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Kommunalwahl 2026

Erste Entscheidung gefallen: Warum Maitenbeths Bürgermeister Thomas Stark nicht mehr antritt

Maitenbeths Bürgermeister Thomas Stark tritt bei der Kommunalwahl 2026 nicht nochmal an.
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Maitenbeths Bürgermeister Thomas Stark tritt bei der Kommunalwahl 2026 nicht nochmal an.

Thomas Stark, Bürgermeister aus Maitenbeth, gehört zu den ersten, die sich klar positionieren vor der 2026 anstehenden Kommunalwahl: Er tritt nicht nochmal an. Das sind seine Gründe.

Von Karlheinz Günster und Anja Leitner

Maitenbeth − Der Maitenbether Bürgermeister Thomas Stark tritt bei der nächsten Kommunalwahl nicht mehr an. Das verriet er in einem Gespräch mit der Wasserburger Zeitung und wasserburg24.de.

Das Amt bereite ihm große Freude, sagt er, doch müsse er an seine Kräfte denken. Denn Ende der kommenden Legislaturperiode wäre er 71 Jahre alt, da wünsche er sich für die Gemeinde mit ihren 2.100 Einwohnern doch lieber jemanden, der „da volle Power hineingehen und Gas geben kann“.

Kontakt mit den Menschen genossen

Selbst blickt er zufrieden auf seine Dienstzeit. In diesen sechs Jahren habe er sehr den „Kontakt mit den Menschen genossen”. Was ihm weniger gefiel, war die Bürokratie. Denn zuweilen entstehe der Eindruck, dass neue Projekte gar nicht begonnen werden könnten, weil „irgendetwas immer dagegen steht“. Doch dann dürfte „man keine einzige Straße mehr bauen.”

So zähle die Suche nach Möglichkeiten, wie etwas trotzdem zu verwirklichen sei, zu den Aufgaben eines Bürgermeisters mit seiner Verwaltung. Das gelte vor allem auch dann, wenn es sich um Zuschüsse handele. Das sei eine Herausforderung, wobei er die Hilfe der nächsten Behörden, des Landratsamtes, hervorheben mag: „Da findet sich immer jemand, der weiterhilft.“ „Mehr Vertrauen vom Staat gegenüber den Kommunen“, sei wünschenswert, das könnte manches vereinfachen, findet Stark.

Borna-Virus in Maitenbeth

In Starks Amtszeit geschah auch der tragische Tod zweier Kinder 2019 und 2023 durch den tödlichen Borna-Virus in Maitenbeth sowie die daraus resultierende Verunsicherung der Bürger. „Es war eine große Herausforderung, zumal damit viel Öffentlichkeits- und Pressearbeit verbunden war, in die ich auch erst einmal hineinfinden musste“, betont er.

Ganz anders und nicht so sehr öffentlich, jedoch ebenfalls eine Herausforderung war die Sanierung der Grundschule, „das größte Projekt meiner Amtszeit“, sagt Stark. „Aber der Mensch wächst mit und an seinen Aufgaben, so habe ich das immer gesehen. Diese Aufgaben sind keineswegs der Grund für meine Entscheidung gegen eine weitere Amtszeit. Wäre ich vier oder fünf Jahre jünger, hätte ich mich dieser gern gestellt“, sagt Stark.

„Ehrenamtlich nicht zu schaffen“

Weil das Bürgermeisteramt einiges fordere, halte er einen hauptamtlichen Arbeitsplatz auch weiterhin für sinnvoll, „ehrenamtlich nebenher geht das nicht“. Eine Zeit als Gemeinderat helfe sehr, um von den Strukturen in der Verwaltung eine Vorstellung zu erhalten. Und Bürgermeister sei man immer, rund um die Uhr, den klassischen Feierabend gebe es da nicht. Es sei eine Tätigkeit mit steiler Lernkurve, die „aber auch viel Spaß macht”.

Ein möglicher Nachfolger sei bisher nicht bekannt, „auch wenn ich mir schon welche vorstellen könnte“. Aus dem Gemeinderat, dem er zuvor ebenfalls eine Periode angehört hatte, weiß er „drei bis vier“, die ebenfalls aufhören möchten. Genaues ergebe die Aufstellungsversammlung voraussichtlich im November.

Im März sind die Kommunalwahlen, im Mai tritt der neue Gemeinderat mit neuem Bürgermeister oder Bürgermeisterin an. Dann freut sich Thomas Stark auf ein erheblich langsameres Tempo: „Ich will aus dem Fenster schauen können, sehen wie die Wolken vorüberziehen.”

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