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Tierarzt spricht aus Erfahrung

Tipps für Neuhundehalter: Vermeiden Sie diese drei Anfängerfehler

Die ersten Schritte mit einem Welpen können schwierig sein. Ein Tierarzt gibt Einblick in die häufigsten Fehler von Hundebesitzern und wie man sie vermeidet.

Die Aufnahme eines Welpen bringt nicht nur Freude, sondern auch eine Menge Verantwortung mit sich. Besonders für Menschen, die zum ersten Mal einen Hund halten, gibt es zahlreiche Dinge zu beachten. Tierarzt Amir Anwary teilt regelmäßig auf seinem TikTok-Kanal @amirthevet wertvolle Erfahrungen aus seiner Praxis. In einem seiner Videos nennt er die drei häufigsten Fehler, die neue Hundehalter begehen – und die sich leicht vermeiden lassen.

1. Der erste Fehler ist die unzureichende oder mangelhafte Sozialisierung von Welpen

@amirthevet Dog owners ! Would this advice have helped you when you look back at when you git your first puppy ?? And bew dog owners let me know if this helps and if you’ve been told this before ! #vet #learning#dog #dogowners#newdogmom ♬ original sound - Amir Anwary

Die richtige Sozialisierung ist entscheidend für das spätere Verhalten eines Hundes. Viele Ersthundehalter versäumen es, ihren Welpen in den ersten Lebensmonaten ausreichend an verschiedene Situationen, Menschen und andere Hunde zu gewöhnen. Sobald der Welpe alle notwendigen Impfungen erhalten hat, sollte er laut dem Tierarzt möglichst viele positive Erfahrungen mit anderen Hunden und fremden Menschen sammeln. Fehlende Sozialisierung kann später zu Verhaltensproblemen führen, da Hunde, die nicht an neue Eindrücke gewöhnt sind, oft ängstlich oder aggressiv auf Unbekanntes reagieren. Ein Tipp: Planen Sie regelmäßige Spaziergänge an unterschiedlichen Orten, besuchen Sie eine Welpenspielgruppe und lassen Sie Ihren Hund behutsam neue Menschen und Tiere kennenlernen.

2. Der zweite häufige Fehler ist ein zu „empfindlicher“ Umgang mit dem Welpen

Gewöhnen Sie Ihren Welpen schon früh an Berührungen. (Symbolbild)

Hunde können im Laufe der Zeit Abneigungen gegen Berührungen an bestimmten Körperstellen entwickeln. Dies kann später problematisch werden, wenn es um notwendige Pflegehandlungen wie das Schneiden der Krallen, das Zähneputzen oder das Reinigen der Ohren geht. Ein Tipp: Gewöhnen Sie Ihren Welpen spielerisch daran, überall berührt zu werden. Streichen Sie sanft über seine Schnauze, heben Sie seine Pfoten an und massieren Sie seine Ohren. Wenn Berührungen zur Gewohnheit werden, bleiben die meisten Hunde auch im Erwachsenenalter entspannt.

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Die beliebtesten Hunderassen – Platz 3 sorgt für eine Überraschung

