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Neubau stärkt Klinikstandort Mühldorf

Investition von 43 Millionen Euro: Bettenhaus am „InnKlinikum“ Mühldorf eingeweiht

Bettenhaus Mühldorf Gerlach
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Die symbolische Schlüsselübergabe für das neue Bettenhaus am Klinikum Mühldorf: (von links) Klinik-Vorstandsvorsitzender Thomas Ewald, Klinikleiter Stefan Blanke, Landrat Max Heimerl und Gesundheitsministerin Judith Gerlach.

Nach einer Bauzeit von rund sechs Jahren wurde das neue Bettenhaus am Krankenhaus Mühldorf eingeweiht. Warum Bayerns Gesundheitsministerin das „InnKlinikum“ lobte und was die Besucher beim Tag der offenen Tür am Samstag erwartet.

MühldorfLange hat es gedauert, bis es endlich so weit war und immer wieder musste der Eröffnungstermin verschoben. 2018 wurde der Neubau beschlossen, nach dem Spatenstich Ende 2019 kamen die Fusion der Krankenhäuser Mühldorf und Altötting zum „InnKlinikum“, Corona, Lauerbachs Krankenhausreform und zuletzt noch Verzögerungen bei den Bauarbeiten dazwischen.

„Herzensprojekt“ endlich eingeweiht

Doch am Mittwoch (17. September) war es nach sieben Jahren endlich Zeit zu feiern. Das „Herzensprojekt“ des Landkreises, wie Landrat Max Heimerl es nennt, das neue Bettenhaus am „InnKlinikum“ Mühldorf steht kurz vor der Fertigstellung. So konnte der Gebäudekomplex mit Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach, weiteren Ehrengästen und Blasmusik feierlich eingeweiht werden.

„Es ist einer, wenn nicht der wichtigste Termin in meinen fünfeinhalb Jahren als Landrat“, hob Heimerl die Bedeutung dieses Tags in seinem Grußwort hervor. „Gesundheit und die wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung ist unsere zentrale Aufgabe.“ Die Investition von 43 Millionen Euro in das hochmoderne Bettenhaus sei ein deutlich sichtbares und „klares Bekenntnis zum Standort Mühldorf“.

Bekenntnis zum Klinik-Standort Mühldorf

Auch Klinikchef Thomas Ewald strahlte bei seinem Grußwort: „Wir sind auf der Zielgeraden.“ Nicht mehr lange, dann könnten die ersten Patienten in dem neuen Bettenhaus einziehen. „Das neue Bettenhaus in Mühldorf bietet ein optimales Umfeld für eine hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung und setzt zukunftsweisende Maßstäbe. Ich freue mich sehr, dass die Menschen in der Region künftig davon profitieren können.“ Er dankte den Wegbereitern im Landkreis für ihren Mut und Weitblick und der Gesundheitsministerin und ihrem Vorgänger für die breite Unterstützung. Der Landtagsabgeordnete Sascha Schnürer setzte hinzu: „Am Standort Mühldorf geht es gestärkt weiter.“

Großes Lob von der Ministerin

„Ich will ein großes Ausrufezeichen für den Landkreis und den Klinikstandort Mühldorf setzen“, begann Ministerin Judith Gerlach ihr Grußwort. Sie sei zu diesem Termin sehr gerne nach Mühldorf gekommen, denn sie wusste, sie würde sich ein dickes Lob abholen können. „Es ist großartig, was hier geleistet wurde. Das ,InnKlinikum‘ ist dafür eigene Wege gegangen, dass hier mit zwei Landkreisen zwei frühere Wettbewerber an einem Strang ziehen, ist nicht selbstverständlich.“ Durch den Zusammenschluss der Kliniken der Landkreise Mühldorf und Altötting nehme die Region eine Vorbildfunktion im Transformationsprozess der Krankenhäuser ein.

Stefan Blanke führte durch das neue Bettenhaus. Links die Lounge für Patienten mit Wahlleistung, rechts der extrabreite Bettengang als Verbindung zum Bestandsgebäude.

