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Leinenführigkeit verbessern

Hund nicht vom Schnuppern wegziehen – es geht einfacher, laut Hundeprofi

Ein Hund zerrt beim Schnuppern an der Leine.
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Wenn ein Hund ständig an der Leine zerrt, um zu schnuppern, kann das für Halter sehr nervig sein.

Schnuppern ist für Hunde eine natürliche Art, die Welt zu erkunden. Viele Halter ziehen ihre Vierbeiner aber gewaltsam weg. Warum das keine gute Idee ist.

Das Gassigehen mit dem Hund sollte eigentlich eine entspannte Aktivität sein. Doch oft wird es durch das ständige Ziehen an der Leine zur Belastung. Für Hunde ist das Schnuppern eine wesentliche Methode, um ihre Umwelt zu erkunden und Informationen aufzunehmen. Durch das Wegziehen durch den Halter wird dieser natürliche Instinkt unterdrückt, was sowohl für die Fellnase als auch für den Besitzer unangenehm sein kann.

Hundetrainer teilt einfachen Trick beim Gassigehen

Der Münchner Hundetrainer Michael Stähler empfiehlt auf seinem YouTube-Kanal, nicht mit Gewalt gegen das Verhalten des Vierbeiners vorzugehen. Eine effektivere Methode ist es, vor dem angeleinten Hund herzugehen und Spannung auf die Leine zu geben, bis dieser nachgibt.

Diese Technik hilft dem Hund, sich an den Menschen zu orientieren und die Führung zu akzeptieren, ohne dass es zu einem Kampf an der Leine kommt. Abschließend kann man dem Vierbeiner gerne ein Leckerli zur Belohnung geben. Auf diese Weise lernt er, dass es sich für ihn mehr lohnt, seinem Halter zu folgen, schließt der Hundeprofi.

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Es ist wichtig, eine Beziehung aufzubauen, die auf Vertrauen und klarer Kommunikation basiert. Das Zerren an der Leine hingegen ist oft ein Zeichen dafür, dass der Hund nicht versteht, was von ihm erwartet wird. Letztlich geht es darum, dem Vierbeiner durch Training und positive Verstärkung zu helfen, das gewünschte Verhalten zu erlernen.

Halter müssen starke Nerven haben: Sieben Hunderassen, bei denen die Erziehung eine Herausforderung ist

