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So bleibt der Hund länger gesund

Tiertrainerin verrät: Mit diesen Übungen bleibt Ihr Hund gesünder

Ein Welpe wird auf dem Arm gehalten und hat ein Spielzeug im Maul.
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Wenn Hunde einen Gegenstand nicht hergeben wollen, entsteht häufig ein kleiner Machtkampf. Bieten Sie im Tausch ein Leckerli oder Spielzeug an. So wird der Hund meist freiwillig loslassen. (Symbolbild)

Tierarztbesuche können schnell teuer werden – besonders, wenn gesundheitliche Probleme durch falsches Verhalten oder Missverständnisse im Alltag auftreten. Eine Expertin gibt Tipps.

Hohe Tierarztrechnungen sind für viele Hundehalter eine echte Belastung. Doch was viele nicht wissen: Durch gezieltes Training lassen sich manche gesundheitlichen Risiken vermeiden – und damit auch teure Behandlungen. Die erfahrene Hundetrainerin Shelina Duke aus London hat in ihrer Arbeit mit unzähligen Vierbeinern festgestellt, dass viele medizinische Notfälle auf einfache Verhaltensfehler zurückgehen, die durch kluge Erziehung vermeidbar wären.

Hundetrainerin Shelina Duke, Gründerin von „With The Flo“, hat ihre Leidenschaft für Hunde zu ihrem Beruf gemacht – nachdem sie ihre frühere Karriere als Lehrerin aufgegeben hat. Sie will Hundehaltern helfen, typische Fehler zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen. Sie gibt drei Tipps, die nicht nur das Verhalten des Hundes verbessern, sondern langfristig auch vor unnötigen Tierarztkosten schützen können. „Gutes Training ist kein Luxus – es ist Gesundheitsvorsorge mit Leine und Leckerli“, sagt Shelina Duke. „Je früher man beginnt, desto weniger Stress – für Hund und Halter.“

Tipp 1: Aus „Lass es“ wird „Hol es“ – für mehr Sicherheit im Alltag

Das Kommando „Lass es“ kennen viele Hundehalter. Es soll verhindern, dass Hunde etwas Gefährliches vom Boden aufnehmen – etwa Essensreste, Giftköder oder Fremdkörper. Doch laut der Hundetrainerin ist der Ansatz problematisch: „‚Lass es‘ funktioniert oft nur, wenn Sie es rechtzeitig sagen – und das ist nicht immer möglich. Manche Hunde sind blitzschnell. Wenn man Pech hat, ist der Gegenstand schon verschluckt.“ Ihr Vorschlag: Bringen Sie Ihrem Hund stattdessen das Kommando „Hol es“ bei. Dieses Signal verändert die Perspektive des Hundes grundlegend. Er lernt, dass nichts aufgenommen wird, bevor Sie es freigeben. Das macht Spaziergänge nicht nur entspannter, sondern senkt auch das Risiko schwerer Vergiftungen oder Verletzungen deutlich. „Wenn der Hund erst auf Ihr Okay wartet, bevor er zugreift, können Sie Situationen kontrollieren – und damit gefährliche Missgeschicke verhindern.“

Tipp 2: Tauschen statt streiten – mit dem Kommando „Wechseln“

Viele Hundehalter kennen das Problem: Der Hund schnappt sich einen Socken, ein Taschentuch oder etwas Fressbares – und der Befehl „Gib das her!“ oder „Lass fallen!“ führt zu einem nervenaufreibenden Tauziehen. Shelina Duke warnt: Solche Situationen können eskalieren. Wenn der Hund etwas Wertvolles besitzt, steigt der Druck – und viele Hunde neigen dazu, den Gegenstand herunterzuschlucken, bevor man ihn ihnen entreißen kann. Das kann zu akuten Notfällen führen. „Das Kommando ‚Wechseln bzw. Tauschen‘ ist eine echte Entlastung für beide Seiten. Es bedeutet: Gib das her – und du bekommst etwas Besseres.“ Statt Kampf gibt es Kooperation: Der Hund gibt freiwillig etwas ab, weil er dafür eine attraktive Belohnung bekommt – ein Spielzeug, ein Leckerli oder ein Lob. Das nimmt den Stress aus der Situation und verhindert gefährliche Verschluckaktionen, die oft in teuren Notfallbehandlungen enden.

