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„Haben lange überlegt“

Landkauf mit Weitblick: So will Unterneukirchen die Zukunft gestalten

Die Gemeinde Unterneukirchen plant fest für die Zukunft. Bürgermeister Jochen Englmeier verrät die Hintergründe
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Die Gemeinde Unterneukirchen plant fest für die Zukunft. Bürgermeister Jochen Englmeier verrät die Hintergründe.

Die Gemeinde Unterneukirchen konnte sich nun neues Bauland sichern und richtet den Blick in die Zukunft. Bürgermeister Jochen Englmeier verrät, welche Chancen daraus entstehen

Unterneukirchen - Während das Wetter im Juli der ein oder anderen Party noch einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sind seit wenigen Wochen wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein wieder die Realität. So auch am vorletzten Samstag (23. August), als das Burschenfest in Unterneukirchen über die Bühne ging.

Viel Nachwuchs in Unterneukirchen

Im vergangenen Jahr hat das Burschenfest alle Erwartungen gesprengt. Viele der Arbeiter haben sich dabei drei bis vier Wochen Urlaub genommen, um das Fest auf die Beine stellen zu können“, verrät Bürgermeister Jochen Englmeier im Gespräch mit innsalzach24.de. „Auch heuer war der Einsatz und Fleiß wieder enorm. Wir sind sehr froh, solch großen Partys in unserem Ort erleben zu dürfen.“

Doch dies ist nicht der einzige Grund zu Freude: „Derzeit haben wir sehr viele Kinder im Ort, die bald in das Alter für den Kindergarten kommen. Auch deswegen stellen wir die Weichen für die Zukunft und streben eine Erweiterung unserer Einrichtungen an“, zeigt sich der Bürgermeister durchaus stolz. „Schließlich wollen wir, dass sich sowohl die Kleinen als auch die Großen bei uns im Ort wohlfühlen.“

Gemeinde erwirbt Bauland: Von Wohnbebauung bis zu Geothermie

Um dies gewährleisten zu können, plant die Gemeinde langfristig: „Wir haben zusammen mit einem renommierten Planungsbüro die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans in intensiver Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern auf den Weg gebracht, wobei wir hierfür nun ein neues Erwartungsland in Voit erwerben konnten. Dabei sind die verschiedenen Flächen für Wohnbebauung, Gewerbenutzung und Erschließungsmaßnahmen wie Straßengrund und Lärmschutzwall angedacht.“

Zudem sei ein Teil der erworbenen Fläche, angrenzend an die Bundesstraße B299, Gemeinbedarfsfläche: „Aktuell lassen wir eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich einer Geothermie durchführen, um zu sehen, ob Fernwärme für uns interessant wäre oder nicht. Ein entsprechende Probebohrung ist bereits durchgeführt worden und lieferte sehr positive Ergebnisse“, zeigt sich Englmeier zuversichtlich.

„Schritt in die Zukunft“

„Wir haben lange überlegt, ob und wenn ja, wie viel Grund wir erwerben möchten. Im Endeffekt haben wir uns aber dafür entschieden, weil es für unsere Gemeinde ein Schritt in die Zukunft ist“, fährt der Bürgermeister fort. „Dadurch, dass wir auch Bauerwartungsland mit dabei haben, können wir den nächsten Generationen in Unterneukirchen eine Heimat bieten und sind dementsprechend abgesichert.“

Aktuell wurde für den BP 18 – Bebauungsplan „Westlich der Garchinger Straße“ extra ein Kriterienkatalog erstellt: „Wir haben ein Punktesystem eingeführt, mit dem vor allem engagierte Unterneukirchner Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit für den Erwerb eines Baugrundstückes erhalten sollen. Je mehr man mit dem Ort in Berührung kommt, beispielsweise in Unterneukirchen wohnhaft oder einer Arbeitsstelle, durch Vereinszugehörigkeiten und vor allem durch Engagement z.B. Mitwirkung in Vorstandschaften oder Übungsleiter, desto mehr Punkte bekommt man zugesprochen“, erklärt Englmeier. „Dadurch können bevorzugt engagierte Unterneukirchnerinnen und Unterneukirchner hier Ihre Zukunft aufbauen und gestalten sicherlich zukünftig unser Dorfleben noch attraktiver.“

(gz)

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