Leinenführigkeit lernen
Hundetraining leicht gemacht: Tipps vom Hundeprofi für entspannte Gassirunde
Ihr Hund zieht an der Leine? Mit einfachen Tricks wird der Spaziergang entspannter. Ein Hundetrainer verrät seine drei besten Tipps.
Für viele Hundebesitzer ist es ein häufiges Ärgernis: Der Spaziergang mit dem Hund könnte so schön sein, doch der Vierbeiner hat andere Pläne. Er zieht an der Leine, bleibt ständig stehen, um zu schnüffeln oder möchte in eine andere Richtung laufen. In solchen Fällen ist es an der Zeit, die „Leinenführigkeit“ zu trainieren. Doch was genau bedeutet das?
Der Begriff „Leinenführigkeit“ wird oft im Kontext des Hundetrainings verwendet. Er beschreibt die Fähigkeit des Hundes, entspannt neben, vor oder hinter dem Halter an der Leine zu gehen, ohne daran zu zerren. Dieses Verhalten kann sowohl mit einer kurzen als auch mit einer langen Leine geübt werden. Hundetrainer Daniel Joeres bietet drei Tipps, um das Ziehen an der Leine zu reduzieren.
Leinenführigkeit üben – am besten schon im Welpenalter
Idealerweise beginnt man mit dem Training der Leinenführigkeit bereits im Welpenalter. Junge Hunde lernen in den ersten Wochen und Monaten besonders schnell und können sich gut an neue Befehle gewöhnen. Doch wie geht man als Anfänger vor?
Das zeigt Hundeprofi Daniel Joeres. Auf seinem YouTube-Kanal, der fast 400.000 Abonnenten zählt, teilt der zertifizierte Hundetrainer zahlreiche Tipps für den Umgang mit Hunden. In einem seiner Videos zeigt er drei einfache Tricks, um die Leinenführigkeit zu verbessern.
1. nicht am Hund orientieren
Der Hund ist abgelenkt, schnüffelt oder zieht in eine andere Richtung und führt so den Halter. Dadurch lernt der Hund, dass er Erfolg hat und überall hingehen kann. Joeres beobachtet häufig, dass Hundebesitzer stehen bleiben und ihren Hund beobachten.
Er rät jedoch, sich nicht ausbremsen zu lassen. Stattdessen sollen Halter weitergehen, sich nicht umdrehen und nichts tun. Überholt der Hund, lässt man ihn nicht vorbei. Die eigene Körpersprache sollte signalisieren: Ich bestimme die Richtung, gehe vor und habe ein Ziel.
2. Richtungswechsel einbauen
Ein weiterer Tipp ist der Richtungswechsel, der gleichzeitig als Übung dient. Der YouTuber erklärt, dass man den Hund loben und mit einem Leckerli belohnen kann, wenn er diese gut macht. Sie hilft, die Aufmerksamkeit des Hundes auf den Menschen zu lenken. Gibt man jedoch zu früh ein Leckerli, orientiert sich der Hund eher an der Belohnung. Die Übung ist einfach: Der Halter lässt die Leine lang und ändert häufig und schnell die Richtung.
Bevor der Hund den Besitzer überholen kann, wechselt man nach links oder rechts, dreht sich schnell um und variiert das Tempo. Danach nimmt man die Leine kürzer, macht kleinere Richtungswechsel und geht weiter, wenn der Hund bremst.
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Darf der Hund nie schnüffeln oder stehen bleiben? Doch, versichert Joeres. Am Ziel, etwa im Park oder Wald, darf der Hund freilaufen und Spaß haben.
3. Hund läuft nicht voraus
Der dritte Tipp von Joeres ist, zu verhindern, dass der Hund vorausläuft. Es gibt zwei Methoden, dies zu unterbinden. Bei der ersten Methode hält der Halter den Hund zurück, indem er die Leine greift, wenn der Hund vorauseilt. Danach gibt er ein Kommando wie „Sitz“. Hat der Hund das Kommando ausgeführt, lässt man die Leine wieder locker und geht weiter.
Die zweite Methode nutzt die Körpersprache. Man blockiert den Hund und setzt klare Grenzen. Der Hund wird an der langen Leine geführt, während man ein Leckerli auf den Boden legt, das er fressen darf. Dann geht man voran, und der Hund folgt. Will er vorauseilen, dreht man sich abrupt in ihn hinein und stoppt ihn. Bleibt der Hund stehen oder setzt sich, lädt man ihn ein, weiterzugehen. Dies wiederholt man, bis der Hund aufmerksam neben einem herläuft.