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Mette-Marits Sohn in U-Haft

Gefängnis, Bewährung, Geldstrafe: Was erwartet Marius Borg Høiby?

Vergewaltigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung: Die Anschuldigungen gegen Marius Borg Høiby nehmen kein Ende. Welche Strafen könnten auf den Sohn von Mette-Marit zukommen?

Oslo – Es wird nicht ruhig um Marius Borg Høiby (27). Gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (51) wurden schwere Vorwürfe erhoben. Am Mittwoch (20. November) entschied das Bezirksgericht in Oslo, dass er eine Woche in Untersuchungshaft bleiben muss.

Marius Borg Høiby: Dieses Strafmaß droht dem Sohn von Mette-Marit

Eigentlich hatte die Polizei sogar gefordert, dass der Skandalsohn zwei Wochen in Untersuchungshaft verbringen soll. Dabei wurde dem 27-Jährigen ein strenges Brief- und Kontaktverbot aufgelegt. Am Dienstag (19. November) wurde bekannt, dass ihm der Verstoß gegen Abschnitt 291 des Strafgesetzbuchs vorgeworfen wird. Laut Dagbladet sind in diesem Abschnitt Vergewaltigungstaten geregelt.

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

König Harald im Mai 2024 im Palast in Oslo.
Norwegens König Harald V. übernahm am 17. Januar 1991 nach dem Tod seines Vaters Olav V. († 87) das Zepter. Auch Harald hat bereits betont, sein Amt bis zu seinem Lebensende ausüben zu wollen. © Rodrigo Freitas/NTB/AFP
Königin Sonja bei der Hochzeit ihrer Tochter Prinzessin Märtha Louise am 31. August 2024 in Geiranger.
Am 29. August 1968 heiratete Harald die bürgerliche Sonja Haraldsen – der damalige Kronprinz musste seinem Vater erst damit drohen, für immer ledig zu bleiben, um die Erlaubnis zu bekommen. Beim norwegischen Volk erfreut sich Königin Sonja größter Beliebtheit. © Cornelius Poppe/NTB/AFP
Kronprinz Haakon am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Kronprinz Haakon ist zwar zwei Jahre jünger als seine Schwester Prinzessin Märtha Louise, ursprüngliche hatten die Männer in Norwegens Monarchie jedoch Vorrang. Erst in den 1990ern wurde die Verfassung geändert, jedoch nicht rückwirkend. Demnach wird Haakon seinem Vater Harald auf den Thron folgen. © Lise Åserud/NTB/AFP
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Am 25. August 2001 heiratete Haakon Mette-Marit Tjessem Høiby und machte sie so zur zukünftigen Königin Norwegens. Mette-Marit brachte ihren damals vierjährigen Sohn Marius mit in die Ehe, gemeinsam mit Kronprinz Haakon hat sie zwei Kinder. Wie 2018 bekanntgegeben wurde, ist die Kronprinzessin unheilbar an chronischer Lungenfibrose erkrankt. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinzessin Ingrid Alexandra am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Prinzessin Ingrid Alexandra ist das erstgeborene Kind von Haakon und Mette-Marit, nach der Verfassungsänderung hat sie in der Thronfolge Vorrang vor ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinz Sverre Magnus im August 2024 bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.
Prinz Sverre Magnus ist der jüngere Bruder von Prinzessin Ingrid Alexandra und belegt in der norwegischen Thronfolge aktuell Rang drei. © IMAGO/PPE
Prinzessin Märtha Louise bei der Premiere des Films Nr. 24 in Oslo.
Prinzessin Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja, aufgrund der damaligen Verfassung landet sie in der Thronfolge allerdings hinter ihrem älteren Bruder Haakon und dessen Kindern. In erster Ehe war Märtha Louise mit dem Schriftsteller Ari Behn († 2019) verheiratet, die beiden ließen sich 2017 scheiden. © IMAGO/NTB
Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett in Geiranger.
Maud Angelica, Emma Tallulah und Leah Isadora stammen aus Prinzessin Märtha Louises Ehe mit Ari Behn. Maud belegt in der norwegischen Thronfolge Platz 5, dahinter folgt Leah auf Rang 6, an 7. Stelle steht Emma. © picture alliance/dpa/NTB/Cornelius Poppe
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett bei ihrer Hochzeit am 31. August 2024 in Geiranger.
Am 31. August 2024 heiratete Prinzessin Märtha Louise in Geiranger den selbsternannten Schamanen Durek Verrett. Die Beziehung ist in Norwegen umstritten, nach der Verlobung kündigte Märtha Louise an, keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus zu übernehmen. Ihren Prinzessinnen-Titel will sie zudem nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Durek Verrett ist trotz Hochzeit kein offizielles Mitglied der norwegischen Königsfamilie. © IMAGO/PPE
Marius Borg Høiby 2022 bei den Feierlichkeiten zu Prinzessin Ingrid Alexandras 18. Geburtstag.
Ebenfalls kein offizielles Mitglied der königlichen Familie ist Marius Borg Høiby. Der erstgeborene Sohn von Mette-Marit wuchs gemeinsam mit seinen beiden Halbgeschwistern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus auf, sorgte jedoch regelmäßig für negative Schlagzeilen. Im August 2024 wurde der negative Höhepunkt erreicht, nachdem Marius wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung festgenommen wurde. Hinzu kam der Vorwurf der Vergewaltigung, weshalb Marius im November 2024 eine Woche in Untersuchungshaft verbrachte. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinzessin Astrid 2024 bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.
Prinzessin Astrid ist die ältere Schwester von König Harald. Prinzessin Ragnhild, die älteste Tochter von König Olav V., verstarb 2012 im Alter von 82 Jahren. © IMAGO/PPE

