„Es wird immer schwieriger“
„Schmankerlbox 2.0“ in Burghausen: Warum Selbstbedienungsläden die Zukunft erobern
Frisches Fleisch, regionale Produkte – und das rund um die Uhr: Die Metzgerei Stirner setzt in Burghausen auf einen Selbstbedienungsladen. Ein Konzept, das zeigt, wie Einkaufen in der Zukunft aussehen kann.
Burghausen - Die Welt wird immer digitaler und moderner. Sei es die künstliche Intelligenz, die innerhalb weniger Sekunden nahezu immer die perfekte Antwort bereithält oder die Selbstbedienungskassen in Supermärkten, bei welchen ohne jeglichen sozialen Kontakt bezahlt werden kann. Noch einen Schritt weiter geht nun die Metzgerei Stirner in Burghausen.
Neuer Selbstbedienungsladen in Burghausen
„Wir eröffnen in naher Zukunft einen Selbstbedienungsladen, in welchem Wurst- und Fleischprodukte aus der Region, aber auch Produkte des täglichen Bedarfs angeboten werden“, verrät Inhaber Florian Stirner im Gespräch mit innsalzach24.de. „Also Dinge wie Milch, Zucker oder Mehl. Das Ganze nennt sich dann Schmankerlbox 2.0 und soll voraussichtlich Ende Oktober eröffnet werden.“
Davor gebe es nämlich noch einiges zu tun: „Wir befinden uns mitten im Umbau und wollen den Laden natürlich auch modernisieren und auf Vordermann bringen, damit sich die Kunden bei uns wohlfühlen“, fährt der Metzgermeister fort und fügt an. „Tatsächlich suchen wir schon seit längerem einen passenden Standort in Burghausen für ein solches Konzept, aber es war nie das Richtige mit dabei.“
Stirner: „So schwer ist das gar nicht“
Bis sich eine Möglichkeit in der Marktler Straße (ehemals Konditorei Hoch) aufgetan habe: „Als der Laden ausgeschrieben wurde, habe ich die Chance gleich ergriffen, da die Lage wirklich gut ist und auch einige Parkplatzmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Zudem soll das Ganze auch preislich gesehen erschwinglich sein, um am Ende nicht noch draufzahlen zu müssen.“
Doch wie funktioniert ein Einkauf bei der Schmankerlbox? „Wir haben schon seit drei Jahren so etwas ähnliches in Neuötting und dementsprechend auch schon Erfahrungen gesammelt. Mit einer Debit- oder Kreditkarte, die man vor dem Eingang scannen muss, kann man in den Laden eintreten und danach alles mitnehmen, was man benötigt. Im Anschluss zahlt man an der Kasse und geht dann wieder raus. So schwer ist das gar nicht.“
Konzept für die Zukunft
Dabei will man gleich zu Beginn auf Videoüberwachung setzen: „In den ersten Wochen hatten wir in Neuötting mit Diebstählen zu kämpfen, weil man auch einfach ohne sämtlichen Nachweis in den Laden eintreten konnte. Die Zugangskontrolle war schließlich der Schlüssel zum Erfolg“, so Stirner, der das Selbstbedienungs-Konzept als die Zukunft ansieht. „Es wird immer schwieriger. Auch wir haben in unserer Branche mit Personalproblemen zu kämpfen, welchen wir somit gegensteuern können.“
„Es ist mit Sicherheit eine gute Alternative, weil wir zum Einen unsere Produkte verkaufen können und zum Anderen den Kunden auch gute und regionale Qualität angeboten wird. Und das sieben Tage die Woche, rund um die Uhr“, freut sich der Inhaber. „Wir merken alleine in Neuötting, wie der Laden an den Samstagen und Sonntagen angenommen wird. Dementsprechend sind wir sehr guter Dinge für die Box in Burghausen.“ (gz)