Ratgeber
Apfel-ABC: Beliebte Apfelsorten, ihr Geschmack, Besonderheiten und wie man sie lagert
Die beliebtesten Apfelsorten im Überblick: wie sie schmecken, ihr Aussehen, woher sie kommen, wie man sie am besten lagert und was sie besonders macht.
Äpfel sind weit mehr als nur eine beliebte Obstsorte; sie sind ein fester Bestandteil der Kultur und internationaler Küchen. Die Vielfalt an Apfelsorten ist beeindruckend, und jede bringt ihren eigenen, einzigartigen Charakter mit sich. Von süß bis sauer, von fest bis saftig. Damit eignen sie sich für allerlei Rezepte, von süß bis herzhaft.
Willkommen in der bunten Welt der Äpfel! Hier dreht sich alles um die knackigen Früchte, ihre einzigartigen Geschmacksrichtungen und charakteristischen Merkmale. Ob der süße Golden Delicious, der erfrischende Granny Smith oder der allseits beliebte Elstar – jede Sorte wird genau unter die Lupe genommen. Von Farbe über Geschmack bis hin zur Konsistenz, es wird alles beleuchtet, was diese Äpfel besonders macht. Doch das ist noch nicht alles: Auch die perfekte Erntezeit und hilfreiche Tipps für die Lagerung, damit die Äpfel so richtig lange frisch bleiben, kommen nicht zu kurz. Ein Apfel-ABC von B wie Boskoop bis R, wie Royal Gala.
1. Beliebte Apfelsorte und wie sie schmeckt: Boskoop
Der Boskoop stammt ursprünglich aus den Niederlanden und wird ebenfalls in Deutschland angebaut. Er ist eher sauer, mit einer leicht herben Note, hat eine feste Textur, eine raue, rot-grüne Haut und ein intensiv aromatisches Fruchtfleisch.
2. Braeburn
Dieser Apfel punktet mit seinem süß-säuerlichen Geschmack und der knackigen Konsistenz. Damit eignet er sich besonders als Snacks und für ein orientalisches Obstsalat-Rezept mit Nusscrunch. Ursprünglich aus Neuseeland stammend, verdankt er seinen Namen den Braeburn-Orchards, wo er in den 1950er Jahren entdeckt wurde. Trotz weltweiter Verbreitung ist Neuseeland weiterhin das Hauptanbaugebiet dieser Apfelsorte.
Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es generell empfehlenswert, regional und saisonal einzukaufen. Allerdings kann der Import von Braeburn-Äpfeln aus Neuseeland in den Monaten Mai bis Juli unter Umständen umweltfreundlicher sein als der Kauf von Lageräpfeln aus der Region, da diese über Monate energieintensiv gelagert werden müssen.
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3. Cox Orange
Diese traditionelle europäische Apfelsorte, mit ihrer unverwechselbaren orangefarbenen Haut, stammt ursprünglich aus England und wird dort oft als typischer Repräsentant der englischen Lebensart gesehen. Der leicht würzige, süß-säuerliche Geschmack macht diese Apfelsorte zu einem perfekten Begleiter für herzhafte Eintöpfe und deftige Gerichte.
4. Elstar
Mit seiner leuchtend roten Haut, die von gelben Akzenten durchzogen ist, und seinem ausgewogenen Spiel zwischen Süße und Säure zieht der Elstar die Blicke auf sich. Die Konsistenz ist besonders knackig, was ihn zu einem beliebten Snack macht. Er hat seine Wurzeln in den 1950er-Jahren in den Niederlanden, wo er aus dem Golden Delicious hervorgegangen ist. Mittlerweile ist er nicht nur in deutschen Obstgärten weit verbreitet, sondern gilt sogar als die am häufigsten angebaute Apfelart in Deutschland.
5. Golden Delicious
Ursprünglich aus den USA hat sich der Golden Delicious weltweit verbreitet. Dort wurde eher zufällig in einem Garten in West Virginia entdeckt. Die glatte, gelbe Haut und der süße, saftige Geschmack machen ihn zu einer beliebten Wahl. Er bleibt beim Backen fest und ist somit vielseitig einsetzbar. Besonders gerne wird diese Apfelsorte für einen leckeren Apfel-Schmand Kuchen oder einen süßen Apfelkuchen mit Pudding und Streuseln genutzt.