Bereits im August wurde der Stiefsohn von Kronprinz Haakon (51) wegen des Vorwurfs der Körperverletzung und der Sachbeschädigung festgenommen, anschließend aber wieder freigelassen. In einem Verhör gab er zu, dass er seiner Freundin im Alkohol- und Kokainrausch gewalttätig wurde und Gegenstände zerstört habe. Doch mit welchen Strafen muss der 27-Jährige eigentlich rechnen?

Zehn Jahre Haft oder nur Geldstrafe für Marius Borg Høiby? Alles ist denkbar

Wie die norwegische Online-Zeitung Nettavisen berichtet, drohen ihm im schlimmsten Fall zehn Jahre Gefängnis. Sollte ihn das Gericht der Vergewaltigung schuldig sprechen, muss Høiby bis zu ein Jahrzehnt hinter Gittern. Wird er wegen Missbrauch oder Gewalt in engen Beziehungen für schuldig befunden, kommen bis zu sechs Jahre Haft auf ihn zu.

Von seinem luxuriösen Lebensstil muss sich Marius Borg Høiby in der U-Haft erst mal verabschieden.

Deutlich milder würde das Strafmaß ausfallen, sollte er wegen Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung verurteilt werden. In diesem Fall würde maximal ein Jahr Freiheitsstrafe oder auch nur eine Geldstrafe auf Marius zukommen – vorausgesetzt, die Bedrohung wird nicht als „schwerwiegend“ vom Gericht eingestuft.

Marius Borg Høiby bestreitet die neuen Vorwürfe gegen ihn. Sein Verteidiger Øyvind Bratlien bezeichnete die Anklage laut der Zeitung Verdens Gang als „katastrophale Fehleinschätzungen des Staatsanwalts“. Auch Kronprinz Haakon äußerte sich zum Skandal um seinen Stiefsohn. Verwendete Quellen: dagbladet.no, nettavisen.no, vg.no

Rubriklistenbild: © Håkon Mosvold Larsen/NTB/AFP

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