„Hier geht es um so viel mehr“
Dackelrennen in Burghausen – warum aber der langsamste Hund den größten Preis bekommt
Spannung auf vier Pfoten: Am Sonntag (21. September) findet in Burghausen ein Dackelrennen der besonderen Art statt – denn am Ende wird der langsamste Hund zum großen Sieger.
Burghausen – Bald ist es wieder so weit. Am Wochenende (21. September) steht in Burghausen wieder ein verkaufsoffener Sonntag auf dem Programm, wobei von 13 bis 17 Uhr bei gemütlicher Atmosphäre durch die Läden gebummelt werden kann. Ein umfangreiches Rahmenprogramm soll dabei zusätzlich für gesellige Stunden sorgen. Wie zum Beispiel ein Hundewettkampf.
Dackelrennen in Burghausen
„Wir veranstalten auf der Wiese am Lindenheim ein Dackelrennen und freuen uns schon sehr darauf“, erklärt Elfriede Kolbeck vom Dackelfreunde und Züchter mit Herz e. V. im Gespräch mit innsalzach24.de. „An diesem Tag wollen wir einfach Spaß mit den Vierbeinern haben und sämtliche Menschen zusammenbringen. Wir sind der Meinung, dass wieder mehr gelacht gehört und dafür sind wir die perfekte Veranstaltung.“
Denn während dieses Rennens kann alles passieren: „Am Start wird der Dackel von einer Helferin so lange an einer Laufleine festgehalten, bis das Startzeichen ertönt. Danach soll der Hund so schnell wie möglich zu seinen Besitzern laufen. Die Betonung liegt aber auf dem Soll“, lacht die Gründerin und fügt an. „Hier ist nämlich alles möglich. Manche Hunde bleiben sitzen, andere begrüßen die Zuschauer und wieder welche laufen nur mit ihrem Besitzer.“
Kolbeck: „Es geht um so viel mehr“
Dabei erinnert sie sich mit einem Schmunzeln an eine ganz besondere Geschichte: „Wir hatten einmal einen Dackel, der zwei Meter vor dem Ziel umdrehte, um die Zuschauer nochmal zu begrüßen. Das war schon sehr witzig. Vor allem, weil die Besitzer nicht mehr damit gerechnet hatten.“ Allgemein müssen sich diese immer enorm ins Zeug legen: „Sie brüllen, zeigen Spielzeug oder bewegen sich extrem flott auf und ab, damit ihre Hunde kommen.“
Doch genau das mache den Wettkampf so einzigartig: „Im Endeffekt geht es bei uns um so viel mehr, als nur zu gewinnen. Klar bekommen die ersten drei Dackel einen Preis, aber den wohl größten bekommt der Langsamste. Einfach weil bei uns nicht der reine Wettbewerb, sondern das Zusammenkommen und gemeinsame Lachen im Vordergrund steht.“ Wichtig sei nur, dass der Hund geimpft sei: „Die Startgebühr beträgt fünf Euro und jeder Teilnehmer bekommt eine Kleinigkeit, solange der Vorrat reicht. Auch der mit der weitesten Anreise wird belohnt.“
130 Mitglieder - und bald schon mehr?
Zusätzlich wird auch abseits des Rennens einiges geboten sein: „Wir haben einen Losstand, bei welchem man tolle Preise gewinnen kann. Einen Second-Hand-Stand mit brauchbarem Zeug für die Hunde gegen eine kleine Spende und einen für Kaffee und Kuchen. Selbstverständlich stehen wir auch für sämtliche Fragen zur Verfügung“, so Kolbeck, die ihren Verein auf einem guten Weg sieht. „Wir haben inzwischen 130 motivierte und engagierte Mitglieder. Ich hoffe natürlich, dass noch einige hinzukommen. Vielleicht ja schon am Sonntag.“ (gz)