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Stadt muss reagieren

Braucht das Waldkraiburger Haus der Kultur noch seine Hausmeister-Wohnung? Ausschuss entscheidet

Haus der Kultur Waldkraiburg
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Seit Jahren steht die alte Hausmeister-Wohnung am Haus der Kultur leer, eine Vermietung an Externe ist schwierig wegen der Veranstaltungen im benachbarten Gebäude.

Investieren oder Kosten minimieren? Seit Jahren steht die alte Hausmeister-Wohnung am Haus der Kultur leer, jetzt aber muss die Stadt wegen einer Gasleitung reagieren.

Waldkraiburg – Dringender Handlungsbedarf: Im Haus der Kultur stehen größere Instandhaltungsmaßnahmen an, die jetzt nach und nach abgearbeitet werden. Die Stadt muss darauf reagieren, weil bereits beim Bau des Hauses nicht alle Arbeiten den damaligen Bau-Standards und Brandschutz-Auflagen entsprachen.

So zum Beispiel auch bei der ehemaligen Hausmeister-Wohnung: Eine Gasleitung, die in das Gebäude führt, verläuft teilweise durch Fluchtwege und Treppenräume, was laut Bürgermeister Robert Pötzsch nicht zulässig ist. Welche Möglichkeiten die Stadt hat, erklärte er im Stadtentwicklungsausschuss. Die Gasleitung abzuschotten, sei sehr aufwendig und technisch teilweise gar nicht möglich. „Das darf so nicht sein, deshalb muss die Gasleitung weg“, sagte Pötzsch.

Aber ohne Leitung gibt es keine Heizung. Eine Alternative wäre der Anschluss an die Geothermie, was jedoch mit Kosten verbunden ist.

Seit Jahren steht die Wohnung leer

„Aktuell wird das Konzept für das Haus der Kultur überarbeitet, die Hausmeister-Wohnung wird nicht mehr genutzt“, erklärte Pötzsch. Bauamtsleiter Carsten Schwunck ergänzte, dass die rund 80 Quadratmeter große Wohnung seit Jahren leer steht. Für eine Sanierung wären rund 200.000 Euro einzuplanen. Eigentümer der Wohnung ist aber nicht die Stadt selbst, sondern die Stadtbau. „Als Eigentümerin kann sie darüber entscheiden, was damit passieren soll.“ Für die Stadt gehe es nun um die Frage, ob sie das Gebäude weiterhin anmietez oder an die Stadtbau zurückzugibt.

Christoph Vetter (UWG) bemängelte die fehlende Nachhaltigkeit. „Warum hat man nicht schon zuvor die Wohnung anderweitig vermietet. Es muss sich doch eine andere Nutzung und Möglichkeit zum Heizen finden lassen? Auch ein Rückbau kostet Geld.“ Pötzsch erklärte, dass eine Vermietung an Externe schwierig sei. Das benachbarte Veranstaltungsgebäude führt zu hoher Belastung. „Die Wohnung an die Geothermie anzuschließen, ist möglich, kostet aber Geld.“ Ebenso wie eine Umnutzung in Büro-Räume.

Für Johann Vetter (UWG) blieb die Frage, wieso die Stadt jetzt überhaupt aktiv werden soll. „Wir sollten nicht etwas platt machen, was später vielleicht noch gebraucht wird. Darüber soll der neue Stadtrat entscheiden.“

Stadt will ihre Kosten reduzieren

Ein Abriss stand in der Diskussion aber nicht zur Debatte. „Es geht nur um die Rückgabe an die Stadtbau. Die Stadt hat für die Wohnung keine Verwendung mehr und will ihre Kosten minimieren“, führte Schwunck aus. Wegen der eingeschränkten Zufahrt sei es zudem schwer, einen Mieter zu finden. Was mit dem Gebäude passiere, müsse die Stadtbau entscheiden.

Der Ausschuss stimmte abschließend mit drei Gegenstimmen dafür, dass die Stadt für das Hausmeister-Haus keine Verwendung mehr hat und deshalb der Mietvertrag mit der Stadtbau aufgelöst werden soll.

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