„Dieser Schritt fällt uns nicht leicht“
Paukenschlag jenseits der Salzach: Gasthaus „Zur Reib“ schließt zum Jahresende
Die Nachricht trifft viele wie ein Schlag: Das oberösterreichische und beliebte Traditionsgasthaus „Zur Reib“ in Hochburg-Ach sperrt zum Jahresende zu. Doch aus welchen Gründen?
Burghausen/Hochburg-Ach - Es war wahrlich kein einfacher Sommer für die Gasthäuser in der Region. Waren die heißen Monate sonst immer von vollen Biergärten gezeichnet, überwog in diesem Jahr vor allem der Regen, der vielen Gastronomen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Dies macht aber das ganze Geschäft nicht einfacher, sind doch immer mehr Wirtshäuser vom Aussterben bedroht.
Auf der österreichischen Seite: Gasthaus „Zur Reib“ schließt
In Hochburg-Ach, direkt gegenüber von Burghausen auf der österreichischen Seite, verkündete nun ein echtes Traditionsrestaurant seine Schließung: „Nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen haben wir die Entscheidung getroffen, unser Restaurant „Zur Reib – Wirtshaus & Garten“ zum 31.12.2025 zu schließen“, erklären Inhaber Thomas Wasner und Maximilian Stadler in einem Beitrag in den sozialen Medien.
Das Lokal, das erst vor zwei Jahren den Pächter wechselte, wird somit nur noch für wenige Monate geöffnet haben: „Bis zum 23. Dezember sind wir noch mit vollem Einsatz für euch da“, heißt es weiter. „Dieser Schritt fällt uns nicht leicht, denn unser Herzblut, unsere Ideen und unser Team haben diesen Ort über die letzten zwei Jahre geprägt.“ Die Reib sei weit mehr als nur ein Arbeitsplatz gewesen, weswegen es umso schwerer falle, „Lebwohl zu sagen“.
Vielfältige Gründe
Doch was sind die Gründe für diese Entscheidung? „Diese sind vielfältig und liegen in Entwicklungen, die wir nicht mehr in unserem Einflussbereich steuern können.“ So sei ein großer Punkt der Standort und das Bauumfeld: „Umfangreiche Bauvorhaben im direktem Umfeld sowie der fortschreitende Verfall des Gebäudes stellen uns vor Hürden, die wir nicht in angemessener Zeit und ohne enorme Investitionen bewältigen können.“
Dies sei aber nicht das einzige Problem: „Die drastisch gestiegenen Ausgaben in allen Bereichen - von Personalnebenkosten über Materialeinsatz bis hin zu Betriebs- und Erhaltungskosten - machen einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb unmöglich“, teilen die Betreiber mit. Zudem lasse die ständig anhaltende Unsicherheit in der Gastronomie-Branche keinen Spielraum für nachhaltiges Arbeiten.
„Wir bleiben in der Region“
Somit bleibt nur noch Danke zu sagen: „Wir möchten uns bei allen bedanken, die diesen Weg mit uns gegangen sind. Bei unseren großartigen Gästen, die uns ihr Vertrauen und ihre Zeit geschenkt haben, bei unseren Partnern, die uns stets unterstützt haben, und ganz besonders bei unserem Team, ohne dessen Engagement und brennende Leidenschaft dieses Kapitel nie so besonders geworden wäre.“
Noch sei aber das Ende nicht erreicht: „Bis zu unserem letzten Öffnungstag freuen wir uns auf viele weitere genussvolle Momente mit euch.“ Des weiteren richte sich der Blick auch bereits nach vorne: „Wir bleiben in der Region, arbeiten an unseren Herzensprojekten und werden auch künftig gastronomisch und gastfreundlich für euch da sein.“ (gz)