Gerlach lobte den Pflegeneubau am Standort Mühldorf: „Die Bettenkapazität des Pflegeneubaus wurde auf fast 120 Betten ausgeweitet – verteilt auf nach wie vor drei Stationen. Dadurch können Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden. Zudem wurden mehr alters- und behindertengerechte Zimmer geschaffen, was zu einer Verbesserung der Patientenunterbringung und -versorgung in der Region führt.“ Sie freue sich deshalb im Namen des Freistaats Bayern „den Neubau mit knapp 28 Millionen Euro zu unterstützen“.

Gesegnet wurde das neue Bettenhaus von Stadtpfarrer Dekan Klaus Vogl und der evangelischen Pfarrerin Anita Leonhardt mit Unterstützung von Krankenhausseelsorger und Dekan Georg Stürzl. Sie erbaten Gottes Segen für das Haus und alle, die darin arbeiten und gepflegt werden.

Das Gebäude ist künftig das Herzstück des Mühldorfer Klinikums und empfängt seine Besucher mit einem neuen Empfang in einer Magistrale und einer Cafeteria mit Kiosk. 118 Betten stehen auf drei Etagen für Patienten der Chirurgie, Urologie, Orthopädie und Lungenheilkunde bereit, darunter auch 18 Wahlleistungszimmer mit besonderer Ausstattung und Einzelzimmerbelegung. Zudem finden ambulante Untersuchungs- und Sprechzimmer im Erdgeschoss, sowie Bereitschaftszimmer, Räume für die IT, Technik und Bettenreinigung im Untergeschoss ihren Platz. Für einen ersten Rundgang durch das Gebäude führte Stefan Blanke, Leiter der Krankenhäuser in Mühldorf und Haag, durch das Bettenhaus.

Im neuen Bettenhaus haben die Zimmer maximal zwei Betten – links etwas mehr Platz bei der Wahlleistung, rechts ein Zimmer der Regelversorgung.

Die einzelnen medizinischen Stationen und Patientenbetten befinden sich in den oberen Stockwerken des Neubaus. Hier gibt Zimmer der Regelversorgung mit je zwei Betten und höherwertig ausgestatte Wahlleistungszimmer mit nur einem Bett, für die Zuzahlungen zu leisten sind. Im zweiten Obergeschoss steht diesen Patienten auch eine Lounge mit Kaffeemaschine und Balkon zur Verfügung.

Ein extrabreiter Gang verbindet das Bestandsgebäude mit dem Neubau, über ihn können bequem zwei Betten im „Gegenverkehr“ geschoben werden. Pflegedirektorin Annemarie Denkl machte aus ihrer Freude über das großzügige Platzangebot und die künftige Arbeit in dem Neubau kein Hehl: „I gfrei mi richtig!“

Alle Bürger sind eingeladen

Am Samstag, 20. September, von 11 bis 16 Uhr beim „Tag der offenen Tür“ kann sich jeder selbst ein Bild vom neuen Bettenhaus machen. Dann besteht die Gelegenheit, den hochmodernen Neubau am Mühldorfer Krankenhaus noch vor Inbetriebnahme bei stündlichen Führungen kennenzulernen. Treffpunkt ist der neue Haupteingang in der Ahamer Straße (gegenüber Feuerwehrhaus), Parkplätze stehen hinter der Feuerwehr zur Verfügung.

Die Mitarbeiter des „InnKlinikums“ arbeiten im Neubau in großzügigen Büros mit höhenverstellbaren Schreibtischen (links). Die „Schleusen“ auf den Stationen bieten dem Personal guten Überblick und sind auch für Patienten gut einsehbar.

Die Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Programm: In der Cafeteria finden halbstündlich Gesundheitsvorträge statt. Im Foyer präsentieren sich verschiedene Fachabteilungen mit Infoständen und Mitmachaktionen – vom „Gummibärchen fischen mit dem Zystoskop“ über Kinderschminken und Wunden schminken bis hin zu physiotherapeutischen Übungen. Zusätzlich informiert die Personalabteilung die Besucher über Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten im „InnKlinikum“. Vor der Klinik können Besucher zudem eine Fahrzeugausstellung des BRK-Kreisverbandes Mühldorf erleben. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

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