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„Für viele Landwirte ein Problem“

Wetter-Achterbahn im Sommer: So erleben es die Bauern in der Region

Vor allem im Frühjahr herrschte eine extreme Trockenheit in der Region vor
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Vor allem im Frühjahr herrschte eine extreme Trockenheit in der Region vor.

Der Sommer zeigte sich als echte Wetter-Achterbahn: Nach einem trockenen Frühjahr und Aussichten auf Rekordhitze folgten heftiger Regen und ungewöhnlich kühle Tage. Für die Bauern in der Region eine enorme Herausforderung.

Landkreis Altötting/Mühldorf - Im Frühjahr dieses Jahres war noch der heißeste Sommer seit Jahrzehnten mit Rekordhitze und extremer Dürre prognostiziert worden, doch schlussendlich kam alles ein bisschen anders. Vor allem der verregnete und nasskalte Juli machte den Sommerhoffnungen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Auch für die Bauern in der Region war die schwierige Wetterlage alles andere als einfach.

Sommer-Achterbahn für Bauern in der Region

„Grundsätzlich ist es so, dass wir immer auf das Wetter angewiesen sind und das Beste daraus machen müssen“, erklärt Richard Straubinger, Kreisobmann des Bauernverbandes Altötting, im Gespräch mit innsalzach24.de. „In diesem Jahr war die Winterfeuchtigkeit relativ knapp, wobei die Bestellung der Felder trotzdem sehr gut geklappt hat. Leider hat sich die fehlende Feuchtigkeit aber auch durch das Frühjahr gezogen.“

Für manche Landwirte eine enorme Herausforderung: „Bauern mit tiefgründigeren Böden haben es grundsätzlich leichter, da das Wasser besser gespeichert werden kann und die Pflanzen somit besser versorgt werden können. Hat man einen solchen Untergrund nicht, wird es natürlich schwer und eine langanhaltende Trockenheit kann zu schmerzhaften Ausfällen führen.“

Probleme mit dem Weizen

Ähnlich sieht dies auch Gerhard Langreiter, stellvertretender BBV-Kreisobmann im Landkreis Mühldorf: „Auch bei uns in der Region gibt es regionale Unterschiede, wobei wir den Klimawandel der letzten Jahre schon merken. Wir haben immer öfter gleichbleibende Wetterphasen, auf die wir uns einstellen müssen.“ Bestes Beispiel hierfür sei der verregnete und nasskalte Juli, der vor allem dem Weizen ordentlich zugesetzt habe.

„Der Weizenpreis orientiert sich immer am Weltmarkt und war in diesem Jahr nicht wirklich gut. Durch den vielen Regen hatte ein Großteil des Weizens keine Backqualität mehr. Deswegen musste dieser als Futterweizen angeboten werden“, verrät Langreiter und fügt an. „Das heißt natürlich, dass man die Kosten nicht wirklich decken kann und sogar eher draufzahlen muss.“

Grünfutter: „Erster und zweiter Schnitt richtig gut“

Das gleiche Bild lässt sich auch im Landkreis Altötting zeichnen: „Der lang anhaltende Regen war für viele Landwirte, aber auch regionale Mühlen ein Problem, da diese mit einer gewissen Menge an Weizen gerechnet hatten. Von der Bezahlung her liegt der Futterweizen deutlich unter dem Backweizen. Dadurch, dass sich das schlechte Wetter auch drei Wochen lang gezogen hat, gab es keine wirkliche Möglichkeit zu ernten.“

Deutlich besser sehe es beim Grünfutter aus: „Der erste und zweite Schnitt ist richtig gut gewesen, der dritte ist dann allerdings wegen der Trockenheit ausgefallen. Dafür war der Regen für den vierten Schnitt jetzt umso wichtiger“, urteilt Straubinger, der sich auch vom Mais eine „leicht überdurchschnittliche Ernte“ erwartet. „Anfang Juli war die Lage sehr bedenklich, aber inzwischen sieht es wieder deutlich besser aus.“

Trotz allem herrscht Zufriedenheit

Noch einen Schritt weiter geht Langreiter: „Wenn man ehrlich ist, steht der Mais bei uns sensationell gut da. Gott sei Dank gab es keine wirklichen Starkwetterereignisse, die die Felder hätten zerstören können. Auch bei den Wiesen ist die Lage gut“, so der Landwirt. „Insgesamt war es ein ganz durchschnittliches Jahr, wobei wir froh darüber sind, da wir 2024 sehr schlechte Erträge erzielt haben.“

Und im Landkreis Altötting? „Wir sind zufrieden mit dem Jahr und können uns auf eine gut-durchschnittliche Ernte freuen. Ich möchte aber nochmal betonen, dass es regionale Unterschiede geben kann. Nichtsdestotrotz ist das alles soweit absolut in Ordnung.“ (gz)

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