Ein Havaneser Hund liegt auf dem Boden.
Platz 10: Bühne frei für den Havaneser. Die entspannten Zeitgenossen gelangten einst mit den Spaniern auf die Insel Kuba und eroberten von dort aus die Herzen der Menschen. Sie zählen zur Gruppe der Bichons. Ihr Fell ist auffallend schön, benötigt jedoch viel Pflege. © Panthermedia/Imago
Portrait junger Havaneser
Platz 10: Der Havaneser ist ein kleiner Hund und gilt als fröhlich, lebhaft, anhänglich und verschmust. Seine Familie ist für ihn alles.  © Wirestock/Imago
Niedlicher weißer Malteserwelpe auf dem Gartenrasen
Platz 9: Der quirlige Malteser mit den treuen Knopfaugen ist ein kinderlieber Wirbelwind. Malteser zählen zu den ältesten Hunderassen der Welt und stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. © imagebroker/Imago
Drei Malteser Hunde spielen im Park.
Platz 9: Malteser gehören zu den kleinen Hunderassen und begeistern mit ihrem fröhlichen Temperament.  © Dreamstime/Imago
Surfender Jack Russell reitet auf den Wellen an Rios ikonischem Arpoador Beach
Platz 8. Der Jack Russell Terrier ist ein kleiner Frechdachs, für jeden Spaß zu haben und passionierter Jäger. Der charmante Clown benötigt konsequente Erziehung und spannende Beschäftigung. Ideal für abenteuerlustige Menschen. © ZUMA Press Wire/Imago
Junger Jack Russell Terrier im Wintermantel sitzt auf gefrorenen Boden
Platz 8. Jack Russell Terrier fühlen sich bei Menschen wohl, die ihnen viel Zeit widmen und viel Auslauf bieten. Als Anfängerhund ist er nur bedingt geeignet. © Panthermedia/Imago
Ein Australian Sheperd Welpe läuft auf der Straße
Platz 7. Der temperamentvolle Australian Sheperd möchte eine Aufgabe haben und ist als unkomplizierter Freizeitbegleiter eher weniger geeignet. Als energiegeladener Hütehund, der einst Schafe und Rinder hütete oder auf Westernshows und beim Rodeoreiten glänzte, will er angemessen beschäftigt werden.  © Dreamstime/Imago
Ein Hund steht auf einem Steg an einem Bergsee
Platz 7. Der Australian Sheperd zeichnet sich durch einen hohen Arbeitswillen aus und freut sich riesig darüber, wenn er eine ihm gestellte Aufgabe erfüllen kann.  © Eibner Europa/Imago
Ein Paar fawnfarbener französischer Bulldoggenwelpen, die Fliegen tragen.
Platz 6. Die Französische Bulldogge gilt als fröhlich, verspielt, sportlich und aufgeweckt und ist gut an ihren Fledermausohren zu erkennen. Früher begleiteten sie ihre Halter gerne zu Arbeit. Doch durch Überzüchtung gelten sie heute als Resultat einer Qualzucht.  © imagebroker/Imago
Französische Bulldoggen, die mit frischen, rohen Scheiben von Wassermelonen gefüttert werden.
Platz 6. Auch wenn sie vom Charakter her äußert liebenswerte Hunde sind, durch die kurz gezüchtete Schnauze leiden viele Französische Bulldoggen unter Kurzatmigkeit und ringen nach Luft.  © imagebroker/Imago
Erwachsener Deutscher Schäferhund spielt mit Welpe
Platz 5. Der Deutsche Schäferhund rangiert weltweit in der Beliebtheitsskala aller Rassehunde nach wie vor auf den vorderen Plätzen. © imagebroker/Imago
Deutscher Schäferhund Rüde fängt Frisbee am Strand in der Normandie
Platz 5. Der Deutsche Schäferhund eignet sich als Sport- und Familienhund, aber auch als Dienst- und Schutzhund.  © imagebroker/Imago
Drei Chihuahua Hunde spielen am Strand.
Platz 4. Der Chihuahua gilt als die kleinste Hunderasse der Welt. Doch auch sie müssen unbedingt erzogen werden.  © Design Pics/Imago
Ein Chihuahua im Herbst mit Mantel.
Platz 4. Der Chihuahua liebt die Aufmerksamkeit seiner Familie und gilt als verschmustes und extrem treues Wesen.  © Pond5 Images/Imago
Portrait von einem Golden Retriever mit einem grünen Dummy im Maul
Platz 3. Seit mehr als sieben Jahren, belegte der Deutsche Schäferhund Platz 3 des Rankings. Jetzt ist der Golden Retriever nach oben gerutscht und ergattert den dritten Platz. Der Golden Retriever gehört zu den mittelgroßen Hunderassen und wurde ursprünglich Mitte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien für die Jagd auf Wasservögel gezüchtet, die er apportieren sollte.  © Panthermedia/Imago
Ein Baby sitzt mit einem Golden Retriever in der Wiese.
Platz 3. Doch auch als kinderlieber Familienhund macht der Golden Retriever eine gute Figur.  © Westend61/Imago
Chocolate Labrador Retriever springt in einen See.
Platz 2. Der Labrador ist ein aktiver und arbeitsfreudiger Hund. Er gilt als gesund, wesenssicher und leistungsfähig. In England wird er vorwiegend für die Arbeit auf Flugwild eingesetzt.  © Pond5 Images/Imago
Labrador Retriever Welpe mit beschmieter Schnauze
Platz 2: Labrador Retriever lieben Menschen, besonders auch Kinder. Sie verfügen über eine sehr gute Nase und möchten geistig und körperlich beschäftigt werden. Trotzdem sind sie für jeden Spaß zu haben und freuen sich, wenn man mit ihnen Quatsch macht. © Agentur 54 Grad/Imago
Hundewelpe blue merle Mischlingswelpe
Platz 1: Nichtsdestotrotz ist der Mischling nach wie vor der beliebteste Hund der Deutschen. Wer sich dazu entschieden hat, einen Hund aufzunehmen, sollte sich im ersten Schritt im Tierschutz umsehen.  © Zoonar/Imago
Ein süßer Mischlingshund wird von einer Frau gehalten.
Platz 1. Mischlingshunde, Labradore und Golden Retriever sind wie gewohnt die beliebtesten Hunderassen der Deutschen. © Zoonar/Imago

3. Der dritte große Fehler ist die unvollständige Grundimmunisierung

Der Impfschutz ist essenziell für die Gesundheit eines Welpen. Viele Ersthundehalter werden nach der ersten oder zweiten Impfung nachlässig, was laut dem Tierarzt ein großer Fehler ist. Ohne eine „vollständige“ Grundimmunisierung kann sich der junge Hund mit lebensbedrohlichen Krankheiten wie Staupe oder Parvovirose infizieren. Bis zur abgeschlossenen Impfserie sollte ein Welpe auch nicht mit unbekannten Hunden spielen oder Orte mit hohem Infektionsrisiko, wie Hundewiesen, Parks oder Tierheime, besuchen.

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt in Deutschland bestimmte Kernimpfungen für jeden Hund. Die Grundimmunisierung erfolgt in mehreren Schritten, um den Welpen optimal zu schützen.

  • Staupe – eine hochansteckende Viruserkrankung, die das Nervensystem, die Atemwege und den Magen-Darm-Trakt angreift.
  • Parvovirose – eine schwere, oft tödliche Darminfektion.
  • Leptospirose – eine bakterielle Erkrankung, die auch auf den Menschen übertragbar ist und Organe schädigen kann.
  • Hepatitis contagiosa canis (HCC) – eine Viruserkrankung, die die Leber befällt.
  • Tollwut – in Deutschland selten, aber für Reisen und den grenzüberschreitenden Verkehr gesetzlich vorgeschrieben.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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