählen neben der Öffnung der Straße von Hormus die iranischen Vorräte an angereichertem Uran. Das Material ist sowohl für die Kernenergie als auch für Atomwaffen unverzichtbar.
Rubriklistenbild: © Jacquelyn Martin/POOL AP/AP/dpa