Dalmatiner wird Gassi geführt
Dalmatiner zählen zu den schlauen Hunderassen. Das ist an sich eine gute Sache, doch bei den gepunkteten Vierbeinern mischt sich Intelligenz mit einer gehörigen Portion Starrsinn. Die gutmütigen Vierbeiner verstehen entsprechend Befehle – befolgen sie aber eher ungern. Eine klare Führung und intensives Training sind bei der Erziehung von Dalmatinern enorm wichtig, weil sie sonst Frustration aufbauen und es infolge zu ungewünschten Verhaltensweisen wie Beißen und Knurren kommen kann.  © Roman Märzinger/Imago
Zwei Chow-Chows stehen auf einem Stein im Wasser.
Der Chow-Chow sieht aus wie ein überdimensionaler Teddybär. Doch die chinesische Hunderasse ist kein Tier, das sich von jedem gerne knuddeln lässt. Die Rasse gilt als eigensinnig und eignet sich eher weniger als Familienhund, weil er Kindern gegenüber eher skeptisch und verhalten ist. Auch Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Gerne fixiert er sich auf eine Bezugsperson. Typisch für sein Wesen ist auch ein ausgeprägtes territoriales Verhalten, was ihn zum guten Wachhund macht.  © Imago/Panthermedia
Schmetterling sitzt auf der Nase eines Basset Hounds
Der Basset Hound ist eine gutmütige, ruhige und ausgeglichene Hunderasse, die sich ihrer Familie gegenüber anhänglich und sanftmütig zeigt und auch mit Fremden in der Regel kein Problem hat. Allerdings gilt der Basset aufgrund seiner sturen Art als eher schwer erziehbar. Bedingungsloser Gehorsam ist nicht sein Ding. Sie suchen einen neugierigen Begleiter, der viel Freude am Lernen neuer Tricks und Befehle ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf den charakterstarken Basset Hound fallen. © Imago/Panthermedia
Rauhhaardackel sitzt im Laub
Sie sind ein großer Dackel-Fan? Damit sind Sie nicht allein. Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat Kultstatus. „Schon Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel war ein wichtiger Impulsgeber. Damit war der Dackel wohl der erste Modehund Deutschlands“, zitiert die Welt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dabei ist der Dackel kein einfacher Hund. Gezüchtet für die Jagd, als sogenannter Erdhund für die Baujagd auf Fuchs und Dachs, ist sein Jagdtrieb in der Regel stark ausgeprägt. Viele Besitzer beschreiben ihren Liebling auch als unabhängig und eigenwillig. Wer einen leicht erziehbaren Hund möchte, sollte daher besser die Finger vom Dackel lassen.  © D. Maehrmann/Imago
Paar geht im Park spazieren, Mann will mit Hund spielen
Ein Beagle sieht niedlich aus, ist aber nicht für Anfänger geeignet. Der Grund: Er wurde in England für die Jagd auf Hasen und anderes Wild gezüchtet. Entsprechend ist sein Jagdtrieb extrem gut ausgeprägt. Ohne Leine ist er daher schon mal schnell einer Fährte verfallen und vergisst dabei alles um sich herum. Der Trieb ist oftmals so stark, dass auch konsequentes Training nicht den gewünschten Effekt hat.  © Imago
Welsh Terrier und ein Boston Terrier spielen im Laub
Auch der Welsh Terrier (hier links im Bild) ist eine Züchtung, die auf die Jagd spezialisiert war. Der arbeitsfreudige Hund wurde und wird teilweise immer noch eingesetzt, um Otter, Dachs und Fuchs aus ihrem Bau zu locken. Der tief verankerte Jagdtrieb, das beschäftigungs- und bewegungsintensive Wesen des Welsh Terriers und auch eine gewisse Rauflust machen die Hunderasse zum perfekten Begleiter eines aktiven und erfahrenen Hundehalters.  © Ardea/Imago
Husky schnuppert neugierig an der Kamera
Der Siberian Husky ist eine Schlittenhundrasse aus den USA. Er zählt zu den Rassen, die häufig aufgrund ihres Aussehens als Ersthund ausgewählt werden – was schwerwiegende Folgen haben kann. So kommt es nicht selten vor, dass überforderte Hundebesitzer ihren Vierbeiner recht bald im Tierheim abgeben, weil sie den Bedürfnissen des Huskys nicht gerecht werden können. Infolge können die Hunde aggressives Verhalten an den Tag legen. Was den geselligen und sportlichen Hund zum anspruchsvollen Zeitgenossen für Fortgeschrittene macht: Huskys benötigen viel Auslauf, wobei ihnen einfaches Gassigehen in der Regel nicht ausreicht. Außerdem sind sie ungern alleine, haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und können eigenwillig, laut und stur sein.  © Dmitry Akhmadullin/Imago

Empfehlungen für eine bessere Leinenführigkeit

Es kann hilfreich sein, die Leinenführigkeit zunächst in einer ruhigen Umgebung zu üben, zum Beispiel im eigenen Garten, bevor man in belebtere Gebiete geht. Geduld und Konsequenz sind im Training entscheidend. Es ist normal, wenn der Hund nicht sofort alles perfekt umsetzt. Schließlich gehört es dazu, dass der Vierbeiner auch mal schnuppern darf. Ziel ist es nur, ein entspanntes Gassigehen für alle zu schaffen, bei dem die Fellnase die Freiheit hat, seine Umgebung zu erkunden, ohne zu ziehen.

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