6. Granny Smith
Diese leuchtend grünen Äpfel sind nicht nur für ihre feste Konsistenz und ihren kräftig säuerlichen Geschmack bekannt, sondern auch für ihre spannende Geschichte. Obwohl sie heute weltweit verbreitet sind, liegen ihre Wurzeln in den Tälern Australiens, wo sie auch heute noch bevorzugt angebaut werden. In diesen niedrigeren Lagen entwickeln die Äpfel ihre charakteristische Farbe, während sie in höheren Regionen einen rötlichen Touch bekommen können. Das fast weiße Fruchtfleisch bleibt bei der Zubereitung fest, was diese Sorte besonders zum Backen geeignet macht und Rezepten, wie knusprigen Mini-Apfelstrudeln den sauren Extra-Kick verleiht. Der Granny Smith hat es sogar zu musikalischem Ruhm gebracht: Er wurde zum Symbol des berühmten Labels „Apple Records“ der Beatles und hat damit einen festen Platz in der Popkultur eingenommen.
7. Jonagold
Diese großen Äpfel sind eine beeindruckende Kreuzung aus Jonathan und Golden Delicious, gezüchtet in den USA und mittlerweile auch in Deutschland heimisch. Ihre Grundfarbe ist goldgelb, während die Deckfarbe je nach Reifegrad von orangerot bis zu einem leuchtenden Rot variieren kann. Der Geschmack ist ein perfekter Mix aus süß und sauer, die Konsistenz saftig und knackig. Neben dem hervorragenden Geschmack punktet die Sorte Jonagold auch mit einem hohen Vitamin C-Gehalt, was sie zu einer besonders gesunden Wahl macht. Vielseitig einsetzbar, eignet sich der Jonagold sowohl für den frischen Verzehr als auch für verschiedenste Zubereitungen in der Küche. Der Geschmack von Golden Delicious glänzt besonders in süßen Back-Rezepten, wie Apple Pie-Croissants.
8. Royal Gala
Der kleine bis mittelgroße Gala-Apfel sticht mit seiner leuchtend roten Schale und gelben Streifen sofort ins Auge. Die Konsistenz ist fest und das Fruchtfleisch süß und saftig, wodurch er besonders vollmundig ist. Der Säuregehalt ist niedrig, jedoch fein abgestimmt, und das Aroma erinnert teilweise an Birnen. Trotz seiner Beliebtheit und des guten Rufs ist die Schale etwas zäher und kann wachsige Noten aufweisen. Ursprünglich aus Neuseeland stammend, hat sich diese Sorte auch in deutschen Obstgärten etabliert, wobei im Handel heute vorwiegend die Mutante Royal Gala zu finden ist.
Wann beginnt die Apfelsaison?
Die Erntezeit kann je nach Sorte und Klima variieren, beginnt jedoch größtenteils im Spätsommer und zieht sich bis in den Herbst hinein. Nach der Ernte geht es für den Apfelbaum in eine Art Winterschlaf. Die Blätter fallen ab, und die Pflanze zieht ihre Energie zurück in die Wurzeln, um sich auf die kalten Monate vorzubereiten. Sobald der Frühling wieder Einzug hält, treiben die Bäume aus und der Kreislauf beginnt von neuem.
Wie sollte man Äpfel lagern?
Um Äpfel möglichst lange frisch zu halten, ist eine kühle und feuchte Lagerung essenziell. Ein Keller oder eine kühle Speisekammer sind ideal. Zudem sollten Äpfel nur einlagig ausgelegt werden, da sie sehr druckempfindlich sind. Eine zusätzliche Abdeckung mit Folie und eine gute Durchlüftung sorgen bei der Lagerung für die nötige Frische. Damit können die meisten Apfelsorten bis zu sechs Monate ihren Geschmack und ihre Konsistenz erhalten. Manche Sorten, wie der Boskoop oder der Braeburn, eignen sich aufgrund ihrer festen Konsistenz und ihres hohen Säuregehalts besonders gut für eine längere Lagerung. Andere, wie der Golden Delicious oder der Elstar, sind am besten frisch zu genießen, da sie dazu neigen, bei längerer Lagerung mehlig zu werden.
Übrigens, einige Apfelsorten passen hervorragend zu Rezepten mit Kohl, einem weiteren beliebten Wintergemüse.
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Mit dieser bunten Vielfalt an Apfelsorten, Tipps zur Erntezeit und Lagerung steht einem knackigen Apfelgenuss nichts mehr im Weg; die Welt der Äpfel bietet für jeden Geschmack und jede Gelegenheit den passenden Biss.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Eva Lipka sorgfältig überprüft.
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