Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Kann einiges an Nerven kosten“

Sommer voller Regen – und Nacktschnecken: Das sind die Folgen für unsere Gärten

Die Schnecken sind in diesem Jahr besonders aktiv
+
Die Nacktschnecken sind in diesem Jahr besonders aktiv.

Regen statt Sonnenschein, Kälte statt Sommerfeeling – dieser Sommer hat so manche Gartenfreude zunichtegemacht. Doch welche Folgen hat das Wetterchaos wirklich für unsere Beete und Pflanzen?

Landkreis Altötting - Nachdem im Frühjahr diesen Jahres noch der heißeste Sommer seit Jahrzehnten prognostiziert worden war, sah die Realität dann doch etwas anders aus. Vor allem der verregnete und nasskalte Juli machte den großen Sommerhoffnungen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Doch mit welchen Folgen für unsere Gärten?

Der Sommer und seine Folgen

„Der Rasen ist so grün wie schon lange nicht mehr“, erzählt Andreas Baumgartner, Kreisfachberater für Gartenbau am Landratsamt, im Gespräch mit innsalzach24.de. „Normalerweise sind wir es im Sommer gewöhnt, dass der Boden austrocknet und sich die Gräser braun färben. Der viele Niederschlag hat dem jedoch entgegengewirkt, was den Pflanzen zugutekam.“

Trotzdem sei dies immer noch differenziert zu betrachten: „Im Juli gab es immer wieder Regenfälle, aber hauptsächlich war das Wetter einfach nur unangenehm. Im August, als es dann wieder warm wurde, haben wir schnell gemerkt, dass die Böden doch noch sehr trocken sind“, erklärt Baumgartner, leidenschaftlicher und begeisterter Hausgartengestalter.

Baumgartner: „Fehlende Sonne Auswirkungen auf Süße“

Auch die Bäume hätten den Regen sehr genossen: „Sie konnten sich endlich mal erholen und neue Kraft tanken. Das ist sehr wichtig, da die Bäume ansonsten irgendwann aufgeben. Obstgehölze wie Apfelbäume konnten reichlich Erträge erzielen, auch wenn die fehlende Sonne durchaus Auswirkungen auf die Süße der Früchte hat. Aber das sind minimale Feinheiten, die im Geschmack nicht wirklich auffallen.“

Es könne aber durchaus vorkommen, dass manche Bäume weniger Erträge erzielen: „Das liegt aber nicht nur an den Wettereinflüssen, sondern ebenfalls daran, dass manche im letzten Jahr sehr viele Früchte an ihren Ästen hängen hatten und nun eine Verschnaufpause benötigen. Das ist normales Procedere bei Obstbäumen. Dadurch, dass die Wärme im Juli gefehlt hat, spielte das Wetter den Schädlingen wie Pilzen nicht allzu sehr in die Karten“, gibt Baumgartner weiter zu Protokoll.

Jede Menge Nacktschnecken

Der Niederschlag hat aber auch seine Nachteile: „In dieser Zeit konnten natürlich viele Leute wenig bis gar nicht in ihrem Garten arbeiten, was für echte Liebhaber alles andere als einfach ist. Das kann ich selbst nur bestätigen“, schmunzelt er und fügt an. „Zudem lockte das nasskalte Wetter eine Vielzahl an Schnecken an, mit denen vor allem Gemüsegartler stark zu kämpfen haben. Diese setzen sich sehr gerne in Hochbeeten an und sind sehr hartnäckig. Das kann schon einiges an Nerven und auch Gemüsesorten kosten.“

Doch wie wird man die Nacktschnecken wieder los? „Es gibt viele Hausmittel wie Bierfallen oder Ähnliches, die jedoch nur bedingt helfen. Manche schwören darauf, bei anderen wirken sie wiederum gar nicht. Schneckenkorn ist das wohl bekannteste Mittel. Sein Einsatz kann jedoch auch andere Tiere wie Katzen, Vögel oder Wildbienen beeinträchtigen. Somit bleibt die effektivste und sicherste Methode: das Absammeln per Hand“, verrät Baumgartner. „Wer übrigens einen naturnahen Garten pflegt, fördert außerdem natürliche Fressfeinde der Schnecken. Beispiele sind Igel, Spitzmäuse, Kröten oder auch Amseln.“

Zufriedenheit überwiegt

Im Endeffekt zieht Baumgartner aber ein positives Fazit: „Wir sind mit dem bisherigen Jahr durchaus zufrieden, vor allem, weil wir wissen, dass man es nie jedem Recht machen kann. So haben die regionalen Standorte und damit verbundenen Unterschiede natürlich auch immer einen Einfluss auf die Gärten.“

Kommentare