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Kommunalwahl 2026

„Waldkraiburg braucht dringend einen Neustart“: Grüne nominieren ihren Bürgermeister-Kandidaten


Über 100 Prozent Zustimmung für Christoph Arz freuten sich auch die Co-Sprecherin der Grünen in Waldkraiburg, Monika Rudolf (Mitte) und Landtagsabgeordnete Claudia Köhler.
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Über 100 Prozent Zustimmung für ihren Kandidaten Christoph Arz (rechts) freuten sich auch die Co-Sprecherin der Grünen in Waldkraiburg, Monika Rudolf (Mitte) und Landtagsabgeordnete Claudia Köhler.

Seit 2020 sitzt er im Stadtrat, jetzt will er mit viel Rückenwind ins Rathaus: Christoph Arz kandidiert als Bürgermeister in Waldkraiburg. Die Grünen stehen geschlossen hinter ihm und wollen Verantwortung übernehmen in Waldkraiburgs Kommunalpolitik.

Waldkraiburg Die Grünen schicken Christoph Arz ins Rennen um das Waldkraiburger Bürgermeisteramt. Der 28-jährige Stadtrat wurde am Donnerstagabend in der Nominierungsversammlung mit 100 Prozent der Stimmen gewählt – ein Ergebnis, das ihn selbst sichtlich freute.

„Aber klar ist auch: Ich brauche jede Unterstützung im Wahlkampf“, betonte Arz. In seiner Rede sprach er offen von einer schwierigen Stimmung in der Stadt. „So schlecht wie jetzt war es in Waldkraiburg noch nie – weder in der Bevölkerung noch in der Kommunalpolitik. Es herrscht Frust“, sagte er. Mit seiner Kandidatur wolle er ein „grünes Angebot für einen Neustart“ machen. Unter dem Beifall der Versammlung fügte er hinzu: „Ich habe richtig Bock auf Wahlkampf.“

Er sieht sich in vielen Themen der Stadtpolitik zu Hause

Arz ist in Waldkraiburg aufgewachsen, hat Politikwissenschaft in München studiert und arbeitet derzeit bei der Stadtschülerinnen- und Stadtschülervertretung im Münchner Rathaus. Dort unterstützt er junge Menschen, ihre Interessen gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten. Im Waldkraiburger Stadtrat sitzt er seit 2020, zog damals mit gerade einmal 24 Jahren ein. Derzeit hat er die Position des Jugendreferenten inne, er sieht sich aber auch in vielen anderen Themen der Stadtpolitik zu Hause.

Aus einer Spätaussiedlerfamilie stammend, setzt Arz stark auf den Zusammenhalt in der Stadt: „Wir müssen mehr miteinander ins Gespräch kommen und die Vielfalt nutzen. Waldkraiburg hat so viele kluge Köpfe, gute Ideen und wertvolle Traditionen. All das möchte ich als Bürgermeister zusammenbringen – damit unsere Stadt lebenswerter und zukunftsfähiger wird.“ Mit seiner Kandidatur stehen in Waldkraiburg damit bereits die Bürgermeister-Kandidaten für CSU, SPD, UWG und Grüne fest.

Der Ortsvorstand der Grünen steht geschlossen hinter der Kandidatur. „Wir treten mit einem engagierten Wahlkampf an, der die Bürgerinnen und Bürger überzeugt“, sagte Vorstandsmitglied Hans Grundner und er machte deutlich: „Wir wollen Verantwortung tragen und die Stadt voranbringen. Das trauen wir uns mit diesem Bürgermeisterkandidaten und einer starken Stadtratsliste zu.“

„Miesmachern von Rechts“ das Feld nicht überlassen

Er ist überzeugt: „Die Enttäuschung über die Amtsführung des Bürgermeisters hat sich längst sogar in die Reihen seiner eigenen Gruppierung hineingefressen. Waldkraiburg fehlt es an Führung, der amtierende Bürgermeister hat zwölf Jahre Zeit gehabt, um ein Profil zu entwickeln, er hat diese Zeit leider nicht genutzt“.

Grundner machte auch deutlich, dass man auf keinen Fall das Feld den „Miesmachern von Rechts“ überlassen dürfen: „Wir wollen die positive Alternative bieten, die es besser macht.“

Anders als 2020, öffnen die Grünen ihre Liste diesmal auch für parteiunabhängige Bewerberinnen und Bewerber.

Auch die grüne Landtagsabgeordnete Claudia Köhler betonte die Bedeutung der Kommunalwahl im März 2026. „Die Demokratie hat ihre Wurzeln in den Gemeinden. Hier müssen die Menschen sie als unverzichtbar und wichtig erleben – sonst gerät sie in Gefahr.“ Sie freue sich, dass die Waldkraiburger Grünen mit einem „so engagierten und kompetenten Bewerber“ antreten.

Als die Stimmen ausgezählt waren und das einstimmige Votum für Christoph Arz bekanntgegeben wurde, gab es viel Beifall und viele gute Wünsche für den neuen Kandidaten – und der will jetzt durchstarten: „Wir packen das jetzt an, das sind wir unserer Heimatstadt schuldig!“

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