Tipp 3: Schlaf ist die beste Medizin – auch für Hunde

Was viele Hundehalter unterschätzen: Ausreichend Schlaf ist essenziell für die Gesundheit und das Verhalten eines Hundes. Hunde benötigen – je nach Alter – zwischen 14 und 20 Stunden Ruhe täglich. Fehlt dieser Schlaf, kann das Folgen haben: Überdrehtes Verhalten, erhöhte Reizbarkeit, mangelnde Konzentration und langfristig sogar gesundheitliche Beschwerden. „Ein unausgeschlafener Hund ist anfälliger für Verletzungen, Stress und Verhaltensprobleme“, erklärt die Trainerin. „Und das sind genau die Dinge, die später beim Tierarzt teuer werden.“ Ihre Empfehlung: Richten Sie einen festen Ruheplatz ein, möglichst ruhig und abgeschirmt vom Alltagsgeschehen. Auch kurze Nickerchen über den Tag hinweg helfen, den Energiehaushalt zu regulieren.

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7 Grundkommandos, die Ihr Hund unbedingt beherrschen sollte

Hundetraining, Befehl Sitz!
„Sitz“ ist das Grundkommando, das schon früh in der Hundeschule gelehrt wird. Geben Sie ihm das Handzeichen, indem sie einen Finger heben und sagen Sie den Befehl. Nun warten Sie darauf, dass der Hund automatisch seinen Po absetzt. Sobald er sitzt, belohnen Sie ihn. Der Vierbeiner steht erst wieder auf, wenn Sie ihn freigeben.  © Zoonar.com/lantapix/Imago
Hundetraining, Befehl Platz!
Das Grundkommando „Platz!“ wird am besten aus einer Sitzposition heraus geübt. Hierzu geben Sie dem Hund den Befehl, indem sie die ausgestreckte Hand heben und dann langsam nach unten führen. Gelingt es, bekommt der Hund zur Belohnung wiederum ein Leckerli. © lantapix/Imago
Hundetraining, Befehl Steh und Bleib!
„Bleib!“ zählt ebenfalls zu den Grundkommandos für Hunde. Hier bleibt die Fellnase stehend zurück, während Sie sich einige Meter von ihm entfernen. Gelingt es, können Sie versuchen, die Distanz zwischen Ihnen und dem Vierbeiner stetig zu vergrößern. © Zoonar.com/lantapix/Imago
Hundetraining, Befehl Stopp!
„Stopp!“, ist ebenfalls ein wichtiges Grundkommando und bringt den Hund dazu, sofort jegliche Tätigkeit einzustellen, gar "einzufrieren“ und schließlich in dieser Position zu verharren, bis man ihn freigibt. © lantapix/Imago
Hundetraining, Befehl Sitz bei Fuß!
Mit dem Befehl „Bei Fuß!“ geben Sie dem Vierbeiner das Zeichen, dass er ganz entspannt neben Ihnen herlaufen darf. Beherrscht er diesen nicht oder üben Sie nicht genug, kann es passieren, dass der Hund an der Leine zerrt. Das ist sehr unangenehm für Hundehalter. © Zoonar.com/lantapix/Imago
Hundetraining, Befehl Aus!
Beim Kommando „Aus!“ bieten Sie dem Hund eine Art Tauschgeschäft an. Er lässt das Spielzeug, den Ball etc. los oder gibt es Ihnen in die Hand, dafür belohnen Sie ihn im Gegenzug mit einem Leckerli.  © IMAGO/Zoonar.com/lantapix
Hundetraining, Befehl Hierher!
Läuft der Hund frei, es kommt aber ein Auto vorbei, kann das gefährlich werden. In solchen Fällen sollten Sie das Abrufkommando „Hier!“ geben. Hierzu rufen Sie Ihren Hund mit freudiger Stimme und belohnen ihn, wenn er schließlich zu Ihnen zurückkommt.  © Zoonar.com/lantapix/Imago

🧠 Infobox: Tipps zur Gesundheitsvorsorge durch Training

TippWarum es hilftErgebnis
Hol es statt Lass esHund nimmt nichts ohne ErlaubnisWeniger Gefahr durch Verschlucken
Wechseln/Tauschen statt Fallen lassenStressfreier Tausch statt MachtkampfGeringeres Risiko, dass Fremdkörper verschluckt werden
Mehr Schlaf ermöglichenWeniger Stress, stärkere AbwehrBesseres Verhalten, geringeres Verletzungsrisiko
Hund beobachten und verstehenFrüherkennung von ProblemenSchneller handeln – weniger Tierarztkosten

Bonus-Tipp: Beobachten, verstehen, vorbeugen

Neben dem gezielten Training ist laut Shelina Duke ein weiterer Punkt entscheidend: die genaue Beobachtung des eigenen Hundes. Sie rät, regelmäßig Fell, Haut, Augen, Zähne, Gangbild und Verhalten zu kontrollieren. Veränderungen, etwa ungewöhnliche Beulen, Verhaltensabweichungen oder Appetitlosigkeit, sollten ernst genommen und tierärztlich abgeklärt werden – bevor sich daraus ernsthafte Erkrankungen entwickeln.

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