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Kampf gegen Migration

Trump will 55 Millionen Visa überprüfen – auch Deutschen könnte Abschiebung drohen

Donald Trump setzt seinen Kampf gegen Migration als US-Präsident fort. Sein neues Ziel: 55 Millionen Ausländer mit einem Visum für die USA.

Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump hat ein neues Ziel. Der Republikaner will offenbar alle 55 Millionen Ausländer überprüfen, die aktuell über ein Visum für die USA verfügen. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag. Bei der Überprüfung soll dem Bericht zufolge vor allem nach Verstößen gesucht werden, die zu einer Abschiebung führen könnten. Davon könnten auch zahlreiche deutsche Staatsbürger betroffen sein. Trump setzt den Kampf gegen Migration in seiner zweiten Amtszeit fort.

Handshake, Chaos, große Gesten: Das Trump-Putin-Treffen in Bildern

Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich in Alaska zum Gipfel. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.
Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich im US-Bundesstaat Alaska zum Gipfel in Sachen Ukraine-Krieg. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.  © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson + IMAGO / Anadolu Agency + IMAGO / ITAR-TASS
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska.
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska. © dpa/FR596 AP | Luis M. Alvarez
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen.
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexei Nikolsky
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen.
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt.
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor.
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor. © IMAGO / SNA
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska.
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska. © IMAGO/Hasan Akbas/Anadolu Agency
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander.
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander. Trump soll ihm laut US-Medien dort sogar kurz applaudiert haben. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück.
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One.
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut.
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen.
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen.
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff.
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.).
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.). © IMAGO/Kremlin Press Office
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement.
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement. © dpa/AP | Jae C. Hong
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio.
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska.
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska. © dpa/AP | Jae C. Hong
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“.
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“. © dpa/XinHua | Wu Xiaoling
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden.
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden. © Wu Xiaoling/dpa/AP
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus.
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen.
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz.
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz. © IMAGO/Gavriil Grigorov
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder.
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Treffen von Trump und Putin.
Putin legt nach dem Treffen mit Trump Blumen an den Gräbern sowjetischer Soldaten nieder, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Nationalfriedhof Fort Richardson in Alaska begraben wurden. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets.
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov

Das US-Außenministerium von Marco Rubio erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme an AP, dass alle Inhaber eines US-Visums einer „kontinuierlichen Überprüfung“ unterliegen. Dabei sind die Behörden auf der Suche nach Anzeichen dafür, dass sie möglicherweise nicht zum Aufenthalt in den USA berechtigt sind. In diesem Fall würde das Visum entzogen werden, erklärte das Außenministerium weiter. Sollten sich die betreffenden Personen zu diesem Zeitpunkt bereits in den USA befinden, so droht ihnen die Abschiebung.

Trump will 55 Millionen Visa überprüfen – US-Präsident droht mit Abschiebungen

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte gegenüber dem US-Portal The Daily Beast, dass „in Fällen, in denen ein ausländischer Besucher die zulässige Aufenthaltsdauer überschreitet, kriminelle Handlungen begeht, eine terroristische Vereinigung materiell unterstützt oder auf andere Weise gegen US-Recht verstößt“, ihm das Visum entzogen werden kann. Dieser Vorgang könnte also auch deutschen Staatsbürgern drohen, die aktuell ein Visum für die USA besitzen. Wie viele Deutsche davon betroffen sind, ist jedoch unklar. Anfragen unserer Redaktion an das Auswärtige Amt und die US-Regierung zu den genauen Zahlen blieben bislang unbeantwortet.

Auch Touristen aus zahlreichen Ländern, die in die USA einreisen wollen, sind auf ein Visum angewiesen. Für deutsche Staatsbürger ist jedoch eine visumfreie Einreise möglich. Als Teilnehmer des US-Visa Waiver Program brauchen Touristen und Geschäftsreisende neben ihrem Reisepass lediglich eine gültige elektronische Reisegenehmigung (ESTA) und ein Ticket für den Rückflug.

Die Regierung von US-Präsident will alle 55 Millionen an Ausländer ausgestellte Visa überprüfen lassen.

Trumps Kampf gegen Migration: Rubio verkündet Visa-Stopp für Lkw-Fahrer

US-Außenminister Rubio kündigte weiterhin an, mit sofortiger Wirkung keine Arbeitsvisa mehr an Lkw-Fahrer vergeben zu wollen. Als Begründung schrieb Trumps Außenminister auf X, „Die steigende Zahl ausländischer Fahrer, die große Sattelschlepper auf US-Straßen fahren, gefährdet das Leben amerikanischer Menschen und untergräbt die Lebensgrundlage amerikanischer Trucker.“

Die wichtigsten Visa-Typen für die USA

Touristenvisa

ESTA: 90 Tage für Deutsche/Österreicher/Schweizer (Online-Antrag)
B-1/B-2: Geschäft/Tourismus, bis 6 Monate

Arbeitsvisa

H-1B: Fachkräfte mit Universitätsabschluss (3-6 Jahre)
L-1: Firmeninterne Versetzung (1-3 Jahre)
O-1: Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten

Studenten- und Schülervisa
F-1: Vollzeitstudium an Universitäten
J-1: Austauschprogramme, oft mit Rückkehrpflicht

Einwanderungsvisa (Green Card)

EB-1 bis EB-5: Verschiedene Kategorien für dauerhafte Niederlassung
Familienvisa: Für Angehörige von US-Bürgern

Erst vor wenigen Tagen hatte die Trump-Administration verkündet, seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten 6000 Studenten-Visa entzogen zu haben. In zwei Dritteln der Fälle seien Gesetzesverstöße wie „Körperverletzung, Trunkenheit am Steuer, Einbruch und Terrorismus-Unterstützung“ die Begründung für den Visa-Entzug, teilte ein Ministeriumsbeamter am Montag mit. In den übrigen Fällen seien die Betroffenen länger geblieben, als ihr Visum es erlaubte. Im Visier der Behörden sind dabei auch Menschen, die gegen das Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen demonstrieren. „Jedes Mal, wenn ich einen dieser Verrückten finde, nehme ich ihnen ihre Visa weg“, sagte der Außenminister im März vor Journalisten.

Ein Sprecher des US-Einwanderungsamtes, erklärte am Montag: „Amerikas Vorteile sollten nicht denen gewährt werden, die das Land verachten und antiamerikanische Ideologien verbreiten.“ Man sei verpflichtet, Maßnahmen und Verfahren zur Bekämpfung des Antiamerikanismus umzusetzen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump beruft sich auf ein Gesetz, nach dem sie ein Visum entziehen kann, wenn der Betroffene entgegen der außenpolitischen Interessen der USA handelt. (fdu mit Material von AFP)

Rubriklistenbild: © White House/imago

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