Folgenschwere Operation
„Sehe keinen anderen Ausweg mehr“: Hans Peter Höhenrieder aus Kastl braucht Hilfe
Hans Peter Höhenrieder (61) aus Kastl steht vor großen Problemen. Allein kommt er nicht mehr weiter – zu groß sind die Belastungen, die ihn treffen. Jetzt wendet er sich an die Öffentlichkeit und bittet um Hilfe.
Kastl - „Ich wende mich nun an die Öffentlichkeit, da ich einfach keinen anderen Ausweg mehr sehe“, sagt Hans Peter Höhenrieder im Gespräch mit innsalzach24.de. Der 61-Jährige ist seit 2017 von einer seltenen Krankheit betroffen, die ihm nicht nur ordentlich zusetzt, sondern auch sein normales Leben enorm beeinträchtigt.
Hans Peter Höhenrieder aus Kastl braucht Hilfe
„Ich leide an Fibromyalgie, einer Krankheit, die Muskeln und Sehnen befällt und dabei immer an verschiedenen Stellen auftritt. Beispielsweise in den Fingern, den Knien oder im Fußgelenk“, so Höhenrieder, der gelernt hat, damit umzugehen. „Seitdem befinde ich mich im Schmerzzentrum in Burghausen in Therapie. Gott sei Dank ist das Ganze dadurch schon besser geworden und ich spüre es nicht mehr so intensiv.“
Trotzdem lassen ihn seitdem die Schmerzen nicht mehr wirklich los: „Im März 2019 war ich Schlosserhelfer bei einer Firma, die Großheizanlagen gebaut hat. Allerdings hat mir die Arbeit dort so extrem zugesetzt, dass ich richtige Probleme mit den Gelenken bekommen habe und zwei Monate am Stück krankgeschrieben worden bin. Daraufhin wurde ich gekündigt, da der Betrieb dies nicht dauerhaft mitmachen wollte. Das war eine unangenehme Zeit für mich.“
Nach Operation: Linkes Bein nur noch zum Abstützen da
Seit dieser Zeit befindet er sich auch im Krankenstand, wobei er ein Jahr später ein neues Kniegelenk bekommen hat: „Die Operation ist zwar an sich gut verlaufen, aber mir wurde durch die Anästhesie ein Nerv am Oberschenkel dauerhaft zerstört, wodurch sich mein Bein wie gelähmt anfühlt. Am Anfang hieß es, dass dieser spätestens in einem halben Jahr wieder zusammenwachsen würde, aber inzwischen sind fünf vergangen und es hat sich nach wie vor nichts geändert.“
„Seit dieser Operation ist mein linkes Bein nur noch zum Abstützen da und ich kann es kaum bewegen. Meinen Fuß zu heben oder zu drücken ist dementsprechend nicht mehr möglich. Autofahren wird fast unmöglich“, erzählt Höhenrieder. „Ich fahre noch mit Gangschaltung und muss jedes Mal mit meiner linken Hand meinen Fuß auf die Kupplung drücken, da ich diese ansonsten nicht betätigen kann. Und mit dem rechten Bein ist das zu schwierig und vor allem gefährlich.“ Dadurch habe er schon beinahe einen Autounfall gehabt.
„Schäme mich wirklich dafür“
Geld für einen Automatik-Wagen hat der 61-Jährige nicht: „Ich beziehe Bürgergeld, wobei das nicht reicht und ich mir ja auch kein Auto besorgen möchte, das dann ständig in der Werkstatt steht. Arbeiten gehen, um selber Geld zu verdienen, würde ich gerne, aber ich schaffe es einfach nicht. Ich habe gute und schlechte Tage, wobei die schlechten überwiegen und so ein ständiges Hin und Her werden nicht viele Firmen mitmachen.“
Die Erwerbsminderungsrente habe er schon beantragt: „Diese steht mir aber anscheinend nicht zu. Ich war deswegen auch schon vor dem Gericht, aber ich habe keine Ahnung, wie lange das dauert und ob dann überhaupt etwas rauskommt.“ Deswegen habe er sich nun dazu entschieden, ein Spendenkonto zu errichten und im Internet einzustellen: „Ich schäme mich wirklich dafür, aber es gibt keine andere Lösung.“
Spendenkonto: „Freue mich über jede Unterstützung“
Als Spendenziel hat Höhenrieder 6000 Euro festgelegt: „Darunter findet man kaum gescheite Wägen, wobei ich keinem das Geld wegnehmen oder mich aufdrängen möchte. Ich freue mich über jede Unterstützung und sehe sowas niemals als selbstverständlich an. Ich hoffe einfach, dass ich bald mit weniger Sorgen Autofahren kann.“(gz)