Breitbanderschließung in der Rottstadt
Stadt Neumarkt-St. Veit ist sich sicher: Schnelles Internet ist nicht nur eine Zukunftsvision
Das Internet in Neumarkt-St. Veit wird schneller. Noch in diesem Jahr soll ein Kooperationsvertrag für den Ausbau des Außenbereichs abgeschlossen werden. Bürgermeister Erwin Baumgartner verrät, wann der Startschuss fällt und wie viele Haushalte davon profitieren.
Neumarkt-St. Veit – Glasfaser für fast 2.000 weitere Haushalte, und das bis Ende 2027. Im Rahmen des Sommerinterviews hat Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) erklärt, welche Gebiete im Stadt- und Gemeindebereich von Neumarkt-St. Veit in den nächsten Monaten und Jahren mit schnellem Internet versorgt werden sollen. Im Stadtbereich erfolgt der Ausbau in eigenwirtschaftlichen Verantwortung der Telekom. Für den Außenbereich jedoch war eine europaweite Ausschreibung erfolgt, weil die Netzbetreiber keinen eigenwirtschaftlichen Ausbau angeboten hatten.
Es geht um 1.450 Adressen
Worum geht es? Die Stadt Neumarkt-St. Veit möchte die noch verbleibenden „weißen Flecken“, wie man die unterversorgten, weil mit zu niedrigen Bandbreiten ausgestatteten, Gebiete nennt, gerne mit schnellem Internet versorgen. Für den Stadtbereich ist die Rede von 1.450 Adressen, welche die Deutsche Telekom beabsichtigt, im eigenwirtschaftlichen Ausbau – das heißt ohne finanzielle Beteiligung der Stadt – anzuschließen. Wie die Stadt Neumarkt-St. Veit dazu mitteilt, plane die Telekom, Anfang 2026 mit dem Ausbau zu beginnen. Die Fertigstellung soll dann noch im selben Jahr erfolgen.
Im Außenbereich in der mit 61,07 Quadratkilometer flächengrößten Gemeinde im Landkreis Mühldorf sind es insgesamt 530 Anwesen beziehungsweise Adressen, die mit Glasfaser versorgt werden sollen, „und wir sind zuversichtlich, dass wir heuer noch den Kooperationsvertrag mit dem entsprechenden Netzbetreiber abschließen können“, heißt es dazu aus dem Rathaus.
Arbeitsintensives Prozedere
Man bedauert dabei, dass das Bundesförderverfahren sowie die europaweite Ausschreibung sehr arbeitsintensiv sei. Von Beginn der Ausschreibung bis zur Unterschrift müsse man mit einer Verfahrensdauer von bis zu 18 Monaten rechnen.
Welcher Netzbetreiber den Zuschlag erhalten wird, das wird die Stadt erst nach Vertragsunterzeichnung bekannt geben, wie es in einem Schreiben aus dem Rathaus heißt. Nur soviel teilt die Verwaltung mit: Die Kosten – ursprünglich war für den Außenbereich die Rede von 8,46 Millionen Euro – liegen weit unter dieser Schätzung.
Stadt Neumarkt verzichtet auf die Ausstiegsklausel
Zur Erinnerung: Der Stadtrat hatte bei der Ausschreibung eine Ausstiegsklausel festgelegt, falls die Obergrenze überschritten würde. Denn immerhin verblieben nach Abzug aller Fördermittel am Ende ein Eigenanteil für die Stadt in Höhe von zehn Prozent der Gesamtkosten. Ein Ausstieg sei aber nach Worten von Bürgermeister Baumgartner vom Tisch, weil die Angebotssumme weit unter der Schätzung liege.
Nach Vertragsunterzeichnung hat die Anbieter 36 Monate Zeit, die Baumaßnahme im Außenbereich fertigzustellen. In der Stadt Neumarkt-St. Veit geht man aktuell davon aus, dass Ende 2027 die Maßnahme beendet sein wird.
